DE511588C - Vorrichtung zum Verkoken von Kohle o. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Verkoken von Kohle o. dgl.

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DE511588C
DE511588C DEI39883D DEI0039883D DE511588C DE 511588 C DE511588 C DE 511588C DE I39883 D DEI39883 D DE I39883D DE I0039883 D DEI0039883 D DE I0039883D DE 511588 C DE511588 C DE 511588C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B25/00Doors or closures for coke ovens
    • C10B25/02Doors; Door frames
    • C10B25/04Doors; Door frames for ovens with vertical chambers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Verkoken von Kohle o. dgl. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Vorrichtungen zur Verkokung von Kohle o. dgl.
  • Die Erzeugung von festem Koks als Rückstand der Verkokung von Kohle erfolgt zur Zeit entweder mittels eines Verfahrens der Hochtemperaturverkokung oder eines Verfahrens der Tieftemperaturverkokung.
  • Für Hochtemperaturverfahren besteht die Vorrichtung, wie sie z. B. in Gaswerken angewendet wird, aus einem Retortenofen oder Koksofen, in dessen Ziegelwerk eine Heizzugtemperatur von über goo° C herrscht. Der gewonnene Koks gilt im allgemeinen als metallurgischer Koks und fällt, je nach Art der Vorrichtung und Beschaffenheit der Kohle, verschieden aus.
  • Bei Tieftemperaturverfahren bestehen die Retorten im allgemeinen aus einer Metallkonstruktion, und es ist hier der Hauptzweck, hohe Ausbeuten an Nebenerzeugnissen zu .erzielen, die gegenüber dem Hochtemperaturbetrieb etwa 8o bis roo % mehr betragen. Der erzeugte Koks hat ein hohes Reaktionsvermögen, jedoch nicht immer gute Dichtigkeit und Festigkeitseigenschaften. Die Gasausbeute beträgt der Menge nach etwa die Hälfte und dem Wärmewert nach etwa 6o % der in Hochtemperaturvorrichtungen .erzielten Gasausbeute. Die Funktionen der beiden vorstehend angegebenen Gattungen von Vorrichtungen lassen sich nicht in wirtschaftlicher Weise gegeneinander austauschen; ferner leiden sie an einer gewissen betrieblichen Starrheit, da sie nur in Beschränkung auf Kohlen besonderer Beschaffenheit und Korngröße erfolgreich zu betreiben sind. Die aus einer Kohle entwickelten Produkte sind sowohl nach Menge als auch nach Art von der Verkokungstemperatur abhängig. Größte Gasausbeute liefert der Hochtemperaturbetrieb, größte Ausbeute an Nebenprodukten dagegen der Tieftemperaturbetrieb. Das Reaktionsvermögen von Koks wird durch Tieftemperaturbetrieb, die mechanische Festigkeit aber durch das Arbeiten bei mittleren Temperaturen begünstigt; für jede Kohlenart gibt es ferner eine spezifische Mindesttemperatur für die Erzeugung von widerstandsfähigem Koks. Die Art, wie die Kohle sich aufbläht, sowie das Reaktionsvermögen des Kokses bilden :eine Frage des Wärmedurchgangs, und es gibt Kohlen, die bei hohen Temperaturenkeineneinwandfreien Koks ergeben, jedoch um etwa 6oo° C herum einen ausgezeichneten. Koks liefern. Nun ist das Maß des Wärmedurchgangs im wesentlichen eine Funktion der Ofenbreite, d. h. der größten Entfernung zwischen den wärmeübertragenden Flächen und der von diesen am weitesten entfernten Kohle. Die Bauart der bestehenden Öfen und Retorten zeigt spezifische, für den Betrieb unveränderliche Maßverhältnisse.
  • Während nun allerdings die Temperaturen der Heizzugwände bei dem Hochtemperaturbetrieb geändert werden können, ist es dabei doch infolge der Wandstärke und des langsamen Eindringens der Wärme in die Beschickung nicht möglich, bei besonders niedrigen Temperaturen mit Bezug auf Durchsatz und Gleichmäßigkeit zu wirtschaftlichen Ergebnissen zu gelangen. Für den Tieftemperaturbetrieb gibt es wiederum eine Höchsttemperatur, oberhalb deren man nicht arbeiten darf, wenn man nicht der Anlage Schaden zufügen oder sie sogar zerstören will. Man sieht sich daher bei den verschiedenen Arten von Ofenanlagen nicht nur auf bestimmte Kohlen, sondern auch auf bestimmte Betriebstemperaturen beschränkt, woraus sich auf Grund mangelnder Veränderlichkeit der Erzeugnisse gegenüber den Absatzverhältnissen eine beschränkte Lage ergibt. Zuzugeben ist, daß gewisse Arten von Ofenanlagen, die nach Korngröße und Beschaffenheit ausgewählte Kohlen verarbeiten und durch inneren Umlauf heißer Gase erhitzt werden, eine gewisse Beweglichkeit des Betriebes zulassen; diese Anlagen eignen sich aber nicht für die Behandlung feinkörniger, bituminöser Kohlen; da sie ferner in ihrer Beschickung größere Kornklassen von Kohle enthalten müssen, hat der Koks geringe mechanische Festigkeitseigenschaften.
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine Ofenbauart zu schaffen, die es ermöglicht, aus einer gegebenen Kohle und im besonderen aus feinkörnigen, bituminösen Kohlen Koks und Nebenprodukte in jeder gewünschten Abänderung herzustellen. Dieneue Bauart ist eine solche, daß der Wärmedurch@ gang auf wirtschaftlicher Grundlage nach Belieben geändert werden kann; es lassen sich daher Kohlen, die in ihrer Beschaffenheit weitestens voneinander abweichen, in einer einzigen Anlage behandeln, die auf wirtschaftlicher Grundlage bei hohen, tiefen oder irgendwelchen dazwischenliegenden Temperaturen betrieben werden kann; dadurch :erhält man bezüglich Beschaffenheit und Anteiligkeit der Einzelerzeugnisse Bewegungsfreiheit und gewinnt infolgedessen den wirtschaftlichen Vorteil, sich ändernden Absatzverhältnissen Rechnung tragen zu können. Z. B. wechselt in Gaswerken der Gasbedarf mit der Jahreszeit; mittels einer Einrichtung gemäß der Erfindung ist es aber möglich, während der Dauer verminderten Absatzes ,eine geringere Menge an Gas, dafür aber einen Koks herzustellen, der infolge seines höheren Reaktionsvermögens einen weit größeren Marktwert hat und sich für praktisch alle die gleichen Verwendungszwecke wie Kohle und Koks absetzen läßt. Dieselbe Einrichtung vermag naphthalinfreie Teeröle mit einem Minimum an Pech, also verhältnismäßig hohe Ausbeuten an Motorbetriebsstoff und Brennöl, zu ergeben, oder sie kann statt dessen auf die Erzeugung hoher Gaserträge, eines Kokses metallurgischen Charakters sowie von Benzol und Nebenprodukten umgestellt werden, die als Kohlenteerprodukte allgemein bekannt sind, wobei sich als Begleiterscheinung ein höheres Pechausbringen ergibt. Diese Vorrichtung ist auch nicht auf eine festgelegte Kohlenart beschränkt und vermag Kohlen zu verarbeiten, die ein geringeres Bindevermögen besitzen, als für hohe Temperaturen erforderlich ist.
  • Die vorliegende Erfindung ist im besonderen für eine Tieftemperatur-Retortenanlage nach I 1 l i n g w o r t h solcher Art verwendbar, wie sie in den britischen Patentschriften 223 62q., 22¢ 505 und 245 igo angegeben und an Hand welcher die Erfindung veranschaulicht und im nachstehenden erläutert ist.
  • Diese Ilhngworth-Retortenöfen haben einen Ziegelwerkumbau und einen oder mehrere Sätze von Metallröhren, welche die Verkokungsretorten bilden und vorteilhaft so aufgestellt sind, daß jedes schadhaft gewordene Rohr herausgezogen Zver den kann; außen um den oder die Sätze von Metallretorten erstrecken sich Kanäle aus feuerfestem Material, die die Züge für die Heizgase bilden. Hauptsächlich betrifft die vorliegende Erfindung eine derartige Konstruktion eines solchen Retortenofens, daß letzterer sowohl für Hochtemperatur- als auch für Tieftemperaturverkokung verwendbar ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Metallretorten auf Tragstücke gestellt, die unten an dem Ziegelwerkumbau abnehmbar befestigt sind, so daß die Retorten für den Fall einer Hochtemperaturverkokung vollständig herausgezogen werden können.
  • Will man also von Tieftemperaturbetrieb zu Hochtemperaturbetrieb übergehen, dann werden die Tragstücke entfernt, und jede Metallretorte kann nunmehr durch den Boden des Retortenofens nach unten herausgezogen werden. Wünschenswert für diesen Zweck ist, daß zwischen den Seitenflächen der Metallretorten und der Innenfläche des Ziegelwerkumbaues ein erheblicher Spielraum vorgesehen ist.
  • Der Ziegelwerkumbau wird ferner vorteilhaft dadurch abgeändert, daß man ihn mit dickeren Ziegeln von etwa annähernd 9 cm Dicke baut und seine einen Verkokungsraum einschließenden Wände nach oben gegeneins ander neigt, letzteres, um die Austragung des Brennstoffs bei Verwendung des Retortenofens für Hochtemperaturbehandlung zu erleichtern.
  • Werden die Retorten aus H-förmigen Teilgliedern aufgebaut, so wird vorteilhaft eine Anordnung verwendet, wonach die Tragstücke mit der Unterkonstruktion des Retortenofenumbaues abnehmbar verbolzt sind und aus Plattenpaaren bestehen, die in der Länge den Seiten der Metallretorten entsprechen und zur Aufnahme der Retorte eine L-förmige Leiste bilden, wobei die beiden L jedes Plattenpaares nach innen gekehrt sind.
  • Bei einer anderen Anordnung können die Retorten von Tragplatten getragen werden, die auf den Tragstücken ruhen und zur Aufnahme von z. B. zwei Retortenreihen mit einer Anzahl von Öffnungen versehen sind, wobei sie zur erleichterten Handhabung über ihre Breite hin in kurze Längen unterteilt sind.
  • Oberhalb der Verkokungsretorten befindet sich ein Kanal oder eine Abzugkammer für die Destillationsgase. Die Kammer kann mit Hilfe einer Kopfplatte gebildet sein, deren Öffnungen den Ausnehmungen in der Tragplatte entsprechen und die oberen Enden der Einzelretorten in Stellung bringen und sichern. Die Kammerplatte ruht auf einer an dem Ziegelwerkumbau in geeigneter Weise ausgebildeten Leiste. Oberhalb jeder Einzelretorte trägt ein Rahmen heb- und senkbare Türen oder Deckel. Dieser Türrahmen ruht ebenfalls auf dem Ziegehverkumbau. Andernfalls lassen sich auch Ringtassen und eine Verschlußplatte verwenden, wie sie in den Abb. 7 und 8 der britischen Patentschrift 244 837 dargestellt sind.
  • Die Einzelretorten können ,@entsprecbend der bisherigen Handhabung der Erfinderin mittels Speiserohre beschickt werden.
  • Um von einem Tieftemperaturbetrieb oder der Erzeugung rauchlosen Brennstoffes zu einer Hochtemperaturverkokung überzugehen, werden der Türrahmen wie auch die Kopfplatte abgenommen und die Einzelretorten etwas angehoben, um die Grundplatte von ihrem Gewicht zu entlasten, zu welchem Zweck Hublöcher vorgesehen sein können. Falls eine Stützplatte verwendet ist, wird diese nunmehr entfernt, indem sie in der Mitte angehoben und mit der kurzen Seite nach vorn ausgebracht wird. Darauf werden die Tragstücke nach Lösen der Bolzen von der Unterkonstruktion abgenommen, wonach die Einzelretorten für das Niederlassen frei sind. In die Unterkonstruktion werden nunmehr Schließbolzen eingeschraubt, um die Löcher der Haltebolzen für die Tragstücke wieder zu schließen. Andernfalls können in diese Löcher auch Dampfzuleitungen eingeschraubt werden, um bei Benutzung des Retortenofens für hohe Temperaturen Dampf verwenden zu können.
  • Wie ersichtlich, bildet die Stützplatte einen falschen Boden oder einen Bodenabschluß zwischen den Einzelretorten und nimmt während eines Hochtemperaturbetriebsihren Platz nicht ein. Die Tragstücke, die mit der Unterkonstruktion oder dem Umbau verbolzt sind, sind ebenfalls auswechselbar, was angesichts der hohen Temperatur, der sie ausgesetzt werden, für die zweierlei Betriebsweise erwünscht ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ferner der unterste Heizzug mit einem Isolierstück ausgestattet, das auf seiner Bodenfläche aufruht und sich über die ganze Länge das Heizzuges hin bis an jede seiner Seiten heran erstreckt und den Heizzug gegen die Grundplatte oder die Unterkonstruktion des Retortenofenumbaues isoliert.
  • Dieses Stück kann aus einer oder mehreren Platten geeigneten Materials bestehen und hat vorzugsweise halbkreisförmigen Querschnitt, um die Hitze abzulenken, ihr aber den Zutritt zu dem unteren Ende jeder Seitenwand zu ;ermöglichen.
  • In der beiliegenden zeichnerischen Veranschaulichung der Erfindung sind Abb. i ein senkrechter Schnitt eines sowohl für Hoch- als auch für Tieftemperaturbetrieb verwendbaren Retortenofens, Abb. 2 ein waagerechter Schnitt nach Linie 2-2 in Abb. i und Abb.3 ein vergrößerter Schnitt, um die Stützplatte und den Bodenverschluß im einzelnen zu zeigen.
  • Abb.4 und 5 veranschaulichen im Aufriß bzw. in schaubildlicher Einzelansicht eine abgeänderte Ausführung.
  • i ist der Retortenofenumbau, und 2 sind die in der Fachsprache als Konduktoren (Wärmeleiter) bezeichneten Verkokungsretorten für Tieftemperaturverkokung, deren Querschnitt ellipsoidisch, kreisförmig oder sonstwie gestaltet sein kann. 3 sind die Kanäle (Abb. i, 3 und 4) für die Heizgase. 16 ist der Abzug für die flüchtigen Stoffe.
  • Bei der vorliegenden Erfindung ruhen die Konduktoren 2 an ihren unteren Enden auf Stützplatten a (Abb. i bis 3), die mit Ausnehmungen b gleichen Umrisses wie die Retorten versehen sind. Nach der Darstellung sind sie darauf eingerichtet, zwei Reihen von Konduktoren zu tragen. Zur erleichterten Handhabung können sie in der Querrichtung so in Abschnitte geteilt sein, daß jeder Abschnitt zwei solcher Konduktorpaare trägt. Die Platte- na ruhen auf Tragstücken c, die an einem Teil der Grundplatte oder Unterkonstruktion d mittels Bolzen e abnehmbar befestigt sind. Für diesen Zweck können die Tragstücke mit Federn e1 in entsprechende Nuten des Teils d eingreifen. Die Teiled werden mit dem Ziegelwerkumbau gemeinsam ausgeführt oder, wie dargestellt, daran befestigt. Sie haben ferner die geeignete Ausrüstung zum Anbringen des Bodenverschlusses und können, ebenso wie die Tragstücke c mit einer Auswärtsbiegung oder Verjüngung f versehen sind, auch ihrerseits entsprechend gestaltet sein, um zusammen mit dem Bodenverschluß eine wirksame Abdichtung herzustellen.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß die Innenwände g des Retortenofenumbaues gegeneinander geneigt sind und an ihren oberen, Enden einen Sitz für eine Kopfplatte h bilden, die entsprechend den Ausnehmungen in den Stützplatten a mit Öffnungen versehen ist. Oberhalb jeder Retorte sind Bedienungstüren i angeordnet, die in den Sitzen eines an dem Umbau befestigten Rahmens j ruhen.
  • Die vorstehend beschriebene Anordnung, wonach für die Unterstützung der Konduktoren die Platten a vorgesehen sind, ist in erster Linie für die Verwendung von Konduktoren kreisförmigen Querschnitts bestimmt.
  • Die Konstruktion gemäß den Abb. q. und 5 ist im besonderen mehr für die Verwendung bei Konduktoren aus H-förmigen Abschnitten bestimmt; dabei werden die Retorten z an ihren unteren Enden unmittelbar auf die Tragstücke c gesetzt. Letztere haben eine Leiste k von im wesentlichen gleicher Länge wie die Seitenflächen oder senkrechten Teile der H-Konduktoren.
  • Der Ziegelwerkumbau ist aus Feder- und Nutsteinen l errichtet, die vorzugsweise solche Dicke haben, daß sie je eine annähernd 9 cm starke Wand ergeben. Die eine Kammer für Hochtemperaturbehandlung einschließenden Wände sind nach oben gegeneinander geneigt. Die Heizkanäle sind zwischen zwei senkrechten Steinschichten dadurch gebildet, daß jeder Heizzug durch einen Ziegel m abgetrennt wird, der quer liegt und in beide Schichten eingebaut ist.
  • Auf der Bodenplatte a des untersten Heizkanals liegt ein Isolierstück o, das aus einer oder mehreren Platten geeigneten Materials besteht und halbkreisförmigen Querschnitt hat, um die Hitze abzulenken, ihr aber den Zutritt zu dem unteren Ende jeder Seitenwand zu ermöglichen. Die Platten o reichen über die ganze Länge des Heizkanals und isolieren ihn gegen die Bodehplatte tt, die ihrerseits gegen die eigentliche Grundplatte bzw. gegen den Unterbau des Ofens durch ein Zwischenstück p isoliert ist.
  • Wenn man beim Betrieb der Anlage von Tieftemperatur- auf Hochtemperaturverkokung übergehen will, dann werden die Konduktoren von ihren Tragstücken abgehoben, worauf letztere entfernt werden, um die Konduktoren nach unten herausziehen zu können.
  • Man ersieht außerdem, daß auf Grund der vorliegenden Erfindung die Tragstücke für die Metallretorten von der Grundplatte bzw. dem Unterbau des Retortenofens getrennt sind, was an sich schon den Vorteil ergibt, daß die Tragstücke erneuerbar sind; eine solche Erneuerung ist manchmal erforderlich im Hinblick auf die Hitze, der die Tragstücke ausgesetzt sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Vorrichtung zur Verkohlung oder Verkokung von Brennstoffen mit einer beheizten Kammer innerhalb eines Ziegelwerkaufbaues nebst Heizanordnung sowie mehreren Verkokungsretorten innerhalb dieser Kammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkokungsretorten an ihren unteren Enden von Tragstücken gestützt werden, die abnehmbar derart an dem Ofenbauwerk befestigt sind, daß die Retorten vollständig herausgezogen werden können, um den Ziegelwerkumbau für Hochtemperaturverkokung verwenden zu können.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, deren Retorten aus Gliedern H-förmigen Querschnitts zusammengesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstücke paarweise aus mit Leisten versehenen Platten bestehen, auf deren Leisten die Seitenflanschen der Glieder H-förmigen Querschnitts aufstehen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Retorten von einer oder mehreren Platten getragen werden, die auf den abnehmbar befestigten Tragstücken aufruhen und zur Aufnahme der unteren Retortenenden eingerichtete Ausnehmungen haben. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, z oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände der beheizten Kammer nach oben gegeneinander geneigt sind.
DEI39883D 1928-11-23 1929-11-23 Vorrichtung zum Verkoken von Kohle o. dgl. Expired DE511588C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740510C (de) * 1940-06-02 1943-10-22 Kurt Beuthner Senkrechter Kammerofen zum Destillieren von Kohle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740510C (de) * 1940-06-02 1943-10-22 Kurt Beuthner Senkrechter Kammerofen zum Destillieren von Kohle

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BE511588A (fr) 1953-12-04

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