DE5243C - Verfahren zum Bleichen von Warpcops oder Pincops - Google Patents
Verfahren zum Bleichen von Warpcops oder PincopsInfo
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B5/00—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
- D06B5/12—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
- D06B5/14—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through fibres, slivers or rovings
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Description
1878.
Klasse 8.
EMANUEL RUSCH in POTTENDORF (Oesterreich). Verfahren zum Bleichen von Warpcops oder Pincops.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. October 1878 ab.
Ich bediene mich hierbei des bekannten Vacuum-Bleichapparates und verfahre in folgender
Weise: Das auf einer, dem Baumwollbande die Zwirnung ertheilenden Maschine, gleichviel von welcher Construction, erlangte
Product wird derart gesponnen, dafs dasselbe je nach Länge des Baumwollstapels eine um
5 bis 8 pCt. geringere Drehung erhält, als solche beim gewöhnlichen Verspinnen roher Baumwolle
erforderlich ist, und demnach so offen als möglich dem Bleichprocefs unterworfen wird.
Hierbei ist gleichzeitig zu beobachten, dafs die ersten zwei bis drei Vorgespinnstlagen
möglichst locker auf die Spulen gewunden werden, damit sich diese nach der Bleiche immer
noch leicht aus dem Vorgespinnst herausziehen lassen. Dies ist z. B. bei einem Fleyer durch
geringes Vorwärtsschieben des Konusriemens sehr leicht zu bewerkstelligen.
Die anzuwendenden Spulen, von denen eine auf der Zeichnung dargestellt ist, müssen aus
einem beim Bleichen nicht oxydirenden oder nicht zerstörbaren Material, welches zugleich
den Spinnerei-Manipulationen dauernd zu widerstehen vermag, hergestellt und innerlich ausgehöhlt,
sowie mit Löchern in den auf der Zeichnung ersichtlichen Abständen und Gröfsen versehen
sein. Als solches Material hat sich Hartgummi besser als imprägnirtes Holz, Zinkblech,
Porcellan und emaillirtes Eisenblech erwiesen.
Die so für den Bleichprocefs vorbereiteten Spulen unterliegen demselben in gewöhnlicher
Weise, indem sie aufrecht und schichtenweise zuerst in den Laugenkochkessel gestellt werden
und, wenn gleichzeitig gehaspelte Garne zu bleichen sind, wird eine Lage hiervon zwischen
die Spulenschichten gebreitet. Sind Spulen allein zu bleichen, so sind deren Schichten durch
einzulegende durchlöcherte Holzscheiben von einander zu scheiden.
Obwohl mein Verfahren beim Laugekochen, Waschen, Auswringen, Chloren, Säuern und
Seifen von den bekannten Vacuum-Bleichmethoden nur mit Rücksicht auf die Art und
Form des bleichenden Körpers, und zwar durch schwächeres Chloren und Säuern, als gewöhnlich,
abweicht, so unterscheidet sich dasselbe doch wesentlich von letztgenanntem dadurch,
dafs ich das Bleichproduct nach dem Chloren noch volle zwei Stunden dem im verschlossenen
Chlorkessel gebildeten Chlorgas aussetze, wodurch mittelst dessen bleichkräftiger Eigenschaft,
mit welcher es als luftförmiger Körper die Baumwollfasern vollkommener, als wässerige
Bleichmittel durchdringt, der vorliegende Bleichzweck erst vollständig erreicht wird. Dieses
Chlorgas entwickelt sich von selbst, nachdem das Bleichproduct 8 Stunden lang' in Chlor gestanden,
hierauf mittelst Vacuum, Schwefelsäure von ya ° B. aufgezogen und nach einer
halben Stunde wieder abgelassen worden ist. Dasselbe durchdringt das Vorgespinnst aufs
innigste, trägt dadurch wesentlich zum Weifsbleichen bei und hat keine schädlichen Einwirkungen
auf das Bleichproduct.
Nach Beendigung der Bleiche werden die mit schwachem Seifenwasser gewaschenen Spulen
aufrechtstehend in eine Centrifugal - Trockenmaschine gebracht, daselbst ausgerungen und
hierauf in einen Trockenraum überfuhrt, woselbst sie auf Latten gelegt bei einer Temperatur
von nicht über 50° und nicht unter 37° C.
innerhalb 30 bis 48 Stunden trocknen.
Die vollkommene Trockenheit des auf den Spulen befindlichen Vorgespinnstes, ohne welche
dessen weiteres Verspinnen unmöglich ist, erkennt man daran, dafs sich die Spulen leicht
aus dem Vorgespinnst herausziehen lassen.
Das in vorbeschriebener Weise gebleichte und getrocknete Vorgespinnst wird nun dem
weiteren Spinnprocefs in gewöhnlicher Weise unterworfen und zu Warp- oder Pincops versponnen;
nur ist hierbei noch ganz besonders zu beachten, dafs aus derselben Rücksicht (nämlich um den Stapel der Baumwolle nicht
zu schädigen bezw. zu zerreifsen), mit welcher dem Vorgespinnst vor dem Bleichen eine um
5 bis 8pCt. geringere Zwirnung, als gewöhnlich,
gegeben wurde, die Streck cylinder der beim weiteren Vorspinnen bis zum fertigen Garnfaden
noch erfolgenden Behandlung in demselben Verhältnisse eine weitere Stellung von einander erhalten
müssen.
Dadurch, dafs ich den einzig möglichen Weg, gebleichte Baumwolle zu verspinnen, ohne dabei
deren Faser zu beschädigen und dadurch die Qualität des Fadens zu beeinträchtigen, in der
beschriebenen Weise anwende, wird gegenüber dem Bleichen der rohen Cops die Sicherheit
erreicht, dafs gänzlich ungebleichte Stellen bei den nach meiner Methode gebleichten Cops
nicht vorkommen können und bei etwa demnach sich ergebenden ganz geringen Ungleichmäfsigkeiten
diese letzteren durch die mehrfachen Duplirungen und vielfachen Verzüge, welchen das gebleichte Vorgespinnst bis zur
Bildung des fertigen Fadens noch zu unterliegen hat, vollständig verschwinden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, nach welchem ich die rohe Baumwolle als Vorgespinnst von jeder beliebigen Vorspinnmaschine auf eigenthümlich vorbereitete Spulröhren aus Hartgummi oder sonstigem, den weiter damit vorzunehmenden Operationen dauernd widerstehendem Material aufspinne, dieses Vorgespinnst dann mittelst Vacuum-Bleichapparats, aufser den hierbei gewöhnlich angewendeten Chemikalien, insbesondere noch durch Chlorgasbleiche und dann nach dem Trocknen zu gebleicht erscheinenden Warp- oder Pincops weiter verspinne, wie vorstehend beschrieben und bezw. durch Zeichnung erläutert ist.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5243C true DE5243C (de) |
Family
ID=283764
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5243D Active DE5243C (de) | Verfahren zum Bleichen von Warpcops oder Pincops |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5243C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966293C (de) * | 1954-11-14 | 1957-07-25 | Adolff Emil Fa | Garntraeger zum Bleichen von Garnen |
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- DE DENDAT5243D patent/DE5243C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966293C (de) * | 1954-11-14 | 1957-07-25 | Adolff Emil Fa | Garntraeger zum Bleichen von Garnen |
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