DE52302C - Neuerung an dem durch Patent Nr. 39843 geschützten selbstthätigen Ausschalter - Google Patents
Neuerung an dem durch Patent Nr. 39843 geschützten selbstthätigen AusschalterInfo
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- DE52302C DE52302C DENDAT52302D DE52302DA DE52302C DE 52302 C DE52302 C DE 52302C DE NDAT52302 D DENDAT52302 D DE NDAT52302D DE 52302D A DE52302D A DE 52302DA DE 52302 C DE52302 C DE 52302C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J7/00—Circuit arrangements for charging or discharging batteries or for supplying loads from batteries
- H02J7/60—Circuit arrangements for charging or discharging batteries or for supplying loads from batteries including safety or protection arrangements
- H02J7/68—Circuit arrangements for charging or discharging batteries or for supplying loads from batteries including safety or protection arrangements using circuits for correcting or protecting against reverse-polarity
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Electromagnets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Pennsylv., V. St. A.).
Diese Erfindung besteht in einer Abänderung des durch das Patent No. 39843 geschützten
Apparates.
Die Zwecke der gegenwärtigen Erfindung sind die, den Apparat derart einzurichten, dafs
er immer rasch und gut wirkt und dabei einfach construirt ist. Dies erzielt man dadurch,
dafs man in die Hauptleitung einer dynamoelektrischen Maschine einer Sammelbatterie oder
einer ähnlichen Vorrichtung eine Spule aus verhältnifsmäfsig starkem Draht einschaltet,
welche einen Magneten beeinflufst, und aufserdem einen Anker anordnet, der die Hauptleitung
beeinflufst, aber durch eine besondere Spule aus verhältnifsmäfsig dünnem Draht, die
mit der Dynamomaschine verbunden ist, erregt wird.
Die* beiliegenden Zeichnungen zeigen blos
jene Theile des Apparates, welche zum Verständnifs des Erfindungsgegenstandes nothwendig
sind; hierbei ist Fig. 1 ein Aufrifs, zum Theil Längsschnitt einer Form des Apparates.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht einer abgeänderten Einrichtung.
Die Zeichnungen zeigen eine gewöhnliche Nebenschlufs - Dynamomaschine D mit einer
Sammelbatterie B in der directen Schliefsung WW1, welche auch eine Spule C aus verhältnifsmäfsig
starkem Draht enthält.
Eine ähnliche Spule D1 aus verhältnifsmäfsig
dünnem Draht ist in eine besondere Leitung d d1 eingeschaltet, welche mit den Polklemmen
der Dynamomaschine verbunden ist; nach der Zeichnung befindet sich diese Spule in demselben
Nebenschlufs, in welchem die Feldmagnete enthalten sind. In Fig. 1 ist die
Spule C auf die Spule D1 gewunden und die letztere enthält in ihrer Höhlung einen festen
Kern, am besten einen permanenten Magneten P, da durch Anwendung eines derartigen Magneten
die Umkehrung der Magnetisirung vermieden wird, welche in Kernen von weichem Eisen
bei Strömen von wechselnder Richtung unvermeidlich ist.
Ein dünnes Blatt 0 von nicht magnetischem Material, wie z. JB. Messing, trennt den Magneten
P von einem beweglichen Kern oder Anker A, am besten von weichem Eisen, der
auf einem Arm oder Hebel E, am besten aus nicht magnetischem Material, befestigt ist, welcher
um einen Zapfen e drehbar und mit einem Gegengewicht G versehen ist; dieses
Gegengewicht hält den Anker für gewöhnlich am Magneten P, wie in vollgezogenen Linien
in Fig. ι gezeigt, und kann durch eine Schraube g verstellt und festgehalten· werden.
Das. andere Ende des drehbaren Armes E trägt eine isolirte Gabel F von leitendem Material,
deren Zinken ff1-, wenn sie 'niedergedrückt
sind, in Quecksilberschälchen /2/3 in der
Hauptleitung tauchen, welche für gewöhnlich unterbrochen ist.
Nach Fig. 2 besteht der Stromschliefser aus den Federn ff1 und /2/s; eine Feder G ersetzt
das Gegengewicht, und die Spulen C D1 sind neben einander gewickelt, statt dafs die
eine über die andere gewickelt wäre. Die Spulen, der Anker und der Magnet sind von
nahezu derselben Länge wie in Fig. 1.
Der Zweck ist, die Hauptleitung zu schliefsen, wenn die elektromotorische Kraft der Dynamomaschine
gröfser ist als jene der Sammelbatterie , und diesen Zustand so lange zu erhalten,
als dieses Verhältnifs ungeändert bleibt,
und die Hauptleitung sofort zu unterbrechen und so die Dynamomaschine auszuschalten,
wenn die elektromotorische Kraft der Sammelbatterie gröfser wird als jene der Dynamomaschine
, wodurch die schädliche Wirkung eines Wechsels in der Stromrichtung vermieden wird.
Wenn kein Strom durch die Spulen C D1 fliefst, so wird der Anker A für gewöhnlich
von dem permanenten Magneten P angezogen und festgehalten; hierdurch werden die Gabelzinken
ff1 gehoben und die Hauptleitung, wie gezeichnet, unterbrochen. Wird nun die
Dynamomaschine in Bewegung gesetzt, so wird, sobald die elektromotorische Kraft bis
zur erforderlichen Höhe ansteigt, nämlich gröfser wird als die der Batterie, die Spule D1
aus feinem Draht in dem Anker A einen Magnetismus hervorrufen, der mit dem des Magneten
P gleich gerichtet ist; der Anker wird daher vom Magneten abgestofsen und auf die
andere Seite des Hohlraumes in den Spulen geworfen. Die Stärke des magnetischen Feldes
oder, in anderen Worten, die hierzu erforderliche elektromotorische Kraft kann durch Einstellung des Gewichtes G regulirt werden.
Diese Abstofsung des Ankers schliefst die Hauptleitung, wie durch punktirte Linien in
Fig. ι angedeutet, indem die Gabel in die Quecksilberschälchen geschoben wird. Da die
Spule C aus starkem Draht, welche in die Hauptleitung eingeschaltet ist, in demselben
Sinne gewickelt ist wie die Spule -D1 aus dünnem Draht, so wirken beide vereint dahin,
den Anker zu bethätigen und den Magnetismus im permanenten Magneten P zu erhalten, und
die Hauptleitung bleibt so lange geschlossen, als dieses Verhältnifs besteht.
Wenn nun die elektromotorische Kraft der Dynamomaschine aus irgend welchen Gründen
sich verringern sollte, bis sie nur mehr jener des Accumulators gleich ist, dann heben sich
die Wirkungen, des Maschinenstromes und des Batteriestromes in der Spule C gegenseitig auf,
während der Strom in der Spule D1 nicht mehr hinreichen würde, um den Anker vom
Magneten fernzuhalten. Derselbe würde sofort herabfallen und hierdurch die Hauptleitung
unterbrechen.
Wenn aber andererseits der Batteriestrom so stark werden sollte, dafs die Stromrichtung in
der Häuptleitung umgekehrt wird, so würde die Spule C der Spule D J entgegenwirken,
der überwiegende Einflufs des permanenten Magneten P würde sofort die Anziehung des
Ankers veranlassen und nun so den Hauptstrom unterbrechen. Diese Eigenschaft bildet
den Hauptgrund für die Anwendung eines permanenten Magneten, da dieser seine Polarität
beibehält, statt dafs sie durch Umkehrung des Stromes umgekehrt würde. Für gewöhnlich
verstärken die Spulen C D' den Magnetismus des permanenten Magneten und verhüten so
dessen Veränderung.
Der Vortheil der Anwendung der Abstofsung
der Magnete und Ströme statt der bisher gewöhnlich benutzten Anziehung ist so grofs und
so auf der Hand liegend, dafs er von Fachleuten sofort gewürdigt wird.
Wenn man die Anziehung benutzt, so bleibt trotz plötzlicher und sich innerhalb weiter
Grenzen bewegender Strom wechsel die Leitung geschlossen.
Bei der gegenwärtigen Einrichtung1 jedoch
ist dies praktisch unmöglich, weil sowohl die Ströme, als auch der permanente Magnet dahin
zusammenwirken, die Leitung zu öffnen.
Ein anderer Vortheil der gegenwärtigen Einrichtung ist der, dafs die Ströme derart geregelt
werden, dafs die Wirkung der Spule aus feinem Draht eben hinreicht, die Contacte
zu schlielsen oder die Spitzen der Gabel in die Quecksilberschälchen einzutauchen; der
Auftrieb des Quecksilbers verhindert das tiefe Eintauchen, bis die grofse Spule oder der
Hauptstrom wirkt. Wenn die Gabel tief eingetaucht und ein voller Contact hergestellt ist,
so wird die Eintauchung um so tiefer und der Contact um so vollkommener sein, je stärker
der Strom ist. Wenn der Hauptstrom abnimmt, so nimmt auch die Eintauchung der Contacte ab, bis sie in dem Augenblick, wo
der Strom aufhört, sich blos berühren, und die Leitung rasch und leicht unterbrochen
werden1 kann. Zu dieser vorteilhaften Wirkungsweise
trägt die auf Abstofsung beruhende Einrichtung wesentlich bei. Es ist mit einem solchen Apparat der praktische Nachweis geliefert
worden, dafs der Contact unterbrochen wird, wenn die Spannung oder elektromotorische Kraft
der Maschine gleich ist jener der Sammelbatterie, und dafs der Contact so allmälig unterbrochen
wird, ,dafs jede Funkenbildung verhindert wird.
Die Art und Weise, in welcher diese selbstthätige Unterbrechung der Hauptleitung nachtheilige
Wirkungen auf die Dynamomaschine verhütet, ist leicht zu verstehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei der durch das Patent No. 39843 geschützten Einrichtung die Hinzufügung des permanenten Magneten P zu dem Kerne des Solenoides mit doppelter Wickelung, zum Zweck, den Batteriestromkreis zu unterbrechen oder zu schliefsen entweder durch eine Richtungsänderung oder gegebenenfalls durch eine Unterbrechung des Stromes in der einen Spule.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52302C true DE52302C (de) |
Family
ID=327027
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52302D Expired - Lifetime DE52302C (de) | Neuerung an dem durch Patent Nr. 39843 geschützten selbstthätigen Ausschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52302C (de) |
-
0
- DE DENDAT52302D patent/DE52302C/de not_active Expired - Lifetime
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