DE52104C - Photographische Geheimcamera - Google Patents

Photographische Geheimcamera

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Publication number
DE52104C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
objective
bellows
secret
camera
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52104D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. BENDA, in Firma EBE & BENDA, in Berlin, Steglitzerstr. 3 II
Publication of DE52104C publication Critical patent/DE52104C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/02Bodies
    • G03B17/04Bodies collapsible, foldable or extensible, e.g. book type

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
JULIUS BENDA in BERLIN. Photographische Geheimcamera.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1889 ab.
Vorliegende Camera ist hauptsächlich zum Gebrauch für Laien bestimmt. Zn dem Zwecke kann dieselbe in zusammengedrücktem Zustande unter dem Rock getragen werden und schnellt beim Gebrauch selbstthätig in die Höhe, so dafs der Abstand zwischen Objectiv und lichtempfindlicher Platte vergröfsert wird. Diese Einrichtung soll gegenüber bekannten Cameras die Herstellung sehr grofser Bilder gestatten, da mit derselben Photographien von 17 cm Durchmesser und mehr erhalten werden sollen, so dafs dieselben nicht erst nachträglich vergröfsert zu werden brauchen, um ein brauchbares Bild zu geben. Die Aufnahmen können sowohl auf Glasplatten, wie auf lichtempfindlichem Papier hergestellt werden.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt die Camera von vorn gesehen dar in gestrecktem Zustande und mit dem Plattenbehälter B versehen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach 1 - 2 aus Fig. ι, und zwar die obere Hälfte in gestrecktem Zustande^ die untere Hälfte zusammengedrückt und festgestellt.
Fig. 3 bis 7 zeigen die Einrichtung des Behälters C mit dem lichtempfindlichen Papier.
Der Apparat setzt sich zusammen aus dem Balg A, dem Objectiv D und dem Plattenbehälter B bezw. Papierbehälter C.
Der Balg A besteht aus der Spirale a, welche unten mit dem Ring b, oben mit dem das Objectiv tragenden Ring c verbunden und mit einem Mantel d (am, besten aus Gummi) umgeben ist. Der Mantel ist einerseits an dem Ring b, andererseits an dem Ring c befestigt. In zusammengedrücktem Zustande (Fig. 2 untere Hälfte) wird der Balg durch zwei Kettchen f gefesselt, welche am Ring b angebracht und in die am Objectiv befindlichen Haken g eingehängt werden. Sobald die Kettchen gelöst werden, schnellt die Spirale α den Balg aus einander, und in diesem Zustande wird er durch die Bügel h festgestellt. Die Bügel sind mittelst Scharniere hl am Ring b befestigt und liegen bei zusammengedrücktem Balg flach um den Ring. Nachdem der Balg aus einander geschnellt ist, werden die Bügel h hochgerichtet und stützen sich unter die Haken g. Eine kleine Feder h2 , welche an dem einen Bügel befestigt ist, tritt im Kreuzungspunkt beider Bügel unter den zweiten und sichert beide in ihrer Stellung.
Das Objectiv trägt die bekannte Einrichtung und ist zu Zeit- und Momentaufnahmen eingerichtet; dasselbe ist mittelst Gewinde in dem Ring c verstellbar, um den richtigen Abstand zwischen Objectiv und Aufnahmeplatte herstellen zu können.
Mit dem Balg A kann nach Bedarf der Plattenbehälter B oder der Papierbehälter C lichtdicht verbunden werden, indem dieselben einfach mit einem entsprechend geformten Ring k k1 in den Ring b eingesetzt und mittelst der Klammern / ll festgehalten werden.
Der Plattenbehälter B besteht aus dem Einsatzring k und dem Boden m. ' In letzterem befindet sich ein sogen. Sucher m1 (matte Scheibe mit Blechabschlufs), auf welche das aufzunehmende Bild geworfen wird. Dieser Sucher dient auch dazu, die richtige Brennweite des Objectivs ermitteln zu können. Der Plattenbehälter dient zur Aufnahme der licht-
empfindlichen Platten m2, die durch Federn m3 gehalten werden.
Soll die Aufnahme auf lichtempfindlichem Papier stattfinden, so wird statt des Plattenbehälters B der Papierbehälter C an den Balg A angeschlossen.
Der Papierbehälter C besteht ebenfalls aus einem Einsatzring k1 mit dem Boden n. Letzterer trägt zwei kastenförmige Aufsätze oder Vertiefungen n\ in welchen die Spulen O1O2 mit dem lichtempfindlichen Papier o3 drehbar gelagert sind. Die Vorrathsspule o1 ist mit einer Bremsvorrichtung^1, die andere Spule o2 mit einer Sperrvorrichtung ρ2 versehen. Eine Platte r, welche mittelst Knopfes r1 gedreht werden kann, dient dem Papier als glatte Unterlage. Das Einlegen der Spulen geschieht in folgender Weise: Die Spulen, von denen o2 das auf o1 ganz aufgewickelte Papier festhält, werden in die Vertiefungen n1 eingelegt und mittelst der Vierkantstifte q q darin gelagert, sodann wird die Platte r, deren Längsachse für gewöhnlich die durch den Pfeil in Fig. 3 angedeutete Lage einnimmt, um 900 in die gezeichnete Stellung gedreht und nunmehr das Papier durch die Brems- und Sperrvorrichtung ρ1 ρ- straffgezogen. Jetzt kann die erste Aufnahme erfolgen. Darauf drückt man zunächst den an der Feder s1 sitzenden Markirstift s nieder, wodurch das Papier angelocht wird, damit später in der Dunkelkammer die einzelnen Aufnahmen richtig von einander abgeschnitten werden können. Nach dem Markiren wickelt man mittelst des Knopfes p2 das aufgenommene Bild auf die Spule o2 auf, und jetzt kann die nächste Aufnahme erfolgen, bis der Papiervorrath erschöpft ist.
Beim Gebrauch wird zunächst in der Dunkelkammer der Platten- oder Papierbehälter mit dem Balg verbunden, darauf fesselt man den niedergedrückten Balg mittelst der Kettchen /, bringt den Objectivverschlufs in Ordnung und hängt den Apparat vermittelst der an den Oesen u befindlichen Schnur u1, Fig. 1, vor die Brust, worauf man den Rock darüber zuknöpft. Will man einen Gegenstand auf der Strafse photographiren, so knöpft man den Rock auf, löst durch doppelten Handgriff die Kettchen f worauf der Balg mit dem Objectiv durch die Feder α emporgeschnellt wird. Mit einem zweiten Doppelgriff richtet man die Bügel h hoch, so dafs dieselben unter die Haken g treten und durch die Feder h2 festgehalten werden. Jetzt fafst man die Bügel an der Kreuzungsstelle mit der linken Hand und drückt den Apparat fest gegen die Brust, worauf ein Druck mit der rechten Hand an dem bekannten Momentverschlufs genügt, um ein' Bild fertig zu stellen. Die Camera kann dann wieder zusammengedrückt und gefesselt werden und unter dem Rock verschwinden.
Ganz ähnlich ist der Vorgang, wenn in der Dunkelkammer statt des Plattenbehälters der Papierbehälter an den Balg angeschlossen wird.
Die Füfse v, Fig. 1 und 2, am Boden der Camera gestatten, den Apparat auch aufrecht hinzustellen, wie es z. B. bei Aufnahmen von Deckend ecoratiönen nöthig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Geheimcamera zur Herstellung photographischer Aufnahmen von 17 cm Durchmesser und darüber auf Glasplatten oder Papier, gekennzeichnet:
    a) durch die Vorrichtung zum Fesseln und Entfesseln derselben, bestehend in den Ketten ff (Fig. 2) in Verbindung mit der Feder a, an welche das Objectiv versenkt angeschraubt ist, zu dem Zwecke, die Camera in zusammengezogenem Zustande unter dem Rock tragen und durch Lösung der Ketten das Objectiv bis auf 1 5 cm Brennweite emporschnellen lassen zu können;
    b) durch die Vorrichtung zum Feststellen des emporgeschnellten Objectivs, bestehend in den Metallbügeln h h1, der Feder h2 und den Haken g g1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52104D Photographische Geheimcamera Expired - Lifetime DE52104C (de)

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