DE520994C - Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung fuer Flugzeuge - Google Patents
Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung fuer FlugzeugeInfo
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- DE520994C DE520994C DE1930520994D DE520994DD DE520994C DE 520994 C DE520994 C DE 520994C DE 1930520994 D DE1930520994 D DE 1930520994D DE 520994D D DE520994D D DE 520994DD DE 520994 C DE520994 C DE 520994C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C25/00—Alighting gear
- B64C25/32—Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface
- B64C25/42—Arrangement or adaptation of brakes
- B64C25/44—Actuating mechanisms
- B64C25/48—Actuating mechanisms differentially operated for steering purposes
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- Non-Deflectable Wheels, Steering Of Trailers, Or Other Steering (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
14. MÄRZ 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62 b GRUPPE
Knorr-Bremse Akt.-Ges. in Berlin-Lichtenberg *)
Bei der Anwendung von Druckmittel-Brems und
Lenk-Vorrichtungen hei Flugzeugen hat sicli bei gleichmäßiger Bedienung der für
jede Flugzeugseite vorgesehenen Bremsventile vielfach ein von der beabsichtigten geraden
Richtung abweichender, in Krümmungen verlaufender Bremsweg ergeben, der auf Verschiedenheiten
in der Wirkung der in den Bremsventilen befindlichen Federn zurückgeführt wird.
Man nat dies bereits dadurch zu verhüten gesucht, daß man zwischen dem Druckmittelbehälter
und den beiden Bremsventilen, deren je eines für jede Flugzeugseite bestimmt ist,
ein drittes Ventil angeordnet hat, das bei jeder Bremsung, sowohl bei zweiseitiger, wie
bei einseitiger zum Zweck des Lenkens vorgenommener Bremsung, geöffnet wird und
allein die Höhe des Bremsdruckes in den Bremszylindern bestimmt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung, die sich
von den angedeuteten Vorrichtungen dadurch unterscheidet, daß ein zwischen dem Druckmittelbehälter
und den Bremsventilen angeordnetes drittes Ventil mit seinen zu gelegentlichen Beanstandungen Veranlassung gebenden
Federn überflüssig ist, bei der vielmehr ein geradliniger Bremsweg bei gleichmäßiger
Bedienung der Bremsventile durch eine Sondervorrichtung gesichert wird, die unter dem
Einfluß der Betätigung des zur Handhabung der Bremsventile vorgesehenen Differentialgetriebes
eine Verbindung zwischen den zu den auf beiden Seiten des Flugzeugs befindliehen
Bremszylindern führenden Druckmittelleitungen herstellt, diese Verbindung aber bei
ungleichmäßiger Betätigung der Bremsventile (Lenken) unterbricht.
Bei dem auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist die erwähnte
Sondervorrichtung als ein Drehschieberventil ausgeführt, das in eine Verbindungsleitung
zwischen den von den Bremsventilen zu den Bremszylindern führenden Leitungen eingebaut
ist.
Abb. ι zeigt die Vorrichtung nach der Erfindung schematisch im senkrechten Längsschnitt.
Abb. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung.
α sind die Bremsventile, die über die Leitungen
& mit den nicht dargestellten Bremszylindern, über die Leitungen c mit dem
Druckmittelbehälter d in Verbindung stehen und mittels des bekannten Differentialgetriebes
e, f, g, h und der Hebel i, k wi&l gleichmäßig
(beim Bremsen) oder ungleichmäßig (beim Lenken) betätigt werden.
Die Hebel Z wirken mittels der an ihnen befindlichen Zahnradsegmente tn auf Zahnradsegmente
η ein, deren Drehung durch WeI-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Kurt Kollinek in Berlin-Karlshorst.
len ο auf mit leichten Federn q belastete Drehschieber/9
übertragen wird, die eine Bohrung s besitzen. Die Drehschieber liegen auf
einem Schieberspiegel t, der ebenfalls eine Bohrung S1 besitzt. Der Schieberspiegel t ist
gleichfalls drehbar, un'd zwar kann er seine Drehung durch ein auf seinem Gehäuse, mit
dem er aus einem Stück bestehen kann, befindliches Zahnsegment erhalten, in das ein
to Zahnsegment eingreift, das am Gehäuse/ des Differentialgetriebes angebracht ist. Leitun
gen-ti, die von den zu den Bremszylindern führenden Leitungen b abzweigen, münden in
das die Drehschieber^ beherbergende Gehäuse v, das in den Seitenwänden W drehbar
angeordnet ist. Die Verbindungen zwischen den Leitungen.« und dem Gehäuses müssen
nachgiebig sein (Schläuche x).
Die Wirkungsweise ist folgende:
Durch eine Drehung "des Differentialgetriebegehäuses / um die Querachse y in der in Abb. 2 durch einen Pfeil angedeuteten Drehrichtung werden bekanntlich die Ventile« gleichmäßig geöffnet, es wird also den Bremszylindern beider Flugzeugseiten gleichmäßig Druckmittel zugeführt. Die Drehung des Gehäuses / hat die gegenläufige Drehung des Gehäuses ν und der Drehschieber ρ zur Folge. Die Verzahnungen sind so gewählt, daß die Drehschieber ρ und der Schieberspiegel t den gleichen Dre'hwinkel zurücklegen. Infolgedessen bleiben die Bohrungen s und S1 in den Drehschiebern und im Schieberspiegel in Deckung. Die Leitungen b und ύ bleiben also in Verbindung miteinander. Druckverschiedenheiten in den Bremszylindern, die sich sonst als Folgeerscheinung der Verschiedenheiten der Federn in den Bremsventilen α zeigen könnten, sind ausgeschlossen, da sich die Drücke in den Bremszylindern über b, ti, s und S1 ausgleichen. Jede Drehung des Differentialwertes um die Mittelachse der Spindel, also in einer Ebene, die senkrecht zu derjenigen Ebene liegt, in der gemäß dem in Abb. 2 angegebenen Pfeil die Bewegung für die gleichmäßige Betätigung der Ventile α erfolgt, bewirkt eine gegenläufige Verstellung der Hebel I, damit der Zahnsegmente m und η und somit eine gegenläufige Verstellung der Drehschieber p, wobei der Schieberspiegel t unbewegt bleibt. Die Deckung der Bohrungen s und S1 in den Drehschiebern ρ und im Schieberspiegel t wird dabei unterbrochen, die Verbindung zwischen den Leitungen ti hört auf. Die Druckmittelwirkung in den Bremszylindern fällt also entsprechend dem beabsichtigten Zweck (Lenken des Flugzeugs) verschieden aus, nämlich nach der Stellung der Steuerventilen.
Durch eine Drehung "des Differentialgetriebegehäuses / um die Querachse y in der in Abb. 2 durch einen Pfeil angedeuteten Drehrichtung werden bekanntlich die Ventile« gleichmäßig geöffnet, es wird also den Bremszylindern beider Flugzeugseiten gleichmäßig Druckmittel zugeführt. Die Drehung des Gehäuses / hat die gegenläufige Drehung des Gehäuses ν und der Drehschieber ρ zur Folge. Die Verzahnungen sind so gewählt, daß die Drehschieber ρ und der Schieberspiegel t den gleichen Dre'hwinkel zurücklegen. Infolgedessen bleiben die Bohrungen s und S1 in den Drehschiebern und im Schieberspiegel in Deckung. Die Leitungen b und ύ bleiben also in Verbindung miteinander. Druckverschiedenheiten in den Bremszylindern, die sich sonst als Folgeerscheinung der Verschiedenheiten der Federn in den Bremsventilen α zeigen könnten, sind ausgeschlossen, da sich die Drücke in den Bremszylindern über b, ti, s und S1 ausgleichen. Jede Drehung des Differentialwertes um die Mittelachse der Spindel, also in einer Ebene, die senkrecht zu derjenigen Ebene liegt, in der gemäß dem in Abb. 2 angegebenen Pfeil die Bewegung für die gleichmäßige Betätigung der Ventile α erfolgt, bewirkt eine gegenläufige Verstellung der Hebel I, damit der Zahnsegmente m und η und somit eine gegenläufige Verstellung der Drehschieber p, wobei der Schieberspiegel t unbewegt bleibt. Die Deckung der Bohrungen s und S1 in den Drehschiebern ρ und im Schieberspiegel t wird dabei unterbrochen, die Verbindung zwischen den Leitungen ti hört auf. Die Druckmittelwirkung in den Bremszylindern fällt also entsprechend dem beabsichtigten Zweck (Lenken des Flugzeugs) verschieden aus, nämlich nach der Stellung der Steuerventilen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung für Flugzeuge, bei der die zur Beaufschlagung und Entlüftung der Bremszylinder erforderlichen Steuerventile durch ein Differentialgetriebe beeinflußt werden, das zum Zweck des Bremsens eine gleichmäßige und gleichgerichtete Bewegung der Ventile, zum Zweck des Lenkens eine gegenläufige Bewegung der Ventile veranlaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Bremsventilen (a) zu den Bremszylindern führenden Leitungen (J)) über Zweigleitungen (ti) miteinander in Verbindung gebracht werden können, wobei diese Verbindung durch ein von dem Differentialgetriebe (e, f, g, h) gesteuertes Organ derart überwacht wird, daß bei gleichmäßiger und gleichgerichteter Beeinflussung der Steuerventile (β) (Bremsen) das Organ (y, t, p) die Verbindung herstellt, bei gegenläufiger Beeinflussung (Lenken) sperrt.
- 2. Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Organ (v, t, p), das die Verbindung zwischen den Leitungen (b) beherrscht, als Drehschieberventilausgebildet ist, bei dem zwei Drehschieber (p) mit den Antriebsorganen (Jt, m) der Steuerventile (a) gekuppelt sind, während der Schieberspiegel {£) mit dem schwenkbaren Gehäuse (/) des Differentialgetriebes gekuppelt ist, und bei dem die Drehschieber (p) und der Schieberspiegel (έ) mit in der Normallage der Teile sich deckenden Bohrungen (s, S1) versehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE520994T | 1930-06-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE520994C true DE520994C (de) | 1931-03-14 |
Family
ID=6551223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930520994D Expired DE520994C (de) | 1930-06-24 | 1930-06-24 | Druckmittel-Brems- und Lenk-Vorrichtung fuer Flugzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE520994C (de) |
-
1930
- 1930-06-24 DE DE1930520994D patent/DE520994C/de not_active Expired
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