DE520663C - Verfahren zum Auswaschen von mit Pergamentierfluessigkeit behandeltem Papier - Google Patents

Verfahren zum Auswaschen von mit Pergamentierfluessigkeit behandeltem Papier

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DE520663C
DE520663C DE1930520663D DE520663DD DE520663C DE 520663 C DE520663 C DE 520663C DE 1930520663 D DE1930520663 D DE 1930520663D DE 520663D D DE520663D D DE 520663DD DE 520663 C DE520663 C DE 520663C
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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  • Paper (AREA)

Description

Mit Pergamentierflüssigkeit, wie Säure oder Lauge, behandeltes Papier gibt diese Flüssigkeit sehr schwer wieder ab. Insbesondere lassen sich Reste von Pergamentierflüssigkeit selbst unter Verwendung großer Wassermassen schwer aus den Poren des Papieres herauswaschen. Das Herauswaschen erfolgt in bekannter Weise mit Hilfe von Spritztürmen, durch welche die Papierbahnen hindurchgeführt werden. Selbstverständlich ist in diesem Falle eine Rückgewinnung der ausgewaschenen Säure oder Lauge unwirtschaftlich.
Um eine vollkommene Auswaschung der Papierbahnen in jedem Falle zu erreichen, ist es bereits vorgeschlagen worden, die Papierbahn während der Auswaschung einer Reibbehandlung senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung zu unterwerfen. Dieses Reibverfahren läßt sich jedoch in der Praxis nicht anwenden, da die Reibbürsten, welche in jedem Falle über den Papierrand vortreten müssen, bei der rückläufigen Bewegung die Papierbahn falten, zerknüllen, einreißen, ja sogar abreißen. Außerdem ermöglicht es dieses Verfahren nur, die Papierbahn an einigen wenigen Stellen einer Oberflächenbehandlung zu unterwerfen, da die Anbringung einer Vielzahl von derartigen Reibbürsten technisch schwierig und zu teuer ist,
Schließlich ist es bekannt, auf der laufenden Papierbahn stillstehende Schabkörper anzuordnen. Diese besitzen den Nachteil, daß sie allzuleicht ein Zerreißen der Papierbahn verursachen und außerdem eine besonders intensive Reibwirkung auf der Papierbahn nicht hervorrufen. Schließlich erfolgt mit diesen Schabkörpern die Reibbehandlung nur an einer einzigen Stelle der Waschvorrichtung.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß das Abreiben auf beiden Seiten der Papierbahn in deren Längsrichtung und in ganzer Bahnbreite periodisch abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen erfolgt.
Zur Durchführung des Verfahrens verwendet man Bänder von derselben Breite, wie die Papierbahn selbst, .welche in an sich bekannter Weise gemeinsam mit der Bahn wechselweise von verschiedenen Seiten über in Waschbädern angeordnete Führungskörper laufen. Zweckmäßig wird hierbei die Bahn zwischen zwei flüssigkeitsdurchlässigen Bändern von der Breite der Papierbahn gehalten.
Es ist bereits bekannt, beim Waschen von pergamentiertem Papier zur Führung der Papierbahnen Bänder zu verwenden. Diese dienen jedoch lediglich dazu, die Papierbahn fortzufördern und fassen die Papierbahn auch nur zwischen den Rändern. Letzteres ist deshalb notwendig, weil ja sonst ein Abspritzen der Bahnoberfläche, wie es mit Hilfe dieser bekannten Einrichtungen gemacht wird, nicht erfolgen kann. Einer Reibbebandlung auf ganzer Bahnbreite können diese schmalen Förderbänder die Papierbahn nicht unterwerfen.
Um eine besonders gute Reibbehandlung
der Bahnoberfläche zu erhalten, sind Bahn und Bänder unter Verwendung an sich bekannter, übereinandergeschichteter Waschbäder in Windungen von i8o° Ablenkung an-'geordnet.
Die Abbildungen zeigen schematisch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und zwar
Fig. ι in Seitenansicht,
ίο Fig. 2 einen Teil der Bahn und der sie einschließenden Bänder zwischen zwei Führungskörpern.
Zum Auswaschen der Säure aus einer Papierbahn ι sind, senkrecht übereinandergeschichtet, eine Reihe von Waschbädern 2, 3, 4, 5 und 6 vorgesehen. Zu dem obersten Waschbäd 6 führt eine, dem Zulauf von Frischwasser dienende Leitung 7, während das unterste Waschbad 2 eine Überlauf leitung 8 besitzt. Von den höher gelegenen Waschbädern 6, 5, 4, 3 führen zu den jeweils darunterliegenden Bädern 5, 4, 3, 2 Überlaufleitungen 9, 10, 11 und 12. Die Überlaufleitungeng, 10, 11, 12 zweier benachbarter Bäder liegen stets an entgegengesetzten Seiten, derart, daß in jedem einzelnen Bade ein Flüssigkeitsstrom vorhanden ist, welcher einen Konzentrationsausgleich in dem Bad fördert.
Im Innern der Bäder 2, 3, 4, 5 und 6 sind unter dem Flüssigkeitsspiegel drehbare Walzen 13 und neben den Bädern angetriebene Walzen 14 angeordnet, über welche die Papierbahn 1 schlangenförmig wechselweise von verschiedenen Seiten läuft. Die Papierbahn, welche vorher in beliebiger Weise zum Zwecke der Pergamentierung mit Säure behandelt wurde, gelangt über eine Walze 15 zuerst in den Behälter 2, läuft in diesem über die einzelnen Walzen 13, gelangt schließlich durch die erste Leitwalze 14 in den darüberliegenden Behälter 3 usw., bis sie aus dem Behälter 6 austritt, um sodann in bekannter Weise getrocknet zu werden. Außerhalb der Behälter 2, 3, 4, 5 und 6 sind Walzen 16, 17, 18 angeordnet, über welche ein endloses Band, beispielsweise aus Phosphorbronzegitter, Asbestgewebe oder einem ähnlichen, geeigneten Stoff, in der Pfeilrichtung läuft. Das endlose Band 19 gelangt nach Verlassen der Walze 18 auf die Walze 15, so daß es die ebenfalls über die Walze 15 laufende Papierbahn bedeckt. Mit dieser läuft das Band 19 sodann der Reihe nach durch die Behälter 2, 3, 4, 5, 6. An der Walze 16 trennt sich das Band 19 wieder von der Papierbahn und kehrt über die Walze 17 und die Walze 18 wieder in den unteren Behälters zurück.
Auf Walzen 20. 21 und 22 läuft ein zweites endloses Band 2T, in der Pfeilrichtung. Nachdem dieses Band die Walze 20 verlassen hat, gelangt es, unter der Bahn 1 liegend, auf die Walze 15 und läuft sodann mit der Bahn 1 und dem anderen Band 19 durch die Behälter 2, 3, 4, 5 und 6, bis es, über die Walze 22 geführt, aus dem Behälter 6 wieder austritt. Die Papierbahn 1 ist also während ihrer Bewegung durch die Waschbäder 2, 3, 4, 5 und 6 zwischen den Bändern 19 und 23 gelagert. Bei den Walzen 16 und 22 trennen sich sowohl die Bänder 19 und 23, sowie die Papierbahn ι voneinander, welche übrigens auch durch eines der Bänder noch bis zur Trockeneinrichtung geführt werden kann. Zwischen den Walzen 17 und 18 ist zwecks Reinigung des Bandes 19 zu dessen beiden Seiten je ein mit gegen das Band gerichteten Düsen ausgestattetes Rohr 24 angeordnet. Dieselbe Einrichtung befindet sich auch zu beiden Seiten des Bandes 23 zwischen den Walzen 20 und 21. Die Walzen 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21 und
22 sind angetrieben und zweckmäßig durch besondere Getriebe miteinander verbunden, so daß sich alle Walzen gleich schnell drehen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Die mit Schwefelsäure hoher Konzentration (55° Be) behaftete Papierbahn 1 wird vor die Walze 15 zwischen die beiden Bänder 19 und
23 geführt; durch diese Bänder erfaßt, wird die Bahn mit diesen durch sämtliche Waschbäder 2, 3, 4, 5 und 6 geführt. Da die Bänder 19 und 23 zusammen mit der Bahn 1 schlangenförmig über die Drehkörper 13 durch die Bäder geführt werden, so kommt wechselweise jeweils ein Band mit einer Walze 13 in unmittelbare Berührung, während das andere Band bei Bewegung über die Walze 13 auf der Papierbahn und dem einen Band liegt (Fig. 2). Diese wechselnde, unmittelbare Berührung der Bänder 19 und 23 mit den Drehkörpern 13 hat zur Folge, daß wechselweise einmal das eine und einmal das andere Band einen größeren bzw. kleineren Weg zurückzulegen haben. Daher bewegen sich die beiden Bänder 19 und 23 unabhängig von ihrer Bewegungsrichtung wechselseitig in entgegengesetzten Richtungen, was eine hervorragende Reibbehandlung der zwischen den Bändern no liegenden Papierbahn zur Folge hat. Durch diese Reibbehandlung wird ein vollkommenes Auswaschen der Bahn 1 erreicht.
Die Reibungsarbeit der Bänder 19 und .23 wird noch dadurch erhöht, daß diese in vollkommener Umkehrung über die außerhalb der Waschbäder liegenden Walzen 14 geführt werden, ein Vorteil, der nur dann in Erscheinung treten kann, wenn die einzelnen Bäder senkrecht übereinandergeschiehtet angeordnet sind. Die senkrechte Schichtung der Bäder besitzt überdies noch den weiteren Vorteil,
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daß der außerhalb der Bäder liegende Teil der Bänder im Vergleiche zu dem innerhalb der Bäder liegenden Teil sehr klein ist, so daß die Bänder verhältnismäßig gut ausgenützt werden können.
Soweit durch die Reibarbeit der Bänder Faserstoffe von der Bahn abgeschabt werden, bleiben diese nicht in den einzelnen Bädern zurück, sondern werden von den Bändern
ίο mit fortgenommen. Um die Bänder schließlich von diesen Faserstoffen zu befreien und um zu verhindern, daß infolge zu starker Anreicherung diese schließlich in dem untersten Bad 2 abgelagert werden, werden die Bänder vor Eintritt in das unterste Bad 2 durch die Spritzdüsen 24 abgewaschen. Die Bäder werden also in keiner Weise durch die Faserstoffe, welche sich im übrigen auch ohne Reibbehandlung abscheiden, verunreinigt, was einer wirksamen Auswaschung naturgemäß förderlich ist.
Um einerseits die von dem Band 1 aus der Pergamentierungsvorrichtung mitgetragene überschüssige Schwefelsäure wieder zurückzugewinnen und andererseits zur Waschung möglichst wenig Wasser benutzen zu müssen, sind in bekannter Weise in den Bädern, wie erwähnt, Waschflüssigkeiten verschiedener Konzentration und außerdem ein ständiger Flüssigkeitsstrom durch die Bäder vorgesehen.
Der Flüssigkeitsstrom in den Bädern 2, 3, 4, 5, 6 unterstützt das Auswaschen der Bänder und ermöglicht in bekannter Weise eine Rückgewinnung der von der Bahn in die Bäder getragenen Säure.
Durch das ständige Reiben auf der Bahnoberfläche wird, wie schon oben zum Ausdruck gebracht, der Vorteil erreicht, daß tatsächlich auch letzte Spuren von Säure aus der Papierbahn in einfacher Weise entfernt werden können, ohne daß der Waschwasserverbrauch besonders hoch ist.
Das Arbeiten mit den Führungsbändern 19 und 23 besitzt aber außerdem noch den Vorteil, daß sich Faserstoffe von der Papierbahn nicht mehr in den Bädern abscheiden und diese dadurch verunreinigen, sondern von den Bahnen mit fortgeführt werden.
Endlich ermöglicht die Bänderführung die Geschwindigkeit der Bahn, da Reißgefahr nicht mehr besteht und auch das Auswaschen infolge des Reibens schneller erfolgt, erheblich zu beschleunigen, so daß die Zeitdauer des Pergamentierungs- und Waschprozesses verringert werden kann.
Die Bänderführung läßt sich auch bei dem Pergamentierungsprozeß selbst anwenden, wenn dieser in einem Eintauchen der Papierbahn in die Säure besteht. Die obengenannten Vorteile ergeben sich dann auch hier.
Die Bänder 19, 23 können aus Phosphorbronzegitter, Asbestgewebe oder einem anderen widerstandsfähigen Stoff bestehen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Auswaschen von mit Pergamentierflüssigkeit behandeltem Papier unter gleichzeitiger Reibbehandlung desselben, dadurch gekennzeichnet, daß das Abreiben auf beiden Bahnseiten in deren Längsrichtung in ganzer Bahnbreite periodisch wechselnd in entgegengesetzten Richtungen erfolgt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein mit der Bahn (1) laufendes Förderband (19 bzw. 23) von der Breite der Papierbahn, welches wechselweise'von verschiedenen Seiten über Führungskörper (13, 14) läuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei, die Bahn (1) zwischen sich haltende, flüssigkeitsdurchlässige Förderbänder (19, 23).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Bahn (i) und Bänder (19, 23) unter Verwendung an sich bekannter, übereinandergeschichteter Waschbäder (2, 3, 4, 5, 6) in Windungen von i8o° Ablenkung angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930520663D 1930-01-22 1930-01-22 Verfahren zum Auswaschen von mit Pergamentierfluessigkeit behandeltem Papier Expired DE520663C (de)

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