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Werktisch für Schuhmacher Der Gegenstand der Erfindung ist ein Werktisch
für Schuhmacher mit einer Materialbehälter tragenden Drehscheibe. Derartige Werktische
sind an und für sich bekannt, besitzen aber den Nachteil, daß die Drehscheibe sich
über der Tischplatte befindet, infolgedessen einen bestimmten Platz der Tischoberfläche
beansprucht, so daß dieselbe nur im beschränkten Maße für andere Zwecke ausgenutzt
werden kann. Hinzu kommt, daß die Scheibe nicht fest mit der Tischplatte verbunden
ist, sondern auf dieselbe gestellt wird, so daß sie durch einen leichten Stoß zum
Umkippen gebracht werden kann und die von ihr getragenen Materialien im Raume verstreut
werden. Das Fehlen einer Abdeckmöglichkeit der einzelnen auf .der Scheibe vorgesehenen
Behälter nach Gebrauch zwecks Verhütung des Verstaubens des Inhaltes .dürfte gleichfalls
ein nicht zu unterschätzender Nachteil sein. Diese Nachteile werden nun durch den
Gegenstand -der Erfindung @da-durch beseitigt, daß die Drehscheibe unterhalb der
Tischplatte, in der mehrere durch Verschlußklappen abdeckbare Offnungen vorgesehen
.sind, angeordnet wird, so daß sie auch gleichzeitig bequem bedient werden kann.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
v eranscbaulicht; es zeigen Abb. i :den Werktisch in Seitenansicht nebst der nach
Linie I-I' der Abb.2 geschnittenen Tischplatte, während Abb.2 eine Draufsicht auf
den Tisch darstellt. Unterhalb der mit i bezeichneten Tischplatte ist eine Drehscheibe
2 vorgesehen. Die erwähnte Drehscheibe 2 ist mit Rücksicht auf den Plusgleich der
ungleichen Beanspruchungen aus Sperrholz hergestellt und weist mehrere gleiche oder
verschieden große Ausnehmungen auf, die zur Aufnahme der Behälter 3, insonderheit
Blechnäpfen, bestimmt sind. Dabei bilden die unteren Schichten des Sperrholzes den
Boden für die Behälter. Die Scheibe 2 ist an einer senkrecht zu ihr angeordneten
Welle 4. befestigt. Die Welle läuft unten konisch aus und wird zur Vermeidung der
Reibungsverluste in einer in der Zeichnung nicht ersichtlichen, ebenfalls konisch
verlaufenden Eisenplatte geführt. Die über der Drehscheibe liegende Tischplatte
i ist mit mehreren, beispielsweise vier Ausschnitten 5 versehen, die das Herausnehmen
:der in den Behältern 3 sich befindenden Materialien, wie Nägel o. dgl., nach erfolgtem
Drehen der Scheibe oder je nach Bedarf, ohne diese zu drehen, gestattet. Die Ausschnitte
5 können, um ein Verschmutzen, insonderheit Verstauben, oder ein Hineinfallen von
Lederabschnitten oder Hineinrollen anderer Werkzeuge und Gegenstände, die während
der Arbeit sich auf dem Tisch befinden, zu verhindern, mittels zweiteiliger Verschlußklappen
6 teilweise oder ganz verdeckt werden. Das öffnen bzw. Schließen mittels der Verschlußklappen
.geschieht durch einen einzigen Handgriff. Auf .der Zeichnung sind die Verschlußklappen
in verschiedenen Stellungen dargestellt. Die hintere Klappe ist z. B. verschlossen;
die
über dein linken Ausschnitt der Tischplatte zu liegen kommende Klappe ist halb geöffnet
und erlaubt einen Zugang zu einem der Behälter 3 der äußeren Reihe. Will man nun
einen der Behälter der zweiten Reihe erreichen, so wird die andere Klappenhälfte
auch noch zurückgeklappt, wie dos bei der in dem vorderen Teil der Tischplatte angebrachten
Klappe zu sehen ist. Um aber je nach Bedarf gleich nach der inneren Behälterreihe
greifen zu können, knickt man mit einem einzigen Griff, wie die auf der rechten
Seite der Tischplatte angebrachte Verschlußklappe .zeigt, die Klappen zusammen.
Diese Art der Klappenbetätigung wird dadurch erreicht, ,daß die Klappenhälften mittels
der gekröpften Scharniere verbunden sind, wodurch die vordere Klappenhälfte nach
beiden Seiten umgelegt werden kann. Die Ausschnitte 5 können ferner durch entsprechend
diesen ausgebildete Füllhölzer ausgeglichen werden, wodurch an den betreffenden
Stellen auf der Tischplatte wieder eine ebene Fläche hergestellt wird.
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Unten am Tischboden sind mehrere, bei der in der Zeichnung dargestellten
Ausführung vier, Schubkästen 7 angebracht, und zwar derart, daß jeder Schubkasten
an der rechten Seite des davor sitzenden Arbeiters vorgesehen ist.
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Auf der früher erwähnten Welle q. ist ferner eine Scheibe 8 aus geeignetem
Material vorgesehen, .die verschieden große Öffnungen 9 aufweist, die zur Aufnahme
der Nagel-und Nähwerkzeuge usw. bestimmt sind. Am oberen Ende der Welle ist mittelbar
oder unmittelbar eine Garngabel io angebracht. Diese ist abnehmbar angeordnet und
kann somit bei Nichtbenutzung von der Welle entfernt werden.