DE52012C - Apparat zur continuirlichen Darstellung von Sulfitlauge - Google Patents
Apparat zur continuirlichen Darstellung von SulfitlaugeInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/48—Sulfur dioxide; Sulfurous acid
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Gas Separation By Absorption (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher angewendeten Verfahren zur Herstellung von Sulfitlauge erforderten entweder
die Anlage hoher Thürme (Mitscherlich) oder grofse Bottiche mit theueren Bleirohrleitungen,
und liefern aufserdem nicht immer eine Lauge von stets gleichmäfsiger Concentration, sofern
es sich um einen continuirlichen Betrieb handelt.
Das bei vorliegendem Apparat zur Anwendung · gebrachte Arbeitsverfahren soll diese
Uebelstände beseitigen; es setzt einen· sogen. Berieselungsapparat voraus und wendet das
sogen. Gegenstromprincip an, dessen Mängel durch die besondere Construction des Apparates
beseitigt werden sollen. Die zur Ausführung des Verfahrens verwendete Einrichtung
ergiebt sich aus beiliegender Zeichnung und ist folgende:
K ist eine in Ziegel und Cement gemauerte Kammer, die mit Rieselflächen bildenden
Brettern ausgelegt ist, welche mit einem säurefesten Cementüberzug versehen sind. Die
Bretter sind derart angeordnet, dafs die am oberen Ende in die Kammer einfliefsende Kalklösung
sich gleichmäfsig auf dem ersten Brett verbreitet und von ' da nach dem zweiten,
dritten u. s: w. überfliefst. Die Lösung erhält so eine möglichst grofse Oberfläche und tropft
langsam von einer Brettlage zur anderen über. An dem Boden angelangt, fliefst sie nach dem
Behälter R durch Rohr A über.
Die schweflige Säure, die den Kühlapparat passirt hat, tritt bei B in die Kammer K und
geht der Kalklösung entgegen; die mit der Säure am meisten gesättigte Lauge wird also
mit dem concentrirtesten Gas in Berührung kommen und sich somit vollständig sättigen.
Die von der Kalkmilch dargebotene Oberfläche ist so grofs, dafs alle schweflige Säure aus dem
Gasgemisch absorbirt werden wird und bei C ein geruchloses Gas, aus den nicht verbrauchten
Bestandtheilen der Luft (speciell Stickstoff) bestehend, ausströmt.
Kammer K kann von beiden Seiten grofse Thüren haben, die behufs eventueller Auswechselung
der Bretter geöffnet werden, ebenso kann der ganze Behälter aus Holz construirt sein, das mit säurefestem Cement überzogen ist.
Behälter JR mag runden oder viereckigen Querschnitt haben, mufs jedoch wenigstens genügend
Sulfitlauge fassen.
Der Inhalt gelangt durch Rohr C nach dem Sammelgefäfs S; dieses wird einem Luftdruck
von wenigstens 1 Atmosphäre ausgesetzt, um die Lauge von hier in den Kocher u. s. w.
drücken zu können, und wird deshalb vortheilhaft aus mit Blechverkleidung versehenem
Eisen hergestellt.
Rohr D, welches über die Kessel führt, reicht bis zum Boden des Gefäfses S, durch
dieses wird also die Sulfitlauge, wenn Luft bei E eingeführt wird, strömen.
Ein solcher Art hergestellter Apparat würde, wenn aus dem Behälter 5 stets Lauge entnommen
würde, die ganze Anlage also continuirlich arbeiten sollte, noch keine stets gleichmäfsig
concentrirte Lauge liefern', da sich die Kalkmilch nicht immer gleich schnell durch
die Kammer K bewegen, also nicht immer gleich viel schweflige Säure aufnehmen wird,
und aufserdem die schweflige Säure in ihrer Zusammensetzung Schwankungen unterworfen ist.
Dieser Uebelstand soll nun dadurch beseitigt werden, dafs die Kammer K einestheils durch
das die schweflige Säure zuleitende Rohr F und andererseits durch das Rohr G mit dem
Behälter R verbunden ist; durch eine solche Verbindung wird, erreicht, dafs die Lauge im
Behälter R stets gleichmäfsig stark erhalten wird, indem, sobald sie zu schwach ist, wie
entnommene Proben leicht-angeben, in dieselbe nochmals schweflige Säure eingeleitet
wird; das durch das Rohr F zugeführte Gas wird dann in der Lauge hochsteigen und ein
gewisses Quantum desselben von der letzteren absorbirt werden, der noch verbleibende freie
Theil aber durch das Rohr G in die Kammer K gelangen, dort sich mit der concentrirten
schwefligen Säure mischen und der Kalkmilch entgegenströmen.
Auf diese Weise hat man es in der Hand, der Lauge im Behälter R einen ganz bestimmten
Grad von Concentration zu geben, ohne freie schweflige Säure zu verlieren oder den Procefs unterbrechen zu müssen.
Claims (1)
- Patent- Anspruch :Ein Apparat zur continuirlichen Herstellung von Sulfitlauge, bei welchem eine Lauge mit stets gleichbleibender Concentration dadurch erreicht wird, dafs die mit Rieselflächen ausgestattete Kammer (K), in welche nach dem Gegenstromprincip schweflige Säure und Kalkmilch eingeleitet werden, derart mit. einem Sammelbehälter (R) in Verbindung, gebracht ist, dafs in die in diesem befindliche, aus dem Rieselapparat entstammende Sulfitlauge von unten nach Erfordern . schweflige Säure eingeleitet werden, kann, deren nicht zur Wirkung gelangender Theil wieder in die mit Rieselflächen versehene Kammer zurückströmt, sich mit der dort befindlichen schwefligen Säure mischt und der Kalklösung entgegengeführt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52012C true DE52012C (de) |
Family
ID=326750
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52012D Expired - Lifetime DE52012C (de) | Apparat zur continuirlichen Darstellung von Sulfitlauge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52012C (de) |
-
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- DE DENDAT52012D patent/DE52012C/de not_active Expired - Lifetime
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