DE519640C - Bildzusammensetzer fuer Fernsehempfaenger - Google Patents

Bildzusammensetzer fuer Fernsehempfaenger

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DE519640C
DE519640C DEG77189D DEG0077189D DE519640C DE 519640 C DE519640 C DE 519640C DE G77189 D DEG77189 D DE G77189D DE G0077189 D DEG0077189 D DE G0077189D DE 519640 C DE519640 C DE 519640C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N3/00Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
    • H04N3/02Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by optical-mechanical means only
    • H04N3/04Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by optical-mechanical means only having a moving aperture also apertures covered by lenses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)

Description

Für die Bildzusammensetzung auf der Empfangsseite von Fernsehanlagen pflegt man sich heute fast allgemein Nipkowscher Anordnungen zu bedienen, und zwar sowohl in der ursprünglich von Nipkow (Patent 30105) beschriebenen Scheibenform als auch in übertragung des gleichen Prinzips auf Trommeln, Bänder o. dgl. Ein Nachteil aller dieser Anordnungen besteht darin, daß man ein klares Bild nur in einer einzigen Blickrichtung erhält und mehrere Beobachter, die das gleiche Bild sehen wollen, sich so dicht nebeneinander aufstellen müssen, daß sie sich gegenseitig behindern.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil und schafft die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen ein und desselben Bildzerlegers (Scheibe, Zylinder, Band ο. dgl.) phasengleiche Bilder erscheinen zu lassen. Es wird dabei von Zerlegersystemen Gebrauch gemacht, bei denen — entsprechend der Farbzerlegung beim farbigen Fernsehen — mehrere gegeneinander phasenverschobene und je über die gesamte Bildbreite gehende Nipkowsysteme vorgesehen sind. Diese Systeme werden jedoch nicht für einen einzigen Beobachter nacheinander, sondern für mehrere Beobachter unter räumlich verschiedener, aber zeitlich identischer Phase freigegeben.
Die Erfindung sei zunächst an Hand von Abb. ι erläutert. Die Nipkowscheibe 1 trägt die beiden gegeneinander um i8o° phasenverschobenen Bildpunktspiralen 2 und 3. Jedes dieser beiden Spiralsysteme 2 und 3 umfaßt das volle Bild, welches also im vorliegenden Falle bei jeder Umdrehung der Scheibe 1 zweimal abgetastet wird. Da die beiden Spiralen um i8o° gegeneinander phasenverschoben sind, entstehen an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen, also etwa in den FeI-dem 4 und 5, phasengleiche Bilder. Diese besitzen einen genügend großen Abstand voneinander, um bequem von zwei Personen beobachtet werden zu können. Natürlich ist für jedes Bildfeld eine entsprechende Beleuchtung vorgesehen. Besonders günstig werden die Verhältnisse, wenn die Beobachter ihre Bilder nicht unmittelbar, sondern über schräg zur Scheibenebene angeordnete Spiegel, etwa in Richtung der Pfeile, betrachten. In diesem Falle brauchen die Beobachter nicht einmal nebeneinander zu sitzen, sondern können sich zu beiden Seiten der Scheibe gegenüber befinden.
Bei der soeben beschriebenen einfachsten Ausführungsform steht für die einmalige Bildabtastung nur ein Bruchteil (bei zwei Beobachtern die Hälfte) des Gesamtumfanges der Scheibe 1 zur Verfügung. Infolgedessen kommt man bei genügend feiner Bildaufteilung zu zwar langsam laufenden, aber sehr großen Scheiben. Dies läßt sich nach der Erfindung dadurch umgehen, daß man jedes der1 verschiedenen, gegeneinander phasenverschobenen Spiralsysteme über den vollen Umfang des Bildzerlegers 1 gehen läßt, aber dafür sorgt, daß für jeden Beobachter immer nur eines dieser verschiedenen Systeme zur Wir-
kung kommt. Hierzu gibt es eine Reihe von Mitteln. Das naheliegendste ist die Anordnung von rotierenden Blendenscheiben vor der Nipkowscheibe, die dem Blick jedes Beobachters immer nur die für ihn bestimmte Spirale freigeben. Man kommt aber auf diesem Wege zu recht umfangreichen mechanischen Ausführungsformen. Es ist daher oftmals günstiger, mit Mitteln zu arbeiten, die dasselbe Ziel
ίο lediglich durch entsprechende Ausgestaltung des einfachen Bildzerlegers zu erreichen gestatten.
Als besonders zweckmäßig hat es sich hierbei erwiesen, die benutzten verschiedenen: Spiralsysteme teilweise zusammenfallen zu lassen. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art zeigt Abb. 2. Die Zone, in welcher sich die Bildpunktspirale eines Xipkowschen Zylinders befindet, ist in dieser Abbildung in ,Form eines
ao Bandes 6 auseinandergezogen. Die Enden Z dieses Bandes 6 sind aneinanderstoßend zu denken. Wie man ersieht, ist das Spiralsystem 7 etwa um dreiviertel über den vollen Umfang hinaus verlängert. Die schräg ge-
ag geneinander versetzten Blenden 8, 9 und 10, welche die entsprechenden Bildfelder umfassen, greifen jedoch aus der insgesamt über eindreiviertel Umfang zur Verfugung stehenden Spirale jeweils nur ein Gebiet heraus, das sich über einen einzigen Umfang erstreckt. Das zum Bildfeld 8 gehörige Spiralsystem I geht von α bis b, das zum Bildfeld 9 gehörige Spiralsystem II von c bis d und das zum Bildfeld 10 gehörige Spiralsystem III von e bis f.
Die drei Bildfelder werden dabei alle mit gleicher Phase abgetastet, so daß man an drei Stellen vollkommen das gleiche Bild entstehen sieht. Legt man den gezeichneten Streifen 6 in die Form eines Zylinders zusammen und läßt diesen Zylinder um eine lotrechte Achse rotieren, so können also drei Beobachter aus je um 1200 gegeneinander versetzten Richtungen ein phasengleiches Bild sehen.
Eine weitere Möglichkeit, um von verschiedenen, auf ein und derselben Scheibe angeordneten Systemen jedem Beobachter immer nur eins zuzuordnen, besteht darin, für die einzelnen Beobachter mit verschiedenen Strahlengängen zu arbeiten. In der einfachsten Weise kann dies nach Abb. 3 und 4 in der Weise erfolgen, daß die beiden Spiralen 11 und 12 ineitiandergeiegt werden, die Löcher der einen Spirale, 11, jedoch nach Art des in Abb. 4 dargestellten Loches 13 in der einen Richtung, die Löcher der anderen Spirale, 12, dagegen nach Art des in Abb. 4 dargestellten Loches 14 in der anderen Richtung schräg gebohrt werden. Ist die Phasenverschiebung, wie bei den in Abb. 3 dargestellten Spiralen, nicht allzu groß, so kann man hierbei sogar mit einer einzigen gemeinsamen Lichtquelle auskommen, auf welche die beiden Lochsysteme von rechts und links schräg hinvisieren. Statt dabei dicke Nipkowscheiben (wie in Abb. 4 gezeichnet) zu benutzen, kanu man natürlich ebensogut mit zwei unter Einhaltung eines gewissen Abstandes starr miteinander verbundenen Scheiben auskommen, deren Bohrungen etwas gegeneinander versetzt sind und welche dann praktisch die Begrenzungsflächen der in Abb. 4 gezeichneten dicken Scheibe ersetzen. Die Beobachtung erfolgt zweckmäßig über schräg gestellte Spiegel.
Eine andere Möglichkeit, um dasselbe Ziel zu erreichen und gleichzeitig eine Reihe von weiteren Vorteilen zu gewinnen, ist dadurch gegeben, daß man nach der Erfindung hinter oder an Stelle der Bildpunktlöcher Spiegel anordnet, welche gruppenweise in verschiedenen Winkeln zum Scheibenradius stehen und von denen jedem Beobachter eine Gruppe zugeordnet ist, die ein volles Spiralsystem umfaßt. Eine Anordnung dieser Art zeigen die Abb. 5, 6 und 7. Wie man aus Abb. 5 ersieht, ist jedem Loch 15 bzw. 16 der Nipkowscheibe ι ein dahinter angeordnetes Spiegelchen 17 bzw. 18 zugeordnet. Die Ebene dieser Spiegelchen kann natürlich beliebig gestellt und so bemessen werden, daß die in Richtung der Pfeile von der Lichtquelle 19 kommenden Lichtstrahlen von den Spiegelchen 17, 18 senkrecht zur Scheibenebene durch die Löcher 15,. 16 der Nipkowscheibe hindurch reflektiert werden. Sind die Spiegelchen des einen Spiralsystems nach Art des Spiegelchens 17 ausgerichtet, so erscheinen für den Beobachter yi jeweils nur diejenigen Löcher 15 hell, welche mit Spiegelchen der Gruppe 17 ausgerüstet sind. Alle anderen Löcher 16 bleiben für den Beobachter A dunkel, da die hinter ihnen angeordneten Spiegelchen 18 beim Vorbeilauf nicht auf die Lichtquelle 19, sondern auf irgendeine andere (dunkle) Stelle des hinter der Scheibe befindliehen Raumes gerichtet sind. Umgekehrt geht es dem Beobachter B. Jeder der beiden : Beobachter A und B sieht also nur die Löcher des ihm zugehörigen Spiralsystems und damit ein phasengleiches und selbständiges Bild. Im Gegensatz zu der an Hand von Abb. 2 dargestellten Ausführungsform sind diese beiden Bilder von völlig gleicher Größe.
Aus Abb. 6 ersieht man die im oben beschriebenen Fall zu wählende äußere Anordnung der Bildfelder 8 und 9 und der Lichtquelle 19. Die Lichtquelle wird ζ weckmäßig hinter der Nipkowscheibe angeordnet und kann z. B. aus einer Glimmlampe mit parallelen Elektroden bestehen, in welche die Spiegelchen gemäß Patent 495 546, in Richtung der Glimmschichtebene hineinblicken, so
daß eine gesteigerte Bildhelligkeit entsteht. Abb. 7 zeigt die Beobachtung der entstehenden Bilder durch diePersonen.^ und B, welche bei horizontal laufender Scheibe ι und über schräg gestellte Spiegel 20 erfolgt.
Auch bei den zuletzt beschriebenen Ausführungsbeispielen empfiehlt es sich, die Achse der Nipkowscheibe lotrecht zu stellen. Bildzusammensetzer mit lotrecht stehender Achse der Nipkowscheibe sind zwar an sich be-" kannt. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung besitzen sie jedoch den besonderen Vorteil, daß bei ihnen schon mit verhältnismäßig geringen Winkeln zwischen den phasengleich erscheinenden Bildern der Standort der einzelnen Beobachter verhältnismäßig weit auseinandergerückt wird, so daß die Aufgabe der Erfindung in besonders hohem Maße zur Erfüllung kommt.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Bildzusammensetzer für Fernsehempfänger, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Zwecke, eine Betrachtung durch mehrere Beobachter zu ermöglichen, von mehreren in an sich bekannter Weise auf einem einzigen Bildzerleger (Scheibe, Zylinder o. dgl.; vereinigten und gegeneinander phasenverschobenen Nipkowsystemen, von denen jedes über das gesamte zu übertragende Bild geht, für jeden Beobfreige-
    achter eins, und zwar unter zeitlich identischer Phase, freigegeben wird.
  2. 2. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere gegeneinander phasenverschobene Spiralsysteme, deren jedes über den vollen Umfang des Bildzerlegers geht, von denen aber für jeden Beobachter stets nur eines
    geben ist.
  3. 3. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten verschiedenen Nipkowsysterne teilweise zusammenfallen.
  4. 4. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuordnung der einzelnen Nipkowsysteme zu den einzelnen Beobachtungsstellen durch verschiedenen Strahlengang erfolgt.
  5. 5. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1 und 4 unter Benutzung von hinter oder an Stelle der Bildpunktlöcher angeordneten Spiegeln, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Beobachter ein über die volle Bildbreite gehendes System von Spiegeln (17, 18) zugeordnet ist.
  6. 6. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch eine für alle Beobachter gemeinsame Lichtquelle (19).
  7. 7. Bildzusammensetzer nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß seine Achse in an sich bekannter Weise lotrecht angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEG77189D 1929-08-11 1929-08-11 Bildzusammensetzer fuer Fernsehempfaenger Expired DE519640C (de)

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