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Einrichtung zum Aufnehmen von Bildern auf Linsenrasterfilmen.
Beim Aufnehmen von Bildern auf Linsenrasterfilmen macht sieh die Unschärfe an den Rändern von Gegenständen, die zu weit ausserhalb der Sehärfenebene liegen, durch Farbsäume bemerkbar. Da man in der Regel Objektive grosser relativer Öffnung verwendet, so ist auch das Auftreten der Farb- säume ziemlich häufig und störend. Es wurden bereits verschiedene Vorschläge gemacht, um diese
Farbsäume zu vermeiden. Diese Vorschläge leiden jedoch in den meisten Fällen daran, dass sie nur anwendbar sind, wenn man die aufzunehmenden Gegenstände sehr hell beleuchten kann ; während man bei dunkleren Szenen die bisher bekannten Farbfilmobjektive grosser Öffnung, die die Farbsäume liefern, benutzen muss.
Die Erfindung richtet sich auf eine Einrichtung, die im wesentlichen bestimmt ist, um beim
Aufnehmen von Bildern auf Filmen mit sphärischen Rasterlinsen das Auftreten von Farbsäumen zu vermeiden. Durch eine zusätzliche Einrichtung kann man jedoch erreichen, dass durch im wesentlichen die gleichen Mittel auch das Auftreten von Farbsäumen bei Benutzung von Filmen mit zylindrischen
Rasterlinsen vermieden wird. Dabei haben die erfindungsgemässen Einrichtungen den Vorteil, dass ihre Lichtstärke ebenso gross oder nur in geringem Masse kleiner ist als die Lichtstärke der bisher bekannten Aufnahmeeinrichtungen, die keinen Schutz gegen das Auftreten von Farbsäumen besitzen.
Bei den Einrichtungen gemäss der Erfindung ist das mehrzonige Farbfilter in zwei zueinander senkrechten Richtungen'in nebeneinanderliegende Felder verschiedener Farbe aufgeteilt. In jeder der beiden zu den Rechteckseiten parallelen Richtungen liegen Felder verschiedener Farbe nebeneinander.
Besteht dabei z. B. das Farbfilter aus neun Feldern, die in drei Zeilen zu je drei Feldern angeordnet sind, so wird in den Zeilen beim Übergang von der einen zur nächsten die Farbfolge zyklisch geändert.
In der ersten Zeile ist sie beispielsweise rot-grün-blau, in der zweiten blau-rot-grün und in der dritten grün-blau-rot. Man kann aber auch das Farbfilter aus mehr als neun Feldern zusammensetzen. Zum Beispiel kann man achtzehn Felder in sechs Zeilen zu je drei Feldern anordnen. Auch hiebei ist es zweckmässig, beim Übergang von einer Zeile zur nächsten die Farben zyklisch zu vertauschen ; doch kann auch eine andere Reihenfolge der Farben in diesem Fall von Vorteil sein, wie weiter unten an einem Beispiel gezeigt werden wird.
Ein Filter gemäss der Erfindung ist in Fig. 6 in der Aufsicht dargestellt. Ordnet man dieses Filter in an sich bekannter Weise bei einem Aufnahmeobjektiv an und benutzt einen Linsenrasterfilm mit sphärischem Raster, so beobachtet man auch an den Rändern scharf begrenzter Gegenstände, die weit ausserhalb der Schärfenebene liegen, keine Farbsäume. Es tritt lediglich eine Unschärfe auf, wie sie auch beim Schwarzweissfilm vorhanden ist und so lange überhaupt nicht vermieden werden kann, wie Objektive grosser Öffnung benutzt werden. Die günstigste Anordnung des Farbfilters ist derart, dass die Rechteckseiten waagrecht und senkrecht verlaufen. An allen senkrecht oder waagrecht verlaufenden Kanten sind dann überhaupt keine Farbsäume zu beobachten. An gewissen schräg verlaufenden Kanten, die jedoch sehr selten sind, können ganz geringe Farbsäume auftreten.
Sie sind jedoch wesentlich schwächer als bei den üblichen Aufnahmeeinrichtungen und in keiner Weise störend.
Um den Erfindungsgedanken auch dann auszunutzen, wenn Bilder auf Filmen mit zylindrischen Rasterlinsen aufgenommen werden, ist es erforderlich, vor dem Farbfilter, d. h. in dem vom Objektraum kommenden und zum Farbfilter gehenden Lichtbündel, ein System von ebenen spiegelnden Flächen anzuordnen. Das Farbfilter selbst besteht, wie bisher, aus streifenförmig nebeneinanderliegenden
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verschiedenfarbigen Zonen. Die ebenen Spiegel werden vor dem Filter so angeordnet, dass man vom Objektraum aus die Zonen des Filters teilweise, u. zw. insbesondere zyklisch, vertauscht sieht. Benutzt man z.
B. einen quergeriffelten Linsenrasterfilm, so dass auch die das Mehrzonenfarbfilter bildenden Streifen quer verlaufen, so ordnet man die Spiegel derart an, dass man in dem oberen quer verlaufenden Streifen der Objektivöffnung nebeneinander die Farben rot-blau-grün, in dem darunter liegenden mittleren Streifen die Farben grün-rot-blau und im unteren Streifen die Farben blau-grün-rot sieht. Auf diese Weise wird erreicht, dass auch bei Benutzung von Filmen mit zylindrischen Rasterlinsen die Bilder ebenso frei von Farbsäumen sind, wie bei der oben beschriebenen Einrichtung für Filme mit sphärischen Linsen.
Einrichtungen zum Herstellen von farbsaumfreien Bildern auf Filmen mit zylindrischen Rasterlinsen sind in den Fig. 1-5 dargestellt. Fig. 1 zeigt einen vertikalen und Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch ein Objektiv mit Farbfilter und dem aus spiegelnden ebenen Flächen bestehenden, zur Vermeidung der Farbsäume dienenden Körper. Vor dem Objektiv 1 befindet sich das Farbfilter 2.
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befinden sich die drei Spiegel 4, 5 und 6. Zu jedem dieser Spiegel läuft ein zweiter Spiegel 4', 5'und 6' parallel, so dass alle aus dem Objektraum kommenden und auf einen der Spiegel 4, 5 oder 6 treffenden Lichtstrahlen, parallel zu sich selbst versetzt, auf das Farbfilter gelangen. Die Lichtstrahlen also, die nach den Zonen b, r und g zielen, werden durch die Spiegel so versetzt, dass sie durch die Zonen r, g und b'gehen.
Vor dem mittleren Streifen B befinden sich keine Spiegel. Vor dem rechten Streifen C befinden sich ähnlich angeordnete spiegelnde Flächen wie vor dem Streifen A, nur mit dem Unterschied, dass die Spiegelhier eine Versetzung nach unten bewirken, während die Spiegel vor dem Streifen A die Lichtstrahlen nach oben versetzt haben.
Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Einrichtung befindet sich in Brennweitenentfernung hinter dem Objektiv 1 der Linsenrasterfilm 7, auf dem die Bilder aufgenommen werden. Die Filmführung, das Objektiv mit Farbfilter und den spiegelnden Flächen werden fest gegeneinander justiert.
Um beim Aufnehmen von Gegenständen, die nicht im Unendlichen liegen, scharf einstellen zu können, wird vor den spiegelnden Flächen noch ein optisches System 8 angeordnet, das zweckmässig aus einer positiven und einer negativen Linse zusammengesetzt ist und das zwecks Scharfeinstellung in an sich bekannter Weise verstellt wird.
An Hand der Fig. 4 sei ausführlicher erläutert, wie bei der Einrichtung gemäss den Fig. 1-3 die Farbsäume vermieden werden. Diese Figur zeigt ganz schematisch nur das Farbfilter 2, das, wie bei Fig. 1, aus fünf Zonen zusammengesetzt ist, und stark vergrössert einen Teil des Linsenrasterfilms.
Von diesem werden insbesondere die drei Rasterlinsen 9, 10 und 11 betrachtet. Die drei mittleren
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entwirft, die zusammen die Breite der Rasterlinse besitzen. Die Bilder bund gl', die die Linse 10 von den Filterzonen b'und g'entwirft, liegen hinter den Rasterlinsen 9 und 11, dort, wohin die Rasterlinsen 9 und 11 die Zonen g und b abbilden. Umgekehrt entwerfen die Rasterlinsen 9 und 11 von den Zonen b'und g'Bilder, die übereinstimmen mit den von der Linse 10 entworfenen Bildern b1 und yi.
Verfolgt man nun den Strahlengang durch den aus spiegelnden Flächen bestehenden Körper vor dem Farbfilter, so erkennt man, dass das durch die Zone r gehende Licht sich aus drei Teilbündeln zusammensetzt, die aus den Lichtbündeln 12, 13 und 14 stammen. In der gleichen Weise setzt sieh das durch die Zonen g und g'gehende Licht aus drei Teilbündeln zusammen, die ebenfalls aus den drei Lichtbündeln 12, 13 und 14 stammen. Schliesslich gilt auch das gleiche für die Zonen bund b'. Wichtig ist jedenfalls, dass die drei stereoskopisch voneinander verschiedenen Lichtbündel 12, 13 und 14 so aufgespalten werden, dass jedes Bündel durch jede Farbe einen Teil seines Lichtes schickt.
Man erkennt, dass bei der Einrichtung gemäss den Fig. 1-3 die Ausnutzung der Objektivöffnung nicht sehr vollkommen ist. Eine wesentliche Verbesserung erreicht man jedoch, wenn man die Objektiv- öffnung in mehr als drei, z. B. in sechs senkrecht verlaufende Streifen einteilt, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Die Anordnung von Objektiv, Filter, spiegelnden Flächen usw. ist die gleiche, wie bei der Einrichtung gemäss den Fig. 1-3, Der Unterschied liegt lediglich darin, dass bei Fig. 5 sechs senkrecht verlaufende Streifen A-F vorhanden sind. Vom Objektraum aus sieht man in den Streifen A und F, dieganzaussenliegen, diedreiZonenb, rundgdesFar'bfiltersdirekt.
VordenZonenB-Esindspiegelnde Flächen in genau der gleichen Weise wie bei den vorher beschriebenen Einrichtungen angeordnet, die abwechselnd eine Parallelversetzung der Strahlen nach oben und unten bewirken. In Klammern ist durch die Buchstaben b, r und g in der Figur angedeutet, welche Farbe man an den verschiedenen Stellen beim Betrachten der aus ebenen spiegelnden Flächen bestehenden Einrichtung vom Objektraum aus sieht. Man sieht hiebei entweder die Filterzonen b, r und g oder weitere ausserhalb dieser Mittelzonen angeordnete, mit diesen entsprechend gleichfarbige Zonen b'und g'. Man erkennt, dass die Farben
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