DE579663C - Verfahren zur Bildabtastung mit einer oder mehreren rotierenden Blendenscheiben - Google Patents
Verfahren zur Bildabtastung mit einer oder mehreren rotierenden BlendenscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zum Fernsehen oder zur Fernphotographie, Fernkinematographie
usw., bei denen bewegliche undurchsichtige Scheiben verwendet werden, die mit beliebigen durchsichtigen Streifen,
Schlitzen, Löchern oder Durchbrechungen versehen sind. Der Verlauf der Durchbrechungen,
die Relativlage und -bewegungen der Scheiben sind derart, daß der Kreuzungspunkt
der Ausschnitte Punkt für Punkt die gesamte Bildfläche des zu gebenden Bildes an
der Sendestelle und des zusammenzusetzenden Bildes an der Empfangsstelle freilegt.
Diese Freilegung erfolgt vorzugsweise kontinuieiiich
und mit einer gleichförmigen, hinreichend großen Geschwindigkeit, um die
Bildnachwirkung der Lichteindrücke beim Fernsehen oder bei der Fernkinematographie
zu gewährleisten und um eine wirtschaftliche und rasche Übermittlung bei der Fernphotographie
zu ermöglichen.
Fig. ι der Zeichnung zeigt beispielsweise eine mögliche Scheibenanordnung mit Schlitzen
in Form von Spiralbögen, deren Gleichung in Polarkoordinaten mit Bezug auf
den Scheibenmittelpunkt lineare Form hat (ρ = α -\- b ' #), wobei α und b Konstante
sind, deren Werte der Bildhöhe bzw. Bildbreite entsprechen.
Man kann annehmen, daß zwei Scheiben entsprechend Fig. 1 so angeordnet sind, daß
sie um ihre Mittelachse in entgegengesetzter Richtung mit ein wenig verschiedener Geschwindigkeit
umlaufen. Der Kreuzungspunkt zweier Bogenteile der beiden Scheiben verschiebt sich dabei in einer Bildzeile, und
der Kreuzungspunkt der in der Bewegungsrichtung darauffolgend über der gleichen Bildfläche zusammenarbeitenden Bögen wird
infolge des Geschwindigkeitsunterschiedes um eine Zeilenbreite gegen die erste Zeile verschoben
sein, so daß der abtastende Kreuzungspunkt eine mäanderlinienförmige Bahn
mit gleichförmiger Geschwindigkeit durchläuft. ' "
Jedes der rechteckigen ader quadratischen Gebilde, das in Fig. 1 punktiert angedeutet
ist und für das ein Bogenschlitz eine Diagonale bildet, entspricht einem in dieser Weise
abgetasteten Bild. Man erhält am Scheibenumfang gleichzeitig eine Mehrzahl von Kreuzungspunkten
entsprechend der Anzahl der einzelnen Bogenstücke, in denen der Schlitz geführt ist, und kann diese Kreuzungspunkte
zur Abtastung mehrerer Bildfelder verwenden. Dies gestattet, das gleiche Scheibenpaar
gleichzeitig zum Senden und zum Empfangen zu verwenden. Ferner kann die Einrichtung
zum Fernsehen (oder für Fernphotographie in Farben durch das Dreifarbenverfahren)
oder für Raumbildverfahren (durch ein Stereoskopverfahren) Anwendung finden, ohne zusätzliche Synchronisierungsschwierigkeiten
zu verursachen.
Statt in der beschriebenen Weise zwei Scheiben gemäß Fig. ι zu verwenden, kann
man auch andere Scheibensysteme verwenden, mittels deren gleichzeitig mehrere verschiedene
Stellen entsprechend den verschiedenen Bildfeldern, die punktiert in Abb. ι dargestellt
sind, abgetastet werden. Es kann auch eine Einzel scheibe verwendet werden, z. B. eine Nipkow-Scheibe mit mehreren
ίο Lochspiralen, die je ein Bildfeld bzw. Bildfeldteile abtasten.
Bei einer derartigen Abtastung wird nun gemäß der Erfindung zur Erhöhung der Bildhelligkeit
das Bild mit mehreren Lichtquellen und einer lichtelektrischen Zelle abgetastet,
auf welche der Lichteindruck der Objektpunkte nacheinander wirkt. Der in dieser Zelle erzeugte lichtelektrische Strom wird
nach Verstärkung auf die Empfangsstelle übermittelt.
Der Empfänger, der das Bild in analoger Weise zusammensetzt, in der es im Sender
zerlegt worden ist, enthält beispielsweise eine Glimmlampe mit einer über die ganze Fläche
gleichförmigen Helligkeit, die entsprechend der Amplitude der vom Sender übermittelten
Impulse schwankt.
Zur Erzielung einer sauberen Bildwiedergabe ist man gezwungen, Scheiben anzuwenden,
die mit sehr feinen Löchern oder schmalen Schlitzen versehen sind und sich sehr rasch drehen. Der Abtastpunkt kann infolgedessen
nicht viel Licht durchlassen, und da die trägheitslosen lichtelektrischen Zellen, die
man bisher kennt (beispielsweise Kaliumoder Rubidiumzellen), sehr unempfindlich, sind,
erhält man nur äußerst schwache lichtelektrische Ströme.
Für den Sender ist es also notwendig: i. den zu übertragenden Gegenstand sehr
stark zu beleuchten;
2. einen möglichst großen Teil "des von
jedem Punkte des Objektes ausgesendeten Lichtes in der lichtelektrischen Zelle (oder in
mehreren parallelgeschalteten Zellen) zu sammeln.
Um die Bedingungen 1 und 2 im Fernsehsender zu erfüllen (dann beispielsweise, wenn
es sich darum handelt, von fern ein undurchsichtiges Objekt sichtbar zu machen), verwendet
man gemäß der Erfindung zur Beleuchtung des Objektes mehrere Lichtquellen, z. B. zwei Quellen, die quer durch die Freigabescheiben
zwei Lichtkegel hindurchfallen lassen.
Man kann in erster Linie in der Weise verfahren, daß die Lichtstrahlenbündel immer
nach dem gleichen Punkt der Objektfläche konvergieren und zusammen die ganze Fläche
bestreichen. Man erhält dieses Ergebnis, indem man das Licht, das von einer der Lichtquellen
ausgesandt wird, auf die ganze Fläche eines der in Fig. 1 in punktierten Linien angedeuteten
Rechteckes fallen läßt, während das Licht, das von der anderen Quelle ausgeht, auf die Fläche des anderen Rechteckes fällt,
das in der Fig. 1 dargestellt ist. Diese Ausführung der Erfindung ist aber zweckmäßig
nur, wenn das abzutastende Objekt eine ebene Fläche darstellt.
Man kann aber auch das Licht, das durch eine der Quellen ausgesandt wird, .nur auf
einen Teil eines solchen Rechteckes konzentrieren, während das Licht der anderen Quelle
auf einen Ergänzungsteil" des anderen Rechteckes konzentriert wird. Beispielsweise erleuchtet
man, wie in Fig. 2 angedeutet, nur den schraffierten Teil 1 des ersten Rechteckes
von der ersten Quelle aus und den schraffierten Teil 2' des anderen Rechteckes von der
zweiten Quelle aus. Da die Kreuzungspunkte der Ausschnitte der Zerlegerscheiben sich auf
dem Teil 1 (Fig. 2) zur gleichen Zeit verschieben wie auf dem Teil 2 pnd dann auf
dem Teil 1' zu gleicher Zeit wie auf dem Teil 2' (Teil 1' arbeitet zu gleicher Zeit mit
Teil 2' zusammen), so wird erst dann, wenn das Strahlenbündel der ersten Quelle mit der
Bestreichung des einen Teiles der Objektfläche fertig ist, das Strahlenbündel der zweiten
Quelle beginnen, den Rest der Fläche zu bestreichen. Es werden, mit anderen Worten,
die Lichtstrahlenbündel, die von den verschiedenen Lichtquellen ausgeschickt werden, nacheinander
ergänzende und nebeneinanderliegende Teile der Objektfläche bestreichen.
In jedem Falle wird immer nur ein einziger Punkt der Objektfläche in jedem Augenblick
beleuchtet, derart, daß die photoelektrischen Zellen in dem betreffenden Augenblick
nur der Wirkung des Lichtes unterliegen, das von diesem einen Punkt reflektiert wird.
Wenn man statt zweier Abtastscheiben eine einzelne Scheibe (z. B. eine Nipkowscheibe)
benutzt, werden auch die beiden Lichtquellen je eine Bildhälfte bzw. ein Teilbild
beleuchten, und die beiden Teilbilder werden nacheinander abgetastet und zerlegt.
Der Vorteil dieser Beleuchtungsart gemäß der Erfindung besteht nicht nur in der Konzentrierung
von vielem Licht auf dem abzutastenden Objekt, sondern noch darin, daß sie gestattet, eine oder mehrere lichtelektrische
Zellen zwischen die Lichtstrahlenbündel zu setzen, die von den verschiedenen Quellen
ausgehen, und zwar gegenüber und sehr nahe dem Objekt derart, daß diese Zelle oder eine
dieser Zellen immer sehr gut durch das Licht beleuchtet wird, das nacheinander durch die
verschiedenen Punkte des Objektes reflektiert oder zerstreut wird.
Die Fig. 3 veranschaulicht die Ausführung und die Wirkungsweise der Erfindung im einzelnen.
In Fig. 3 ist eine Anordnung dargestellt, in der die gleichzeitige Verwendung von zwei
Lichtquellen 19 und iga angenommen ist. Diese
Lichtquellen 19 und iga sind z. B. jede das
glühende Ende der Kohle eines elektrischen Bogens, oder es ist jede der zusammengedrängte
Faden einer sehr kräftigen Glühlampe. Die Linsen 34 und 33 geben ein Bild 19" der Quelle 19 zwischen den Scheiben 1
und 2. Um den gesamten Lichtkegel von i8o° Öffmmgsweite, der vom glühenden Ende 19
der Kohle ausgesandt wird, auszubeuten, wird eine sphärische Linse 34 benutzt, deren eine
Begrenzungsfläche eine Halbkugel mit dem Mittelpunkt 19 ist und die als zum Punkt 19
zugeordneten Punkt den Punkt 19' liefert, der so liegt, daß der Winkel des Lichtkegels
außerhalb dieser Linse 34 ein spitzer ist. Der spitzwinklige, von der Linse 34 hervorgebrachte
Lichtkegel wird durch die andere Linse 33 (oder durch ein geeignetes dioptrisches
System) auf dem Bild 19" der Kohle 19 konzentriert. Die optische Anordnung 40, die
als reflektierende Flache die Wandungen eines geeignet gestalteten Prismas benutzt, gibt ein
Bild von 19", das auf der rechten Hälfte der Fläche des Objektes 31 liegt. In gleicher
Weise geben die Linsen 34a und 33,, ein Bild
I9a" der Quelle iga genau zwischen den Scheiben
ι und 2, und die optische Anordnung 40,,
wirft ein Bild von 19/' auf die linke Hälfte der Objektfläche 31. Die beiden Lichtkegel,
die durch die Quelle 19 und 19,, erzeugt und
auf dem Objekt 31 aufeinandergelegt sind, lassen zwischen sich, einen verfügbaren Raum
zur Unterbringung einer lichtelektrischen Zelle 42 gegenüber dem Objekt 31, d, h. an
einer Stelle, an. der die Zelle immer gut durch das diffuse Licht beleuchtet wird, das die verschiedenen
Punkte des Objektes 31 nacheinander aussenden. Man kann die Zelle 42 ganz
nahe an das Objekt 31 heranrücken, oder man kann, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, zwischen
der Zelle 42 und dem Objekt 31 eine Linse anbringen, die ein Bild des Gegenstandes auf
dem durchsichtigen Fenster der Zelle gibt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Bildabtastung mit einer oder mehreren rotierenden Blendenscheiben,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Bildhelligkeit das abzutastende Bild von mehreren Lichtquellen
bzw. bei Abtastung mehrerer Bildzonen jede Zone von einer Lichtquelle beleuchtet
wird.
2. Blendenscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtdurchtrittsschlitze
bogenförmigen Verlauf haben.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenbündel
der Lichtquellen durch optische Mittel (Prismen) auf den jeder Lichtquelle zugeordneten Teil des Bildes konzentriert
werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Photozelle
zwischen den Strahlenbündeln der Lichtquellen in unmittelbarer Nähe des abzutastenden
Bildes angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR572716T | 1923-11-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=9681164
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE579663C (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT389049B (de) * | 1982-07-16 | 1989-10-10 | Koezponti Valto Hitelbank | Verfahren zur herstellung von an der unverletzten haut befestigbaren pharmazeutischen paeparaten, insbesondere von muskelkrampfloesenden und antirheumatischen praeparaten |
-
1923
- 1923-11-06 FR FR572716D patent/FR572716A/fr not_active Expired
-
1927
- 1927-04-01 FR FR34053D patent/FR34053E/fr not_active Expired
- 1927-04-19 FR FR34058D patent/FR34058E/fr not_active Expired
- 1927-05-16 FR FR34481D patent/FR34481E/fr not_active Expired
- 1927-05-24 FR FR35650D patent/FR35650E/fr not_active Expired
- 1927-06-23 DE DEV22658D patent/DE579663C/de not_active Expired
- 1927-07-15 US US206064A patent/US1798963A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT389049B (de) * | 1982-07-16 | 1989-10-10 | Koezponti Valto Hitelbank | Verfahren zur herstellung von an der unverletzten haut befestigbaren pharmazeutischen paeparaten, insbesondere von muskelkrampfloesenden und antirheumatischen praeparaten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR35650E (fr) | 1930-03-26 |
| FR34058E (fr) | 1929-05-01 |
| FR34481E (de) | 1929-06-19 |
| US1798963A (en) | 1931-03-31 |
| FR572716A (fr) | 1924-06-12 |
| FR34053E (fr) | 1929-05-01 |
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