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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von an der unverletzten Haut befestigbaren pharmazeutischen Präparaten, insbesondere von muskelkrampflösenden und antirheumatischen Präparaten.
Es ist bekannt, dass die Basis der Funktion der Lebewesen, und so auch des menschlichen Körpers durch zahlreiche, mit der Elektrizität, der Chemie und der Elektrochemie zusammenhängende Erscheinungen gesteuert wird ; zu diesen Gruppen gehören die Hirn- und Nerventätigkeit, die elektrolytischen und osmotischen Ströme, die Diffusion und sonstige, bisher im Wesen nicht vollkommen geklärte, zwischen den Zellen vor sich gehende biologische Prozesse (z. B. Akupunktur).
Es ist bekannt, dass zahlreiche Krankheiten durch einen Mangel an chemischen Elementen - den Spurenelementen-hervorgerufen werden. Die Heilkunde führt diese Mangelstoffe unter Anwendung verschiedener Verfahren dem Körper zu, die sich entweder nur zur Anwendung bei bettlägerigen Patienten eignen, oder die eine langwierige ärztliche Versorgung und Überwachung erforderlich machen.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, ein Verfahren zur Herstellung eines einfachen Mittels, u. zw. eines an der Haut befestigbaren pharmazeutischen Präparates bereitzustellen, dessen Anwendung auch vom Patienten selbst durchgeführt werden kann und das sich insbesondere zur Krampflösung und zur Behebung von rheumatischen Beschwerden eignet.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass auf einen Träger eine oder mehrere MetalIart (en) bzw.
(ein) metallische (r) Stoff (e) und/oder Mangel- und/oder Spurenelemente aufgebracht wird (werden), die mit dem an der Haut entstehenden Schweiss einen elektrolytischen Gleichstrom erzeugen, wobei an den Rändern des Trägers eine oder mehrere Klebezonen ausgebildet und anschliessend die auf den Träger aufgebrachten Stoffe mit einer entfernbaren Schutzschicht überzogen werden, und der Träger mit den aufgebrachten Stoffen sowie den Klebezonen nach Entfernen der Schutzschicht und vor dem Anbringen auf der unverletzten Haut gewünschtenfalls mit einer schwachen Base oder Säure behandelt wird.
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- nötigenfallsIn der Literatur sind zwar eine Reihe von an der Haut befestigbaren pharmazeutischen Präparaten bekannt, mit denen jedoch nicht das erfindungsgemäss gesetzte Ziel erreicht werden kann.
Die DE-PS 114 494 beispielsweise bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Quecksilber enthaltenden Geweben, Papieren od. dgl. unter Verwendung von nicht fettenden und nicht klebenden Geweben, Papieren, Leder usw. In einer zweckmässigen Flüssigkeit, wie Benzin, werden Quecksilber und Lanolin verrieben und das erwähnte Material wird darin eingetaucht und getrocknet.
Die DE-PS 547 046 betrifft Verbände zur Wundheilung. Auf das Haftpflaster wird eine einen antiseptischen Stoff enthaltende Gaze gelegt und dann darauf eine Metallfolie (hauptsächlich Silber) aufgetragen. Zur Ableitung der Wundsekret wird die Saugfähigkeit der Gaze benutzt. Die Ableitung wird durch Perforationen der Folie oder durch von der Folie nicht abgedeckte Stellen bewerkstelligt.
Die DE-AS 11 61 384 bezieht sich auch auf Wundheilung. Saugfähige Faserstoffe werden imprägniert, wodurch ein feiner Metallüberzug und damit eine glatte Oberfläche gebildet werden können.
Das in der DE-PS 557 915 beschriebene Pflaster bezweckt gleichfalls eine Wundheilung. Bei dem Heilpflaster wird ein Silber-Überzug auf einem Grundstoff ohne Klebstoff ausgebildet und wegen dessen Lichtempfindlichkeit zusätzlich mit einer dunklen Gaze überzogen.
Auch die CH-PS 560 544 betrifft ein Wundpflaster. Das Heilmittel kann durch die Ausbildung eines unteren Reservoirteiles auf die Haut gelangen. Die untere Stützoberfläche ist aus Polymermaterial oder aus rostfreiem Stahl hergestellt. Der Heilbehelf wird durch Kleben befestigt.
In der US-PS 3 598 122 ist ein Präparat mit retardierter Heilmittel-Freisetzung beschrieben. Es wird als Pflaster auf der Haut oder Schleimhaut für solche Wirkstoffe verwendet, die bei äusserlicher Verabreichung nicht in die Gewebe eindringen können. Das Eindringen wird durch physiologisch verträgliche Lösungsmittel beschleunigt.
In der WO 80/02378 wird ein Mittel zur Steigerung der Beweglichkeit und/oder der Blutversorgung von Endothelzellen beschrieben. Das Mittel enthält eine Kupfer[T]-, Kupfer[TT]- oder Zinn-Ionenquelle, oder es ist mit solchen Ionenquellen überzogen. Die Ionen können in die umliegenden Gewebe eindiffundieren. Kunststoff, Kollagen oder andere saugende Stoffe bilden den Grundstoff des Mittels, welches als Rohr, Bogen, Platte, Faden, Zwirn oder Netz ausgebildet sein kann. Das Material wird in den Körper eingepflanzt oder durch eine Schutzhülle an der Haut befestigt. Es kann vorwiegend in der Tierheilkunde angewendet werden. Seine Verwendung ist bei postoperativen Zuständen oder bei ungenügender Durchblutung z. B. bei einem Geschwür an der Haut-angezeigt.
In der US-PS 3 098 790 ist ein Präparat für die Behandlung von offenen Wunden beschrieben. Das Präparat enthält feines Al-Pulver und pflanzliches Harz oder Baumharz, und ist zur Behandlung von offenen Wunden, aus denen sich Sekrete ausscheiden, bestimmt. Als einziges Metall wird die Verwendung von Aluminium geoffenbart.
Das Präparat nach der GB-PS 275 772 enthält Zinkoxid, Magnesiumoxid, lösliches Silikat und Metallpulver und wird zur Behandlung oder zum Überzug von Oberflächen verwendet.
Die am Träger des erfindungsgemäss hergestellten pharmazeutischen Präparates aufgebrachten Stoffe bilden mit dem sich nach Applikation des Präparates an der Haut entstehenden Schweiss - wie mit einem Elektrolytunter Ionenbildung sehr schwache galvanische Ströme, wobei die Ströme und Ionen durch die Poren der
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Hautoberfläche - in eine gewisse Tiefe des menschlichen Körpers eindringen und damit den Muskelkrampf binnen kurzem beseitigen. Durch die eindringenden Mangel- und/oder Spurenelemente wird ausserdem die Heilung begünstigt.
Demnach wird unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens ein an die Hautoberfläche setzbares therapeutisches Präparat hergestellt, bei dem zur Heilung, zur Erhöhung der Wirkung bzw. zur Beschleunigung des Eindringens des verwendeten Mangel- oder Spurenelements die bereits erwähnten, die biologischen Prozesse des Körpers steuernden - natürlichen oder im Sinne der Erfindung geförderten - elektrochemischen Prozesse verwendet werden, oder-falls ein oder mehrere metallische Stoffe verwendet werden-wird die krampfstillende Wirkung lediglich durch die von den angebrachten metallischen Stoffen zustandegebrachten Mikroströme hervorgerufen.
Die metallischen Stoffe können in Form eines Pulvers oder als Feilstaub verwendet werden, wobei die Partikelgrösse keineswegs entscheidend ist, solange die Partikel die Hautoberfläche nicht schädigen. Die metallischen Stoffe können auch als in jedwelcher Form angeordnete Drähte, Platten, Folien, Metallfasern oder als Metallgewebe gleicherweise verwendet werden. Bei Edelmetallen ist es vorteilhaft, wenn die Substanzen nicht pulverförmig verwendet werden, da so das Metall rückgewonnen und wiederholt verwendet werden kann.
Auch bei den Mangel-und/oder Spurenelementen ist es günstig, wenn sie in Form eines Pulvers oder als körniges Material auf die Trägerfläche aufgetragen werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein oder mehrere metallische (r) Stoff (e) und ein oder mehrere Mangelund/oder Spurenelemente) auf die Trägerfläche aufgetragen werden.
Als metallische Stoffe eignen sich am besten diejenigen Metalle und Legierungen, deren elektrolytisches Potential hoch ist, so z. B. Edelmetalle, Kupfer, Zink, Zinn, Mangan, Kobalt, Molybdän, Eisen, Arsen, Bismut und Radium, u. zw. in einer für den menschlichen Organismus verträglichen Menge.
Als Mangel- und/oder Spurenelemente werden Jod- oder Schwefelpulver und/oder Schwefelionen bzw.
Jodionen liefernde, nicht toxische, die Haut nicht schädigende Stoffe auf den Träger aufgebracht.
Die metallischen Stoffe und/oder die Mangel- und/oder Spurenelemente werden in einer Menge von 0, 01 bis 5, 0 gJdm2 Träger aufgebracht
Das erfindungsgemäss hergestellte Produkt kann kontinuierlich, z. B. in Form eines Bandes, das später auf das gewünschte Mass zerteilt wird, oder in Form jedwelchen gewünschten Formats, als Einzelstück gefertigt werden.
Von Elektrounfällen weiss man, dass die Muskeln des menschlichen Körpers unter der Wirkung eines Wechselstroms an der der Stromwirkung ausgesetzten Stelle spasmatisch werden, und die einen Unfall erleidende Person - in Abhängigkeit von ihrer individuellen Empfindlichkeit und der äusseren Umstände - über einer Stromstärke von 5 mA die bewusste Bewegung der Muskeln nicht beherrscht.
Gleicherweise geht es aus der, sich mit dem Unfallschutz beschäftigenden Fachliteratur hervor, dass bei mit Gleichstrom erlittenen Unfällen die Muskeln der den Unfall erleidenden Person sich vollkommen entspannen. Bei der Verwendung des nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Präparates wird eben diese letztere Erscheinung ausgenutzt
Mit Hilfe der nachstehend beschriebenen Versuche konnte bewiesen werden, dass auch die schwächsten, an der Hautoberfläche mit den auf den erwähnten Träger aufgetragenen Stoffen elektrolytisch erregten Ströme den Muskelkrampf zu stillen und die Mangel- und/oder Spurenelemente einzuführen fähig sind.
Diese galvanischen Bioströme können verschiedene Einflüsse ausüben.
Mit Hilfe des sich an der Hautoberfläche bildenden, als Elektrolyt fungierenden Schweisses wird ein elektrolytischer Strom erzeugt, der unter die Hautoberfläche oder in die sich darunter befindenden Muskeln eindringt und auf die Nervenbahnen einen Einfluss ausübt, in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit des Körpers.
Analog der von einem Gleichstrom ausgeübten Wirkung wird die Entspannung der unter dem Pflaster und dessen Umgebung vorhandenen Muskeln hervorgerufen.
Gegebenenfalls kann die Elektrolyse mittels einer schwachen Base oder Säure begünstigt werden, indem diese auf den Träger des metallischen Stoffes vor der Auftragung auf die Hautoberfläche aufgebracht werden.
Selbstverständlich können zu diesem Zwecke ausschliesslich die Haut nicht irritierende oder schädigende schwache Basen oder Säuren verwendet werden. In zahlreichen Fällen konnte es bewiesen werden, dass der Muskelkrampf bereits im Moment des Aufsetzens des Präparats nachlässt und binnen einiger Minuten im wesentlichen aufhört.
Es kann angenommen werden, dass - ähnlich wie bei der Akupunktur - wenn die dorterwähnten Metalle von bekannter Wirkung oder die obenerwähnten Metalle an die aus der Akupunktur bekannten Stellen, auf Zentren der Hautfläche mit erhöhter Spannung oder auf die Stelle des Schmerzes gesetzt werden und als Träger vorteilhaft ein Klebepflaster verwendet wird, eine mit jener der Akupunktur identische Wirkung zu erwarten ist, aber in diesem Fall ist die Behandlung keineswegs schmerzlich, weder die Hautoberfläche, noch die inneren Schichten werden beschädigt.
Bei der Akupunktur erzeugen die eingestochenen Metallnadeln teilweise mit dem Zellsaft, mit dem Blut und sonstigen Säften eine elektrolytische Spannung und führten den erzeugten Strom auf die Nervenbahnen (höchstwahrscheinlich geht die Stromerzeugung in diesem Falle mit erhöhtem Wirkungsgrad vor sich, da eine grössere Menge von Elektrolyt vorhanden ist) ; die Behandlung kann aber nur in Anwesenheit eines Arztes stattfinden ; obwohl bei der Verwendung des erfindungsgemässen Präparats der elektrolytische Strom geringer als bei der Akupunktur ist, aber das Präparat kann eine längere Zeit lang, ja sogar einige Wochen lang an der Haut
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behalten werden, ohne dass die Hautoberfläche geschädigt wäre. Auf diese Weise kann die durch die Akupunktur erreichbare Wirkung auf das Vielfache erhöht werden.
Bei der Anwendung des nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Präparats können an den verschiedenen Punkten des Körpers unterschiedliche metallische Stoffe und/oder Mangel- und/oder Spurenelemente angebracht werden, wodurch verschiedene Wirkungen erzielt werden können.
Es kann ebenfalls angenommen werden, dass infolge des elektrolytischen Prozesses einige Ionen des auf die Hautfläche aufgetragenen metallischen Stoffes und der Mangel- und/oder Spurenelemente - in gleicher Weise, wie bei der Akupunktur - infolge der Mikroströme und Spannungen an gewisse "erzielte" Stellen des Körpers eindringen, wodurch die Bioströme teilweise und gewissermassen geändert werden, bzw. zu den einzelnen Stellen Spurenelemente oder deren Ionen gelangen ; so kann die Heilung in beiden Fällen auch der Zufuhr der Mangelund/oder Spurenelemente zugeschrieben werden.
Durch die Anwendung des nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzeugten Präparates können im wesentlichen noch folgende Wirkungen erreicht werden und zwar : a) auf der abgeklebten Fläche lüftet sich die Haut nicht, so wird Schweiss entstehen, der mit dem angebrachten Stoff und den Zellsäften einen osmotischen Druck sichert ; b) es ist offensichtlich, dass bereits im Laufe der Osmose zwischen der Oberflächenhaut (der Zellwand) und den beiden verschiedenen Flüssigkeiten der Schweiss, die aufgetragene Substanz und die Zellsäfte eine geringe Potentialdifferenz entsteht, die den Ionenaustausch zwischen den beiden Flüssigkeiten über die Zellenwand fördert.
Höchstwahrscheinlich beeinflussen diese Ströme gewissermassen auch die auf die Nervenbahnen eine Wirkung ausübenden Ströme und begünstigen die Zufuhr der Stoffteilchen zu den tiefer liegenden Geweben.
Bei Mangel- und/oder Spurenelementen oder gegebenenfalls bekannten Medikamenten oder deren Wirkstoffen kann deren Wirkung noch weiter erhöht werden, wenn das die unter die Hautfläche einzuführende Substanz enthaltende Pulver, die Flüssigkeit, das Gas, Medikamente oder deren Wirkstoff mit Metallpartikeln zusammen verwendet werden, die mit dem Schweiss zusammen zur Erzeugung höherer Potentialdifferenzen fähig sind und die Zufuhr des subkutan einzuführenden Stoffes beschleunigen. Als Wirkung des entstehenden elektrolytischen Stroms stellt sich auch die bereits erwähnte krampfstillende Wirkung ein, so besteht die Möglichkeit, neben der Zufuhr der Mangel- und/oder Spurenelemente auch die Schmerzen zu linden.
Hier können natürlich nur solche Stoffe in Betracht gezogen werden, welche mit dem einzubringendem Stoff und Medikamentenwirkstoff verträglich sind und mit dieser keine giftigen Verbindungen bilden.
Die Wirksamkeit der mit dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Präparat durchgeführten Behandlung wird selbstverständlich von der Grösse der sich berührenden Flächen, von dem Kontaktdruck, der Dauer der Berührung, der Temperatur, den Eigenschaften und der Menge des aufgetragenen Stoffes und der Menge des gebildeten Schweisses beeinflusst.
Das Präparat kann auch in jenen Fällen verwendet werden, wo die Krankheit auf den Mangel an einem oder mehreren chemischen Elemente oder einem oder mehreren Spurenelementen zurückgeführt werden kann, aber auch in solchen Fällen, wo bei der Erkrankung Muskelkrämpfe entstehen (Rheuma, Sehnenscheidenentzündung, Erkrankung der Bewegungsorgane, sich aus Sport ergebende Muskelkrämpfe, Venenentzündung, Discopathia, Spondylosis, Lumbago, Periarthritis humeruscapularis, Contusio, Ischialgia, Schmerzen bei Scoliosis, Arthrosis generalis, Coxarthrosis, Myalgie, Bechterewsche Krankheit, Gelenkgicht, Tortikollis, Verminderung der Schleimbeutel nach Peritendinitis, Trigeminus neuralgie usw. ), auch die Akupunktur [Johannes Bischko, "Einführung in die Akupunktur, Haug Verlag, 4. Auflage, Heidelberg (1970)] kann durch die richtige Anwendung des Präparats ersetzt werden.
In diesem Buch werden 358 Akupunkturpunkte beschrieben. So kann das erfindungsgemässe Präparat gegen Kopfschmerzen, Migräne, Erkrankungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich, Heuschnupfen, Ohrensausen (Tinitus), Trigeminus-neuralgie und Fazialisparesen, Schwindel, Augenheilkunde, psychische Erkrankungen, Sexualstörungen, psychische Labilität, Schlaflosigkeit, Krampfkrankheiten, Stoffwechselstörungen, Allergien, Zahnschmerzen, Interkostelneuralgie usw. (Seiten 51 bis 75) der oben erwähnten Literatur).
In mehreren Fällen wurde bewiesen, dass wenn das Plaster mit den angegebenen Stoffen, Mangel- und/oder Spurenelementen oder dem Gemisch derselben auf die bestimmten Akupunkturpunkte aufgeklebt wird, so wird die angegebene Wirkung stärker, schwächer oder kaum, doch erhalten. Zum Beispiel können die folgenden aufgezählt werden :
Wenn das Pflaster in die innere Vertiefung unter dem Knöchel gesetzt wird, so sichert dies im Falle von Schlaflosigkeit binnen 20 Minuten einen ruhigen Schlaf. Gleichzeitig wird binnen 10 Minuten die Pulsfrequenz um 4 bis 6 vermindert. Dies kann auch zur Schwächung der beschleunigten, unregelmässigen Herzaktion angewandt werden.
Im Falle von Gallenkrampf werden laut der obigen Literatur mehrere Punkte bestimmt. Während der Versuche wurde festgestellt, dass es zur Erreichung der Wirkung genügt, das Pflaster (auch nur einige cm2) unter die rechte zweite Rippe zu setzen. So entleert sich die Galle binnen maximal 24 Stunden und nimmt die normale Funktion auf.
Gegen Schnupfen bzw. zu dessen Linderung werden auch viele Stellen in der Literatur beschrieben. Unter diesen Stellen war die Überbrückung (einige cm2) der Gelenke des Daumens zur Flachhand und auf der obigen
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Oberfläche der Hand besonders günstig. Unter Anwendung des erfindungsgemässen Präparats während der herbstlichen Schnupfenepidemie, linderte sich der Ablauf der Krankheit und viel fiel die letzte, gelbe sekretische, unangenehme Phase weg.
Wenn das Pflaster auf die innere Ader des Gelenkes aufgeklebt wird, wird der Blutdruck um 10 bis 30 mmHg erhöht.
Bezüglich der Muskelkrampflösung (Myospamolyse) wurde das erwartete Resultat erhalten, d. h. das erfindungsgemässe Präparat übt seine Wirkung nicht nur auf die quergestreifte Skelettmuskeln aus, sondern beseitigt auch die Krämpfe der glatten Muskeln, so wird es z. B. bei im Zusammenhang mit der Akupunktur erwähntem Gallenkrampf, Magen-, Darmkrämpfen, Menstruationskrämpfen und asthmatischen Krämpfen anwendbar sein.
Aufgrund der obigen Angaben können auch die Geburtskrämpfe aufgehalten werden, wenn dies z. B. wegen Transportierung oder anderer Ursachen nötig ist. Nach Entfernung des Pflasters treten die Krämpfe wieder auf.
Bei operierten Venen kann der Schmerz an der Stelle des Schmerzes und der Schwellung 3 und 4 Stunden nach der Anklebung des Pflasters beseitigt werden, auch vermindert sich die Schwellung.
Durch das erfindungsgemäss hergestellte Präparat können viele Stoffe, die durch den Verdauungssapparat oder mittels Injektion schwer eintragbar sind, in den menschlichen Organismus ohne schädliche Nebenwirkungen eingebracht werden. So z. B. Eisen im Falle von Anämie, Selen im Falle von Herzinfarkt oder zur dessen Prävention, sowie die fünf "Metallvitamine" (Zink, Molybdän, Mangan, Kupfer und Cobalt). Wenn diese Metallvitamine nicht oder nur in nicht entsprechenden Mengen anwesend sind, können viele Krankheiten auftreten, da ohne diese Stoffe der Organismus die nötigen Schutzstoffe nicht herstellen kann. Die erwähnten Metallvitamine treten wahrscheinlich als Katalysatoren bei der Entstehung der verschiedenen Schutzstoffe (Immunstoffe, Vitamine, Hormone) auf.
Dadurch kann das erfindungsgemäss hergestellte Präparat zur Prophylaxe und Heilung von vielen Krankheiten angewandt werden, was durch die erwähnten Stoffe und deren Kombination erreicht wird.
Es wurden Versuche für Muskelkrampf und Rheuma wie folgt durchgeführt.
Die leeren und mit den Wirkstoffen behandelten Pflaster wurden gewogen. Diese sind die folgenden :
Rheuma-Pflaster
EMI4.1
<tb>
<tb> Nr. <SEP> der <SEP> Probe <SEP> Leere <SEP> Brutto <SEP> Masse <SEP> des
<tb> Menge <SEP> Masse <SEP> Wirkstoffes <SEP> (Cu <SEP> + <SEP> S)
<tb> EEE <
<tb> 1 <SEP> 1, <SEP> 86 <SEP> 1, <SEP> 95 <SEP> 0, <SEP> 09 <SEP> 0, <SEP> 18 <SEP>
<tb> 2 <SEP> 1, <SEP> 86 <SEP> 1, <SEP> 98 <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP>
<tb> 3 <SEP> 1, <SEP> 88 <SEP> 2, <SEP> 00 <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP>
<tb> 4 <SEP> 1, <SEP> 89 <SEP> 2, <SEP> 02 <SEP> 0, <SEP> 13 <SEP> 0, <SEP> 26 <SEP>
<tb> 5 <SEP> 1, <SEP> 85 <SEP> 1, <SEP> 98 <SEP> 0, <SEP> 13 <SEP> 0, <SEP> 26 <SEP>
<tb> 6 <SEP> 1, <SEP> 95 <SEP> 2, <SEP> 09 <SEP> 0, <SEP> 14 <SEP> 0, <SEP> 28 <SEP>
<tb> 7 <SEP> 1, <SEP> 93 <SEP> 2, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 17 <SEP> 0,
<SEP> 34 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 1, <SEP> 91 <SEP> 2, <SEP> 11 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 0, <SEP> 40 <SEP>
<tb> 9 <SEP> 1, <SEP> 81 <SEP> 2, <SEP> 02 <SEP> 0, <SEP> 21 <SEP> 0, <SEP> 42 <SEP>
<tb> 10 <SEP> 1, <SEP> 89 <SEP> 2, <SEP> 18 <SEP> 0, <SEP> 29 <SEP> 0, <SEP> 58 <SEP>
<tb>
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Muskelkrampf-Pflaster
EMI5.1
<tb>
<tb> Nr.
<SEP> der <SEP> Probe <SEP> Leere <SEP> Brutto <SEP> Masse <SEP> des
<tb> Masse <SEP> Masse <SEP> Wirkstoffes <SEP> Cu
<tb> EEgR-----
<tb> 1 <SEP> 1,88 <SEP> 1,885 <SEP> 0,005 <SEP> 0,01
<tb> 2 <SEP> 1, <SEP> 90 <SEP> 1, <SEP> 91 <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP>
<tb> 3 <SEP> 1, <SEP> 88 <SEP> 1, <SEP> 90 <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP>
<tb> 4 <SEP> 1, <SEP> 87 <SEP> 1, <SEP> 90 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP>
<tb> 5 <SEP> 1, <SEP> 89 <SEP> 1, <SEP> 92 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP>
<tb> 6 <SEP> 1, <SEP> 85 <SEP> 1, <SEP> 88 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP>
<tb> 7 <SEP> 1, <SEP> 88 <SEP> 1, <SEP> 91 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 1, <SEP> 82 <SEP> 1, <SEP> 85 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP>
<tb> 9 <SEP> 1, <SEP> 90 <SEP> 1, <SEP> 94 <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> 0, <SEP> 08 <SEP>
<tb> 10 <SEP> 1.
<SEP> 81 <SEP> 1. <SEP> 82 <SEP> 0. <SEP> 07 <SEP> 0, <SEP> 14 <SEP>
<tb>
Am Rande der Pflaster wurden 5 mm breite Streifen mit den Wirkstoffen nicht behandelt, so wurden ca. 10 cm x 5 cm Streifen, ca. 0,5 dm2 bestreut.
EMI5.2
Das Rheuma-Pflaster soll nach dem Ankleben ca. 30 s auf die Haut gepresst werden.
Wenn der Schmerz nach der rheumatischen oder der muskelkrampfstillenden Behandlung zurückkommt, soll ein Pflaster mit 0, 5 cm x 0, 5 cm oder 1 cm2 Oberfläche auf die Haut aufgebracht werden. So werden die Schmerzen nicht mehr auftreten.
In den nachfolgenden Tabellen werden die Ergebnisse der klinischen Untersuchungen gezeigt. Die genannte Nebenwirkung (Dermatitis) tritt bei der Anwendung anderer Pflaster nicht auf.
Untersuchungen mit muskelkrampfstillenden Pflastern (Cu)
EMI5.3
<tb>
<tb> Diagnose <SEP> Zahl <SEP> der <SEP> Beschwerden <SEP> Zeitpunkt <SEP> der <SEP> Nebenwirkung
<tb> geprüften <SEP> unver- <SEP> ge- <SEP> be- <SEP> Erscheinung
<tb> Fälle <SEP> ändert <SEP> lindert <SEP> seitigt <SEP> der <SEP> Wirkung <SEP>
<tb> Muskelschmerz <SEP> 24 <SEP> 3 <SEP> 7 <SEP> 14 <SEP> 10 <SEP> Min. <SEP> bis <SEP> 3 <SEP> Tage <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 4 <SEP>
<tb> Discopathia <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> vom <SEP> 7. <SEP> Tag <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 1 <SEP>
<tb> Spondylosis <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 3 <SEP>
<tb> cervicalis <SEP> 8 <SEP> 2 <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP> 30 <SEP> Min. <SEP> bis <SEP> 4 <SEP> Tage <SEP> Jucken <SEP> :
<SEP> 1 <SEP>
<tb> Lumbago <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 6 <SEP> bis <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> bzw. <SEP> 9 <SEP> Tage
<tb> Periarthritis <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> humeroscapularis <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 8 <SEP> Tage <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 1 <SEP>
<tb> Tendovaginitis <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 4 <SEP> Stunden <SEP> bis <SEP> Dermatitis <SEP> :
<SEP> 1 <SEP>
<tb> 6 <SEP> Tage
<tb> Ischialgia <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> bis
<tb> 5 <SEP> Tage
<tb> Cuntusio <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> zwischen <SEP> 30 <SEP> - <SEP> 60 <SEP>
<tb> Minuten
<tb> Schmerzen <SEP> bei <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> vom <SEP> 7. <SEP> Tag
<tb> Scoliosis
<tb> Arthrosis <SEP> gen. <SEP> 1 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Zusammen <SEP> 57 <SEP> 9 <SEP> 23 <SEP> 25 <SEP> 11 <SEP>
<tb> % <SEP> 100 <SEP> 15, <SEP> 80 <SEP> 40, <SEP> 30 <SEP> 43, <SEP> 9 <SEP> 19, <SEP> 3 <SEP>
<tb> #
<tb> 84, <SEP> 2% <SEP>
<tb>
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Untersuchungen mit Rhuma-Pflaster (Cu + S = 1 : 2 Gew.
Teil)
EMI6.1
<tb>
<tb> Diagnose <SEP> Zahl <SEP> der <SEP> Beschwerden <SEP> Zeitpunkt <SEP> der <SEP> Nebenwirkung
<tb> geprüften <SEP> unverändert <SEP> gelindert <SEP> beseitigt <SEP> Erscheinung
<tb> Fallender <SEP> Wirkung <SEP>
<tb> Muskelschmerz <SEP> 10 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 6 <SEP> 24 <SEP> Stunden <SEP> bis <SEP>
<tb> 7 <SEP> Tage <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 4 <SEP>
<tb> Arthrosis <SEP> gen. <SEP> 1 <SEP> 1--- <SEP>
<tb> Tendovaginitis <SEP> 2 <SEP> ; <SEP> 2 <SEP> ; <SEP> vom <SEP> 6. <SEP> Tag <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 1 <SEP>
<tb> Coxarthrosis <SEP> 1-1-24 <SEP> Stunden <SEP>
<tb> Contusio <SEP> 1-1-3. <SEP> Tag <SEP> Dermatitis <SEP> :
<SEP> 1 <SEP>
<tb> Discopathia <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> - <SEP> 24. <SEP> Stude <SEP> Dermatitis <SEP> :1
<tb> Lumbago <SEP> 2 <SEP> 1-1 <SEP> 9. <SEP> Tag <SEP>
<tb> Periarthritis
<tb> humeroscapularis <SEP> 2 <SEP> Stunde <SEP> Dermatitis:1
<tb> Spondylosis
<tb> cervicalis <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> vom <SEP> g. <SEP> Tag <SEP> Dermatitis <SEP> : <SEP> 1 <SEP>
<tb> Anderes <SEP> 2-2-3 <SEP> bis <SEP> 5 <SEP> Tage <SEP> Dermatitis: <SEP> 1. <SEP>
<tb>
Zusammen <SEP> : <SEP> 26 <SEP> 7 <SEP> 11 <SEP> 8 <SEP> - <SEP> 10 <SEP>
<tb> % <SEP> 100 <SEP> 26, <SEP> 9 <SEP> 42, <SEP> 3 <SEP> 30, <SEP> 8 <SEP> 38, <SEP> 5 <SEP>
<tb> #
<tb> 73, <SEP> 1 <SEP>
<tb>
PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von an der unverletzten Haut befestigbaren, pharmazeutischen Präparaten isnbesondere von muskelkrampflösenden und antirheumatischen Präparaten, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Träger eine oder mehrere Metallart (en) bzw.
(ein) metallische (r) Stoff (e) und/oder Mangel- und/oder Spurenelemente aufgebracht wird (werden), die mit dem an der Haut entstehenden Schweiss einen elektrolytischen Gleichstrom erzeugen, wobei an den Rändern des Trägers eine oder mehrere Klebezonen ausgebildet und anschliessend die auf den Träger aufgebrachten Stoffe mit einer entfernbaren Schutzschicht überzogen werden, und der Träger mit den aufgebrachten Stoffen sowie den Klebezonen nach Entfernen der Schutzschicht und vor dem Anbringen auf der unverletzten Haut gewünschtenfalls mit einer schwachen Base oder Säure behandelt wird.