DE517815C - Anordnung zur Vergroesserung des Greifbereiches selbsttaetiger Eisenbahnmittelpufferkupplungen - Google Patents
Anordnung zur Vergroesserung des Greifbereiches selbsttaetiger EisenbahnmittelpufferkupplungenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G7/00—Details or accessories
- B61G7/06—Coupling heads constructed to facilitate alignment
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die meisten selbsttätigen Eisenbahnkupplungen sind derart gestaltet, daß· sie auch
dann kuppeln, wenn das Fahrzeug um i8o°
gewendet ist. Daraus folgt, daß die an den beiden Enden des Fahrzeuges vorgesehenen
Kuppelköpfe einander vollkommen gleich sein müssen. Die meisten Kuppelköpfe sind ferner
so ausgebildet., daß, in der Richtung der Zugkraft gesehen, die linke und die rechte Hälfte
der Stirnfläche des Kopfes einander nicht gleich sind. Unter diesen Köpfen befinden
sich auch solche, bei denen zum Ausgleich von Seitenabweichungen nach der einen Seite
eine bestimmte Fläche des die Zug- und Pufferkräfte übertragenden, also schweren und
massigen Teiles des Kopfes dient., wobei die Seitenabweichungen in der anderen, entgegengesetzten
Richtung durch einen leichten Fortsatz des Kopfes ausgeglichen werden. Will
ao man nun mit dem Kopf größere Seitenunterschiede
ausgleichen, so kann man das an der einen Seite in einfacher und billiger Weise dadurch erreichen, daß man den leichten
Fortsatz verlängert, an der anderen Seite wäre man aber gezwungen, den schweren, massigen
Teil des Kopfes zu vergrößern. Entspricht aber die Größe des massigen, die Pufferkräfte
übertragenden Teiles des Kopfes bereits den Beanspruchungen aus der Übertragung dieser Kräfte, so wäre ihre weitere
Vergrößerung unwirtschaftlich. Andererseits hat es keinen Sinn, einen Kopf zu bauen,
dessen Greifbereich nach der einen Seite größer ist als nach der anderen, da ja Seitenabweichungen
nach beiden Richtungen in gleichem Maße auftreten können.
Zweck der Anordnung nach der Erfindung ist, den Greifbereich der geschilderten unsymmetrischen
Kuppelköpfc nach beiden Seiten zu vergrößern, ohne daß die geschilderten
Nachteile auftreten. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kuppelkopf am Fahrzeug so
aufgehängt ist, daß die Mittellinie des Kopfes bei offener Kupplung nach der dem leichten
Führungsteil gegenüberliegenden Seite vorsetzt im Winkel zur Richtung der Zugkraft
liegt und der leichte Führungsteil nach der entgegengesetzten Seite so weit verlängert
ist, daß der nutzbare Greifbereich des Kuppelkopfes, von der Linie der Zugkraft gemessen,
nach beiden Seiten genau oder annähernd gleich ist.
Ein Ausführungsbeispiel einer Kupplung nach der Erfindung ist im Vergleich mit einer
in üblicher Weise in der Linie der Zugkraft angeordneten Kupplung auf der Zeichnung
dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι zwei in Zugrichtung aufgehängte Köpfe beim Zusammentreffen mit Seitenabweichung
nach rechts in Draufsicht, 6g
Abb. 2 dieselben Köpfe beim Zusammentreffen
mit Seitenabweichung nach links in Draufsicht,
• Abb. 3 das Greifdiagramm der Köpfe nach
Abb. ι und 2,
Abb. 4 die Kuppelköpfe in gekuppeltem Zustand,
Abb. 5 zwei im Winkel zur Zugrichtung aufgehängte Köpfe beim Zusammentreffen mit
ίο Seitenabweichung nach rechts in Draufsicht,
Abb. 6 dieselben Köpfe beim Zusammentreffen mit Seitenabweichung nach links in
Draufsicht,
Abb. / das Greifdiagramm der Köpfe nach
Abb. s und 6, ,
Abb. S und 9 zwei Fahrzeuge mit im Winkel
zur Zugrichtung aufgehängten Kuppelköpfen schematisch in Draufsicht,
Abb. 10 die benachbarten Enden der Fahrzeuge
mit gekuppelten Köpfen.
Ist bei Aufhängung der Kuppelköpfe in Zugrichtung, kurz bei axialer Aufhängung
(Abb. ij. der Kopf 2 gegenüber dem Kopf 1
nach rechts verschoben, so bewirken nach Abb. 3 die Flächen S1, S2 der schweren, massigen
Teile der Köpfe, das sind jene Flächen, welche in den gekuppelten Köpfen die Stoßkräfte
übertragen,, die Überführung der Köpfe in die Kuppellage. Ist der Kopf 2 gegenüber
dem Kopf ι nach links verschoben (Abb. 2), so bewirken die schmalen Flächen der seitlich und nach abwärts gerichteten leichten
Fortsätze V1, V2 die Überführung in die Kuppellage.
Das Höchstmaß der Rechtsverschiebung (Abb. 1), bei welcher ein sicheres Ineinanderfuhren
der Köpfe noch stattfindet, ist annähernd durch die Summe der Abstände
der Kanten A1, A2 der Flächen S1, S2 von der
lotrechten Längsmittelebene der Köpfe gegeben, welche strichpunktiert eingezeichnet ist.
Das Höchstmaß der zulässigen Linksverschiebung ist durch die entsprechenden Abstände
an den leichten Fortsätzen V1, V2 bestimmt.
Abb. 3 veranschaulicht den Greifbereich der
Köpfe nach Abb. 1 und 2. Mit C1 und C2
ist der Punkt der Längsachse Z des Fahrzeuges bezeichnet, in welchem der Mittelpunkt
des Kopfes bei axialer Aufhängung steht. Es fallen demnach die Mittelpunkte
der beiden Köpfe, d. h. die beiden Punkte C1 und C2, bei gekuppelten Köpfen theoretisch
in einen Punkt zusammen (Abb. 4).
Nun kann sich bei axialer Aufhängung der Köpfe (Abb. 1, 2) der PuIiIItC1 des einen
Fahrzeuges dem Punkt C2 des anderen Fahrzeuges mit Seiten- oder Höhenabweichung
nähern, deren Grenzwerte (bei denen sich die Köpfe noch mit Sicherheit erfassen) in
jeder Richtung durch die Umfangslinie der Fläche in Abb. 3 gegeben sind. Die mit
voller Linie umgrenzte Fläche ist der geometrische Ort der zulässigen Seiten- und Höhenabweichungen.
Sie zeigt, daß, falls die Höhenabweiehung Null ist, der Höchstwert der Seitenabweichung
nach rechts r, nach links L ist. Sind jedoch gleichzeitig Höhen- und Seitenabweichungen
vorhanden, so ändern sich die jeweils zulässigen Seitenabweichungen entsprechend
dem Verlauf der Grenzlinie des Diagramms.
Wie ersichtlich, sind der linke und der rechte Teil des Greifdiagramms bei den im
Beispiel gewählten Abmessungen des Kopfes ungleich groß, mit anderen Worten: der Kopf
greifL in einem linken und in einem rechten Gleisbogen nicht mit derselben Sicherheit.
Fast alle bekannten selbsttätigen Eisenbahnkupplungen weisen einen derartigen unsymmetrischen
Greifbereich auf. Es ist also, mit Ausnahme der abgeschrägten Ecken, bloß /·
das Höchstmaß der Seitenabweichung, welche von den Köpfen nach beiden Seiten mit Bestimmtheit
ausgeglichen wird. Dieser Teil G des Greifdiagramms ist in der Zeichnung
schraffiert und ist im folgenden nutzbarer Greifbereich G genannt,
Um den nutzbaren Greifbereich G zu vergrößern, wird nach der Erfindung der Kuppelkopf so aufgehängt, daß im nicht gekuppelten
oder Ruhezustand die Kanten A1, A2 der
Flächen S1, S2, mithin der Mittelpunkt^ der
Köpfe um das Maßi? (Abb. 5) gegenüber seiner
Lage bei axialer Aufhängung in der horizontalen Ebene entgegengesetzt jener Richtung
ausgeschwenkt ist, in welcher das leichte Führungsglied V1, V2 liegt. Dann ist
die größte Seitenabweichung, mit welcher sich der Kopf 2, nach rechts geschwenkt, dem
Kopf ι bei sicherem Eingriff der Köpfe nähern kann. Bei dieser Aufhängung der Köpfe
nimmt die von den Fortsätzen V1, V2 noch bewältigte
größte" Seitenabweichung von L auf
= Z. — 2 e
ab (Abb. 6j. Durch die entsprechende Wahl des Maßes und der Länge der Fortsätze vv V2
kann immer erreicht werden, daß der unsymmetrische Greifbereich (Abb. 3) in einen
ganz oder nahezu symmetrischen umgewandelt bzw. daß der nach beiden Seiten in ~
gleichem Maße nutzbare Greifbereich vergrößert wird. Wie Abb. 7 zeigt, hat der
nach beiden Seiten in gleichem Maße nutzbare, schraffierte Greifbereich G sowohl nach
rechts wie nach links um das Maß. ie zugenommen.
Die Köpfe greifen also sowohl in Rechts- wie in Linkskurven mit demselben größten seitlichen Greifbereich /?.
Die Form der Köpfe, namentlich die Länge der Fortsätze V1, V2, wurde im Ausführungs-
beispiel von Anfang an so gewählt, daß die Verschwenkung der Köpfe in die Lage nach
Abb. S keine Verlängerung der Fortsätze V1, v.2
notwendig macht. Bei bereits vorhandenen Kuppelköpfen dürfte im allgemeinen nach der
Verstellung der Köpfe in die verschwenkte Lage eine entsprechende Verlängerung der
leichten Fortsätze nötig sein. Diese Verlängerung erhöht aber die Kosten der Kupplung
ίο und deren Gewicht nur ganz unbedeutend,
hingegen ist die durch die neue Anordnung erzielte wesentliche Zunahme des nach beiden
Seiten nutzbaren Greifbereiches von großem Wert. Der Verlängerung des nach unten
und seitlich gerichteten Fortsatzes V1, V2 steht
aus betriebstechnischen Rücksichten nichts im Wege.
Es ist für die Erfindung unwesentlich, in welcher Art der Kopf zur Erzielung der beschriebenen
Verschwenkung am Fahrzeug befestigt ist. Es kann zu diesem Zweck der Schaft der Köpfe, z. B. nach Abb. 8 und 9,
auf einen lotrechten Zapfen O1, O2 der Fahrzeuge
schwenkbar gelagert "und durch eine Stützfeder pi: p2 im nicht gekuppelten Zustand
in der verschwenkten Lage gehalten sein. Die Feder ist so bemessen, daß. sich die Köpfe heim Ineinandergleiten in eine gemeinsame
Gerade, die Längsachse der Wagen, einstellen ('Abb. 10).
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zur Vergrößerung des Greifbereiches selbsttätiger Eisenbahnmittelpufferkupplungen, insbesondere solcher Kupplungen, bei welchen die Seitenabweichungen nach der einen Seite durch leichte, nur zum Führen der Kuppelköpfe dienende Teile, z. B. hornförmige Fortsätze, die Seitenabweichungen nach der anderen Seite aber von den schweren, gleichzeitig zum Übertragen der Pufferkräfte dienenden Teilen des Kuppelkopfes ausgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppelköpfe am Fahrzeug so aufgehängt sind, daß der Mittelpunkt (M) der Köpfe in nicht gekuppeltem Zustand nach der dem leichten Führungsteil (Vt gegenüberliegenden Seite versetzt außerhalb der Richtung (2) der Zugkraft steht und der leichte Führungsteil (vi nach der entgegengesetzten Seite so weit verlängert ist, daß der nutzbare Greifbereich fFläche G) der Kupplung nach beiden Seilen möglichst gleich ist.Hierzu r Blatt ZeichnungenBEIlUN. CiKl)ItCCKT IN ilKK
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB633991X | 1927-03-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE517815C true DE517815C (de) | 1931-02-11 |
Family
ID=10488983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK104123D Expired DE517815C (de) | 1927-03-18 | 1927-05-05 | Anordnung zur Vergroesserung des Greifbereiches selbsttaetiger Eisenbahnmittelpufferkupplungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE517815C (de) |
| FR (1) | FR633991A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2792946A (en) * | 1953-08-24 | 1957-05-21 | Nat Malleable & Steel Castings | Car coupler |
-
1927
- 1927-05-05 DE DEK104123D patent/DE517815C/de not_active Expired
- 1927-05-06 FR FR633991D patent/FR633991A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2792946A (en) * | 1953-08-24 | 1957-05-21 | Nat Malleable & Steel Castings | Car coupler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR633991A (fr) | 1928-02-07 |
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