DE515693C - Verfahren zur selbsttaetigen Erzeugung und Anordnung von Loetkoepfen an den Metallkappen der Kohlestifte fuer galvanische Elemente - Google Patents
Verfahren zur selbsttaetigen Erzeugung und Anordnung von Loetkoepfen an den Metallkappen der Kohlestifte fuer galvanische ElementeInfo
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Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur selbsttätigen
Erzeugung von Lötköpfen an den Metallkappen der Kohlestifte von Puppen für
galvanische Elemente, Batterien o. dgl.
Es ist bereits der Vorschlag gemacht worden, an den Überleitungsorganen solcher Elemente,
Batterien o. dgl. durch Tauchen dieser Überleitungsorgane in flüssiges Lötzinn die
ίο Anordnung von Lötköpfan herbeizuführen, um
einerseits eine Materialersparnis an Zinn und anderseits eine leichte und saubere Lötung
zu erhalten.
Gemäß vorliegender Erfindung soE nun derselbe Endzweck durch selbsttätig wirkende
Mittel, nämlich durch eine Einrichtung herbeigeführt werden, die eine solche Anordnung
der Lötköpfe, insbesondere an den Metallkappen der Kohlestifte von Puppen,
am laufenden Bande mechanisch ermöglicht.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die an den Kohlestiften mit Metallkappen
versehenen Puppen in Transporthülsen mittels eines laufenden Bandes nacheinander
mehreren Becken zugeführt werden, um im ersten Becken in Lötflüssigkeit (z. B. Salzsäure),
im zweiten Becken in flüssiges Lötzinn zur Erzeugung und Anordnung des Lötkopfes
aus einem adhärierenden Zinntropfen und im dritten Becken in flüssiges Paraffin behufs Herbeiführung eines Paraffinüberzuges
eingetaucht zu werden.
Die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, daß das
laufende Band mittels geeignet angeordneter Leitrollen einer berg- und talartig bzw. kurvenförmig
verlaufenden Bahn oder Bewegung unterworfen wird, um das Tauchen der Metallkappen der in den Transporthülsen
geführten, an den Kohlestiften mit Metallkappen versehenen Puppen in genau bemessenen
Zeitintervallen und in genau abgemessenen Tiefen in den Becken herbeizuführen.
Ferner zeigt die Einrichtung das Merkmal, daß in bzw. an den Materialbecfcen Tiefenregler
vorgesehen sind bzw. sein können, um die Tauchtiefe der Metallkappen und die
Benetzung derselben zuerst mit der Lötfiüs- 5d
sigkeit, alsdann mit dem Lötzinn und endlich mit dem Paraffin im voraus bestimmen
und den Materialverbrauch, insbesondere die Größe des zu erzeugenden Lötkopf es an der
Metallkappe des Kohlestiftes, genau bemessen zu können.
Endlich kann der Tiefenregler derart ausgebildet sein, daß er durch Stellschrauben
o. dgl. Vorrichtungen derart eingestellt werden kann, daß die Metallkappe der Kohlestifte
in jedem Behälter eine bestimmte Niveauhöhe der in den Becken befindlichen Substanzen vorfindet.
..Die ZUT1 Ausübung des Verfahrens dienlichen
Einrichtungen sind in den beiliegenden Zeichnungen in einer beispielsweisen Ausy
führungsform schematisch veranschaulicht,
und zwar zeigt
Abb. ι die schematische Darstellung der Einrichtung mit dem laufenden Band und
mit den drei Behältern, welche erstens Lötflüssigkeit (z. B. Salzsäure), zweitens Lötzinn
in geschmolzenem Zustande und drittens flüssigjes Paraffin enthalten,
Abb. 2 eine Aufsicht auf die Einrichtung ίο gemäß Abb. i,
Abb. 3 eine Seitenansicht der Einrichtung nach Abb. 2,
Abb. 4 eine Transporthülse mit darin befindlicher
Puppe in etwa natürlicher Größe vor der Anordnung des Lötkopfes an der
Metallkappe des Kohlestiftes dieser Puppe, in Seitenansicht,
Abb. 5 dieselbe Transporthülse mit darin befindlicher Puppe nach Anordnung des Lötkopfes
an der Metallkappe des Kohlestiftes dieser Puppe, gleichfalls in Seitenansicht,
Abb. 6 die Puppe vor der Einbringung in die Transporthülse, also vor Anordnung des
Lötkopfes an der Metallkappe des Kohle-Stiftes, schaubildlich,
Abb. 7 dieselbe Puppe, nachdem sie die Einrichtung durchlaufen hat, also1 nach Anordnung
des Lötkopfes an der Metallkappe des Kohlestiftes, gleichfalls schaubildlich,
Abb. 8 den Tiefenregler zur Einstellung des Niveaus des Lötzinns im Lötzinnbecken
in Aufsicht, während
Abb. 9 eine Seitenansicht dieses Tiefen·
reglers zur Einstellung der Niveauhöhe des flüssigen Lötzinns darstellt.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist erfindungsgemäß in der Art und Weise vorgegangen
worden, daß die neue Einrichtung zur selbsttätigen Erzeugung und Anordnung
von Lötköpfen an den Metallkappen der Kohlestifte von Puppen für galvanische Elemente,
Batterien o. dgl. aus einem laufenden Bande α besteht, welches Transporthülsen c
in genau abgemessenen Abständen führt. Diese +5 Transporthülsen c werden durch eine zeichnerisch
nicht dargestellte Zuführungs einrichtung mit den üblichen, mit bereits auf dem
Kohlestift/ angeordneten Metallkappen £ versehenen Puppen e galvanischer Elemente beschickt,
so daß stets eine bestimmte Anzahl solcher Puppen in einer bestimmten· Zeit diese
mit dem lauf enden Bande α arbeitende Einrichtung'
in den Transporthülsen c durchläuft. In einem gewissen Abstände skid unterhalb
des laufenden Bandes« drei Behälter oder Becken d vorgesehen, von denen das
Becken d1 die Lötflüssigkeit (z. B. Salzsäure) enthält, um die durch dieses Becken af1 hindurchgehende Metallkappeg der Puppet infolge
der Einwirkung dieses Flußmittels auf das Metall (z. B. Messing) der Kappe £ für die
Aufnahme des Löticopfes h, nämlich eines
adhärierenden Lötzinntropfens, vorzubereiten.
Nach Passieren des Lötsäurebeckens d1
bringt die die Puppe e tragende Transporthülse c dieselbe zu dem zweiten Becken d2,
welches infolge geeigneter Beheizung flüssiges Lötzinn enthält. In diesem Behälter dfindet
durch Tauchen die Erzeugung und Anordnung des Lötkopfes h an der Metallkappe
,g· der Puppe e in der weiter unten beschriebenen
Art und Weise statt.
Ist die Erzeugung und Anordnung des Lötkopfes A erfolgt, so bringt dieselbe Transporthülse
c diese Puppe e zu dem dritten Becken ds, in welchem sich ein Paraffinbad
befindet, um die dann mit dem Lötkopf//, versehene Metallkappe g mit einem dünnen
Paraffinüberzug hl zu versehen.
Um nun den vorbeschriebenen Arbeitsvorgang in rationeller und wirtschaftlicher Art
und Weise durchzuführen, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, das Eintauchen der Metallkappen £ in die drei vorbenannten Behälter
oder Becken c?1, d·, d* genau zu regeln,
damit ein gleichmäßiges Enderzeugnis erhalten wird.
Zu diesem Zwecke sind einerseits an allen
oder an einzelnen der vorbenannten drei Bekken d1, d2, da Tiefenregler i für die darin
enthaltenen flüssigen Substanzen, nämlich der Lötflüssigkeit (Salzsäure), des flüssig gehaltenen
Lötzinns und des flüssigen Paraffins vorgesehen, welche Tiefenregler/ durch Stellschrauben
k oder durch andere geeignete Mittel,
den jeweiligen Erfordernissen angepaßt, eingestellt werden mögen, und anderseits sind
,am laufenden Band Leitrollen b angeordnet,
die eine berg- und talartige Bandbewegung
sowie eine korrespondierende Bewegung der Transporthülsen c über den drei Tauchbekken
d\ d2, d3 herbeiführen, derart, daß
jede Transporthülse c an diesen Stellen x,
y, ζ leine kurvenarfige Bahn durchläuft. Dieses
hat den Zweck, den Tauchvorgang der Metallkappe g zu regeln und nur so viel
Lötflüssigkeit, Lötzinn und Paraffin aus dem jeweils durchlaufenen Behälter d1 oder d2
bzw. ds adhärieren zu lassen, als erforderlich ist, um die Metallkappe £ des Kohlestiftes
zum Haften des zu adhärierenden Lötzinntropfens vorzubereiten sowie nach Erzeugung
und Anordnung des Lötkopfes mit einem Paraffinüberzug h1 zu versehen.
Es ist klar, daß Abänderungen in der Ausgestaltung der Teile, in der Anordnung
und Ausformung der Transporthülsen und in der Ausbildung der Tiefenregler der Materialbecken
ebenso wie in der Materialwahl vorgenommen werden mögen, ohne den Geltungsbereich
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Verfahren zur selbsttätigen Erzeugung und Anordnung von Lötköpfen an den Metallkappen der Kohlestifte von Puppen für galvanische Elemente, Batterien o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Metallkappen (g) an den ίο Kohlestiften (/) versehenen Puppen (e) in Transporthülsen (c) mittels eines laufenden Bandes (β) geeignet angeordneten Becken (d) nacheinander zugeführt werden, um im ersten Becken (d1) in Lötflüssigkeit (z. B. Salzsäure), im zweiten Becken (d2) in flüssiges Lötzinn zur Erzeugung und Anordnung des Lötkopfes an den Metallkappen (g) aus je einem adhärierenden Zinntropfen sowie imi dritten Becken (eß) in flüssiges Paraffin behufs Herbeiführung eines Paraffinüberzuges (A1) über den Metallkappen (g) eingetaucht zu werden.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Veras fahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das laufende Band («) mittels geeignet angeordneter Leitrollen (b) einer berg- und talartig bzw. kurvenförmig verlaufenden Bahn oder Bewegung unterworfen wird, um das Tauchen der Metallkappen (,g·) der in den Transporthülsen (c) geführten, bereits mit Metallkappen (g) an den Kohlestiften (/) versehenen Puppen (e) in genau bemessenen Zeitintervallen und in vorher genau abgemessenen Tiefen in den Becken (d1, d2, d?) herbeizuführen.
- 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch. 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bzw. an den Materialbekken (d\ d2, d3) Tiefenregler (z) vorgesehen sind, "um die Tauchtiefe der an den Kohlestiften (/) der Puppen (e) sitzenden Metallkappen (g) sowie deren Benetzung mit der Lötflüssigkeit (z. B. Salzsäure), mit dem Lötzinn und mit dem Paraffin im voraus bestimmen und den Materialverbrauch, insbesondere die Größe des zu erzeugenden Lötkopfes (A) an der Metallkappe (g), genau bemessen zu können.
- 4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiefenregler (/) derart ausgebildet und durch Stellschrauben o. dgl. (k) so eingestellt werden kann, daß die tauchende Metallkappe (g) in jedem Benälter (d1, d2, d3) eine bestimmte Niveauhöhe des in jedem Becken befindlichen flüssigen Materials vorfindet. 6cHierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE515693C true DE515693C (de) | 1931-01-09 |
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| DEA58341D Expired DE515693C (de) | 1929-07-03 | 1929-07-03 | Verfahren zur selbsttaetigen Erzeugung und Anordnung von Loetkoepfen an den Metallkappen der Kohlestifte fuer galvanische Elemente |
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1929
- 1929-07-03 DE DEA58341D patent/DE515693C/de not_active Expired
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