DE514366C - Salzbad zum Gluehen von Metallgegenstaenden - Google Patents

Salzbad zum Gluehen von Metallgegenstaenden

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DE514366C
DE514366C DE1930514366D DE514366DD DE514366C DE 514366 C DE514366 C DE 514366C DE 1930514366 D DE1930514366 D DE 1930514366D DE 514366D D DE514366D D DE 514366DD DE 514366 C DE514366 C DE 514366C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/34Methods of heating
    • C21D1/44Methods of heating in heat-treatment baths
    • C21D1/46Salt baths

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Description

  • Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen Die zum Glühen von Gegenständen aus Edelmetallen und aus Legierungen derselben dienenden Salzbäder sollen folgende Eigenschaften haben: Der Schmelzpunkt darf 6oo° C möglichst nicht übersteigen, um z. B. ein Zusammenbacken von dünnem Silberblech zu vermeiden, wenn dieses in Rollenform geglüht wird.
  • Die Badflüssigkeit muß ferner gute Deckkraft besitzen, d. h. der geglühte Gegenstand muß beim Herausnehmen mit einer dünnen und zugleich dichten Schutzschicht überzogen sein, damit auf dem Wege zur Kühlflüssigkeit, in welche das Glühgut eingetaucht wird, keine Luft zutritt und dasselbe nicht anlaufen kann.
  • Schließlich darf die Badflüssigkeit nicht chemisch auf das Glühgut einwirken, da sonst Verfärbungen der Oberfläche u. dgl. eintreten, was insbesondere bei Doubleware von großem Nachteil ist.
  • Die bisher bekannt gewordenen Salzbäder entsprechen diesen Forderungen nicht, insbesondere sind sie nicht ohne Nachteile zum Glühen von Gegenständen aus Edelmetallen und aus Legierungen derselben verwendbar.
  • Man hat zwar durch Zugabe von Cyanverbindungen die zum Glühen solcher Gegenstände erforderliche Dünnflüssigkeit erreicht, aber die Verwendung von Cyanverbindungen hat folgende Mißstände zum Gefolge: Sie zeigen große Neigung zum Zerfallen, so daß die Badzusammensetzung nicht konstant bleibt. Mit der Änderung, z. B. des Cyankaligehalts, ändert sich auch die Temperatur des Bades, wenn dasselbe in gleich dünnflüssiger Form erhalten werden soll. Außerdem treten durch die Anwesenheit von Cyanverbindungen beim Ablöschen des Glühguts Dämpfe auf, die stark zum Niesen reizen. Auch macht die Beseitigung der cyankalihaltigen Abwässer Schwierigkeiten.
  • Die stark kochsalzhaltigen Salzbadmischungen zeichnen sich zwar durch ihre Billigkeit aus, sie besitzen aber wenig oder gar keine Deckkraft. Enthalten sie Soda oder Pottasche, so verfärben siez. B. Doub1egegenstände grünlich.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Verfärbungen und auch die sonstigen Nachteile der bekannten Salzbäder nicht mehr auftreten, wenn in dem Gemisch aus Kochsalz und Soda oder Pottasche, dem größere Mengen Kaliumsulfat beigegeben werden, das Verhältnis des Natriums zum Kalium kleiner ist als i. Ist das Verhältnis ein umgekehrtes, so steigt in ganz kurzer Zeit der Schmelzpunkt der Mischung, d. h. bei Konstanthaltung der Temperatur des Bades wird das letztere rasch dickflüssig und unbrauchbar.
  • Geeignete Badzusammensetzungen sind: I. Kochsalz ........... 41 0/0 Kaliumsulfat ........ 49% Soda ............... i i %.
  • II. Kochsalz ........... 460/() Kaliumsulfat ........ 43 % Kaliumcarbonat ..... i i 0/0.
  • Diesen Bädern können zur Verbesserung der Deckkraft Natriumphosphat oder Borax in geringen Mengen, und zwar bis zu 6 0/0, zugesetzt@yerden. AlsBadzusammensetzungen, die diese Bestandteile enthalten, seien z. B. genannt: III. " Kochsalz ........... 30 °/o Kaliumsulfat ........ 44% Kaliumcarbonat ..... 210I0 Borax .............. 5 IV. Kochsalz 30 0@0 Kaliumsulf........... t ........ 4404 Kaliumcarbonat ..... 2100 Natriumphosphat .... 5 0/0.
  • Bäder von sehr guter Deckkraft, die vom Glühgut fleckenlos verlassen werden und sich daher ganz besonders für Doubleware eignen, entstehen aus den obengenannten Mischungen durch einen Zusatz von Erdalkalicarbonaten oder -oxyden, und zwar bis zu I o °r0.
  • Beispiele hierfür sind: V. Kochsalz ......... 28 0@ Kaliumsulfat ...... 41,5 % Kaliumcarbonat ... 21 04 Borax ............ 4,5 0jo Magnesiumcarbonat . 2,5 0/0 Calciumcarbonat ... 2,50/().
  • VI. Kochsalz ............ 25 "/. Kaliumsulfat ........ 54% Kaliumearbonat ..... 15 0/.
  • 0 Magnesiumcarbonat : . 3 0io Caleiumcarbonat ..... 3 al p.
  • VII. Kochsalz ............ 25 0@ 0 Kaliumsulfat ........ 54% Kaliurncarbönat ..... 15 0%o Magnes'iumoxyd ..... 3 0lo 0 Calciumoxyd ........ 3 0/.0. Das Verhältnis des reinen Natriums zum reinen Kalium ist bei den angegebenen Beispielen I bis VII : I : 1,03; I : 1,33; I : 2,5; I :2,5; I : 1,22; I : 3,2 und I : 3,2, also stets kleiner als i.
  • Es kann vorkommen, daß ein Bad dieser Art, insbesondere beim Anheizen von oben, wenn dies zur Schonung des Tiegels durch unmittelbares Auftreffen der Flamme auf die Salzmischung geschieht,- schwarz wird.
  • Zur Beseitigung dieses Mißstandes können dem Bad o,1 bis o,2 0%0 Salpeter beigegeben werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen, insbesondere von solchen aus Edelmetallen und Legierungen derselben mit anderen Metallen, in der Hauptsache bestehend . aus Kochsalz, Soda oder Pottasche und Kaliumsulfat, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Natriums zum Kalium kleiner ist als i.
  2. 2. Salzbad nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Gehalt von höchstens 6 % Borax oder Natriumphosphat.
  3. 3. Salzbad nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt von höchstens .1o % Carbonaten oder Oxyden der Erdalkalien einschließlich des Magnesiums.
  4. 4. Salzbad nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt von o, I bis o,2 0%o Salpeter.
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