AT127774B - Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen. - Google Patents

Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen.

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AT127774B
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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Salzbad zum Glühen von   Metallgegenständen.   



   Die zum Glühen von Gegenständen aus Edelmetallen und aus Legierungen derselben dienenden Salzbäder sollen folgende Eigenschaften haben :
Der Schmelzpunkt darf   6000 C möglichst nicht   übersteigen, um z. B. ein Zusammenbacken von dünnem Silberblech zu vermeiden, wenn dieses in Rollenform geglüht wird. 



   Die Badflüssigkeit muss ferner gute Deckkraft besitzen, d. h. der geglühte Gegenstand muss beim Herausnehmen mit einer dünnen und zugleich dichten Schutzschicht überzogen sein, damit auf dem Wege zur Kühlflüssigkeit, in welche das Glühgut eingetaucht wird, keine Luft zutritt und dasselbe nicht anlaufen kann. 



   Schliesslich darf die Badflüssigkeit nicht chemisch auf das Glühgut einwirken, da sonst Verfärbungen der Oberfläche u. dgl. eintreten, was insbesondere bei Doubléware von grossem Nachteil ist. 



   Die bisher bekanntgewordenen Salzbäder entsprechen diesen Forderungen nicht, insbesondere sind sie nicht ohne Nachteile zum Glühen von Gegenständen aus Edelmetallen und aus Legierungen derselben verwendbar. 



   Man hat zwar durch Zugabe von Cyanverbindungen die zum Glühen solcher Gegenstände erforderliche Dünnflüssigkeit erreicht, aber die Verwendung von Cyanverbindungen hat folgende Missstände zur Folge :
Sie zeigen grosse Neigung zum Zerfallen, so dass die Badzusammensetzung nicht konstant bleibt. 



  Mit der Änderung, z. B. des   Cyankaligehaltes,   ändert sich auch die Temperatur des Bades, wenn dasselbe in gleich dünnflüssiger Form erhalten werden soll. Ausserdem treten durch die Anwesenheit von Cyanverbindungen beim Ablöschen des Glühguts Dämpfe auf, die stark zum Niesen reizen. Auch macht die Beseitigung der cyankalihaltigen Abwässer Schwierigkeiten. 



   Die stark kochsalzhaltigen Salzbadmischungen zeichnen sich zwar durch ihre Billigkeit aus, sie besitzen aber wenig oder gar keine Deckkraft. Enthalten sie Soda oder   Pottasche,   so verfärben sie 
 EMI1.1 
 



   Es hat sich nun gezeigt, dass die Verfärbungen und auch die sonstigen Nachteile der bekannten Salzbäder nicht mehr auftreten, wenn in dem Gemisch aus Kochsalz und Soda oder Pottasche, dem grössere Mengen Kaliumsulfat beigegeben werden, das Verhältnis des Natriums zum Kalium nicht grösser ist als 1. Ist das Verhältnis ein umgekehrtes, so steigt in ganz kurzer Zeit der Schmelzpunkt der Mischung, d. h. bei Konstanthaltung der Temperatur des Bades wird das letztere rasch dickflüssig und unbrauchbar. 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Geeignete <SEP> Badzusammensetzungen <SEP> sind <SEP> :
<tb> 1. <SEP> Kochsalz........................................ <SEP> 41 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat..................................... <SEP> 48 <SEP> %
<tb> Soda............................................ <SEP> 11 <SEP> %
<tb> 2. <SEP> Kochsalz <SEP> 46 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat..................................... <SEP> 43 <SEP> %
<tb> Kaliumkarbonat.................................. <SEP> 11 <SEP> %
<tb> 
 
Diesen Bädern können zur Verbesserung der Deckkraft Natriumphosphat oder Borax in geringen Mengen, u. zw. bis zu   6%,   zugesetzt werden. Als Badzusammensetzungen, die diese Bestandteile enthalten, seien z.

   B. genannt : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 3. <SEP> Kochsalz <SEP> ........................................30 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat <SEP> ....................................44 <SEP> %
<tb> Kaliumkarbonat.................................... <SEP> 21 <SEP> %
<tb> Borax <SEP> ........................................... <SEP> 5 <SEP> %
<tb> 4. <SEP> Kochsalz.........................................30 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat.......'.............................. <SEP> 44 <SEP> %
<tb> Kaliumkarbonat.................................. <SEP> 21 <SEP> %
<tb> Natriumphosphat <SEP> 5 <SEP> %
<tb> 
 
Bäder von sehr guter Deeldkraft,   die -vom Glühgut fleckenlos   verlassen werden und sieh daher ganz besonders für Doubléware eignen, entstehen aus den oben genannten Mischungen durch einen Zusatz von Erdalkalikarbonaten oder-oxyden, u. zw.

   bis zu 10%. 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Beispiele <SEP> hiefür <SEP> sind <SEP> :
<tb> 5. <SEP> Kochsalz <SEP> 28 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat <SEP> 41'5'%
<tb> Kaliumkarbonat <SEP> 21 <SEP> %
<tb> Borax <SEP> ......................................... <SEP> 4#5 <SEP> %
<tb> Magnesiumkarbonat <SEP> ............................. <SEP> 2#5 <SEP> %
<tb> Kalziumkarbonat <SEP> t <SEP> ............................... <SEP> 2#5 <SEP> %
<tb> 6. <SEP> Kochsalz <SEP> .......................................25 <SEP> %
<tb> Kaliumsulfat <SEP> ...................................54 <SEP> %
<tb> Kaliumkarbonat <SEP> ................................15 <SEP> %
<tb> Kalziumkarbonat <SEP> 3
<tb> Kalziumkarbonat <SEP> ................................ <SEP> 3 <SEP> %
<tb> 7. <SEP> Kochsalz <SEP> 25 <SEP> 010
<tb> Kaliumsulfat <SEP> ....................................

   <SEP> 54 <SEP> %
<tb> Kalziumkarbonat <SEP> 15 <SEP> %
<tb> Magnesiumoxyd <SEP> ................................ <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Kalziumoxyd <SEP> 3%
<tb> 
 
 EMI2.3 
 



   Es kann vorkommen, dass ein Bad dieser Art, insbesondere beim Anheizen von oben, wenn dies zur Schonung des Tiegels durch unmittelbares Auftreffen der Flamme auf die Salzmischung geschieht, schwarz wird. 



   Zur Beseitigung dieses Missstandes können dem Bad 0-1 bis 0-2% Salpeter beigegeben werden. 



   Die Glühbäder eignen sich auch für viele Unedelmetalle und deren Legierungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen, insbesondere von solchen aus Edelmetallen und Legierungen derselben mit andern Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem hauptsächlich aus Kochsalz, Soda oder Pottasche und Kaliumsuliat bestehenden Bad das Verhältnis des Natriums zum Kalium nicht grösser ist als 1.

Claims (1)

  1. 2. Salzbad nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt von höchstens 6% Borax oder Natriumphosphat.
    3. Salzbad nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt von höchstens 10% Karbonaten oder Oxyden der Erdalkalien einschliesslich des Magnesiums.
    4. Salzbad nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0'1 bis 0-2% Salpeter.
AT127774D 1930-06-14 1930-06-14 Salzbad zum Glühen von Metallgegenständen. AT127774B (de)

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