DE512476C - Herstellung von Auswaschreliefs fuer Druckplatten - Google Patents

Herstellung von Auswaschreliefs fuer Druckplatten

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DE512476C
DE512476C DEJ37192D DEJ0037192D DE512476C DE 512476 C DE512476 C DE 512476C DE J37192 D DEJ37192 D DE J37192D DE J0037192 D DEJ0037192 D DE J0037192D DE 512476 C DE512476 C DE 512476C
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gelatin
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/22Subtractive cinematographic processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/25Dye-imbibition processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

  • Herstellung von Auswaschreliefs für Druckplatten Gegenstand der Erfindung ist ein mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogener Träger (Glasplatte oder Film), der als Druckplatte zur Herstellung von ein- und mehrfarbigen Papierbildern mittels des Absaugeverfahrens besonders geeignet ist und wertvolle, bisher nicht erreichte Eigenschaften aufweist. Das an sich bekannte Absaugeverfahren beruht darauf, daß die lichtempfindliche Schicht entweder nach Maßgabe der Belichtung unlöslich und für Flüssigkeiten undurchdringlich gemacht wird (Quellreliefs) oder daß sie je nach der erhaltenen Belichtung in verschieden hoher Dicke auf dem Schichtträger zurückbleibt, nachdem :alles lösliche Kolloid ausgewaschen wird (Auswaschreliefs), worauf die so erzeugten Reliefs eingefärbt und dann auf Papier zum Abdruck kommen. An sich bekannt ist auch die Methode, solche Auswaschreliefs durch Gerbung beispielsweise dadurch zu erzeugen, daß man Halogensilbergelatineplatten mit sulfitfreiem Brenzkatechin entwickelt, ein Verfahren, durch welches die Gelatine an allen Stellen, an welchen Silber durch die Belichtung reduziert wurde, unlöslich und damit unauswaschbar wird.
  • Es hat sich herausgestellt, daß es zur Erzielung eines einwandfreien Abdruckes mit allen Tonabstufungen nicht gleichgültig ist, wie die Halogensilbergelatineemulsion, die zur Herstellung des Reliefs dient, zusammengesetzt ist. Eine reine Bromsilberemulsion ist für die Gerbung am besten geeignet. Dabei ist aber die Empfindlichkeit und die damit verbundene Größe des Bromsilberkornes sehr in Betracht zu ziehen. Emulsionen von etwa 13 bis 23' Scheiner, deren Korngröße etwa o,oor3 mm bis o,ooq.o mm beträgt, sind ganz ungeeignet, denn dieses Korn würde auf dem Bild mit sichtbar werden und ihm den geschlossenen Eindruck nehmen. Außerdem verläuft bei diesen Emulsionen die Empfindlichkeitskurve zu flach, so daß, ein zu schwaches Relief entstehen würde. Ein solches würde wiederum ein flaues, kraftloses Bild ergeben.
  • Um ein feineres Korn und ein kräftiges Relief zu erzielen, wäre es naheliegend, eine kombinierte Chlorbromsilberemulsion zu verwenden, wie sie z. B. für Diapositivplatten gebraucht wird. Nach den angestellten Versuchen wirkt aber der Chlorsilberzusatz ungünstig in bezulr auf die Gerbungsresultate. Die Feinheit in den höchsten Lichtern und die Zeichnung in den Tiefen geht verloren. Die ersteren werden nicht genügend gehärtet, so daß. sie sich im heißen Wasser mit wegwaschen, während die Härtung in den Tiefen eine zu starke ist. Infolgedessen färben sich dieselben später nicht genügend mit Farbe ein, und es entstehen monotone Kopien ohne Kraft und Zeichnung in den Tiefen. Erfindungsgemäß werden nun als Halogensilberemulsionen für Druckplatten unreife Bromsilberemulsionen von etwa _5 bis 8° Scheinei verwendet; deren Korngröße etwa 0,0003 mm beträgt. Diese Emulsionen geben nach angestellten Versuchen eine sehr -gute Zeichnung in den Lichtern und große Klarheit in den Tiefen. Das Relief hat die richtige, etwas steil verlaufende Kurve, die nötig ist, um genügend große Unterschiede in der Schichtdicke und damit auch der Menge des pro Flächenelement aufgesaugten und abgegebenen Farbstoffes zu erzielen: Außerdem haben diese Bromsilberemulsionen eine schöne Durchsichtigkeit, die bei Dreifarbendrucken ein gutes Aufpassen der Teilbilder ohne vorheriges Fixieren des ünreduziert gebliebenen Bromsilbers ermöglicht. DieseEmulsionallein neigt aber zu Schleierbildung, insbesondere bei Verarbeitung in hohen Temperaturen (Tropen). Daher wird ihr gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ein Zusatz von Jodkali gegeben.
  • Das Herauslösen des unreduzierten Halogensilbers (Fixieren) vernichtet leicht die feine Zeichnung in den Lichtern, so daß es möglichst vermieden werden muß: Bei den obenerwähnten Chlorbromsilber- oder hochempfindlichen Bromsilberemulsionen ist aber ein Fixieren nötig, da diese Schichten so undurchsichtig sind, daß ein genaues Aufpassen von Dreifarbenteilbildern sehr erschwert, ja unmöglich wird. Man muß daher eine speziell durchsichtige Emulsion verwenden. Das wird ebenfalls durch Zusatz von Jodkali erreicht.
  • Eine Emulsion, welche wie vörbeschrieben hergestellt ist, kann nun unter Umständen dem eigentlichen Druckprozeß nicht genügend Widerstand entgegensetzen. Von einer solchen Druckplatte sollen naturgemäß nicht nur einzelne Drucke abgezogen werden, sondern ganze Serien. Um die Gelatine für den Druckprozeß widerstandsfähiger zu machen und die gleichmäßige Präparation der Platte zu ermöglichen, muß. sie leicht vorgehärtet werden. Hierzu soll erfindungsgemäß u. a. zweckmäßig Alaun verwendet werden.
  • Gehärtete Gelatine löst sich nicht genug in heißem Wasser. Die Löslichkeit ist notwendig, um die ungegerbten Gelatineteile tatsächlich zu entfernen, was den eigentlichen Werdegang eines Druckreliefs ausmacht. Um trotz der notwendigen Härtung die Auswaschbarkeit der ungehärteten Gelatine zu gewährleisten, sind gewisse Zusätze in die Gelatineschicht unbedingte Voraussetzung einer wie vorbeschriebenen einwandfreien Emulsion. Als solche Zusätze werden u. a. z. B. Ammoniumcarbonat vorgeschlagen.
  • Gehärtete Gelatine hat auch den Nachteil, daß sie im Anilinfärbbad zu schwer die notwendigen Farbmengen aufnimmt. Es ist daher nötig, die homogene Gelätineschicht sozusagen zu unterbrechen und wieder porös zu machen. Auch dies ist unbedingte Voraussetzung für die Schaffung einer Emulsion nach der vorangegangenen Beschreibung. Zu diesem Zweck eignen sich in erster Linie solche Stoffe; welche fein pulverisierbar und in Wasser unlöslich oder schwer löslich sind, so daß sie sich in fester Form und feinster Verteilung der Emulsion einverleiben lassen. In Alkalien, insbesondere in kohlesauren Alkalilösungen, müssen sie sich lösen, um sich während der Entwicklung der Platte entfernen zu lassen und Hohlräume zu hinterlassen. Stoffe von den verlangten Eigenschaften sind beispielsweise Harze, Kasein, Zinnsäureanhydrid, Acetylsalicylsäure oder einfache Salicylsäure.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung von Auswaschreliefs für Druckplatten zur Erzeugung ein- und mehrfarbiger photographischer Aufsichtsbilder nach dem Aufsaugeverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Druckreliefs; welches durch Gerben vorzugsweise mittels Entwickler ohne Sulfit erzeugt wird, wenig digerierte Bromsilberemulsionen, denen ein Zusatz von Jodkali beigegeben wird, verwandt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälogensilberemulsion durch Zusatz von Härtemitteln, wie z. B. Alaun, leicht vorgehärtet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halögensilberemulsion ein Zusatz (z. B. Ammoniumcarbonat) gegeben wird, um trotz der Härtung der Gelatineschicht eine Lösung der ungegerbten Gelatineteile nach der Belichtung und Entwicklung im heißen Wasser zu ermöglichen und die Gelatineschicht porös zu machen. ¢. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, däß der gehärteten Gelätineschicht, um sie trotz Härtung aufnahmefähiger für Anilinfarbstoffe zu machen, Zusätze gegeben werden, welche die homogene Gelatineschicht unterbrechen, wie z. B. Harze, Kasein oder Salicylsäure.
DEJ37192D 1928-06-20 1929-02-21 Herstellung von Auswaschreliefs fuer Druckplatten Expired DE512476C (de)

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