DE511101C - Anstrich fuer die innere Oberflaeche von Dauergussformen - Google Patents
Anstrich fuer die innere Oberflaeche von DauergussformenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
Landscapes
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Description
- Anstrich für die innere Oberfläche von Dauergußformen Die Erfindung bezieht sich auf eine Schlichte zum Überziehen der inneren Oberfläche von Dauergußformen.
- Bekanntlich verwendet man als Schlichte für Gußformen meist eine Aufschlämmung von Mineralstoffen, wie Graphit, Talkum oder Ton, in Wasser. Der Hauptübelstand einer solchen Schlichte besteht darin, daß sie beim Herausnehmen der Gußstücke von der Form und den Kernen stellenweise abblättert und daher fast nach jedem Guß überstrichen werden muß, Besonders störend erweist sich aber der Umstand, daß die wechselnde Dicke der auf Form und Kern vorhandenen Schlichteschicht die Maßhaltigkeit der Gußstücke, die doch mit einen Hauptvorteil des Gießens in Dauerformen bilden soll, mehr oder weniger beeinträchtigt. Mit dieser Maßänderung ist noch der besondere Nachteil verknüpft, daß Klemmungen eintreten und das Loslösen des Gußstückes aus der Dauerform und das Herausnehmen der Kerne aus dem Gußstück erschwert und großer Zeitverlust verursachtwird. DieseÜbelständeerweisensich neuerdingsnochstörender alsfrüher, nachdem sich das Bedürfnis gezeigt hat, zu immer komplizierterenDauerformenüberzugehenundaußerdem z. B. Aluminiumlegierungen in der Weise verbessert worden sind, daß sie die Formen sehr scharf ausfüllen, wodurch aber die Gefahr des zuletzt erwähnten Klebens noch vergrößert worden ist.
- Außerdem soll die Schlichte zuweilen noch besondere Wirkungen ausüben. So ist bereits vorgeschlagen worden, einer aus Graphit, Ton, Wasserglas usw. und Wasser bestehenden Schlichte noch ein leicht oxydierbares Metallpulver, z. B. Aluminiumpulver, einzuverleiben, um durch letzteres bei Stahlguß die in dem Metall gelösten Gase, wie Sauerstoff und andere, zu binden. Ferner ist empfohlen worden, Kieselsäure (Quarz) der Schlichte zuzusetzen, um bei Stahl- und Eisenguß die durch die eiserne Form bewirkte schroffe Abkühlung zu mäßigen; es soll hierdurch das Hartwerden des Materials vermieden werden.
- In allen diesen Fällen muß man aber die Nachteile, die die Dicke der aufgetragenen Schicht mit sich bringt, mit in Kauf nehmen; diese werden durch die letzterwähnten Maßnahmen sogar noch verstärkt.
- Um die Dicke der Schlichteschicht und die damit verbundenen Nachteile zu verringern und außerdem das Festsitzen an der Kokillenwand zu verbessern, ist man auch bereits dazu übergegangen, einen trägen, feuerfesten, isolierenden Stoff, z. B. Schamotte, der in einem mineralischen Bindemittel, z. B. Wasserglas, in sehr feiner Verteilung aufgeschlämmt ist, als Schlichte auf die Kokillenwandung aufzutragen. Da diese Emulsion aber einen mineralischen Rückstand von 20 0/, hinterläßt, so kann die Dicke des verbleibenden festen Anstrichs keineswegs vernachlässigt werden und macht ihn für Präzisionsguß wenig geeignet. Auch kann diese Emulsion immer nur zu baldigem Gebrauch hergestellt werden, da sich die Wasserglaslösung beim Stehen in Berührung mit Luft zersetzt und ihre Bindekraft verliert.
- Die vorliegende Erfindung, die für Metallguß, insbesondere Aluminiuniguß, Anwendung finden soll, gestattet nun, nicht nur alle oben angeführten Nachteile zu vermeiden, sondern sie gewährleistet auch noch die denkbar schnellste Abkühlung des Gusses, so daß feines Korn und damit größte Qualitätsverbesserung herbeigeführt werden.
- Die Erfindung besteht darin, die als Schlichte dienenden Mineralstoffe nicht mehr in der Form einer Aufschlämmung in Wasser oder Wasserglas zu verwenden, sondern als eine wässerige Lösung, nachdem sie durch Kolloidierungsbehandlung in lösliche Form gebracht worden sind. Diese Lösung, welche so vollkommen ist, daß man sie durch Filtrierpapier hindurchgießen kann, ohne daß auf dem Filter ein Rückstand verbleibt, wird in starkerVerdünnung verwendet, und die Verdünnung kann so weit getrieben werden, daß durch das Aufstreichen oder Aufspritzen oder auch Eintauchen der Formteile in die Lösung und Abdunsten des Wassers von den vorher erwärmten Formteilen eine praktisch kaum meßbare Schicht auf der Form zurückbleibt, die aber trotzdem hinreicht, die unmittelbare Berührung zwischen Form und Gußmetall zu verhindern. je dünner die Kolloidlösung ist, desto fester haftet sie und desto geringer ist die Gefahr des Abblätterns von der Form und desto seltener ist die Schlichte zu erneuern. Als Grundmaterial für diese Schlichtelösung hat sich Graphit bestens bewährt; es kann aber auch jede andere Mineralsubstanz verwendet werden, wie z. B. Talkum, Ton usw., nachdem sie in kolloide Lösung gebracht worden ist.
- Zur Herstellung derartiger koRoidaler Lösungen von Talkum, Ton u. dgl. werden beispielsweise ?,o kg dieser Mineralstoffe mit 8o kg Wasser nach einem der bekannten Kolloidierungsverfahren so lange behandelt, bis eine Lösung entsteht, die sich durch Filtrierpapier durchgießen läßt, ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Diese Lösungen dienen als Grundlösung und werden vor der Verwendung je nach Bedarf noch mit viel Wasser verdünnt. Der Umfang dieser Verdünnung richtet sich nach den besonderen Umständen, insbesondere der Kokillenbauart, und kann in gewissen Fällen bis auf das Vierzigfache und darüber hinaus gesteigert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anstrich für die innere Oberfläche von Dauergußformen, der Mineralstoffe, wie Graphit, Talkum oder Ton, enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstrich ausschließlich aus einer kolloidalen Lösung von Mineralstoffen in Wasser besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM82873D DE511101C (de) | 1923-10-30 | 1923-10-30 | Anstrich fuer die innere Oberflaeche von Dauergussformen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM82873D DE511101C (de) | 1923-10-30 | 1923-10-30 | Anstrich fuer die innere Oberflaeche von Dauergussformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511101C true DE511101C (de) | 1930-10-25 |
Family
ID=7319455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM82873D Expired DE511101C (de) | 1923-10-30 | 1923-10-30 | Anstrich fuer die innere Oberflaeche von Dauergussformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE511101C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170587B (de) * | 1956-08-08 | 1964-05-21 | Renault | Formueberzug fuer Dauerformen |
| DE2934339A1 (de) * | 1979-08-24 | 1981-03-26 | Micheal Donald Ellwood City Pa. Labate | Verfahren zur behandlung von koksofentueren und -pfosten zwecks vermeidung von teeransaetzen |
-
1923
- 1923-10-30 DE DEM82873D patent/DE511101C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE2934339A1 (de) * | 1979-08-24 | 1981-03-26 | Micheal Donald Ellwood City Pa. Labate | Verfahren zur behandlung von koksofentueren und -pfosten zwecks vermeidung von teeransaetzen |
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