DE509846C - Verfahren zur Untersuchung von Vorgaengen - Google Patents

Verfahren zur Untersuchung von Vorgaengen

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DE509846C
DE509846C DET35273D DET0035273D DE509846C DE 509846 C DE509846 C DE 509846C DE T35273 D DET35273 D DE T35273D DE T0035273 D DET0035273 D DE T0035273D DE 509846 C DE509846 C DE 509846C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/36Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light
    • G01P3/40Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light using stroboscopic means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating, Analyzing Materials By Fluorescence Or Luminescence (AREA)

Description

  • Verfahren zur Untersuchung von Vorgängen Zur Untersuchung von periodischen Vorgängen, besonders von solchen, welche für die unmittelbare Beobachtung zu schnell verlaufen, sind stroboskopische Einrichtungen bekannt. Das Wesen derselben besteht darin, daß von jeder Periode nur ein bestimmter Moment der Beobachtung zugänglich gemacht wird. Die Anwendung dieser Verfahren beschränkte sich ausschließlich auf periodische Vorgänge.
  • Im nachstehenden ist ein Verfahren geschildert, welches einen ähnlichen Zweck wie die stroboskopischen Verfahren erfüllt, jedoch auch zur Beobachtung von Vorgängen anwendbar ist, deren Ablauf nicht in einem gleichbleibenden Rhythmus erfolgt.
  • Die Abb. i zeigt eine Einrichtung, die bei diesem Verfahren benutzt wird. i stellt den zu beobachtenden Vorgang, beispielsweise einen elektrischen Lichtbogen, dar. 2 ist ein Objektiv, welches von dem zu beobachtenden Vorgang i ein Bild in der Ebene des Spalts 3 entwirft. d. ist ein Okular, welches auf den Spalt 3 scharf eingestellt ist. Zwischen dein Objektiv 2 und dem Spalt 3 befindet sich eine Vorrichtung, welche dein von dein Objektiv 2 entworfenen Bild eine Verschiebung senkrecht zu dem Spalt 3 erteilt. Es sind eine ganze Reihe derartiger Vorrichtungen in der Xineinatographie bekannt, wo sie als optischer Bildausgleich bezeichnet werden. In dem vorliegenden Fall ist ein bewegter zusätzlicher Linsenkranz 5 gezeichnet (v g1. Ab b. 2). Durch diese Vorrichtung wird das vom Objektiv 2 entworfene Bild an dem Spalt 3 vorbeigeführt. Zwischen dem Spalt 3 und dem Okular .I befindet sich eine gleiche Einrichtung 6, welche die durch die Einrichtung 5 bedingte Bewegung des von dem Objektiv 2 erzeugten Bildes wieder aufhebt. Wenn die Einrichtungen 5 und 6 sich so schnell bewegen, daß das von dem Objektiv 2 erzeugte Bild in der Zeiteinheit sehr häufig an den Spalt 3 vorbeibeNvegt wird, so erblickt man durch das Okular q. in der Ebene des Spalts eine Abbildung des zu beobachtenden Vorganges i. An dem Spalt 3 'ist noch ein Verschluß angeordnet. Gemäß der Vorrichtung nach Abb. i dient als Verschluß der Draht 7 eines Saitengalvanometers. 8 ist der zu diesem Instrument gehörige Elektromagnet. Wenn sich die Saite 7 unmittelbar vor dem Spalt 3 befindet, ist das von dem Objektiv 2 entworfene Bild nicht sichtbar. Der durch das Saitengalvanometer 7 dargestellte Verschluß wird dann derartig in Abhängigkeit von dem zu beobachtenden Vorgang gebracht, daß er das Bild nur immer dann freigibt, wenn der zu beobachtendeVorgang einen bestimmten Zustand bzw. Änderung aufweist. Wenn beispielsweise ein elektrischer Lichtbogen zu beobachten ist, würde das Saitengalvanometer 7 je nach dem Zweck der Untersuchung als Strom- oder Spannungszeiger in den Stromkreis des betreffenden Lichtbogens zu schalten sein.
  • Die Abb. 2 zeigt die Scheibe 9, welche den Linsenkranz 5 trägt, und läßt ferner die Lage des Spaltes 3 erkennen. Die Scheibe 9 dreht sich um die Achse 1o, und es werden zweckmäßig die Scheiben 9 und I I, welche die Linsenkränze 5 und 6 tragen, auf die gleiche Achse gesetzt, welche voll Hand, durch Motor oder Uhrwerk angetrieben wird.
  • Die durch Abb. 3 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der -Einrichtung gemäß Abb. 1 nur dadurch, daß hinter dem' Spalt 3 ein Kollimator 12 und ein Prisma 13 angeordnet sind, welche auf den Spalt 14 ein Spektrum entwerfen. Das Okular .4 und der optische Ausgleich 6 sind hierbei hinter dem Spalt 1.4 angeordnet. Die Zwischenschaltung des Spektroskopes 12, 13 gestattet, den Vorgang 1 an einer beliebigen Stelle des Spektrums zu betrachten. Die Auswahl eines geeigneten Spektralbereiches erfolgt durch entsprechende Verschiebung des Spaltes 1d.. Die Abb. 3 zeigt außerdem noch eine andere Anordnung des als Verschluß wirkenden Saitengalvanometers. Dasselbe besitzt hier zwei 'Drähte 7 und 15, von denen sich jeder gegen einen Anschlag 16 respektive 17 legt. Diese Anschläge 16 und 17 -dienen zusammen gleichzeitig als Spalt. Außer dem einen Magnet 8 kann noch ein zweiter Magnet 18 vorgesehen werden, welcher lediglich die Aufgabe hat, das magnetische Feld in der Nähe des Spalts gleichmäßiger zu gestalten. Werden die beiden Drähte 7 und 15 in dem gleichen Sinne vom Strom durchfiossen, so kann durch geeignete Bemessung der mechanischen Spannung der Drähte erreicht werden, daß bis zu einer gewissen Stromstärke beispielsweise der Draht 15 den Spalt freigibt, der Draht 7 ihn jedoch verdeckt. Von einer bestimmten Stromstärke an gibt der Draht 7 alsdann den Spalt frei, und bei einer um einen beliebig höheren Betrag einstellbaren Stromstärke schließt der Draht 15 wieder den Spalt. Hierdurch wird erreicht, daß der Spalt nur in den Grenzen zweier genau einstellbaren Stromstärken freigegeben wird. An Stelle eines Saitengalvanometers kann auch eine geeignete andere Einrichtung als Verschluß benutzt werden. Derartige hierfür in Betracht kommende Einrichtungen sind beispielsweise in der Bildtelegraphie bekannt, z. B. die Kerrzelle oder das Saitenelektrometer. Es können auch mechanische Einrichtungen benutzt werden, beispielsweise eine Membran, die unter dem wechselnden Druck von Gasen oder Flüssigkeiten den Spalt öffnet oder schließt.
  • Die Abb. 4 zeigt eine derartige Einrichtung. 19 ist die Membran, die an dem Gehäuse 2o befestigt ist. 21 ist die Zuleitung, welche zu dem untersuchenden Vorgang hinführt. 22 ist ein Anschlag. Die Öffnung zwischen 19 und 22 dient als Spalt, welcher j e nach dem auf der Membran 19 lastenden Druck geöffnet oder geschlossen ist.
  • An Stelle der als >Ausgleich dienenden Linsenkränze können auch andere Vorrichtungen benutzt werden, die aus der Kinematographie bekannt sind, wie Winkelspiegel, Prismen, Schraubenspiegel und ähnliche Einrichtungen.
  • An Stelle des Okulars d., welches bei unmittelbarer Beobachtung benutzt wird, kann auch ein Objektiv verwendet werden, welches -den zu betrachtenden Vorgang auf einer Projektionswand oder lichtempfindlichen Schicht abbildet. In der A.bb. 3 stellt 23 die lichtempfindliche Schicht dar. An Stelle eines einfachen photographischen Apparates kann auch ein kinematographischer Aufnahmeapparat treten. Derselbe kann mit der soeben beschriebenen Vorrichtung derart verbunden werden, daß während des Fortschaltens des Bildbandes der Vorschaltwiderstand oder der Nebenschluß zu dem Draht 7 des Saitengalvanometers um einen bestimmten Betrag geändert wird. Man erhält dann Reihen von Bildern, von denen jedes einem anderen Zustand des zu beobachtenden Vorganges eiltspricht. Die Fortschaltvorrichtung des kinematographischen Apparates kann auch mit der Vorrichtung zum Verschieben des Spaltes 14 gekuppelt werden, so daß jedes der aufeinanderfolgenden Bilder einer anderen Spektralfarbe entspricht. Es kann dabei gleichzeitig der Verschluß des kinematographischen Apparates entsprechend der Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Schicht für die verschiedenen Spektralgebiete verstellt werden. Gleichzeitig kann eine Marke niit photographiert werden, welche die jeweilige Stellung des Spalts 14 angibt. Die letzterwähnten Vorrichtungen sind für andere Zwecke bereits bekannt, so daß sich eine Abbildung und nähere Beschreibung derselben erübrigt,

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Untersuchung von Vorgängen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bild des zu. untersuchenden Vorganges mittels einer Vorrichtung, welche dein optischen Ausgleich von Kinoapparaten entspricht, an einem Spalt vorbeigeführt wird und dieser Spalt durch eine zweite gleiche Vorrichtung beobachtet oder photographisch oder kinematographisch aufgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt durch einen elektrischen, mechanischen oder sonstigen Verschluß in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von dem zu beobachtenden Vorgang geöffnet und geschlossen wird. 3 "Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gehemrzeichnet, daß von dem Spaltbild in an sich bekannter Weise ein Spektrum auf einen zweiten Spalt entworfen wird und der zweite Spalt zur Erzeugung des Bildes benutzt wird. 4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Bilder durch an sich bekannte zusätzliche Linsen erfolgt, welche in Kranzform auf miteinander gekuppelten Scheiben befestigt sind. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschluß zwei Drähte eines Saitengalvanometers dienen, welche sich gegen Anschläge legen, die gleichzeitig zusammen den Spalt bilden. 6. Verfahren nach Anspruch i, wobei das erzeugte Bild durch einen photographischen oder kinematographischen Apparat aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß von Aufnahme zu Aufnahme die Abhängigkeit des Verschlusses von dem aufzunehtnenden Vorgang und bzw. oder die Lage des zweiten Spaltes zum Spektrum geändert wird. 7. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, claß die Antriebsvorrichtung des kinematographischen Apparates mit dem Verschluß bzw. der Verschiebungsvorrichtung (los Spaltes gekuppelt ist.
DET35273D 1928-06-19 1928-06-19 Verfahren zur Untersuchung von Vorgaengen Expired DE509846C (de)

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