DE50719C - Bogenzuführung an Druckerpressen - Google Patents

Bogenzuführung an Druckerpressen

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Publication number
DE50719C
DE50719C DENDAT50719D DE50719DA DE50719C DE 50719 C DE50719 C DE 50719C DE NDAT50719 D DENDAT50719 D DE NDAT50719D DE 50719D A DE50719D A DE 50719DA DE 50719 C DE50719 C DE 50719C
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DE
Germany
Prior art keywords
sheet
paper
conveyor belt
gripper
flap
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50719D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Wilh. Heidenhain und Herm. hoffmann in Berlin SW., Alexandrinenstr. 24
Publication of DE50719C publication Critical patent/DE50719C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H1/00—Supports or magazines for piles from which articles are to be separated
    • B65H1/08—Supports or magazines for piles from which articles are to be separated with means for advancing the articles to present the articles to the separating device
    • B65H1/22—Supports or magazines for piles from which articles are to be separated with means for advancing the articles to present the articles to the separating device moving in direction of plane of articles, e.g. for bodily advancement of fanned-out piles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE IB: Druckerei.
.JC
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Februar 1889 ab.
Bei allen bisher bekannt gewordenen Druckerpressen erfolgt die Bogenzuführung entweder Von Hand oder die Maschine nimmt von einem aufgehäuften Papierstofs ein Blatt nach dem anderen automatisch ab; Letztere Arbeit erfolgt nicht mit der genügenden Sicherheit, um bei dünnen Bogen praktische Verwendung finden zu können.
Eine Zuführung des Papiers zur Druckerpresse in ausgestrichenem Zustande, d. h. in dem Zustande, in welchem ■■ der Papierstofs einen treppenförmig aufsteigenden Körper, Fig. i, bildet, hat bis jetzt noch nicht stattgefunden. Benutzt man die geringen Zwischenräume, welche durch das Ausstreichen zwischen den einzelnen Bogen entstehen, für die Einzelabnahme der Bogen, so mufs man das rautenförmig ausgestrichene Papierpacket stets entsprechend dem Zwischenraum zwischen den einzelnen Bogen der Druckerpresse bezw. den Greifern nähern, und geschieht dies bei vorliegender Erfindung durch ein unterbrochen bewegtes Transportband a, auf welchem das Rautenpapierpacket d ruht und welches von der Maschine stets um eine Entfernung, entsprechend der der einzelnen Papierbogen von einander, vorbewegt wird, worauf es zum Stillstand kommt.
Man bedarf aber noch eines zweiten Mechanismus, um die richtige Abnahme der einzelnen Bogen von dem Rautenpacket und Zuführung zur Druckerpresse zu erzielen, und zwar besteht diese Vorrichtung in einem Prefsapparat c, der durch Gewicht oder Feder auf den rautenförmig ausgestrichenen Bogen ruht und die vordersten Papierbogen festhält.
Die Verwendung des rautenförmig ausgestrichenen Papierpackets in Verbindung mit einem unterbrochen bewegten Transportbande, auf welchem das Papierpacket ruht, und in Verbindung mit einer Prefsvorrichtung bildet den Gegenstand vorliegender Erfindung.
Fig. ι a zeigt die Erfindung in ihrer Wirkungsweise.
d ist das rautenförmig ausgestrichene Papierpacket, dessen unterster Bogen dl bei dem nächsten Umgang der Druckerpresse von dem Greifer g erfafst werden soll. Die Walze c, welche als Prefsgewicht für das ausgestrichene Papierpacket dient, ist so angeordnet, dafs sie auf diesen untersten Bogen d1 preist und denselben festhält. Hat nun der Greifer der Druckerpresse den untersten Bogen d1 erfafst, so wird er bei Beginn seiner Bewegung zuerst das ganze Packet d dl infolge .des darauf ruhenden Druckes der Walze c in der Pfeilrichtung \ nach links bewegen, bis endlich die Druckeinwirkung der W'alze c auf den untersten Bogen άλ aufhört. Von diesem Augenblick an wird nur der unterste Bogen d1 von dem Greifer g zur Druckerpresse geführt, während das übrige Packet d, von der Prefswalze c festgehalten, auf dem Transportbande α unbeweglich ruhen bleibt. Es ist nun der bisher zweitunterste Bogen d2 an Stelle des Bogens d1 getreten und wird beim nächsten Umgang der Druckerpresse von dem Greifer g in derselben Weise erfafst. Es ist klar, dafs
das Transportband α stets um die Entfernung der einzelnen Bogen von einander unterbrochen fortbewegt wird, und zwar geschieht dies in der Fig. ι a von dem Greifer g der Druckerpresse aus.
Bei dieser Anordnung ist jedoch die genaue Wirkungsweise der Maschine von einer möglichst gleichmäfsigen Äusstreichung der Papierbogen abhängig.
Um nun das Arbeiten der Vorrichtung von dem etwaigen ungleichmäfsigen Ausstreichen des Bogenpackets unabhängig zu machen, kann man die Prefsvorrichtung (Druckwalze c) durch eine mittelst elektrischen Contacts sich selbstthätig auslösende Transportvorrichtung für das Transportband ersetzen oder unterstützen.
Bei Anwendung dieses elektrischen Contacts kann man also die Transportwalze fortlassen; sie ist nicht unbedingt zur guten Functionirung nöthig; wenn sie auch, besonders bei dünnen Bogen, Störungen bei der Arbeit verhindert.
In der Zeichnung ist in Fig. ι und 2 eine solche elektrische Contactvorrichtung dargestellt, auch ist die Prefswalze c beibehalten worden. Die Anordnung ist folgende:
α jst das Transportband, auf welchem das rautenförmig ausgestrichene Bogenpacket d ruht. Dieses Papierpacket wird durch die in den Lagern I abhebbar ruhende Walze c niedergedrückt. Die Walze c ist je nach der Länge der zu verwendenden Bogen einstellbar, kann also in der Pfeilrichtung \ verschoben werden. A ist der Druckcylinder, der rotirend oder oscillirend sein kann, g ist der Greifer für das zum Druckcylinder zu führende Papier.
Das Transportband α ist über die Rollen b geführt, welche in nachher zu beschreibender Weise unterbrochen angetrieben werden.
Zur Erklärung der Wirkungsweise diene Folgendes:
Das ausgestrichene Papierpacket d befinde sich in der Ruhelage Fig. 1. Es liegt dann der vorderste Bogen d1 gegen die Contactklappe \Y an und hat dieselbe von dem Gegencontact e1 abgehoben, der durch die Unterlagscheibe b1 von dem Querträger J, der um Scharnier J1 drehbar ist, isolirt wird. Dieser Querträger J trägt das Winkelstück α4, welches ebenfalls von J isolirt ist. Es steht nun α4 nebst Klappe ^1 mittelst Drahtes f, Fig. 2, Contactknöpfe h hl und Drahtes fλ mit der Batterie B in Verbindung, andererseits steht das isolirte Contactblech e1 mittelst Drahtes c1, Contactknopfes i i\ Drahtes /2, Elektromagnetdrahtes fs und Drahtes f* ebenfalls mit der Batterie B in Verbindung. Ist nun die Klappe^1 durch das unterste Papierblatt d1 von e1 abgehoben, so ist der von der Batterie B erzeugte, den Umwickelungsdrahty3 des Elektromagneten durchlaufende Strom unterbrochen.
Wird nun dieses Blatt vom Greifer g der Druckerpresse erfafst und entfernt, so fällt die Klappe ^1 auf das Contactblech e1 und schliefst den Batteriestrom. Es tritt dann Folgendes ein:
Der ,Elektromagnet zieht den Anker m m1 an und durch diesen wird die Frictionsscheibe s gegen die Frictionsscheibe s1, welche auf Achse s2 sitzt, geprefst. Da der Frictionsscheibe s aber eine constante Bewegung ertheilt wird infolge der Zahnradanordnung r r1 und der konischen Räder r2 rs r* rs (letzteres Rad sitzt auf der Hauptwelle H, Fig. 2), so wird infolge dieser constanten Drehung der Frictionsscheibe s dieselbe beim Anpressen an die Frictionsscheibe s1 letztere und damit die Welle s2 des Transportbandes a in Umdrehung versetzen. Das Transportband a, welches das rautenförmige Bogenpacket d trägt, wird in Bewegung versetzt und dieses Packet so lange vorgeschoben, bis durch Anschlag des vordersten Papierbogens d'2 (da d1 fortgenommen ist) die Klappe ^ * wieder vom Contactblech e' abgehoben wird. Der Anker mm1 wird wieder freigelassen und das Frictionsrad s ausgerückt.
Der vorderste Bogen steht also immer genau an der Stelle, an welcher er vom Greifer erfafst werden kann, gleichgültig, wie unregelmäfsig die Zwischenräume zwischen den einzelnen Bogen sind.
Zur Erläuterung der constructiven Details diene noch Folgendes:
H ist die Haupttriebachse, welche die Bewegung auf die Verticalachse Ηλ überträgt, mm1 ist der oscillirende Anker, der auf der Achse bs lose sitzt. Das konische Rad r2 und Zahnrad r1 sitzen fest auf dieser Achse und werden constant- gedreht.
Bemerkenswerth ist noch die Einrichtung des Querbalkens J. Derselbe ruht nämlich in Scharnieren J1 an dem Seitenlager L der Presse, so dafs er hochgeklappt werden kann, wodurch das Papierbogenpacket mit seinem vordersten Bogen freigelegt wird. Wegen dieser Abklappbarkeit sind auch die Contactstifte ih und il hl im Seitenlager, also abhebbare Contacte angeordnet. Die oberen Stifte / l hl werden beim niedergeklappten Querbalken durch kleine Spiralfedern auf die unteren Stifte i h geprefst.
η ist die Unterlage für die vordersten Papierbogen, welche .als1 Querstück über die ganze Breite der Maschine reicht und ein Ausbiegen der Bogen nach unten verhindert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    An Druckerpressen:
    i. Die selbsttätige Zuführung der treppenförmig auf dem unterbrochen bewegten Transportbande α ausgestrichenen Druck-
    bogen d unter Verwendung eines Greifers g und einer der Papierlänge gemä'fs einstellbaren Prefswalze c, welche bei jeder Bewegung des Papierstofses d bezw. des Transportbandes α einen Bogen freigiebt.
    An der unter i. angegebenen Anordnung, geeigneteüfalls unter Fortfall der Prefsvorrichtung c die Anwendung einer durch den vordersten Bogen d1 des ausgestrichenen Papierpackets d bewegten elektrischen Contacrvorrichtung ^1//3, deren Klappe jf1 nach dem Fortziehen des untersten Bogens d1 durch den Greifer g auf e1 zurückfällt; wodurch Stromschlufs eintritt, Ankerm1 angezogen und Scheibe sl mit Transportband α von der ständig bewegten Scheibe s so lange mitgenommen wird, bis der nächste Bogen d2 durch Abheben der Klappe ^1 von e1 Stromunterbrechung herbeiführt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT50719D Bogenzuführung an Druckerpressen Expired - Lifetime DE50719C (de)

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DE (1) DE50719C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177651B (de) * 1961-09-23 1964-09-10 Deritend Eng Co Bogenvereinzelungs- und Zufuehrvorrichtung zum Abziehen von Pappbogen od. dgl.
DE1227033B (de) * 1965-07-19 1966-10-20 Helmut Lapp Emden Vorrichtung zum Steuern des Stapelvorschubes zu einer Vereinzelungsstation fuer Papierbogen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177651B (de) * 1961-09-23 1964-09-10 Deritend Eng Co Bogenvereinzelungs- und Zufuehrvorrichtung zum Abziehen von Pappbogen od. dgl.
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