DE505041C - Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser

Info

Publication number
DE505041C
DE505041C DED53784D DED0053784D DE505041C DE 505041 C DE505041 C DE 505041C DE D53784 D DED53784 D DE D53784D DE D0053784 D DED0053784 D DE D0053784D DE 505041 C DE505041 C DE 505041C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parison
glass
capillary
depressions
colored glasses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED53784D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD KOEPF
Original Assignee
RICHARD KOEPF
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RICHARD KOEPF filed Critical RICHARD KOEPF
Priority to DED53784D priority Critical patent/DE505041C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE505041C publication Critical patent/DE505041C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/02Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser. Gemäß der Erfindung wird das Külbel an der Pfeife mit feinen Rissen oder Vertiefungen versehen, welche eine Kapillarwirkung aufweisen. Auf das heiße Külbel werden dann glasfärbende Stoffe aufgebracht, die bei der Temperatur, welche das Külbel besitzt, dünnflüssig schmelzen und dabei eine solche Oberflächenspannung besitzen, daß sie das Glas desKülbelsvollständig benetzen, mit anderen Worten, daß sie sich von selbst über die ganze Oberfläche des Külbels verbreiten. Zu den glasfarbenden Stoffen, die die genannten Eigenschaften besitzen, gehören insbesondere die Silbersalze, wie Chlorsilber u. dgl.
  • Die völlig benetzenden, glasfärbenden Stoffe werden an denjenigen Stellen, an denen sich erfindungsgemäß Kapillarräume befinden, unter dem Einfluß der Kapillarattraktion in diese Räume hineingezogen, während sie auf der glatten Oberfläche des heißen Külbels keinen Halt finden und infolgedessen abtropfen, soweit sie nicht in die Kapillarräume hineingelangt sind.
  • Das Külbel wird dann durch Einstechen in geschmolzenes Glas überfangen. Bei diesem Einstechen werden die Reste der glasfärbenden Schmelze, welche auf der glatten Oberfläche des Külbels verblieben sind, im wesentlichen abgestreift, während die in die Kapillarrisse eingedrungenen, glasfärbenden Stoffe an ihrer Stelle verbleiben, da die verbältnismäßig dickflüssige Glasschinelze in die kapillareil Vertiefungen nicht eindringen kann. Nach dem Überfangen wird das erfindungsgemäß behandelte Külbel zum fertigen Glasgegenstand weiterverarbeitet.
  • Die Kapillarräume können auf der Oberfliehe des Külbels in verschiedener Weise hergestellt werden, so können z. B. auf dem Külbel Kapillarrisse in bekannter Weise durch Abschrecken des Külbels in einer Kühlflüssigkeit, wie z. B. im Wasser, hervorgerufen werden. Es können aber diese Kapillarräunie in ebenfalls bekannter Weise auch durch Umspinnen des Glaskülbels mit Glasfiden oder durch Aufstreuung von Glaspulver oder Glaskröseln bzw. -scherben sowie auch durch Eindrücken spitzer Gegenstände oder auf irgendeine andere Weise hervorgerufen werden.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß an sich die Verwendung von Silberfarben, insbesondere auch von Chlorsilberfarben, bei der Glasfärberei bekannt ist. jedoch wurden diese Farben bisher niemals zur Ausfüllung kapillarer, auf dem heißen Külbel angebrachter feiner Vertiefungen benutzt, vielmehr wurde mit den genannten Farben die Glasmasse als solche gefärbt. Von der Eigenschaft der Silbersalzfarben, im geschmolzenen Zustand völlig benetzend zu wirken una in Kapillarräume eindringen Zu können, wurde daher bisher kein Gebrauch gemacht.
  • Weiterhin ist es auch bekannt, bei fertiggeformten Glasgegenständen Vertiefungen anzubringen, um in diesen Vertiefungen die Farbe in dickerer Schicht anzusammeln. Die bekannten Vertiefungen hatten jedoch wegen ihrer Weite nicht die Kapillareigenschaften, welche die Vertiefungen gemäß der Erfindung haben müssen. Auch wurden die bekannten Vertiefungen nicht auf dem heißen Külbel, sondern, wie gesagt, auf einem fertiggeformten Glaskörper angebracht. Schließlich hatten die bekannten Vertiefungen nicht den Zweck, völlig benetzende Farbstoffe, die im allgemeinen von dem Körper, auf den sie aufgebracht sind, ohne weiteres ablaufen, an bestimmten Stellen festzuhalten.
  • Schließlich ist auch das überfangen eines Glaskörpers durch Einstechen in geschinolzenes Glas an sich bekannt. jedoch hat das bekannte überfangen niemals den Zweck gehabt, die auf der glatten Oberfläclie eines Külbels befindlichen flüssigen Farbreste von dem Külbel abzustreifen und gleichzeitig den in die kapillaren Risse des Külbels einge drungenen Farbteilen einen Schutz zu gewähren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser, dadurch gekennzeichnet, daß züierst auf dem Külbel an der Pfeife kapillare Vertiefungen hervorgerufen werden, dann auf das heiße X ülbel solche glasfärbende Stoffe, vorzugsweise Silbersaize. aufgebracht werden, die bei der Temperatur des Külbels eine dünnflüssige, das Külbel völlig benetzende und in die kapillaren Vertiefungen einziehende Schmelze ergeben, und schließlich das Külbel durch Einstechen in flüssiges Glas in an sich bekannter Weise überfangen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kapillaren Vertiefungen auf dem Külbel in an sich be- kannter Weise durch Abschrecken des Külbels in einem Kühlmittel, durch Umspinnen des Külbels mit Glasfäden oder durch Aufstreuen von Glaspulver oder Glaskröseln erzeugt werden.
DED53784D 1927-08-27 1927-08-27 Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser Expired DE505041C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED53784D DE505041C (de) 1927-08-27 1927-08-27 Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED53784D DE505041C (de) 1927-08-27 1927-08-27 Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE505041C true DE505041C (de) 1930-08-12

Family

ID=7055243

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED53784D Expired DE505041C (de) 1927-08-27 1927-08-27 Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE505041C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE865105C (de) Durchsichtige Glasperlen und Reflex-Lichtreflektoren, bei denen diese Glasperlen verwendet werden
DE2064409B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Lichtleiterglasfasern
DE2050209C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines länglichen überfangenen Glaskörpers
DE3435181C2 (de)
DE3304347A1 (de) Brillengestell
DE2643061C3 (de) Verfahren zur Verhinderung einer Minderung der Schlagfestigkeit von chemisch vorverfestigten, endbearbeiteten Brillenglas-Rohlingen
DE2247991A1 (de) Verfahren zum faerben oder zum veraendern der faerbung von glaskoerpern
DE2234521A1 (de) Verfahren zur herstellung einer aus einem kern und einem mantel bestehenden lichtleitfaser
DE505041C (de) Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser
DE2341686C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasem
DE1901053B1 (de) Lichtleitfaser und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3049989A1 (en) Method for producing decorative glass objects
DE803122C (de) Verfahren und Vorrichtung zur maschinellen Herstellung eines stab- oder rohrfoermigen Mehrschichtenkoerpers aus Glas
DE557554C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfaeden
DE954372C (de) Verfahren zum Faerben eines Gegenstandes aus Glas
AT130615B (de) Verfahren zur Glasverzierung.
DE852293C (de) Blendschutzscheibe fuer Fahrzeuge mit stufenloser Zunahme der Farbdichte und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1696063B2 (de) Anwendung eines austauschverfahrens von alkaliionen zur mechanischen festigkeitsverbesserung auf ein boroaluminiumsilikatglas mit einem relativ niedrigen waermeausdehnungskoeffizienten unter 60.10 hoch -7/grad c
DE1642204A1 (de) Verfahren zum Impraegnieren und Sterilisieren von Flaschenkorken
DE875267C (de) Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Kunststoffen durch Aufgiessen der fluessigen Masse auf einen sich drehenden Kern
DE637753C (de) Verfahren zur Herstellung von Glasroehren
DE1807505B2 (de) Vorrichtung zur Herstellung von optischen Glasfaserbündel mit einem in einem heizbaren Kessel wirkenden Kolben
DE636161C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferseide
DE1901053C2 (de) Lichtleitfaser
DE1907690A1 (de) Verfahren zur Erhoehung der mechanischen Festigkeit von Glasgegenstaenden