DE505041C - Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser - Google Patents
Verfahren zur Herstellung farbiger GlaeserInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
- C03C17/02—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass
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Description
- Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser. Gemäß der Erfindung wird das Külbel an der Pfeife mit feinen Rissen oder Vertiefungen versehen, welche eine Kapillarwirkung aufweisen. Auf das heiße Külbel werden dann glasfärbende Stoffe aufgebracht, die bei der Temperatur, welche das Külbel besitzt, dünnflüssig schmelzen und dabei eine solche Oberflächenspannung besitzen, daß sie das Glas desKülbelsvollständig benetzen, mit anderen Worten, daß sie sich von selbst über die ganze Oberfläche des Külbels verbreiten. Zu den glasfarbenden Stoffen, die die genannten Eigenschaften besitzen, gehören insbesondere die Silbersalze, wie Chlorsilber u. dgl.
- Die völlig benetzenden, glasfärbenden Stoffe werden an denjenigen Stellen, an denen sich erfindungsgemäß Kapillarräume befinden, unter dem Einfluß der Kapillarattraktion in diese Räume hineingezogen, während sie auf der glatten Oberfläche des heißen Külbels keinen Halt finden und infolgedessen abtropfen, soweit sie nicht in die Kapillarräume hineingelangt sind.
- Das Külbel wird dann durch Einstechen in geschmolzenes Glas überfangen. Bei diesem Einstechen werden die Reste der glasfärbenden Schmelze, welche auf der glatten Oberfläche des Külbels verblieben sind, im wesentlichen abgestreift, während die in die Kapillarrisse eingedrungenen, glasfärbenden Stoffe an ihrer Stelle verbleiben, da die verbältnismäßig dickflüssige Glasschinelze in die kapillareil Vertiefungen nicht eindringen kann. Nach dem Überfangen wird das erfindungsgemäß behandelte Külbel zum fertigen Glasgegenstand weiterverarbeitet.
- Die Kapillarräume können auf der Oberfliehe des Külbels in verschiedener Weise hergestellt werden, so können z. B. auf dem Külbel Kapillarrisse in bekannter Weise durch Abschrecken des Külbels in einer Kühlflüssigkeit, wie z. B. im Wasser, hervorgerufen werden. Es können aber diese Kapillarräunie in ebenfalls bekannter Weise auch durch Umspinnen des Glaskülbels mit Glasfiden oder durch Aufstreuung von Glaspulver oder Glaskröseln bzw. -scherben sowie auch durch Eindrücken spitzer Gegenstände oder auf irgendeine andere Weise hervorgerufen werden.
- Es sei darauf hingewiesen, daß an sich die Verwendung von Silberfarben, insbesondere auch von Chlorsilberfarben, bei der Glasfärberei bekannt ist. jedoch wurden diese Farben bisher niemals zur Ausfüllung kapillarer, auf dem heißen Külbel angebrachter feiner Vertiefungen benutzt, vielmehr wurde mit den genannten Farben die Glasmasse als solche gefärbt. Von der Eigenschaft der Silbersalzfarben, im geschmolzenen Zustand völlig benetzend zu wirken una in Kapillarräume eindringen Zu können, wurde daher bisher kein Gebrauch gemacht.
- Weiterhin ist es auch bekannt, bei fertiggeformten Glasgegenständen Vertiefungen anzubringen, um in diesen Vertiefungen die Farbe in dickerer Schicht anzusammeln. Die bekannten Vertiefungen hatten jedoch wegen ihrer Weite nicht die Kapillareigenschaften, welche die Vertiefungen gemäß der Erfindung haben müssen. Auch wurden die bekannten Vertiefungen nicht auf dem heißen Külbel, sondern, wie gesagt, auf einem fertiggeformten Glaskörper angebracht. Schließlich hatten die bekannten Vertiefungen nicht den Zweck, völlig benetzende Farbstoffe, die im allgemeinen von dem Körper, auf den sie aufgebracht sind, ohne weiteres ablaufen, an bestimmten Stellen festzuhalten.
- Schließlich ist auch das überfangen eines Glaskörpers durch Einstechen in geschinolzenes Glas an sich bekannt. jedoch hat das bekannte überfangen niemals den Zweck gehabt, die auf der glatten Oberfläclie eines Külbels befindlichen flüssigen Farbreste von dem Külbel abzustreifen und gleichzeitig den in die kapillaren Risse des Külbels einge drungenen Farbteilen einen Schutz zu gewähren.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Herstellung farbiger Gläser, dadurch gekennzeichnet, daß züierst auf dem Külbel an der Pfeife kapillare Vertiefungen hervorgerufen werden, dann auf das heiße X ülbel solche glasfärbende Stoffe, vorzugsweise Silbersaize. aufgebracht werden, die bei der Temperatur des Külbels eine dünnflüssige, das Külbel völlig benetzende und in die kapillaren Vertiefungen einziehende Schmelze ergeben, und schließlich das Külbel durch Einstechen in flüssiges Glas in an sich bekannter Weise überfangen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kapillaren Vertiefungen auf dem Külbel in an sich be- kannter Weise durch Abschrecken des Külbels in einem Kühlmittel, durch Umspinnen des Külbels mit Glasfäden oder durch Aufstreuen von Glaspulver oder Glaskröseln erzeugt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED53784D DE505041C (de) | 1927-08-27 | 1927-08-27 | Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED53784D DE505041C (de) | 1927-08-27 | 1927-08-27 | Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE505041C true DE505041C (de) | 1930-08-12 |
Family
ID=7055243
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED53784D Expired DE505041C (de) | 1927-08-27 | 1927-08-27 | Verfahren zur Herstellung farbiger Glaeser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE505041C (de) |
-
1927
- 1927-08-27 DE DED53784D patent/DE505041C/de not_active Expired
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