DE504422C - Hygrometer nach Art der Haarhygrometer - Google Patents
Hygrometer nach Art der HaarhygrometerInfo
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- DE504422C DE504422C DEL68852D DEL0068852D DE504422C DE 504422 C DE504422 C DE 504422C DE L68852 D DEL68852 D DE L68852D DE L0068852 D DEL0068852 D DE L0068852D DE 504422 C DE504422 C DE 504422C
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- G01N19/00—Investigating materials by mechanical methods
- G01N19/10—Measuring moisture content, e.g. by measuring change in length of hygroscopic filament; Hygrometers
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Description
- Hygrometer nach Art der Haarhygrometer Die bekannten Haarhygrometer haben den Nachteil, daß jedes einzelne Haar seine Länge bei einer bestimmten Feuchtigkeitsschwankung um einen anderem Betrag ändert als ein zweites, selbst wenn dieses von demselben Kopf stammt.
- Diese Eigenschaft hat einmal zur Folge, (laß jedes Haarhygrometer einzeln justiert werden muß und ferner, daß - wenn man zur Erhöhung der mechanischen Widerstandsfähigkeit mehrere Haare zu einem Bündel vereinigt - das als Richtkraft für die Zeigerstellung dienern-le Gewicht oder die Feiler allein auf das jeweils kürzeste Haar wirkt, so daß dieses gezerrt wird, was wiederum einen ungünstigen Einfluß auf die Meßgenauigkeit ausübt.
- l\lan. hat zwar bereits versucht, das Haar durch einen künstlichen Faserstoff, z. B. Kunstseide, zu ersetzen. Diese `'ersuche wurden aber mit der Absicht angestellt, durch Anordnung eines besonders langen Kunstseidefadens einen größeren Zeigerausschlag zu erhalten. Bei diesen. Versuchen, die anscheinend bereits in ihrem Anfangsstadium steckengeblieben sind, ist aber nicht berücksichtigt worden, daß das Haar wesentlich günstigere elastische Eigenschaften hat als die Kunstfaser, und daßdaher hinsichtlich der Belastung auch: nicht annähernd die gleichen Anforderun,geni an diie Kunstseide gestellt werden dürfen, wenn man, eine bleibende Längenänderung vermeiden will. Es sind auch die hygroskopischen Eigenschaften der verschiedenen Kunstseidearten, untersucht worden: Bei diesen Untersuchungen wurde aber ein Faden so gering belastet, daß die für eine Verwendung in Hygrometern unerläßliche elastische Widerstandsfähigkeit außer Bereich der Betrachtung blieb. Die der Erfindung zugrunde liegeni:len, Untersuchungen zeigten, daß,die -elastischen Eigenschaften der verschiedenen Kunstseidearten, namentlich bei hoher Feuchtigkeit, in nicht unbeträchtlichem Maße voneinander abweichen. Eingehendere Prüfungen führten zu dem Ergebnis, daß jede Kunstsei:defaser aus einem Gerüststoff besteht, der im wesentlichen Träger der elastischen Eigenschaften ist, während in diesen Gerüststoff eingebettete Duellkörper die hygrosl:op,ische Längenümderung bewirken. ist nun der Gerüststoff von tropfbar flüssigemWasser netzbar, so nimmt er auchWasser in sich auf, (las heißt, er geht teilweise in L ösung und verliert mehr oder weniger von den elastischen Eigenschaften, die er in trockenem Zustand hatte. Wird aber der Gerüststoff der Kunstsei(lefaser von flüssigem Wasser nicht genetzt, so werden seine elastischen Eigenschaften auch durch Änderungen der Feuchtigkeit nicht beeinflußt, da er nicht wasserlöslich ist. Wohl aber vermögen die Molekeln des Wasserdampfes durch seine Poren zu den darin eingebetteten Duellkörpern zu dringen, die infolge ihrer Qnellung den Faden ausdehnen gegen -die Wirkung der elastischen Kraft, die .in dem Gerüststoff ihren Sitz hat und den Faden wieder zu verkürzen bestrebt ist. Das Unterscheidungsmerkmal, ob die elastischen Eigenschaften einer Kunstfaser bei verschiedener Feuchtigkeit sich ändern oder nicht, besteht hiernach darin, ob die Faser von tropfbar flüssigem Wasser genetzt wird oder nicht.
- Fäden, die ihre Elastizität bei Feuchtigkeitsänderungen nicht ändern und gegen flüs-siges Wasser sich bekanntlich anders verhalten wie die übrigen bekannten Kunstseidefäden, sind die Acetatseidefäden. Diese bleiben bei verschiedener Feuchtigkeit gleichelastisch. Sie lassen sich, sofern sie aus demselben Topf gesponnen sind, derart zu einem Bündel vereinigen, daß bei jeder Feuchtigkeit alle Fäden des Bündels gleiche Länge haben, so daß die Belastung durch die Zeigerrichtkraft sich gleichmäßig auf alle Fäden verteilt. Stellt man eine größere Anzahl von Hygrometern aus Fadenbündeln her, die aus einem Topf gesponnen sind, so braucht man nur eines von diesen Geräten: zu eichen und kann dann die durch die Eichung gewonnene Skalenteilung ohne weiteres auf die anderen Geräte übertragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hygrometer nach Art der Haarhygrometer, bei denen, das Haar durch Fäden aus künstlichen Zellstoffasern ersetzt ist, dadurch gelcennzeichnet, daß der hvgroskopische Bestandteil aua Acetatseide gebildet,ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL68852D DE504422C (de) | 1926-08-25 | 1926-08-25 | Hygrometer nach Art der Haarhygrometer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL68852D DE504422C (de) | 1926-08-25 | 1926-08-25 | Hygrometer nach Art der Haarhygrometer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE504422C true DE504422C (de) | 1930-08-04 |
Family
ID=7282168
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL68852D Expired DE504422C (de) | 1926-08-25 | 1926-08-25 | Hygrometer nach Art der Haarhygrometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504422C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967472C (de) * | 1940-11-03 | 1957-11-14 | Irene Pfeifer Geb Schleiffer | Verfahren zur Herstellung von feuchtigkeitsempfindlichen Messelementen aus Kunststoff |
-
1926
- 1926-08-25 DE DEL68852D patent/DE504422C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967472C (de) * | 1940-11-03 | 1957-11-14 | Irene Pfeifer Geb Schleiffer | Verfahren zur Herstellung von feuchtigkeitsempfindlichen Messelementen aus Kunststoff |
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