DE50438C - Neuerung in der Reinigung von Seifen-Unterlaugen zur Gewinnung von Glycerin - Google Patents

Neuerung in der Reinigung von Seifen-Unterlaugen zur Gewinnung von Glycerin

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DE50438C
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DENDAT50438D
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Firma F. C. GLASER in Berlin SW., Lindenstrafse 80
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D19/00Recovery of glycerol from a saponification liquor

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Die Erfindung bezweckt, Seifen-Unterlaugen zur Gewinnung von Glycerin und Nebenproducten vorzubereiten. Die Behandlungsweise der Unterlaugen besteht in Folgendem:
. Die rohen alkalischen Unterlaugen, welche in einem passenden Behälter gesammelt werden, versetzt man mit etwas Aetzkalk; dieser bringt einen unlöslichen Niederschlag hervor, welcher sich schnell auf' den Boden des Gefäfses absetzt, aber auch durch Filtration entfernt werden kann. Die Lauge wird auf diese Weise von einem grofsen Theile der in ihr enthaltenen seifigen Bestandteile gereinigt.
In der Regel genügt es, ungefähr 2 bis 3 kg Kalk auf ungefähr 1 000 1 Lauge anzuwenden, anderenfalls aber wird diese Behandlungsweise so lange fortgesetzt, bis eine vollständige Reinigung der Lauge erreicht ist.
Dies wird dadurch festgestellt, dafs man eine Flasche theilweise mit der filtrirten Flüssigkeit anfüllt und dann heftig schüttelt. Wenn der hierbei in der Flasche gebildete Schaum sich nicht schnell niederschlägt, mufs die Flüssigkeit wieder mit Kalk oder Metalloxyden behandelt werden, bis bei einem neuen Versuch ein schnelles Zusammensinken des Schaumes erfolgt.
Die Lauge wird dann bis zur Sättigung eingekocht, d. h. so weit concentrirt, bis sie mit Salz gesättigt ist, und darauf in einem anderen Behälter mit Salzsäure (Chlorwasserstoff) oder einer anderen passenden Säure versetzt, so lange, bis sie neutral reagirt; in diesem Zustande sondern sich eiweifsartige Substanzen ab. Es wird dann ein Sulfat oder Chlorid von Eisen, Mangan, Chrom, Zink, Zinn, Kupfer oder Aluminium in solcher Menge zugesetzt, dafs durch doppelte Zersetzung vorhandene seifige Substanzen sich zersetzen.
Zur Controle wird eine Probe der Flüssigkeit filtrirt und eine Säure im Ueberschufs zugesetzt; wenn hierauf nach einiger Zeit die Flüssigkeit sich nicht mehr trübt, so folgt sofort nachstehende Behandlung:
Metalloxyde, wie Oxyde von Eisen, Mangan oder Chrom, werden mit der wie vorstehend behandelten Lauge vermischt, und die Mischung wird eine Zeit lang gehörig umgerührt. Während durch die Metallsalze der gröfste Theil der Fett- und Harzkörper infolge doppelter. Zersetzung entfernt wird, verursachen die Oxyde die gänzliche Entfernung seifiger Substanzen, deren Säuren und Metallsalze, wie Kapronate, Kaprylate, Laurinate u. dergl., mehr oder weniger löslich sind. Es wird so die Bildung basischer Salze, welche fast unlöslich sind, gefördert.
Es empfiehlt sich, auf die seifigen Substanzen in nur einer Operation einzuwirken, indem gleichzeitig eine Mischung von Metallsalzen und Oxyden angewendet wird.
Es ist selbstverständlich wesentlich, dafs man die Oxyde in fein zertheiltem Zustande der Flüssigkeit zuführt.
Aufser den genannten Oxyden des Eisens, Mangans und Chroms eignen sich zur Verwendung noch die Oxyde von Zink, Zinn und Kupfer.
Auch Carbonate der genannten Metalle können statt der Oxyde angewendet werden, während die Superoxyde ausgeschlossen sind.
Nachdem die Flüssigkeit von dem Niederschlage getrennt ist, wird sie weiter eingedickt, um das in ihr enthaltene Salz zum Krystallisiren zu bringen. Dieses Salz kann dann gewaschen und in der Seifenfabrikation wieder verwendet werden. Schliefslich wirddie Flüssigkeit bis zu Rohglycerin eingedampft.
Würde man die erste Operation, den Zusatz von Kalk zur rohen Lauge, unterlassen, so würde zwar auch die Behandlung mit den Metallsalzen und Metalloxyden in den zuletzt beschriebenen Operationen genügen, die seifigen Substanzen zu entfernen, indessen würde dies kostspieliger sein.
Es kann auch das Einkochen der Lauge bis zur Sättigung mit Salz vor der oben beschriebenen Behandlungsweise mit Metallsalzen und Metalloxyden fortfallen.
Ist ein Ueberschufs von Metallsalzen angewendet worden, so kann dieser durch ein geeignetes Alkali vor der . letzten Eindickung gefällt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, Seifen-Unterlaugen behufs Gewinnung von Glycerin aus denselben vorzubereiten, darin bestehend, dafs die alkalische Lauge neutralisirt und behufs Entfernung der gelösten seifigen Substanzen mit den Oxyden von Eisen, Mangan, Chrom, Zink, Zinn und Kupfer nach vorausgehender Einwirkung der Sulfate oder Chloride von Eisen, Mangan, Chrom, Zink, Zinn, Kupfer oder Aluminium oder gleichzeitig mit den genannten Metallsalzen und Metalloxyden behufs Bildung basischer Metallseifen behandelt wird.
DENDAT50438D Neuerung in der Reinigung von Seifen-Unterlaugen zur Gewinnung von Glycerin Expired - Lifetime DE50438C (de)

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