DE503367C - Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Waenden durch Einschweissen - Google Patents
Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Waenden durch EinschweissenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B7/00—Steam boilers of furnace-tube type, i.e. the combustion of fuel being performed inside one or more furnace tubes built-in in the boiler body
- F22B7/16—Component parts thereof; Accessories therefor, e.g. stay-bolt connections
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. JULI 1930
23. JULI 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13a GRUPPE
Metallgesellschaft A. G. in Frankfurt a. M.*)
durch Einschweißen
Lötverbindungen sind schon so ausgeführt worden, daß das Lötmetall zuerst zwischen
die zu verbindenden Flächen der Werkstücke gebracht und darauf die Lötung durch Erhitzen
der Verbindungsstelle ausgeführt wurde. Beim Schweißen dagegen, insbesondere beim
Kupferschweißen, wurde diese Maßnahme bisher grundsätzlich nicht angewendet; denn es
hängt das Gelingen der Schweißung zum gro-Ben Teil davon ab, daß die reduzierende
Flamme des Schweißbrenners sowohl auf die zu verschweißenden Flächen der Werkstücke,
als auch auf das Schweißmetall kräftig einwirken kann. Deshalb wurde bisher bei der
Kupferschweißung so verfahren, daß eine im Querschnitt keilförmige Fuge zwischen den zu
verbindenden Werkstücken mit Metall ausgefüllt wurde, das man von einem Kupferdraht,
dem sogenannten Zusatzdraht, unter der Einwirkung und dem Schutz der Schweißbrennerflamme
abschmolz. In vielen Fällen ist nun eine derartige Schweißung nicht oder
nur schwer ausführbar.
Bei Stehbolzen ζ. B. kann die Schweißarbeit gewöhnlich nur von den hierfür allein
zugänglichen Außen- und Feuerseiten der Feuerbuchswände, also nur von einer Seite
einer jeden Wand aus bewerkstelligt werden. Damit der Stehbolzenkopf auf seiner ganzen
Länge mit der Wandung der Bohrung in der Feuerbuchswand verschweißt werden kann,
muß also die Tiefe der Fuge gleich der immerhin erheblichen Dicke der Feuerbuchswand
gemacht werden. Selbst wenn die Fuge an- der Seite der Wand, von der aus das
Einschweißen erfolgt, ziemlich breit gehalten wird, ist es manchmal noch schwierig, das
Schweißmetall gut bis zum anderen Ende der ziemlich tiefen Fuge zu bringen und eine ordnungsgemäße
allseitige Verschweißung des Stehbolzenkopfes mit der Kesselwand zu erzielen.
Die breiten Fugen bedingen außerdem noch einen ziemlich hohen Verbrauch an Schweißmetall
und hohe Arbeitskosten. Es werden also bei dem bekannten Verfahren die Vorteile,
die eine homogene Verbindung des Stehbolzens mit der Kesselwand haben könnte, nur unvollkommen und mit erheblichen Kosten
erreicht.
Gemäß der Erfindung' gelingt es, eine durchaus dauerhafte und homogene Verbindung
zwischen Kesselwand und Stehbolzenkopf mit verhältnismäßig geringen Kosten herzustellen. Zu diesem Zweck werden zwisehen
Stehbolzenkopf und Kesselwand Körper aus Schweißmetall, z. B. in Form einer den Stehbolzenkopf umgebenden Hülse, derart
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hermann von Forster in Frankfurt a. M- Niederursel.
eingelegt, daß sie den Hohlraum zwischen Stehbolzenkopf und Wandung der Bohrung
möglichst dicht ausfüllen. Darauf erfolgt durch Erhitzen des Schweißmetalls und der
benachbarten Feuerbuchs- und Stehbolzenteile die Verschweißung. Zur Ausführung der
Schweißung kann zweckmäßig elektrische Widerstandserhitzung angewendet werden.
Wenn die Erfindung im Sonderfall des to Einschweißens von Stehbolzen zielbewußt von
der bekannten Arbeitsweise des Kupferschweißens abweicht,, so geschieht dies auf Grund
der neuen Erkenntnis, daß die Bedingungen für eine gute Schweißung dann weit günstiger
sind, wenn- ein zylindrischer Körper mit den Wandungen einer ihn umgebenden Bohrung
verschweißt werden soll. Hierbei läßt sich nämlich das Schweißmetall mit Leichtigkeit
so dicht in die Fuge zwischen der Oberfläche des Bolzens und der Wandung der Bohrung einpassen, daß auch während des
Erhitzens Luft nicht in solchem Maße an die Schweißstelle gelangen kann, daß sie
die Schweißung durch Oxydation des Kupfers gefährdet. In diesem Sonderfall kann auf
die reduzierende Wirkung des Schweißbrenners auf das Metall der Verbindungsflächen
verzichtet werden, ohne daß dafür der Nachteil einer mangelhafteren Schweißung in Kauf
genommen werden müßte.
Die Zeichnung diene zur weiteren Erläuterung der Erfindung.
Bei der Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung, auf die die Zeichnung
Bezug hat, sind die Köpfe 2 des Stehbolzens 1
nach ihren freien Enden zu konisch verstärkt. Zwischen die konischen Köpfe 2 und die
Wandungen der Bohrungen in den Kesselwänden 3, die entsprechend ausgebildet sind,
werden gegebenenfalls zweiteilige Hülsen 4 aus Schweißmetall gesetzt, die den Zwischenraum
möglichst vollständig ausfüllen. Soll die Verschweißung durch elektrische Widerstandserhitzung
erfolgen, so wird dem Stehbolzen, z. B. bei 5, elektrische Energie zugeführt. Beim Durchgang des Stroms werden
infolge des höheren elektrischen Widerstandes an den Übergangsstellen vom Stehbolzenkopf
zur Hülse und von der Hülse zur Feuerbuchswand die Schweißstellen am stärksten erhitzt. Außerdem kann durch Zusatz
von Metallen, die bei ganz geringen Prozentsätzen (0,1 bis 0,2 0/0) die elektrische Leitfähigkeit
des Kupfers schon stark herabsetzen, zu dem Metall der Hülse, die Entwicklung
der elektrischen Stromwärme in der Hülse noch in bekannter Weise begünstigt werden. Ist die gewünschte Temperatur erreicht,
so verbindet sich die Oberfläche der Hülse mit der der Kesselwandung einerseits
und der des Stehbolzens anderseits, und es wird eine besonders zuverlässige Abdichtung
erzielt. Die Schweißarbeit kann noch dadurch gefördert und in ihrem Ergebnis verbessert
werden, daß die Stehbolzen mit einer gewissen Spannung während des Schweißvorganges
in die Feuerbuchswandung hineingezogen oder hineingedrückt werden. Hierzu kann eine zangenartige Vorrichtung gewählt
werden, die derart wirkt, daß die die Enden des Stehbolzens festhaltenden beiden Klemmbacken
6 durch Hebel 7 nach außen gedrückt werden.
Außer der hervorstechenden Einfachheit und Billigkeit hat die Erfindung noch den
Vorteil, daß die Festigkeit der Verbindung des Stehbolzens mit den zu verankernden
Wänden wesentlich erhöht und zuverlässiger gestaltet wird. Auch entfällt die bei den
bekannten Einschweißverfahren bestehende Notwendigkeit, entweder die Bohrungen der
Feuerbuchswände stark zu erweitern oder das Stehbolzenende durch konische Verjüngung
zu schwächen, um eine genügend breite Schweißfuge zu schaffen. Durch derartige 8g
Verschwächungen der Feuerbuchswand bzw. des Stehbolzens wird bekanntlich die Widerstandsfähigkeit
und Dauerhaftigkeit des gesamten Kessels herabgesetzt, ein Nachteil,
der durch die Erfindung ebenfalls beseitigt wird.
Claims (2)
1. Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Wänden
durch Einschweißen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Stehbolzen und Kesselwand
den Zwischenraum möglichst dicht ausfüllende Körper aus Schweißmetall ein- mo
gelegt werden und daß dieses Metall und die benachbarten Stehbolzen- und Feuerbuchsteile zur Durchführung' der Schweißung
erhitzt werden.
2. Schweißmetallkörper zur Durchfüh- 10>ij
rung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von
zweiteiligen, den Raum zwischen Stehbolzenkopf und Wandung der Bohrung möglichst dicht ausfüllenden Hülsen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM104685D DE503367C (de) | 1927-08-28 | 1927-08-28 | Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Waenden durch Einschweissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM104685D DE503367C (de) | 1927-08-28 | 1927-08-28 | Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Waenden durch Einschweissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE503367C true DE503367C (de) | 1930-07-23 |
Family
ID=7325471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM104685D Expired DE503367C (de) | 1927-08-28 | 1927-08-28 | Verfahren zur Befestigung von Stehbolzen in den zu verankernden Waenden durch Einschweissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE503367C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767905C (de) * | 1939-04-05 | 1954-10-04 | Walther & Cie Ag | Verfahren zur Befestigung von Rohren oder Rohranschlussstuecken in der Wandung der Sammelkammer eines Dampfkessels |
-
1927
- 1927-08-28 DE DEM104685D patent/DE503367C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767905C (de) * | 1939-04-05 | 1954-10-04 | Walther & Cie Ag | Verfahren zur Befestigung von Rohren oder Rohranschlussstuecken in der Wandung der Sammelkammer eines Dampfkessels |
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