-
Logarithmisches Kurvengetriebe für Durchschnittsgeschwindigkeitsmesser
Das Patent q.21968 schützt eine Vorrichtung zum Messen der Durchschnittsgeschwindigkeit
mit logarithmischem Ge-I triebe. Die hierfür bekannten Kurvengetriebe erhalten räumlich
zu große Maße, sobald sie für eine längere Laufzeit des Zeit-und Wegwerkes bei noch
genügender Maßgenauigkeit ausgeführt werden sollen.
-
Nach der Erfindung kann man die Laufzeit des-Zeit- und Wegwerkes nach
Belieben einrichten, ohne daß räumlich zu große Kurven angeordnet werden müßten,
und ohne daß die lleß:genauigkeit der Kurve dadurch beeinflußt wird.
-
Die hierzu verwendete Kurve ist eine unterteilte Gleitkurve, die mit
ihren Abschnitten durch eine Feder nacheinander an Zapfen angedrückt wird, die gruppenweise
auf schwenkbaren Scheiben angeordnet sind.
-
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es -neigt: Abb. i
das Kurvengetriebe in Draufsicht, Abb. 2 eine schematische Darstellung.
-
Die Kurve (Abb: i) ist als dreiteilige Gleitkurve gezeichnet, die
bei gleichmäßiger Schwenkung der Zapfen 2 bis io um die Achsen der zugehörigen Scheiben
durch die. Feder i1 im logarithmischen Verlaufe um die eigene Achse bewegt wird.
Der Antrieb der Zapfen 2, 3 und .4 ist zu <lein Antrieb der "Zapfen 5, 6 und
7, und 8, 9 und io in einem bestimmten Verhältnis übersetzt. Die Gleitkurve und
das Übersetzungsverhältnis sind in folgender Weise berechnet: In Abb. 2 sind 1 und
11 die Mittelpunkte der Kurvenachse und der Antriebsachse der Zapfen. Die Zapfen
2, 3 und .4 drehen sich im gleichen Zeitabschnitte um die gleichen Winkel. Die entsprechende
logarithmische Kurve hat von der Augangs-@eraden z, i z z. B. von der i. bis 2.
Minute 3o,1° (entsprechend dem log 2 - 0,301) zurückzulegen, von der 2. bis
3. Minute 17,6°, von der 3. bis .4. Minute 12,3° tisf. Die erste Bewegung von 3o,1°
läßt sich konstruktiv zunächst als gradliniges Kurvenstück dadurch ausführen, daß
man den Zapfen 2 tangential in die Kreuzung der Geraden 1, 2' und 11, 2' anordnet.
-
Bei der Drehung von i8° in einer Minute würde sich dann die Kurvenachse
von der Ausgangsgeraden an um 30,1' fortbewegen. Dem logarithmischen Verlaufe dieser
ersten Kurvenbewegung kann man rechnerisch durch die Achsenentfernung i, i i und
den Zapfen-<lurchinesser von 2 bestimmen.
-
Aus Abb.2 ist weiter ersichtlich, claß der Zapfen 2 bei Zveiterer
Drehung eine entsprechende Drehung des geradlinigen Kurvenstückes um 17,6° nicht
zuläßt. Es entsteht also, tun dies erreichen zu können, eine Kurve, die durch die
Achsenentfernung i, ii, den Zapfendurchmesser und die Soll-Drehwinkel der Kurve
selbst bestimmt ist. Sobald der Zapfen 2 einen bestimmten Drehgrad erreicht hat,
z. B. 5d.°, tritt der Zapfen 3 in Tätigkeit, dadurch, daß er von der Ausgangsgeraden
1 bis i i beginnend einen ähnlichen Kurvenabschnitt, wie vorher beschrieben, sich
bewegen
läßt. Dasselbe gilt für den Zapfen Wenn zuletzt der Zapfen
4. um weitere 54' (wie beispielsweise angenommen wurde) sich gedreht hat, so haben
sich die Zapfen 2, 3 und 4 insgesamt I62° gedreht und die dreiteilige Kurve um ein
bestimmtes Stück fortbewegen lassen.
-
ach dem angeführten Beispiel entspräche die Drehung von i62° - 9 Minuten
und die der Kurve - g5,.1.°, weil log 9 - 0,954 ist. Dieser Stand der Kurve ist
der Ausgangspunkt für die nächste Drehbewegung durch eine zweite Anordnung von Zapfen,
die in einem bestimmten Verhältnis zur ersten übersetzt «-erden (Abb. i). Wenn beispielsweise
der erste Kurvenabschnitt von 2 bis 6-Minuten,*der zweite voll 6 bis io Minuten
und der dritte von io bis 14 Minuten geteilt wäre, insgesamt also 2 bis i4 Minuten
Laufzeit hätte, so wäre der nächste Antrieb für die Zapfen 5 bis 7 im Verhältnis
I :.7 zu übersetzen, damit dieses Kurvenstück bei 2 X 7-i4Minuten beginnt. Hierdurch
würde weiterlaufend die Kurve 2 X 7 - 14 bis 14 X 7 98 Minuten messen. Die Bewegung
der Zapfen 9 bis i o würde abermals i : 7 übersetzt werden, so daß eine Laufzeit
von 98X 7-686 Minuten bei der dargestellten Anordnung herauskäme. Man kann
diese Einrichtung auch noch weiter fortsetzen und an Stelle der dreiteiligen Gleitkurve
eine Kurve mit anderer Teilung vorsehen. Die Messung beginnt bei o, die Rechnung
selbst kann von o nicht beginnen, sondern z. B. von i, weil log i - o. Damit der
Betrag von o bis i aber in der späteren Rechnung erscheint, wird der wirkliche Nullpunkt
voll der Ausgangsgeraden i, ii um die betreffenden Meßgrade zurückgelegt (Abb. 2),
bei Beginn von einer Minute also um i8°, bei zwei lIinuten uln 36° usw. Dieselbe
Einrichtung, wie sie für das Zeitwerk beschrieben, ist ebenfalls für das Wegwerk
des Durchschnittsgeschwindigkeitsmessers verwendbar, indem an Stelle der Zeitabschnitte
die Wegabschnitt. entsprechend eingestellt werden.