DE49441C - Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten - Google Patents

Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten

Info

Publication number
DE49441C
DE49441C DENDAT49441D DE49441DA DE49441C DE 49441 C DE49441 C DE 49441C DE NDAT49441 D DENDAT49441 D DE NDAT49441D DE 49441D A DE49441D A DE 49441DA DE 49441 C DE49441 C DE 49441C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine
pliers
slide
slides
pin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49441D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. B. WHITE in Quincy, Massach., V. St. A
Publication of DE49441C publication Critical patent/DE49441C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/16Lasting machines with lasting pincers and toe- or heel-embracing wipers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
    • A43D21/125Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with a plurality of pincers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/18Lasting machines with lasting pincers and straight-acting wipers, also for forming the shank portions of shoes

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus Zangen, welche das über den. Rand der Brandsohle des Stiefels hinausreichende Oberleder erfassen und es gewaltsam in senkrechter Richtung zur Kante der Brandsohle auf diese hinaufziehen. Die Zangen werden mittelst Hebel und Schieber von einer hin- und herschwingenden Welle bewegt, welch letztere ihren Antrieb durch eine Trittkurbel erhält. Der Leisten mit daraufgelegter Brandsohle und übergelegtem Oberleder wird auf einem Bock befestigt, welcher drehbar ist, da die Maschine immer nur eine Seite des Oberleders über die Brandsohle spannt. Nachdem das Oberleder auf den Leisten gelegt ist, wird die Trittkurbel bewegt-, die Zangen erfassen das Oberleder und recken es alsdann. Wird die Trittkurbel freigegeben, so bewegt eine Feder dieselbe zurück und die Zangen öffnen sich wieder. Sowohl der Bock als auch die Hebel und Schieber, welche die Zangen bewegen, lassen sich nach der Gröfse der Stiefel einstellen. Ist das Leder um die Sohle umgelegt, so wird dasselbe durch eine besondere Vorrichtung an den Zangen selbst mit ebenso viel Stiften, als Zangen vorhanden sind, auf jeder Seite der Sohle befestigt.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 ein Grundrifs der Maschine. Fig. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt nach Linie 3-3, Fig. 2. Die Fig. 4 bis 7 stellen theilweise senkrechte Längsschnitte dar, wobei die verschiedenen Stellungen der Zangen angegeben sind. Fig. 8 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie 8-8, Fig. 3, und die Fig. 9 bis o,d sowie 10 und 10 a stellen Einzelheiten der Zangen dar.
Auf einer hohlen Säule F, welche in Fig. 1 und 3 abgebrochen gezeichnet ist, wird durch die Schraubenbolzen a a . . . ein viereckiger Kasten A festgehalten, über dessen Oeffnung auf dem Rande B in einiger Entfernung von demselben mittelst der Schrauben C ein viereckiger Rahmen D befestigt ist, der in seiner Mittellinie durch einen Quersteg E noch verstärkt ist. Der Raum, welchen der Kasten A und der Rahmen D einschliefsen, dient zur Aufnahme sämmtlicher Schieber 1 bis 8, an deren Ende die Zangen zum Einklemmen des Oberleders befestigt sind. An dem den Zangen zunächst liegenden Theile haben die Schieber rechtwinkligen Querschnitt H, während der entferntere Theil runden Querschnitt ff. . . besitzt. Ihre Anordnung ist eine solche, dafs sie an ihrem hinteren Ende f in zwei Reihen über einander liegend, gelagert sind, die vorderen Theile H dagegen, entsprechend der Form der Stiefelsohle, sich höher und tiefer stellen lassen und nur gegen Verschiebung in der Längsrichtung der Maschine gesichert sind. Die Lager für die Theile//. . . der Schieber 1 bis 8 sind in den beiden Reihen gegen einander versetzt. Die untere Reihe derselben ruht auf der hinteren Oberkante K des kastenartigen Gestelles A; die obere Reihe ist auf einer Schiene J befestigt, welche in der Mitte zwischen dem Rahmen D und dem Gestell A parallel zur Oberkante K angeordnet ist. Um
den Schiebern eine möglichst freie Bewegung zu gestatten, erhalten die Lager eine Form, durch welche der Theil f der Schieber sich nahezu so bewegt, als wenn er durch ein Universalgelenk geführt würde. Der hintere runde Theil f gleitet'in den Lagerschalen g", Fig. i, 3 und 8, eines besonderen Lagerkörpers P, der um waagrecht liegende Zapfen h h schwingt. Letztere liegen in einem zweiten Lagerkörper Q, der wiederum um senkrechte Zapfen m m drehbar ist, welche bei der unteren Lagerreihe in der Oberkante K des Gestelles A und in der Schiene J, bei der oberen Reihe dagegen in der Schiene J und dem Rahmen D sitzen.
Die Führung der Schieber an der vorderen Seite des Gestelles A geschieht durch senkrecht stehende Walzen L, welche zu beiden Seiten eines jeden Schiebers dicht an dem vierkantigen Theile H desselben liegen und sich um Zapfen e drehen, von denen die unteren in der Vorderkante M der Oberfläche des Gestelles A und die oberen in der Vorderkante N des Rahmens D liegen.
Das Heruntersinken der Schieber verhindern die mit einem Kopf w1 versehenen Stellschrauben G1 G1 . . ., welche in dem vierkantigen Theile H derselben sitzen, Fig. 1 und 3, und unterhalb der Schieber noch etwas herausragen; dieser hervorragende Theil legt sich auf einen Schlitten H\ dessen untere Fläche gl geneigt ist und auf ebenfalls geneigten Führungsrippen h1 aufliegt, die in dem Gestell A sitzen. Schraubt man die Schrauben G1 heraus oder hinein, so hebt oder senkt man die Schieber und kann dadurch die Höhe derselben über dem Schlitten H1 und somit auch die Lage der Zangen verändern. Die obere Fläche des Schlittens H1 liegt waagrecht und ist an ihrer Vorderkante mit ebenso viel Nasen m1 versehen, als Schieber vorhanden sind. Befindet sich der Schlitten H1 in Bewegung, so legen sich die Nasen m1 gegen die Stellschrauben G1 und veranlassen eine Bewegung der Schieber und Zangen. Um ein selbsttätiges Lösen der Schrauben G1 zu verhindern, sind dieselben mit Schraubenmuttern K'2 versehen.
Mit Ausnahme von 2 und 3 sind sämmtliche Schieber mit Spiralfedern ns versehen, Fig. 2, welche sich um ihren hinteren runden Theil f legen. Das eine Ende der Federn stützt sich gegen das Lager P Q7 das andere gegen den vierkantigen Theil H der Schieber. Nachdem die Maschine gearbeitet hat, bringen die Federn die Schieber in ihre Anfangsstellung zurück.
Die Bewegung des Schlittens H1 erfolgt parallel zur Neigung der Führungsrippen h1. Auf der Mitte des Schlittens H\ Fig. 3 und 8, ist durch Schraube r1 eine Schiene n1 befestigt, welche mit der auf der Antrieb welle A1 sitzenden Kettenscheibe C1 durch die Stangen J1 gekuppelt ist. Die Befestigung derselben an der Schiene n1 geschieht durch einen Schraubenbolzen i1. An der Kettenscheibe C1 sind die zu beiden Seiten derselben liegenden Lenkstangen J1 ebenfalls durch eine durch die Scheibe hindurchreichende Schraube ux befestigt. Die Schlitze v1 in den Lenkstangen J1 gestatten jedoch der Kettenscheibe so lange eine Drehung, bis die Schraube u1 sich gegen die Kanten m3 des Schlitzes legen und die Lenkstangen alsdann mitnehmen. Die genaue Rückbewegung des Schlittens H1 kann durch eine Feder wl bewirkt werden, deren Befestigungspunkt innerhalb des Gestelles A liegt.
Den Antrieb der Kettenscheibe C1 vermittelt eine über dieselbe laufende Gliederkette D1, Fig. 3 und 6, deren Abgleiten von der Scheibe C1 durch den Stift/1 verhindert wird. Das eine Ende der Kette ist mittelst einer Stange an die in der hohlen Säule F liegende Feder E -1 gekuppelt, und das andere Ende steht durch die Stange F1 mit dem Trittbrett in Verbindung. Die Antriebwelle A1, welche aufser der Kettenscheibe auch noch die Zangen bewegt, ist in Böcken B1 gelagert, die einen Theil des Gestelles A bilden. .
Die Zangen zum Einklemmen des Oberleders drehen sich um Zapfen in den Schiebern, und die Bewegung der beiden Schenkel erfolgt durch eine dieselben verbindende Zahnkupplung in einer solchen Abhängigkeit von einander, dafs durch die Bewegung des einen Schenkels von der Antriebwelle A1 aus der andere Schenkel mitgenommen wird. Um ein Einstellen der Zangen entsprechend der Gröfse der Stiefelsohle annehmen zu können, sind dieselben in Kloben M1 so gelagert, dafs die letzteren mit den an ihnen sitzenden Zapfen n2, Fig. 4 bis 7, sich in centralen Bohrungen r2 des vierkantigen Theiles H der Schieber verstellen lassen, wobei die Kopfschrauben s2 eine unbeabsichtigte Verschiebung des Klobens M1. verhindern. Zugleich gestatten die Zapfen rfi eine Drehung der Zange zur Längsachse der Schieber.
Das Maul einer jeden Zange, Fig. 4 bis 7, besteht aus zwei Backen S und T, von denen die obere, S, gezähnelt ist. Die Schenkel, an weihen die Backen sitzen, drehen sich um einen in Kloben M1 sitzenden Zapfen b in einem gabelzapfenförmigen Schlitz d desselben. Mit dem Doppelschenkel t der Backe T ist durch den Zapfen u ein Winkelhebel U verbunden. Der eine Schenkel desselben liegt zwischen den beiden Armen des Schenkels t und ist mit einem Zahnbogen bl versehen, welcher im Eingriff mit einem zweiten Zahnbogen dl steht, der auf der mit der Backe 5 verbundenen Führungszunge η sitzt. Die Be-
wegung des Hebels U ruft mithin bei feststehender Backe T ein Zuklappen der Zange hervor. Damit die Zange sich weit genug nach links überlegen kann, und umgekehrt sich nicht zu weit nach rechts überneigt, ist die in dem Schlitz d stehengebliebene Fläche x1 schräg bearbeitet und die untere Kante hs derselben etwas abgerundet, gegen welche sich eine entsprechende Einkerbung g% der Backe T legt,
Fig. 4· Λ
Die Bewegung der Zange erfolgt . einmal durch Hin- und Hergleiten der'Schieber ι bis 8 und ferner durch Drehung des Wmkelhebels U um den Zapfen u. Der freie Schenkel des Hebels U ist mittelst des Zapfens ν mit einer Stange V verbunden, welche durch den Zapfen w an dem Auge χ einer Muffe W befestigt ist; letztere sitzt drehbar auf einem verstellbaren Hebel Y, der zu diesem Zweck als Kopfschraube ausgeführt ist. Oberhalb der Muffe W befindet sich der Kopfy, und das untere Ende trägt Gewinde %, welches in die entsprechende Bohrung der Antriebwelle A1 pafst. Damit der Hebel Y sich nicht selbst lösen kann, ist auf das Gewinde \ eine Sicherheitsmutter H2 aufgeschraubt. Die Stange V, welche die Zange mit dem Hebel Y verbindet, läfst sich ebenfalls noch verstellen; sie besteht aus zwei Theilen ws und i3, die mittelst Gewinde durch eine Gewindemuffe A2 zusammengehalten werden ; die Verschiebbarkeit der Muffe wird durch' eine Mutter J2 versichert.
An den Zangen unmittelbar sitzt die Vorrichtung zum Eintreiben . der Nägel, nachdem das Leder über die Sohle gezogen ist. Die Fig. 9 bis 9d sowie io und ioa zeigen die Vorrichtung in verschiedenen Stellungen und Schnitten. Fig. 9 und 9 a sind Vorderansichten der Nageleinführvorrichtung, 9 b eine Seitenansicht und'9c und gd senkrechte Schnitte nach den Linien 5-5 und 6-6, Fig. 9 und 9 b. Die Fig. 10 und ioa zeigen Einzelheiten- der Vorrichtung.
An der oberen Backe S sitzt ein Rahmeny\ in dessen oberer und unterer Querwand b2 und (P Bohrungen c2 angeordnet sind, durch welche eine Stange K1 hindurchreicht. Das untere Ende der Stange ist verjüngt und das obere mit einem Knopf/2 versehen, Fig. 4 bis 7. Innerhalb der Oeffnung a2 des Rahmens yl ist durch die Stange K1 ein Stift g2 geschoben, an welchem eine um Stange K1 herumlaufende Spiralfeder befestigt ist; das freie Ende derselben liegt auf der unteren Querwand d2 auf und erhält die Stange K1 in ihrer höchsten Lage, in welcher der Stift g2 sich gegen die obere Querwand b2 legt. Die obere Backe 5 besitzt eine Oeffnung /z2 und die untere einen Schlitz m2, durch welche beim Herunterdrücken der Stange K1 die untere Spitze derselben hindurchtritt. Zum Einführen der Nägel dient ein an dem Rahmen y1 sitzendes Rohr b'2, in dessen oben erweiterter Oeffnung der Nagel hineingeworfen wird. Auf der unteren Seite ist das Rohr bei e3 so viel abgeschrägt, dafs die Stange K1 sich ungehindert an ihm vorbeibewegen kann. Ist der Nagel unten an dem Rohr B2 angelangt, so halten ihn zwei Kloben w% wz , Fig. 9 bis 9 d fest, welche in zwei verschiedenen Stellungen aus Fig. 10 und ioa ersichtlich sind; dieselben schwingen um unsymmetrisch zu ihrem Schwerpunkt angeordnete Zapfen v3 Vs, welche an der oberen Zangenbacke 5 befestigt sind. An den an einander stofsenden Seiten ist an jedem Kloben eine senkrechte, schräg zulaufende Vertiefung α4 α4 angebracht, welche der des anderen Klobens gegenübersteht. Beide Vertiefungen bilden in ihrer Ruhelage, Fig. 9 und 1 o, eine konische Oeffnung /4, welche den Nagel aufnimmt und festhält, bevor er in das Oberleder und die Brandsohle eingetrieben werden soll, ihn aber durchläfst, sobald die Spitze der Stange K1 auf denselben schlägt.
Da die Zangen auf das Oberleder, sobald sie dasselbe erfafst haben, einen bedeutenden Zug ausüben, so ist es nothwendig, dafs der Leisten sich während des Spannens des Leders gegen irgend eine Stütze lehnt. Hierzu dient die unterhalb der Vorderkante M des-' Gestelles A liegende Platte U1, Fig. 3 und 8, welche sich nach der Gröfse des zu bearbeitenden Stiefels einstellen läfst. Dies geschieht durch Hineinschieben bezw. Herausziehen des Schiebers as, Fig. 6, aus der entsprechenden Oeffnung bs im Gestell A, wobei die Schraube ds ein Feststellen des Schiebers as bewirkt. Mit dem Schieber selbst ist die Platte U1 durch einen senkrecht stehenden Bolzen verbunden, um welchen sie in waagrechter Ebene schwingt. Ein zu weiter Ausschlag der Platte wird durch auf der Rückseite derselben sitzende Nichtschrauben v1 v1 verhindert.
Zum Festhalten des Leistens während des Spannens des Oberleders dient aufser der Platte U1 der Bock N\ Fig. 1 und 3. Derselbe ist mit einer Spindel t2 ausgerüstet, welche in den Lagern zweier Arme w2 w2 eines senkrecht stehenden Gabelzapfens sich drehen kann. An dem unteren Ende der Spindel ist ein Zahnrad S1 und ein nach zwei Richtungen wirkender Sperrkegel T1 angeordnet, dessen Drehzapfen an dem unteren Arme u2 sitzt. Der Sperrkegel T1 dient nur dazu, den Bock JV"1 festzustellen, sobald derselbe die richtige Lage erhalten hat. Der die Arme u2 u2 verbindende Theil P des Zapfens ist durch den Bolzen v2 mit einer sich waagrecht verschiebenden Schiene Q1 gelenkig verbunden; letztere wird in dem Schlitz w2 der hohlen Säule F in der
Art geführt, dafs ihre Ober- und Unterkante je2 x2 in der Längsrichtung von je zwei Reibungsrollen R1 i?1 gestützt werden, die sich um Zapfen y1 der Säule F drehen. Diese Anordnung gestattet dem Bocke eine Drehung um seine verticale und um eine waagrechte Achse und ferner noch ein Verschieben desselben in waagrechter Richtung.
Das Einstellen der Maschine, Fig. 3, geschieht in folgender AVeise: Der Leisten wird, von / dem Oberleder und der Brandsohle umgeben, auf den Bock JV1 gesetzt. Alsdann zieht man die Zange Q1 aus der Säule F so viel hervor oder zurück, dafs der Stiefel ungefähr unter den Zangen sitzt. Das Einstellen der Zangen, welches darauf nothwendig wird, erfolgt nach zwei« Richtungen hin. Zuerst hat man Sorge zu tragen, dafs sämmüiche Zangen in der Ebene der Sohle liegen; dies erreicht man durch Verstellung 'der Schrauben G1. Ferner müssen die Zangen in ihrer Anfangsstellung mit der unteren Backe T sich gerade gegen den überstehenden Rand des Leders legen. Zu diesem Zweck zieht man den Kloben M1 aus dem vierkantigen Theile H des Schiebers heraus bezw. schiebt ihn hinein und verdreht zugleich die Zange so, dafs die Backen in normaler Richtung zum Rand der Brandsohle den Zug auf das Oberleder ausüben. Durch Verstellen der Hebel Y und der Verbindungsstangen V mittelst der Muffe Ä* läfst sich die Länge des auszuübenden Zuges auf das Oberleder regeln. Sind sämmtliche Zangen eingestellt, so wird die Platte U1, gegen welche sich der Stiefel beim Anziehen der Zangen legt, entsprechend der Gröfse desselben eingestellt, und der Bock um den Zapfen v2 so weit gedreht, bis der Stiefel sich fest gegen die Platte U1 lehnt.
Ist die Maschine in dieser Weise für eine bestimmte Gröfse eingestellt, so wird durch Bewegung der Trittkurbel die Antriebwelle A1 in der Richtung des Pfeiles, Fig. 1 und 3, gedreht. Sämmtliche Hebel Y werden hierdurch ebenfalls schwingen und die Bewegung der Stangen V und der Zangen hervorrufen. Zugleich wird aber auch durch die Kupplungsstangen J1 der Schlitten H1 , wobei die Kettenscheibe C1 zuerst einen todten Gang hat, da der Zapfen ul in dem Schlitz vl der Scheibe sitzt. Die auf dem Schlitten H1 sitzenden Nasen m x nehmen alsdann die Schieber 1 bis 8 mit, an welchen die Zangen sitzen. Die Zangen erhalten mithin eine combinirte Bewegung; einmal werden sie von den Stangen V und dann durch die Schieber 1 bis 8 bewegt. Wird der Tritt hierauf losgelassen, so dreht die in der hohlen Säule F liegende Feder E1 die Antriebwelle A1 zurück und alle Theile der Maschine kehren in ihre Anfangslage zurück. -
Die Bewegung der Zangen ist aus den Fig. 4 bis 7 ersichtlich. Die Anfangsstellung derselben ist eine solche, Fig. 4, dafs die untere Backe T mit ihrer inneren Fläche/3 sich gegen das über der Sohle -F2 des Stiefels hervorragende Oberleder E2 legt. Dreht sich die Antriebwelle A1, so wird vorerst der Schieber einer jeden Zange wegen des Leerlaufes der Scheibe C1 stillstehen und nur die obere Stange V wird' zurückgezogen. Dadurch, dafs sich das Oberleder EP· fest gegen die Backe T legt, wird für einen Augenblick der Bolzen u in dem Doppelschenkel t ebenfalls feststehen, und durch die Bewegung der Stange V dreht sich um ihn der Winkelhebel U und mit ihm der Zahnbogen &1; letzterer wird die Drehung des Zahnbogens d1 veranlassen und hierdurch die obere Backe der Zange S um den Zapfen b so weit drehen, bis die Zähne auf der Innenseite derselben in das Leder eingreifen und die beiden Backen das Leder fest eingeklemmt haben, Fig. 5. Bei einer weiteren Drehung der Welle A\ Fig. 6, ist der Leerlauf der Kettenscheibe C1 beendigt; der durch dieselbe hindurchreichende Bolzen u1 legt sich gegen die Kante ms des Schlitzes ν in den Kupplungsstangen J und yeranlafst diese, den Schlitten H1 zurückzuziehen und zu senken. Die Nasen m1 ■ desselben stofsen hierbei gegen die Stellschrauben G1 der Schieber 1 bis 8 und nehmen diese mit, wobei gleichzeitig ein Heruntersinken der letzteren stattfindet. Es werden hierdurch mithin die Drehpunkte sämmtlicher Zangen gesenkt und zurückgezogen; zu gleicher Zeit werden aber auch die Stangen V weiter zurückgezogen; da die Zange aber schon geschlossen ist, so wird dieselbe durch die Stange V genau so bewegt, als wenn nur ein einziger, um den Zapfen b sich drehender Hebel vorhanden wäre, der mit der Stange V durch den Bolzen ν gelenkig verbunden ist. Es tritt also aufserdem noch eine Drehung der Zange um den Zapfen b ein. Dieselbe währt so lange, bis sich die Zange gegen die schräge Fläche x1 des Schlitzes d1 in dem verstellbaren Kolben M1 gelegt hat. Man erreicht durch diese combinirte Bewegung der Zange den Anzug des Leders in senkrechter Richtung zur Kante der Brandsohle und legt dasselbe zugleich' auf der Sohle um. Wird die Drehung der Welle A x fortgesetzt, so wird der Schlitten H1 keine weitere Verschiebung erfahren, da der Zapfen u1 sich nahezu in senkrechter Richtung bewegt. Die Stangen V werden aber noch weiter zurückgezogen; die Zangen liegen jedoch fest in den Kloben M1, und durch die weitere Bewegung der Stangen V werden mit den Zangen die Schieber noch weiter zurückgezogen, so dafs die ganze Maschine die in Fig. 7 dargestellte Stellung einnimmt. Das Leder wird
also zuerst von den Zangen ergriffen, dann über die Brandsohle umgelegt und gespannt und schliefslich kräftig ausgereckt.
Bei der Rückbewegung der Welle A1 öffnen sich die Zangen wieder, und sämmtliche Schieber der Maschine kehren, zum Theil durch Federkraft unterstützt, in ihre frühere Lage zurück. Die Rückkehr des Schlittens H1 wird durch die Feder W1 erleichtert.
Nach dem Spannen des Leders über den Leisten ist eine Befestigung desselben auf der Brandsohle erwünscht. Dies wird durch die in den Fig. 9 bis ioa dargestellte Vorrichtung erreicht. Die Stifte zur Befestigung des Leders werden vor Beginn des Lederspannens oder während desselben in den Trichter £4 geworfen und gelangen in die Oeffnungen α4 α* der beiden Kloben w'iWi; ist das Leder genug gespannt, so wird mit einem Holzhammer oder einem ähnlichen Werkzeuge auf den Knopf _/2 der Stange K1 geschlagen. Dieselbe treibt den zwischen den Kloben #>3 w^ steckenden Nagel durch das Leder in die Sohle, wobei die Kloben um ihre Zapfen v3 v3 aufwärts gedreht werden. Der Rückgang der Stange K1 erfolgt durch Feder L1, während die Kloben durch ihre eigene Schwere in die Anfangslage zurückfallen oder auch durch Federkraft zurückbewegt werden können. Die Schlitze m2, Fig. 3 und 4, in den unteren Backen T gestatten ein Entfernen des Stiefels aus den Zangen, nachdem die Nägel eingetrieben sind.
Das Spannen des Leders geschieht jedesmal nur immer auf der einen Seite des Leistens. Ist diese bearbeitet, so wird der Bock JV1, Fig. ι und 3, um die Spindel i2 herumgedreht und derselbe Vorgang auf der anderen Seite wiederholt sich. Da bei der Drehung des Bockes das Profil des Stiefels um i8o° gedreht ist, so würden nicht mehr alle Zangen das Oberleder fassen können; infolge dessen sind die Schieber 1, 2, 3, 4, 6 und 7 so angeordnet, dafs ihre Zangen bei beiden Stellungen des Leistens wirken können; die Schieber 5 und 8 dagegen gelangen den Stellungen des Leistens entsprechend nur abwechselnd zur Wirkung.
Ist das Leder in dieser Weise auf den Leisten zu beiden Seiten desselben gespannt, so kann der an der Spitze und dem Absatz übrig bleibende Theil in geeigneter Weise mit oder ohne Benutzung irgend einer passenden Maschine gespannt werden, oder es kann auch das Spannen an diesen Stellen geschehen, bevor der Leisten in die Maschine gespannt wird.
Die Zuführvorrichtung für die Nägel kann mit einer Maschine in Verbindung gebracht werden, welche das Eintreiben derselben selbstthätig bewirkt, wodurch die Handhabung der ganzen Maschine sich lediglich auf das Einspannen des Leistens in den Bock und auf das Heruntertreten des Trittbrettes, welches die Antriebwelle in Bewegung setzt, beschränkt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten, bestehend aus einer Anzahl Zangen (GJ, welche in Zapfen (b) von sich' hin- und herbewegenden Schiebern (1 bis 8) drehbar gelagert sind und in deren einem Schenkel (tj mit Zahnbögen (b1) versehene Hebel (U) schwingen, deren Bewegung mittelst Kupplungsstangen (V) und in der hin- und herschwingenden Antriebwelle (A1) sitzender Hebel (Y). erfolgt und deren Zahnbögen (b1) mit am anderen Schenkel der Zangen (G) sitzenden Zahnbögen (d1) im Eingriff stehen, wodurch die Bewegung des einen Schenkels von der des anderen abhängig gemacht wird.
2. An einer Maschine der unter 1. angegebenen Art die Bewegung der Schieber in der Weise, dafs in denselben sitzende Schrauben (G1) von an einem Schlitten (H1)
sitzenden Nasen (m1) mitgenommen werden, wobei der Schlitten (H1) auf einer schiefen Ebene (Wh1) gleitet und von der Antriebwelle (A1) oder einer auf ihr sitzenden Scheibe (C1) mittelst Kupplungsstangen (J1), die an der Verbindungsstelle mit der Antriebwelle mit einem Schlitz (u1) versehen sind, bewegt wird, so dafs nach einem durch den Schlitz (u1) bedingten Leerlauf der Antriebwelle durch das Zurückgehen des Schlittens (H1) sämmtliche Schieber (1 bis 8) zurückgezogen und zugleich gesenkt werden.
3. An einer Maschine der unter 1. gekennzeichneten Art die besondere Anordnung der die Zangen (G) bewegenden und tragenden Theile zum genauen Einstellen derselben, bestehend aus einer Schraube (G1), welche die Höhe der Schieber (1 bis 8) über dem Schlitten (H1) regelt, aus einem besonderen Kloben (M1), in welchem der Drehzapfen (b) für die Zange sitzt, und welcher in seinem Schieber (1 bis 8) durch einen Zapfen (ri*) drehbar und verschiebbar gemacht ist, und ferner aus einem aus zwei Theilen (V3 und t3) hergestellten und durch eine Gewindemuffe (A*) verbundenen Kupplungsstange (V), welche an den in die Antriebwelle (A1) eingeschraubten und ebenfalls verstellbaren Hebel (Y) gekuppelt ist.
4. An einer Maschine der unter 1. angegebenen Art die Befestigung des Leistens auf einem Bock (N1), der drehbar in einem Gestell (P1 w2 U2J gelagert ist und dessen Lager-
gestell mittelst eines drehbaren Zapfens (v2) an einer im Gestell der. Maschine (F) verschiebbaren Schiene (Q)) befestigt ist, wobei die Verschiebbarkeit des Leistens auf dem Bock durch eine um einen senkrecht stehenden Zapfen schwingende Platte (U1) verhindert wird, welcher in einem im Gestell der Maschine verstellbaren Zapfen (as) gelagert ist.
An einer Maschine der unter ι. gekennzeichneten Art eine mit den Zangen verbundene Nagelzuführvorrichtung, bestehend in einem den Nagel führenden Rohre (B^), welches aus zwei an der oberen Backe (S) der Zange drehbaren Kloben (ws w3) ausmündet , die mit Oeffhungen (a^ cfi) für einen federnd^L^ gelagertenNageltreiberfZfy ausgerüstet sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT49441D Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten Expired - Lifetime DE49441C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE49441C true DE49441C (de)

Family

ID=324363

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT49441D Expired - Lifetime DE49441C (de) Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE49441C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE49441C (de) Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten
DE640559C (de) Verfahren zum selbsttaetigen OEffnen und Zufuehren von gefalzten Boegen
DE277691C (de)
DE143047C (de)
DE61033C (de) Aufzwickmaschine
DE152189C (de)
DE62517C (de) Aufzwickmaschine
DE192880C (de)
DE25065C (de) Aufzweckmaschine
DE43495C (de) DoppeltwirkendeLeistenmaschine zur Herstellung von Schuhen und Stiefeln
DE42568C (de) Leistenmaschine für Schuhwerk
DE293160C (de)
DE619088C (de) Klemmvorrichtung zum Zusammenpressen von Dielen auf ihren Tragbalken
AT60042B (de) Maschine zum Aufbringen des Oberleders auf einen Leisten.
DE686694C (de) UEberholmaschine
DE248247C (de)
DE76085C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schnürstiften mit nicht streckbarer Einlage
DE69343C (de) Schlittschuheinstellvorrichtung
DE664692C (de) Maschine zum Formen und Zwicken des Schuhschaftes ueber den Leisten
DE193336C (de)
DE118276C (de)
DE119684C (de)
DE195830C (de)
DE51228C (de) Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten
DE50533C (de) Verfahren und Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten