DE49206C - Neuerung bei der Herstellung der Glühkörper für elektrische Glühlampen - Google Patents
Neuerung bei der Herstellung der Glühkörper für elektrische GlühlampenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
THEODORE MACE in MONTCLAIR
(Grafschaft Essex, New-Jersey, V. St. A.).
Zusatz zum Patent No. 38926 vom 28. Juli 1886.
Pateritirt im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1889 ab.
Längste Dauer: 27. Juli 1901.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung der Leuchtfäden für elektrische
Glühlampen aus Pflanzenfaser.
Die meisten oder alle natürlichen Fasern enthalten neben den Grundstoffen ihrer Zusammensetzung — Kohlenstoff, Wasserstoff und
Sauerstoff ·— noch eine Menge anderer Stoffe, welche bei der Carbonisirung der Faser sich
zu Asche umwandeln, deren Gegenwart nun das zu erreichende Resultat schädigt. Für die
Zwecke der vorliegenden. Erfindung werden mit Vorzug Pflanzen benutzt, welche von
Natur aus fadenartige Form besitzen und zur benöthigten Länge und Dicke herangewachsen
sind. Solche Pflanzen werden zunächst, wenn nöthig, auf dieselbe gleichmäfsige Dicke reducirt,
sei es, indem man sie durch die Löcher einer Ziehplatte zieht oder in sonst hierzu geeigneter
Weise behandelt. Dann behandelt man sie etwa 20 bis 30 Minuten lang mit
einem Bade von vorzugsweise chemisch reiner Salzsäure mit einem spezifischen Gewicht von
1,14. Durch diese Behandlung werden die vorhandene Kohlensäure und andere (Asche
erzeugende) Substanzen der Pflanze durch Auflösen entfernt. Darauf werden die Pflanzen
mit Wasser gewaschen und getrocknet. Dann unterwirft man sie für einige Minuten (die
Länge der Behandlung hängt von der Natur der Pflanze - ab) der Einwirkung starker
Schwefelsäure. Hierzu genügt gewöhnliche unverdünnte Handelsschwefelsäure, und soll die
Säure ein specifisches Gewicht von 1,7 bis 1,8
besitzen, .gemäfs der Ausdehnung der bis zur Incorporation der Metalloxyde noch vorzunehmenden
ferneren Behandlungen. Besteht z. B. die. folgende Behandruag' in der Incorporation
von Thonerde durch Zersetzung von deren Salzen, so wird das specifische Gewicht der
Schwefelsäure dieser Behandlung entsprechend vanirt; es wurde gefunden, dafs in diesem
Falle am zweckmäßigsten eine Schwefelsäure von 1,78 specifiscbem Gewicht angewendet wird.
Wird ein rein aus Kohle bestehender Glühfaden gewünscht, so wird die nach der Salzsäurebehandlung
gewaschene und getrocknete Pflanze bei geeigneter Temperatur ausgeglüht. Soll dagegen ein Leuchtfaden hergestellt werden,
der einen gewissen Procentsatz an metallischem Oxyd (z. B. Thonerde) nach der Behandlung
mit Schwefelsäure erhalten soll, so werden die Pflanzen mit reinem Wasser gewässert,
aber nicht trocknen gelassen, sondern in feuchtem Zustande mehrere Stunden lang in
die Lösung des betreffenden Salzes (bei Thonerde z. B. Chloraluminium oder schwefelsaure
Thonerde) eingelegt. Darauf werden die Pflanzen zum Carbonisiren fertig gemacht,
z. B. indem man sie um Kohlenblöcke windet, und dann carbonisirt, was in üblicher Weise
' stattfinden kann. Ist das benutzte Salz hygroskopisch, so hält man nach der Tränkung mit
dessen Lösung die getrocknete Pflanze bis zur Carbonisation auf genügender Temperatur, um
die Ansammlung von Wassertröpfchen auf der Pflanze zu verhüten.
Die Wirkung der Behandlung mit Salzsäure besteht neben der Entfernung der Aschebestand-.theile
in der Oeffnung der Structur der Fasern, um dieselben der folgenden Einwirkung der
Schwefelsäure besser zugängig zu machen. Infolge der grofseii Affinität der unverdünnten
Schwefelsäure zum Wasser entzieht dieselbe den Fasern einen bedeutenden Theil ihres
Wassergehaltes ünd^ertheilt ihnen dadurch eine
Beschaffer^iejt, ,,.werp^e.^die^ leichte Aufsaugung
der Metallslzfesui^'i, kih^flrdert.
Das scfilief§jigijg.M(IlarJb.Qnisiren oder Glühen
bei hoher Temperatur hat die Zersetzung des Metallsalzes zur Folge, so dafs das darin enthaltene
Oxyd in der Faser verbleibt. Auf die Incorporation der Metalloxyde mittelst der Lösung eines durch Wärme zersetzbaren Salzes
wird ein Anspruch nicht erhoben.
Werden natürliche Fasern in der beschriebenen Weise mit starker Schwefelsäure behandelt,
so zeigen sie nach dem Trocknen gewöhnlich eine gelbliche Färbung, sind äufserst
stark elastisch und hart und widerstehen selbst rauher mechanischer Behandlung; bei hoher
Temperatur carbonisirt, sind sie sehr hart und elastisch, sowie sehr dicht und vorzüglich zur
Verwendung als Leuchtfäden in elektrischen - Glühlampen geeignet.
Unter der Bezeichnung Pflanzen oder natürliche Fasern sind solche zu verstehen, welche
aufser der Reduction bezüglich ihrer Dicke und Länge noch keinerlei andere Vorbehandlung
erfahren haben, d. h. Rohfasern. Die Einwirkung der Schwefelsäure auf die letzteren darf
in keiner Beziehung --mit der -Einwirkung dieser
Säure auf bereits verarbeitete. Fasern (Garn, Papier) verwechselt werden. In' letzterem Falle
tritt die wohlbekannte pergamentisirende Einwirkung ein, d.h. das-Garn oder das Papier
wird durch die Behandlung mit einem Gemisch von zwei Volumen concehtrirter
Schwefelsäure mit einem Volumen Wasser und nachfolgendes Wässern in eine dem äufseren
Habitus nach dem Pergament ähnelnde Substanz verwandelt, welche dieselbe chemische
Zusammensetzung wie Cellulose aufweist; bei der Behandlung wird die Structur der Fasern
zerstört und die Masse wird durchscheinend Lind homogen. Durch die vorstehend beschriebene
Behandlung der Rohfaser wird eine ganz verschiedene Wirkung erzielt auf Grund
der Verschiedenheit des Ausgangsproductes. Baumwolle und Flachs sind an sich fast reine
Cellulose ohne holziges Gewebe und folglich ohne die Steifheit und Unbiegsamkeit, welche
natürliche Fasern in ihrem normalen Zustande kennzeichnen. Die innere Beschaffenheit wird
durch die Behandlung nicht völlig zerstört, die Elasticität dagegen in bedeutendem Mafse erhöht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei dem durch Patent No. 38926- geschützten Verfahren zur Herstellung von elektrischen Glühkörpern die Anwendung von pflanzlichen Rohfasern, welche vor der Imprägnirung mit dem metallischen Oxyd zunächst mit Salzsäure und nach dem Wässern mit starker Schwefelsäure behandelt worden sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49206C true DE49206C (de) |
Family
ID=324144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49206D Expired - Lifetime DE49206C (de) | Neuerung bei der Herstellung der Glühkörper für elektrische Glühlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49206C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4644236A (en) * | 1984-01-24 | 1987-02-17 | Zinser Textilmaschinen Gmbh | Drive restart control for ring spinning or twisting machine |
-
0
- DE DENDAT49206D patent/DE49206C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4644236A (en) * | 1984-01-24 | 1987-02-17 | Zinser Textilmaschinen Gmbh | Drive restart control for ring spinning or twisting machine |
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