DE49167C - Neuerung an Fördermaschinen - Google Patents

Neuerung an Fördermaschinen

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DE49167C
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Germany
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air
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air chamber
machine
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Application number
DENDAT49167D
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English (en)
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M. M. rotten in Berlin NW., Schiffbauerdamm 29 a
Publication of DE49167C publication Critical patent/DE49167C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B15/00Main component parts of mining-hoist winding devices
    • B66B15/08Driving gear

Landscapes

  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung an Fördermaschinen, namentlich an denjenigen, welche zum Abteufen von Schächten mit nur eintrümmiger Förderung dienen, bezweckt einen Ausgleich der von der niedergehenden Last ausgeübten Kraft und erzeugten Geschwindigkeit und eine Regulirbarkeit der Fördergeschwindigkeit, ohne die bei eintrümmiger Förderung nur langsam, also in beschränkter Weise gefördert werden kann, ferner den Wegfall des bei gröfseren Förderteufen und zweitrümrhiger Förderung nöthigen Unterseiles.
Bei den bisherigen Förderanlagen zum Abteufen von Schächten mit zuweilen eintrümmiger Förderung ist es stets ein Uebelstand gewesen, dafs man nicht in der Lage war, sicher und mit einer gewünschten Geschwindigkeit Lasten niederzulassen oder auch schon das Gewicht des niedergehenden Fördergefäfses und Seiles aufzuheben. Die vorhandenen Bremsen (wie z. B. die Dampf bremse, Welche nur in Nothfällen momentan wirken soll, sowie die Hand- oder Fufsbremse) genügen den Anforderungen nicht, da dieselben stets zu Seilstöfsen und sogar zum Seilreifsen Veranlassung geben. Auch zeigen die Bremsbacken sehr bald ein derartiges Verschleifsen, dafs ein öfteres Auswechseln derselben nöthig wird, welches beim flotten Abteufen oder Fördern sehr nachtheilig ist. Mit Gegendampf kann nur sehr vorsichtig und langsam gearbeitet werden.
Bei der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Neuerung wird den erwähnten Uebelständen dadurch abgeholfen, dafs die Dampfcylinder der Fördermaschinen direct oder indirect mit Luftcompressionscylindern verbunden werden, deren Kolben während des Aufholens der Last leer mitlaufen, während beim Niedergehen der letzteren die Kolben der Fördercylinder leer mitgehen, aus den Luftcompressionscylindern jedoch die angesaugte äufsere Luft in Windkessel geprefst wird, so dafs durch die in den letzteren entstehende und dem mitgehenden Kolben auf der Druckseite entgegenwirkende Spannung eine Regulirung der Geschwindigkeit des Niedersinkens der Last herbeigeführt werden kann.
In den beiliegenden Zeichnungen ist in den Fig. ι und 2 eine mit solchen Luftcompressionscylindern verbundene Fördermaschine im Aufrifs und Grundrifs dargestellt, welche beispielsweise als Zwillingsmaschine gedacht ist. Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den Compressionscylinder und durch das Steuerventil für denselben , während die Fig. 4 und 5 Längsschnitte durch den Compressionscylinder nach den Linien x-y, \-u bezw. v-w in der Fig. 3 darstellen. Die Fig. 6 endlich . zeigt einen Querschnitt durch das die Regulirung des Druckes bewirkende Ventil.
Die Luftcompressionscylinder b sind hierbei beispielsweise direct hinter den Dampfcylindern α der Fördermaschine mit durch beide Cylinder gehender Kolbenstange angebracht. Auf dem Gompressionscylinder b ist ein Zweiwegventil c angeordnet, welches der bei dem vorhergehenden Hub durch die Saugventile s angesaugten und bei dem darauf folgenden Hub durch die Druckventile k in einen — beispielsweise in dem Kühlmantel des Compressionscylinders eingelegten — Auspuffkanal h hinein-
gedrückten Luft entweder (durch Z) den Ausgang in die freie Atmosphäre oder (durch m) den Eintritt in einen Windkessel d gestattet.
Bei dem Aufholen der Last wird durch entsprechende Einstellung des Zweiwegventils c die Verbindung zwischen dem Compressionscylinder b und dem Windkessel d geschlossen. Der erstere läuft daher leer mit und läfst die angesaugte und ausgestofsene Luft (bei /) ins Frei entweichen.
Beim Niedergehen der Last, bei welchem der Dampf abgestellt ist und die Last eine Rotation ■ der Seilkörbe und ein Mitgehen der Kolben, sowohl der Fördercylinder als auch der Compressionscylinder, bewirkt, wird durch eine entsprechende Einstellung des Zweiwegventils c die von den Compressionscylindern eingesaugte Luft (durch τη) in die Windkessel d gedrückt. Hierbei entsteht schon nach wenigen Kolbenhüben eine bestimmte Spannung der Luft in dem Windkessel, welche beim weiteren Arbeiten des Compressionskolbens diesem auf der Druckseite entgegenwirkt. Wird dabei das Kraftmoment der niedergehenden Last, bezogen auf den Kurbelarm der Maschine, gleich dem Gegendruck der comprimirten Luft auf die Kolbenfläche des Compressors, so mufs ein Stillstand der ganzen Maschine, sowie der Seilkörbe mit der Last erfolgen, welcher Moment durch entsprechende Wahl der Dimensionen für die Stellung der Last nahe an dem Endziele derselben herbeigeführt wird. Hierdurch ist gleichzeitig eine Sicherheitsvorkehrung gegeben für den Fall, dafs der Maschinenführer arbeitsunfähig wird und die Maschine durchgehen würde, mit zunehmender Seillast im Schachte. Die Maschine mufs endlich, wenn die Luftcompression die lebendige Kraft aufhebt, stillstehen.
Eine Regelung der Fallgeschwindigkeit der Last wird durch ein Regulirventil g bewirkt, welches mit dem Windkessel in Verbindung steht. Auf dem letzteren befindet sich ein dem maximalen Druck der Anlage entsprechend belastetes Sicherheitsventil e. Sind zwei Compressoren und Windkessel vorhanden, so werden die letzteren durch eine gemeinschaftliche Leitung f verbunden, welche dazu dient, die entstehenden verschiedenen Luftspannungen und somit das Arbeiten der Maschine auszugleichen.
Auf dieser gemeinschaftlichen Leitung sitzt das oben erwähnte Regulirventil g, welches der Oertlichkeit entsprechend durch Hebel, Handrad und Gewindespindel vom Maschinistenstande aus bedient wird. Man hat es also während des Niederganges der Maschine durch dieses Regulirventil stets in der Hand, den Druck in dem Windkessel höher oder niedriger werden zu lassen und denselben auf eine bestimmte Höhe zu erhalten, so dafs infolge dieser Druckdifferenzen ein langsameres bezw. schnelleres Niedergehen (Hängen) der Last stattfinden kann, je nachdem' die geprefste Luft aus dem Windkessel mit geringerem bezw. gröfserem Druck auf der jeweiligen Druckseite des Compressionscylinders lastet.
Ein weiterer besonderer Vortheil der Anlage der Fördermaschinen mit an dieselben sich anschliefsenden Compressoren besteht in dem-Wegfall des Unterseiles, welches bisher zum Ausgleich des Seilgewichtes bei gröfseren Förderteufen nothwendig war. Ohne dieses Unterseil wird bei einer Anordnung nach der vorliegenden Erfindung ermöglicht, das Fördergut aus verschiedenen Sohlen zu heben, was hauptsächlich bei neu aufzuschliefsenden Bergwerksanlagen oft nothwendig ist. Die erzeugte comprimirte Luft kann beim Grubenbetriebe verschiedene nutzbringende Verwendung finden, ohne besondere Kosten ihrer Erzeugung verursacht zu haben. Durch Wegfall des Unterseiles ergiebt sich endlich auch eine Sicherheitserhöhung und Gewichtsverminderung des Oberseiles und—hieraus folgend — eine-leichtere Construction der Seilkörbe, der Seilscheiben und der Achsen derselben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Fördermaschinen mit eintrümmiger (oder bei gröfseren Teufen bedingter zweitrümmiger) Förderung die Verbindung des Dampfcylinders α mit einem ein Zweiwegventil c besitzenden Compressorcylinder b und einem Windkessel d, welcher ein für den maximalen Druck belastetes Sicherheitsventil e besitzt und mit einem Regulirventil g in Verbindung steht, zum Zweck, einen Ausgleich der von der niedergehenden Last ausgeübten Kraft und erzeugten Geschwindigkeit unter Regulirung der letzteren zu erzielen.
    Hierzu 3 Blatt -Zeichnungen.
DENDAT49167D Neuerung an Fördermaschinen Expired - Lifetime DE49167C (de)

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