DE49049C - Schlacbtviehbetäuber - Google Patents

Schlacbtviehbetäuber

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DE49049C
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Germany
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lever
cattle
animal
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49049D
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English (en)
Original Assignee
H. KLEI-NENBRAHM in Wiesbaden, Prankfurterstr. 28
Publication of DE49049C publication Critical patent/DE49049C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B3/00Slaughtering or stunning
    • A22B3/02Slaughtering or stunning by means of bolts, e.g. slaughtering pistols, cartridges

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Feeding And Watering For Cattle Raising And Animal Husbandry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der nachstehend beschriebene Schlachtviehbetäuber wirkt in der Weise, dafs mittelst einer gespannten Feder im geeigneten Augenblicke ein Dorn, der in einer besonders construirten Schlachtmaske verschiebbar angeordnet ist, beim Auslösen eines Hebels in den Kopf des zu betäubenden Thieres getrieben wird. Die bisherigen Betäubungsverfahren für Schlachtvieh, sei es durch einen mittelst eines Hammers auf den Kopf des Thieres geführten Schlag, sei es durch sogenannte Schlachtmasken, durch welche dem zu betäubenden Thiere durch einen Schlag ein Dorn in das Gehirn getrieben wird, sind in ihrer Wirkung bisweilen mangelhaft, einestheils weil bei der Bewegung der Thiere, besonders der Schweine, mehrere Bedienungsmannschaften nöthig waren, anderentheils weil durch die Unruhe der Thiere der Schlag, sei es unmittelbar auf den Kopf oder auf den Bolzen der Schlachtmaske, nicht immer so genau ausgeführt werden kann, als es geschehen sollte. Bisher wurden z. B. die Schweine durch einen Schlag mit einem eisernen oder auch einem schweren hölzernen Hammer gegen die Stirn betäubt. Da nun die Stirn des Schweines dort, wo der Schlag am besten wirken würde, fast eine Abstufung zeigt, da ferner die grofsen, breiten Ohren der Thiere hinderlich sind, so ist die Betäubungsmethode keine sichere. Ein von Herrn Schlachthof - Inspector Kleinschmidt in Erfurt construirter Apparat, der diesem Uebelstande abhelfen soll, erfordert zur Anbringung des Apparates 3 bis 4 Mann Bedienung, indem 2 Mann das Schlachtthier halten, einer den Apparat handhaben und der vierte den Schlag ausführen mufs. Die Augenblicke, in denen das Thier wirklich stillsteht, die Vorrichtung richtig sitzt und der Schläger richtig trifft, fallen in äufserst seltenen Fällen zusammen, und daher kommen die häufigen Fehlschläge mit ihren gesammten widerlichen Erscheinungen. Die angeführten Mängel sind durch den angeführten Schlachtviehbetäuber gehoben. Derselbe ist auf beiliegender Zeichnung zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt den neuen Schlachtviehbetäuber in Seitenansicht,
Fig. 2 in Ansicht von oben.
Fig. 3, 4 und 5 beziehen sich auf Einzelheiten und zeigen im Besonderen die Büchse M mit ihrer inneren Einrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einer Büchse M, in welcher der Hebel H mittelst gufseisernen Ringes befestigt ist. Ueber dem Hebel H und an demselben drehbar ist der Hebel C angebracht, der an seinem Vorderende ein Gelenk E besitzt und auf dem Hebel H auf- und abwärts bewegt werden kann. Der Hebel H trägt ferner an seinem hinteren Theile ein aufgeschobenes Rohr R, das oben mit einer Sperrverzahnung Q versehen ist. Das Rohr R wird durch den federnden Körner G auf dem Hebel H festgestellt. An dem Hebel C ist die Sperrklinke P angeordnet und greift in die Zahnstange Q ein. Der federnde Körner G dient dazu, das Rohr R auf dem Hebel H festzustellen, oder auch das Rohr R, wenn der eingesetzte Sperrkegel P eingerückt werden soll, aus seiner Lage zu bringen, wenn der Sperrkegel auf den glatten Theil des Rohrumfanges zu liegen kommt. Es können dann die beiden
Hebel H und C wieder einander genähert werden. Auf dem Hebel C ist eine gebogene Brücke B dergestalt angebracht, dafs sie mit ihrem Loche L auf den Hebel C pafst und ebensowohl vorwärts als rückwärts mittelst der Stellschrauben N festgehalten werden kann. Zu beiden Seiten der Brücke B, deren Enden mit je einem Haken y versehen sind, ist ein aus Federstahl gefertigter Bügel A befestigt, der durch Löcher und Haken oder Knöpfe χ beliebig erweitert oder verengert werden kann. Mittelst des Bügels A wird die Vorrichtung an dem Halse des Schlachtviehes derart befestigt, dafs die Büchse M vorn auf der Stirn aufliegt. In der Büchse M ist der Mechanismus zum Ausstofsen des Domes angebracht. In derselben befinden sich zwei Federn F' F", von denen Feder F" auf den mit dem Dorn K aus einem Stück verfertigten Teller T drückt, während die andere Feder F', oberhalb der Feder F" angebracht, auf den zwischen beiden Federn F' F" befindlichen losen Teller drückt. Der Dorn K, an dessen Ende der Teller T befestigt ist, geht durch den Teller T' hindurch und endigt oben in eine Zahnstange W, in welche das Zahnrad V genau eingreift. Mittelst Umdrehens einer Kurbel, welche an das Zahnrad V angesetzt wird, werden die beiden Federn F' F" durch den Teller T in die Höhe gezogen und dadurch gespannt. Der seitlich an dem Hebel H angeordnete Hebel D dient dazu, den in die Höhe gezogenen Dorn . festzuhalten. Der Hebel greift mit seiner rechtwinklig umgebogenen Spitze U in ein kleines Loch der Büchse M, welche unterhalb des Tellers T, wenn derselbe gehoben, angeordnet ist. Auf solche Weise wird der Teller T und damit der Dorn K in gehobener Lage erhalten.
Um hierbei eine selbstthätige Bewegung des Hebels D in jeder Weise zu verhindern, wird dessen hinteres Ende durch eine Sperrklinke S, welche den Hebel umgreift, gegen Herausziehen gesichert, Fig. 6. Zur Lösung des Domes K ist demgemäfs erforderlich, zunächst die Sperrklinke S auszuheben und dann den Hebel D nach dem Hebel H hinzudrehen. Es wird dann die Spitze des Domes K durch den Druck der Federn F' F" mit voller Kraft herausgetrieben.
Bei der Anwendung der Vorrichtung zieht man zuerst den Bügel A, nachdem die Federn F' F". gespannt worden sind und der Hebel D unter den Teller gehoben sowie durch die Sperrklinke 5 sicher gestellt ist, dem betreffenden Schlachtvieh über den Kopf, pafst die Büchse M auf die Mitte der Stirnwand zwischen den beiden Augen und zieht nun den Hebel C in die Höhe. Es greift dann der Sperrkegel P in die Zahnstange Q ein, stellt die beiden Hebelarme fest und drückt die Büchse M auf den Kopf des Thieres. Der Bügel A wird da^- durch dem betreffenden Thiere um die Kehle geschnürt, und es kann sich dasselbe nicht mehr bewegen. Die Büchse M ist durch den Hebeldruck und die Sperrvorrichtung derart auf den Kopf des Thieres geprefst, dafs die Kraft der Federn F' F" nicht mehr im. Stande ist, beim Durchschlagen der Gehirnknochen die Büchse M zu heben. Ist nun die Vorrichtung in vorbeschriebener Weise angebracht, so wird der Hebel D von seiner Sicherung 51 befreit, sodann gegen den Hebel H hingeprefst, und die Federn schleudern dann den Dorn K mit seinen geschärften Kanten, der aber auch rund sein kann, mit der Spitze durch die Schädeldecke in das Gehirn des Thieres. Die vollständige Betäubung erfolgt sofort, und das ganze Verfahren läfst sich in wenigen Augenblicken ausführen.
Der vorbeschriebene Schlachtviehbetäuber ist für Schlachtvieh aller Art anwendbar. Derselbe mufs nach dem Kopf der einzelnen Thiergattung construirt und angepafst werden.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Eine Betäubungsvorrichtung für Schlachtvieh aller Art, bei welcher die den Dorn K enthaltende Federbüchse M mit dem Hebel H verbunden ist, der durch Vermittlung des um H bei E drehbaren Hebels C dadurch unverrückbar und unnachgiebig festgestellt wird, dafs der Hebel C mittelst der Brücke B und des Bandes A um den Hals des Thieres geschnürt und der Hebel H mittelst der Sperrverzahnung Q und der Sperrklinke P gegen C festgestellt wird, und bei welcher Betäubungsvorrichtung der durch ein Getriebe V W in die Höhe gezogene Dorn durch Zurückdrücken des Hebels D zur Wirkung gelangt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT49049D Schlacbtviehbetäuber Expired - Lifetime DE49049C (de)

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