-
Schleudergebläse für eine Brennkraftmaschine mit ruhenden oder umlaufenden
Arbeitszylindern in Sternanordnung Die Erfindung betrifft ein Schleudergebläse für
Brennkraftmaschinen mit ruhenden oder umlaufenden Arbeitszylindern in Sternanordnung,
bei welchem das Schaufelrad mittels eines Übersetzungsgetriebes von den umlaufenden
Maschinenteilen aus angetrieben wird und die Radnabe von der Kurbelwelle durchsetzt
ist. Bei den bekannten. Gebläsen dieser Art ist das Schaufelrad auf der Kurbelwelle
der Brennkrafkmaschine gelagert. Dies hat jedoch den Nachteil, daß infolge :der
unvermeidlichen Ax.ialverschiebungder Kurbelwelle sich der Spielraum zwischen Schaufelrad
und Gehäuse ständig ändert, wodurch, besonders bei hohen Drehzahlen, das Schaufelrad
gefährdet wird.
-
Erfindungsgemäß sind jedoch zwischen der hohlen Radnabe und einer
diese konzentrisch umgebenden Fläche des Maschinenrahmens Lager vorgesehen, so daß
keine axiale Verschiebung des Schaufelrades .bei axialen Verschiebungen der seine
Nabe durchdringenden Kurbelwelle relativ zum Maschinenrahmen eintritt.
-
Eine besondere Ausbildungsform der Erfindung soll nunmehr an Hand
eines Beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen; beschrieben werden.
-
Abb. i stellt eine Brennkraftmaschine mit sternförmig angeordneten
Arbeitszylindern dar, welche mit einem rotierenden Kompressor gemäß der Erfindung
ausgestattet ist.
-
Abb. z ist ein Schnitt durch,das Schleudergebläse längs der Achse
der Maschinenkurbelwelle.
-
Die Brennkraftmaschine weist ein mehr oder weniger zylindrisches Kurbelgehäuse
io auf, um welches die Arbeitszylinder i i sternförmig angeordnet sind.
-
Die Kurbelwelle 12 ist zentral im Kurbelgehäuse gelagert und erstreckt
sich durch die Rückseite desselben hindurch. Der Antrieb 13 für die zusätzlichen
Teile 15, wie z. B. die Magnete, welche auf der Rückseite des Kurbelgehäuses gelagert
sind, erfolgt durch den hervorragenden Teil 14 der Kurbelwelle. Das Gemischzuführungssystem
besteht aus einer Ringkammer 16, welche sich um die Kanten des Kurbelgehäuses herum
erstreckt und Rohrleitungen 17 trägt, welche zu den Einlaßventilen der verschiedenen
Arbeitszylinder führen.
-
Bei der Anordnung dieser Maschine zwecks Aufnahme eines Schleudergehläses,
wie es oben beschrieben ist, werden die verschiedenen zusätzlichen Teile von der
Rückplatte der Maschine entfernt und an ihrer Stelle das Schleudergebläse i8 samt
seinem Antriebsgetriebe gesetzt. Die Rückfläche 19 des Gebläsegehäuses wird vorzugsweise
nunmehr zur
Befestigung der zusätzlichen Teile .in gleicher Weise
benutzt, wie es früher beim Kurbelgehäuse der Fall war, und ihr Antrieb kann in
ähnlicher Weise -wie dort erfolgen.
-
Um eine derartige Anordnung zu ermöglichen, weist das Schleudergebläse
eine ringförmige Gestalt auf und besteht aus einem zweiteiligen Gehäuse, dessen
Einzelteile 2o, 2 1 je mit der Ringkammer 16 fest verbunden. sind. Ein jeder Teil
2o und 2z .des Gehäuses ist in der Mitte offen: und trägt ein Kugellager 22 und
23, durch welches eine Hohlwelle 2¢ geführt ist, welche einen freien Raum 25 durch
die Mitte des Gebläses freiläßt. Die hohle Radnabe 24 trägt das Schaufelrad 27,
welches die übliche oder eine andere .gewünschte Bauart aufweist und das in geeigneter
Weise innerhalb des Gehäuses angeordnet ist. Das Gebläsegehäuse weist einen schneckenförmigen
Einlaß 28 auf, der in einer geeigneten Rohrverbindung 29 endet, an welche
ein oder mehrere Vergaser angeschlossen werden können, während die Auslaßseite 3o
des Gebläses in geeigneter Weise mit der ringförmigen Gemischkammer 16 in Verbindung
steht.
-
Die Hohlnabe 2¢ trägt auf ihrem rückwärtigen Ende, d. h. jenem gegenüber
dem Maschinenkurbel"gehäuse, ein Zahnrad 34 welches in ein Zahnradgetriebe 32 eingreift,
dessen verschiedene Elemente auf Wellen 33 gelagert sind, die ihrerseits auf dem
Gebläsegehäu.se 2r befestigt sind. Dieses Zahnradgetriebe dient zum Eingriff in
ein Zahnrad 34, welches auf der Maschinenkurbelwelle 12, befestigt ist, so daß von
letzterer der Antrieb auf das Schaufelrad übertragen -wird. Es wird darauf hingewiesen,
daß das Zahnradgetriebe das Gebläse mit einer Tourenzahl antreibt, -welche höher
ist als jene der B'rennkraftmaschine. Die ganze Anordnung ist symmetrisch um die
Kurbelwelle der Maschine gelagert. Es sind drei einander ähnliche Zahnradgetriebe
vorgesehen, durch -welche die Kurbelwelle mit der Schaufelradwelle in Verbindung
steht, und diese drei Zahnradgetriebe sind symmetrisch um das Gehäuse verteilt.
-
Eine einfache Getriebeform, welche äußerst bequem in der oben beschriebenenAnordnung
verwendet werden kann, ist in der Zeichnung dargestellt. Eine Spindel 33 äst auf
dem Gebläsegehäuse 2r gelagert und erstreckt sich von diesem nach dem Motorkurbelgehäuse
und trägt ein Doppelzahnrad 32, welches ein einfaches Doppelreduziergetriebe bildet,
zusammen mit den Zahnrädern 31 und 34 auf der hohlen Radnahe bzw. auf der Maschinenkurbelwelle.
Die äußeren Enden der Spindeln der verschiedenen Zahnrädergetriebe sind miteinander
durch ein ringähnliches Glied 55 verbunden. Dies ermöglicht eine gleichmäßige starre
Konstruktion, während gleichzeitig das Gewicht auf ein. Mindestmaß gebracht wird.
-
Es ist klar, daß die Erfindung eine sehr einfache Bauart des Gebläses
.ermöglicht, welches zusammen mit - dem Getriebe eine vollkommen geschlossene Einheit
bildet, und daß ferner nur ein Mindestmaß von Abänderungen an der Maschine erforderlich
ist, für welche das Gebläse verwendet werden soll.