DE489498C - Vergaser fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Vergaser fuer VerbrennungskraftmaschinenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M17/00—Carburettors having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of preceding main groups F02M1/00 - F02M15/00
- F02M17/16—Carburettors having continuously-rotating bodies, e.g. surface carburettors
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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- F02M11/00—Multi-stage carburettors, Register-type carburettors, i.e. with slidable or rotatable throttling valves in which a plurality of fuel nozzles, other than only an idling nozzle and a main one, are sequentially exposed to air stream by throttling valve
- F02M11/10—Register carburettors with rotatable throttling valves
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- Control Of The Air-Fuel Ratio Of Carburetors (AREA)
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Description
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildet ein Vergaser für Verbrennungskraftmaschinen, welcher in seiner Bauart und
Wirkungsweise einfacher ist als die bekannten Vorrichtungen dieser Art. Der Vergaser
bewirkt unter allen Arbeitsbedingungen eine gründlichere und vollständigere Auflösung
oder Zerstäubung des Benzins oder eines anderen flüssigen Brennstoßes und erzeugt eine
xo innigere Mischung des Brennstoffes mit der Zusatzluft, als dies bei den bekannten Vergasern
möglich ist. Weiterhin wird erreicht, daß die Maschine, an welcher der Vergaser angebracht ist, unter allen Bedingungen leicht
und praktisch gemessen, augenblicklich, anspringt, wobei die Beschleunigung der Maschine
wesentlich erleichtert äst. Infolge der gesteigerten Leistungsfähigkeit des Vergasers
werden viele Störungen der Maschine besfeditigt,
welchen letztere bei Verwendung bekannter Vergaserarten ausgesetzt sind.
Erfindungsgeimäß wird bei dem Vergaser
das in die Mischkammer eingeführte; Benzin oder eine gleichwertige BrennfLüsisigkieit
von einer dünnen BrennstofFscnicht entnommen, welche fortlaufend erzeugt wird, wobei
die Außenluft veranlaßt wird, auf die Flüssdgkeitsschicht
aufzustoßen und diese oder wenigstens Teile derselben loszureißen oder
zu durchdringen und dann die. gelösten Flüssigkeitsteilchen durch 'eine oder mehrere Öffnungen
von kleinem Querschnitt zu befördern.
Die Flüssigkeitsschicht wird durch ein oder mehrere zweckmäßig rotierende Glieder erzeugt,
die aus einem oder mehreren durchlöcherten oder porösen Elementen bestehen.
Die Elemente nehmen die Flüssigkeit aus einer Speisekammer oder einer anderen Vorratsstelle
in einer dünnen Schicht auf, von welcher die Brennistoffteilchen durch einen
Luftstrom losgelöst und der Mischkammer zugeführt werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Flüssigkeit in regulierbaren
und begrenzten Mengen einer umlaufenden,
mit Löchern versehenen oder porösen Scheibe zugeführt wird, welche durch ihre
Drehbewegung die Flüssigkeit in die erforderliche dünne Schicht umwandelt und vermöge
ihrer Zentrifugalwirkung die Flüssigkeit wirksam und gleichmäßig auf der ganzen Fläche
verteilt.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es bedeuten:
Abb. ι die Rückansicht einer Vergaserausführung,
Abb. 2 eine Ansicht gemäß Pfeilrichtung X
nach der Abb. 1,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie A-A der Abb. 2,
489 4dS
Abb. 4 einen Querschnitt nach. Linie B-B
der Abb. 3,
Abb. 5 einem Schnitt nach. Linie C-C der
Abb. 4,
Abb. 6 einem Schnitt nach Linie D-D der
Abb. 3,
Abb. 7 einen Einzelteil im Längs Schmitt,
welcher eine geänderte Ausführung des Drosselventils und der Luftemlaßkontrollvorrichtung
darstellt,
Abb. 8 eine Vorderansicht in PfeürichtungY
nach Abb. 7,
Abb. 9 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausfüihrungsform des Drosselventils und
der Lufteiinlaßkontronvorrichtung,
Abb. 10 eine Oiberansicht gemäß Abb. 9,
Abb. 11 einen Teilschnitt durch 'eine geänderte
Ausführung des Vergasers,
Abb. 12 einen Schnitt nach Linie E-E der ao Abb. 11 in vergrößertem Maßstäbe,
Abb. 13 einen senkrechten Schnitt durch
die Sqheibenkammer des Vergasers gemäß Abb. 11 und 12,
Abb. 14 einen. Einzelteil in vergrößertem
Maßstabe, welcher einen Teil einer bevorzugten Ausführungsform, der durchlöcherten
Scheibe darstellt.
Bei der in Abb. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsforim
ist der Vergaser mit einer Schwimmerkammer 1 versehen, welche mit einem, vertikal angeordneten Gehäuse 2 in
Verbindung steht. Das Gehäuse 2 wird im weiteren Verlauf der Beschreibung als Speisekammer
bezeichnet. Die Verbindung zwischen der Speisekammer und der Schwimmerkammer
wird durch eine kleine Öffnung in oder in der Nähe des untersten Teiles der Speisekammer
hergestellt.
Die Speisekammer wird durch eine kreisrunde Ausbuchtung Sm vorderen Teil des
Metallgußkörpers 4 des Vergasers gebildet und durch eine runde Dieckelplatte 5 abgeschlossen.
Die Deckenplatte ist vermittels Schrauben sa lösbar an dem. ringförmigen
Rand der Kammer befestigt und mit einem zentralen und hohlen Vorsprung 6 versehen',
in welchem 'eine Welle 7 drehbar angeordnet
ist. Innerhalb der Speisekammer ist oder sind auf der "Welle 7 eine oder mehrere Scheiben 8
angeordnet, welche ganz oder hauptsächlich aus einer feinmaschigen Drahtgaze oder'einem
gleichwertigen fein durchlöcherten Material bestehen. Ein kleiner segmentartigier Teil der
Scheibe oder Scheiben ist in die BrennfLüssigkeit, welche von der Schwimmerkammeri zugeleitet wird, (eingetaucht. Des besseren Verständnisses
wegen sei weiterhin angenommen, daß der Vergaser nur 'eine Scheibe 8 besitzt, welche dicht vor der hinteren Wand der Kammer
2 umläuft.
In der oberen Hälfte der Kammerrüickwand ist eine Reihe kleiner Öffnungen 9, die zweckmäßig
in vertikaler oder radialer Linie angeordnet sind, vorgesehen. Diese Löcher verbinden
die Speisekammer 2 mit 'einer röhrenfösmigen
Misch- oder Ventükammer 10, in
welcher 'ein Drossel- oder Kontrollventil dicht
eingepaßt ist. Die Ventilkammer steht mit dem Eünlaßrohr einer Verbrennungskraftmaschine
in Verbindung.
Das Drosselventil 11 besteht aus einem
hohlen zylindrischen Glied, welches an 'einer Ventilspindel 12 derart befestigt ist, daß es
vermittels des Hebels 13 von irgendeiner geeigneten- Kantrollstelle aus gedreht werden
kann. In der Außenwand des Ventils ist ein Schlitz 14 vorgesehen, der bei der Drehung
des Ventfükörpers die Löcher 9 'entblößt, wobei
das Öffnen der Löcher vorzugsweise am untersten Ende beginnt.
In Abb. 3 ist das Drosselventil als ein zusammengesetztes Glied dargestellt. Der zylindrische
Teil 11 des Ventils ist an einem Ende mit einer Querwand 15 versehen, welche Lufteinlaßöffnungen
15« besitzt, während das. andere Ende durch eine Scheibe 16 verdeckt
ist, die durch Bolzen und Schlitz, mit der Ventilspindel i'2 derart vertanden ist, daß sie
in Übereinstimmung mit der Spindel gedreht werden kann, jedoch imstande ist, Gleitbewegungen
in Achsrichtung der Spindel auszuführen. In der Scheibe 16 befindet sich eine
Öffnung 16«, welche einen nahezu dreieckigen oder sektorförmigen Querschnitt besitzt. Nach
dem offenen Ende zu ist der zylindrische Teil zweckmäßig an ,seiner Außenfläche abgeschrägt.
Diese Abschrägung paßt genau in eine entsprechende konische Bohrung der
Kammer 10.
In der Ventilkammer ist eine feste Scheidewand
17 vorgesehen, welche in dem Teil, der dem Schlitz 14 und den Löchern 9 am nächsten
ist, eine Öffnung I7a (Abb. 4) besitzt.
Die Befestigung der Wand 17 in der Kammer erfolgt zweckmäßig durch eine oder mehrere
kleine Schrauben 18 (Abb. 1).
Das Venial' 11 wird auf seinem konischen
Sitz vermittels einer Fieder 19 gehalten.
In dem Deckel 5 ■ der Speisekammer 2 entgegengesetzt
der Lochreihe9 ist eine Luiteinlaßöffhung 20 angebracht, welche mit
einem lösbaren Gazefilter o. dgl. ausgerüstet ist.
Die die Scheibe 8 tragende Spindel 7 wird durch 'eine biegsame Welle oder durch ein
anderes zweckentsprechendes Übertragungsmittel im geeigneten Verhältnis zur Geschwindigkeit
der Maschine angetrieben.
Die Wirkungsweise dar Vorrichtung ist folgende
:
Unmittelbar nachdem die Maschine auge- " lassen ist, wird die durchlöcherte Scheibe 8
in der Speisekammer in Umdrehungen versetzt, wobei die Perforierungen oder Poren
der Scheibe mit Brennfiüssigkeit gefüllt werden und bei der Drehung eine dünne Flüssigkeits'Sichicht
erzeugen. Eine oder mehrere nach innen vorspringende radiale Rippen sind an
der Innenwand des Speisekammerdadkiels in einem geeigneten Winkel vorgeaehen und bilden
eine Ablenkplatte, welche verhindert, daß
ίο die BrennfLüssigkeit in der Kammer nach
oben geschleudert wird. Weiterhin bewirken die Rippen. 21 eine gleichmäßige Vertiefung
der Flüssigkeit über die ganze Scheibe.
Wenn das Drosselventil 11 gedreht wird
und dabei eine oder mehrere Öffnungen 9
zwischen der Speisekammer und der Ventilkammer aufdeckt, wird die Luft durch die
Einlaßöffnung 20 angesaugt. Hierbei stößt sie auf die der Öffnung gegenüberliegende Brennstoffschicht
der umlaufenden Scheibe, dringt durch diese durch und reißt dabei kleine
Flüssigkeitsteilchen von der Scheibe ab, die alsdann durch die Öffnungen 9 befördert werden.
Infolge des verdünnten Zustanides der Flüssigkeitsschicht wird eine Zerstäubung in
besonders wirksamer Weise herbeigeführt.
Während des Scheibeniuimlaufes kann sich die 'mitgeführte Brennflüssigkeit in dem engen
ringförmigen Spalt, welcher einen Spielraum zwischen dem Umfang der Scheibe oder
Scheiben und der Speisekammer ausmacht, ansammeln und einen wirksamen Flüssigfceitsverschluß
bilden, welcher verhindert, daß die Luft durch den Spielraum hindurchdringt.
Wenn das Ventil zwecks Öffnung gedreht wird, gelangt die Öffnung i6a in der Ventilscheibe
16 allmählich in Überdeckung mit der Öffnung 17° der festen Trennwand 17, wobei
der Seitenschlitz 14 nacheinander die Lochreihe 9 freigibt, bis alle Löcher aufgedeckt
sind und die ganze Öffnung iO über der Öffnung 17° Eegt. Die Scheibe 16 wird mit der
Scheidewand 17 durch Saugwirkung in Berührung gehalten.
Bei der Anordnung gemäß Abb. 3 wird die Luft in die Ventil- oder Mischkammer 10
durch die Löcher 15° in der Ventilquerwand
15 sowie durch eine Reihe Löcher 22a in dem
Deckel 22 der Kammer eingeäassen, wobei ein Gaziefilter 23 o. dgl. vorteilhaft an dei
Innenseite der Löcher 22« angebracht ist. Wenn erwünscht, kann auch eine biegsame
Scheibe 24 aus Metall oder einem anderen Material über den Luftlöchern 22« an der
Innenseite des Deckels durch eine schwache Feder 25 in ihrer Lage festgehalten werden.
Diese dünne Metallscheibe wird durch Saugwirkung von den Löchern 22s abgezogen, so
daß ein Lufteintritt erfolgen kann. Die
So Scheibe kann derart wirken, daß die Luft- :
löcher 22° so lange verdeckt bleiben, bis eine bestimmte Saugkraft auf die Löcher einwirkt,
wodurch erreicht wird, daß der Eintritt von Brennflussagfceit aus der Scheibendkammer 2
in die Ventilkammer stattfindet, bevor die Lufteinlaßöffnungen 22° geöffnet sind. Das
Anlassen der Maschine wird hierdurch bedeutend erleichtert.
Die Schwimmerkammer 1 schließt zweckmäßig einen Ergänzungsteil des Vergaserkörpers
ein, "welcher unter der Ventilkammer 10 angebracht ist. Der Schwimmer 26 wird
durch einen Arm 27 getragen, der bei 28 schwenkbar in einer zentral geschlitzten
Rippe 29 angebracht ist. Der Arm 27 ist unter seinem Schwenkpunkt mit einem lotrecht
verschiebbaren Nadelventil 30 verseben, welches beim Ansteigen oder Fallen des
Schwimmers 26 gemäß den sich ändernden Flüssigkeitshöhen in der Schwimmerkammer
einen Einlaßkanal 31 öffnet und abschließt und somit den Zufluß des Brennstoffes von
der Vorratsstelle selbsttätig regelt. Ein Schraubenstöp'sel 32 ist vorgesehen, um einen
Zugang zu dem Ventil 30 zu schaffen.
Das eine Ende ia in der Schwimmerkammer
ist zweckmäßig mit der geschlitzten Rippe 29, dem Einlaßkanal 31, dem Sehraubenstöpsel
32 und demzufolge- auch mit dessen Hülse sowie mit der Verbindung 33 für das
Flüssägkeitsizuleitungsrohr zusammenhängend. Der Deckel ist durch Schrauben lösbar mit
der Schwimmerkammer verbunden, so daß dieser mit den Ergänzungsteilen bequem entfernt
werden kann.
Um eine bequeme Gesamtanordnung zu erzielen, kann der Deckel 22 der Ventilkammer
10 durch eine Klemmplatte 34, die an
ihrem unteren Ende mit einem oder mehreren spitz zulaufenden Vorsprüngen 35 versehen ist,
festgehalten werden. Der oder däie Vorspjünge
35 stehen mit einer oder mehreren Vertiefungen in dem Deckel ia der Schwimmerkammer
in Eingriff. Außerdem.· wird die Platte 22 durch den. gabelförmigen oberen
Teil mit den nach innen vorspringenden Spitzen 36, welche mit Vertiefungen in dem
Ventilkammerdeckel 22 zusammenwirken, festgeklemmt. Die Klemmplatte ist auf einer
festen Schraube 37 des Schwimmerkammer- no endes ainigebrächt und durch eine Mutter 38
befestigt.
Wenn erforderlich, können ein oder mehrere Löcher 3« als Ergänzung zu dem Loch 3
in dem unteren Teil der Schwimmerkammerinnenwand vorgesehen sein, wodurch die BrennfLüssigkeit auf beide Seiten der Scheibe 8
geschafft wird, während weitere Löcher 39 und 40 vorteilhaft in beiden Seitenwänden
der Schwimmerkammer oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angebracht sind, um Vakuumbildungen
zu vermeiden.
481)408
Bei den in Abb. 7 und 8 dargestellten Anordnungen werden die Scheiben 16 und 17
mit den Öffnungen i6a und 17° nicht mehr
angewendet. Die Regelung des Lufteintritts in die Ventilkammer 10 wird durch eine drehbare
Scheibe 41 an der Außenseite dies Ventilkammerdeckels
42 bewirkt. Sowohl der Deckel, wie auch .die drehbare Scheibe sand
mit Öffnungen 4 ia und 42° versehen, welche
bei der Drehung der Scheibe 41 in und außer Überdeckung gebracht werden. Die Öffnung
41° ist vorzugsweise von annähernid dreieckiger Form un|d derart angeordnet, daß
zuerst ein verhältnismäßig enger Teil der Öffnung in Überdeckung mit der Öffnung 42°
des Deckels 42 gebracht wird. Die Bewegung der Scheibe 41 wird gleichzeitig mit der Drehung
das Drosselventils durch einen Hebel 13 hervorgerufen. Die Scheibe ist zweckmäßig
mit dem Hebel durch >einen Schraubenbolzen 43 und Mutter 44 verbunden. Der Bolzen 43 geht dabei durch einen länglichen
Schlitz 45 des Hebels 13 hindurch, wodurch,
erreicht wird, daß die Scheibe 41 bezüglich des Deckels 42 und des Drosselventils eingestellt
werden kann. Ein oder mehrere Gaziefilter 46 sind in der Ventökammer zweckmäßig
am Ende des Deckels 42 vorgesehen. Bei der Ausführung gemäß Abb. 9 und 10
wirkt das Drosselventil 11 infolge seiner Vierschiebung
in Achsrichtung, anstatt durch Drehbewegung, wobei das aufeinanderfolgende Öffnen und Schließen der von der
Speisekammer 2 ausgehenden Einlaßöffnun- g&ii 9 durch eine dreieckige Öffnung 47 in
der Zylinderwand des Ventils bewirkt wird. Es ist ersichtlich, daß, je nachdem, in welcher
Richtung das Ventil bewegt wird, ein geringerer öder größerer Teil der Öffnungen 9
freigegeben oder zugedeckt wird. Blei der Bewegung des Ventils nach der Deckelseite
Mn findet z. B. eine Verdeckung der Öffnungen 9 statt, während bei der entgegengesetzten
Verschiebung .die Löcher nacheinander geöffnet wenden.
Mit der Freigabe einer größeren Anzahl
Öffnungen 9 erfolgt gleichzeitig der Eintritt einer größeren Luffimenge durch die Einlaßöffnungen
48* des Deckels 48. Dies wird dadurch erreicht, daß an die Innenseite des
Deckels ein Vorsprung 49 geschraubt oder auf andere Art und Weise angebracht wird.
Der allmählich spitz zulaufende vorspringende Teil ragt durch eine Öffnung in der einen
Querwand des Ventils 11 derart hindurch,
daß durch die Verschiebung des Ventils in der Richtung, bei welcher eine Aufdeckung
der Brennstofföffnungen 9 erfolgt, eine Öffnung in der Ventilquerwand rund um dem
Vorsprung 49 erzeugt wird. Diese Öffnung wird um so größer, je mehr Öffnungen durch
den Ventälausischnitt freigegeben werden. Vorzugsweise
wird die Form des sich zuspitzenden Gliedes 49 so gewählt, daß eine gewisse Anf angsverschiebung des Ventils 11 zum Einlassen
einer begrenzten Menge BrtetnnstofffLüssigkeit durch die Öffnungen 9 stattfinden
kann, bevor Außenluft in das Ventilinnere eingelassen wird.
Die erforderliche Bewegung des Ventils kann durch die schwenkbare Verschiebung
eines Außenhebels 50 bewirkt werden, welcher in seinem mittleren Teil mit einem bogenförmigen
Schlitz 51 versehen ist, mit welchem ein Bolzen 52 in Eingriff steht. Der Bolzen 52
ragt durch einen Schlitz 53 im oberen Teil der Ventükammer hindurch und greift mit
seinem Gewindeende in einen Ansatz 54 des
Ventilkörpers. Der Schlitz 53 verläuft parallel zur Ventilkammerachse und nimmt eine Rolle
55 auf, welche einen Teil des Bolzenschaftes umgibt. "Während der Verschiebung des Ventils
wird die Rolle 55 dm dem Schlitz geführt.
Eine zweite kleinere Rolle 56, welche den oberen Teil das Bolzenechaftes umgibt, läuft
in dem bogenförmigen Schlitz 51 des Hebels 50. ·
Bei einer weiteren Ausführung gemäß Abb. 11 bis 13 sind die von der Scheibenkam.-.
mer nach der Ventükammer führenden Brenn,-Stoffeinlaßöffnungen 9 durch einen engen
Schlitz 57 ersetzt. An der Innenseite des Deckels, welcher 'die Speiselkammer 2 schließt,
ist ein Block 58 vorgesehen, in welchem ein enger vertikaler Schlitz 58° angebracht ist.
Dieser Schlitz hegt direkt dem Schlitz 57 in der Rückwand der Speisekammer gegenüber
und steht mit einer Reihe Luftlöchern 59 im Deckel, welche idie Luftlöcher 20 der vorbeschriebenen
Ausführungen ersetzen, in Verbindung.
Anstatt .die Flüssigkeit von einer Schwimmerkammer aus zu ergänzen, wird bei der
vorliegenden Ausführung der Brennstoff durch ein schmales Speiserohr 60 der Lodhscheibe
8 zugeführt. Das Rohr 60 ragt durch, die Rückwand der Speisekammer hindurch
und endigt dicht vor der Scheibe, ohne diese jedoch zu berühren. Die Lage des Speise-,
rohres befindet sich in nächster Nabe des Scheibenmittelpuriktas, so daß bei Drehung
der letzteren die Flüssigkeit durch die Zentrifugalwirkung schnell und gleichmäßig über
die ganze oder wenigstens den größten Teil der Soheibenfläche verteilt wird.
Die Zuführung der BrennfLüssigkeit nach
der Scheibe wird in Übereinstimmung mit dem Öffnen des Drosselventils geregelt, und
zwar wird dies mit Hilfe eines durch Schwerkraft wirkenden Nadelventils 61 erreicht, welches
bei geöffnetem Drosselventil durch Saugwirkung von seinem Sitz abgehoben ist und
dadurch, den Zufluß des Brennstoffes von einem Tank oder irgendeiner anderen Vetrsorgungsstelle
aus durch einen Filter hindurch und an dem hochgehobenen Ventil vorbei durch das Speiserohr nach der Scheibe
gestattet. Vakuranbildungen werden in der Kammer 2 dadurch verhindert, daß das Rohr
60 lose in einer Lagerhülse 6o° angeordnet ist, oder daß in der Rückwand der Kammer
ein oder mehrere Luftlöcher vorgesehen sind.
Das Drosselventil kann vorteilhaft mit einer
Kuppel oder einem, halbkugelförmigen Glied 62 ausgerüstet sein, welches auf einer in
axialer Richtung in der Ventilkammear verschiebbaren Schraubenspindel 63 angebracht
ist. Dieses Ventil ist in bezug auf einen konischen Sitz 64 beweglich, so daß 'eine allmählich
vergrößerte oder verkleinerte Öffnung erzielt wird, je nachdem, ob sich das Ventil von oder gegen seinen Sitz bewegt.
Die Verschiebung des Ventils wird zweckmäßig durch Verdrehung der Ventilspindel vermittels eines geeignetien Kontrollhebels 13
bewirkt, und zwar wird die Verschiebung durch eine bewegliche Schraube zwischen einem verstärkten Endstück 63a der Ventilspindel
63 und einer festen Hülse 65 erreicht. Die Hülse 65 ist in dem Ventflkammerende
angebracht, welches dem Teil der Kammer gegenüberliegt, durch den die Gase nach der
Maschine abgesaugt werden. Die Hülse 65 wird vorzugsweise durch einen mit ihr in
Zusammenhang stehenden Flansch 66 getragen, der in das Ende der Ventükammer
eingepaßt und mit einem inneren konischen Sitz 66a für ein entsprechend abgeschrägtes
Versichlußglied 67 versehen ist. Das Verschlußglied ist an dem erweiterten Ende 63«
der Ventilspindel befestigt, so daß es die gleichen Bewegungen ausführt. Die Anordnung
ist derart getroffen, daß durch eine Verdrehung der Ventilspindel vermittels des Kontrollhebels
das Verschlußgüed 67 in und außer Eingriff mit dem schrägen Sitz 66a gebracht
wird und demzufolge eine Reihe in dem Flansch 66 vorgesehene Lufteinlaßöffhungen
68 abschließt oder öffnet.
Das bewegliche Lufteinlaßkontrollglied 67
ist außerdem mit einem vorspringenden Rand 6ya ausgerüstet, welcher dicht in eine entsprechend
geformte Ausbuchtung an der Mündung des Sitzes 66a einpaßt. Hierdurch
soll bezweckt werden, daß das Drosselventil eine begrenzte Anfangsöffnung vornehmen
kann, bevor die Lufteinlaßlächer 68 geöffnet werden. Es wird somit der Maschine beim
Anlassen eine reichere Mischung zugeführt, als dies geschieht, wenn die Löcher 68 schon
vorzeitig geöffnet werden.
Auf der Drosselventilspindel ist eine spitz zulaufende Manschette oder Hülse 69 befestigt,
welche über dem den Flüssigkeitszufluß nach der Scheibe 8 regelnden Nadelventil
61 angebracht ist. Die Anordnung ist derart getroffen, daß beim Öffnen des Drosselventils
ein kleinerer Durchmesser der Manschette 69 über das Flüssjgkeitsventil gebracht
wird, wodurch das Ventil in der Lage ist, durch. Saugwirkung weiter anzusteigen und
demzufolge den Durchfluß einer größeren Flüssigkeitsmenge nach der Scheibe zu gestatten.
Das Flüssigkeitsventil ist zweckmäßig an seinem oberen Ende mit einem runden Kopf
70 versehen, welcher in dem hohlen Ansatz
71 gleitbar angeordnet ist. Die Unterseite des Ventilkopfes ist konkav geformt und gewöhnlich
von der Grundfläche des Ansatzes 71 durch einen Zwischenraum getrennt. Durch
einen Luftkanal 72 wird der Unterseite des
Ventilkopfes Außenluft zugeführt, so daß das Ventil frei wirken kann und in der Lage ist,
unter dem Einfluß seiner Schwerkraft in die Verschlußlage zu fallen, wenn keine Saugwirkung
auf das Ventil ausgeübt wird.
Vorteilhaft ist eine kleine unter Federwirkunig stehende Stange 73 gleitbar in einer
lösbaren Schraubenkappe 74 unter dem Flüssigkeitsventil
61 derart vorgesehen, daß ein Druck auf die Stange entgegengesetzt der
Wirkung der Feder 7 5 das Ventil 61 anhebt, wodurch dieses von irgendwelchen Hindernissen
befreit wird und wieder frei wirken kann. Die Schraubenkappe 74 ist ausgeholt,
um einen zylindrischen Gazeträger 7 6 aufzunehmen, welcher einen Flüssigkeitsfilter bildet.
Der Brennstoff wird von dem Einlaßkanal 77 durch das Gazenetz hindurch und an
dem Ventil 61 vorbei durch das Speiserohr 60 nach der Scheibe 8 geleitet.
Zweckmäßig ist das Flüssigfceitsventiloi,
die Schraubenkappe 74 mit dem Filter 76 und der federbelasteten Stange 73 sowie der
Flüssigkeitseinlaßzapfen78 und das kleine
Speiserohr 60 als eine geschlossene Einheit an der Unterseite der Drosselventilkammer
durch Schrauben befestiigt. Die durchlöcherte Scheibe 8 besteht aus einer einfachen
Platte von geeignetem Material, welche gegebenenfalls an ihrem Umfang mit einem Verstärkungsreifen versehen ist. Zweckmäßig
sind die Öffnungen 8a in der Scheibe, wie aus Abb. 14 hervorgeht, entgegengesetzt der
Seite, an welcher die Brennflüssigkeit zugeleitet wird, erweitert. Hierdurch wird die
Dicke des Metalles, welches die Öffnungen umgibt, auf ein Mindestmaß herabgesetzt und
eine möglichst dünne Flüssigkeitsschicht über den Perforierunjgen erzielt.
Obgleich die Vorrichtung in der zuletzt beschrieb enen Ausführung so angeordnet ist,
daß- nur so viel Brennflüssigkeit der Scheibe
zugeführt wird, um die erforderliche Flüssigkeitsschicht
über den Öffnungen zu erzielen, kann es unter Umständen wünschenswert sdn,
daß ein kleines Loch 79 im Bodenteil der Speisekammer vorgesehen ist, um die Flüssigkeit
abfließen zu lassen, weiche sich in der Speisekammer ansammelt.
Wenn erforderlich, kann ein Ausigleichventil
beliebiger Art verwendet werden, um die sich ändernden Drücke gemäß den verschiedenen
Flüssigkeitshöhen in dem Tank zu berichtigen. Das Ventil ist dabei an irgendeiner
beliebigen Stelle zwischen dem Tank und dem Speiseventil anigebrächt, desgleichen könnte
auch eine Schwimmerkammer in das Ventilgehäuse eingebaut werden.
Obwohl bei den verschiedenen Ausführungsfprmen
die Flüssigkeitseinlaßöffnungen zwischen der Speisekammer 2 und der Ventilkammer
10 nacheinander von der Seite aus geöffnet werden," welche dem Drehmittelpunkt
der umlaufenden Scheibe 8 am nächsten Hegt,
kann das Öffnen derselben auch umgekehrt erfolgen. Um bei niedrigen Drehzahlen der
Maschine eine Ersparnis im Flüssigkeitsverbrauch zu erzielen^ wird zweckmäßig die Bloßlegung
der Eänlaßöffhungen zuerst von der Seite aus bewirkt, welche dem Umfang der
Scheibe 8, an welchem die Flüssigkeitsschiclit
am dünnsten ist, am nächsten liegt.
Die Vergaser sind besonders wirksam hei solchen Maschinen, die mit holher Geschwindigkeit
arbeiten, und zwar deshalb, weil bei einer Umlauf erhöhung der Scheibe 8 die Fliissigkeitsschicht
noch mehr verdünnt wird, wodurch der Flüssigkeiteverbrauch sich verringert,
ohne daß die "Wirksamkeit der Maschine auf Grund der reduzierten Luftaufnahme,
welche sich aus der erhöhten Maschinengeschwindigkeit
ergibt, beeinträchtigt wird.
Claims (8)
1. Vergaser mit einer porösen oder durchlöcherten, die Brennflüssigkeit als
eine dünne Schicht aufnehmenden Dreh- - scheibe, durch welche ein Luftstrom gesaugt
wird, der-die Schicht durchdringt und die Zerstäubung der Flüssigkeit bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß die zersläubte Mischung durch' eine einerseits
in eine Mischkammer mündende und andererseits an die Scheibenfläche grenzende
schlitzartige Öffnung oder Lochreihe in die Mischkammer gesaugt wird.
2« Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (57) oder
die Lochreihe. (9) radial zur Drehscheibe (8) angeordnet ist.
3. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mischkammer
ein Drosselventil vorgesehen ist, durch dessen Bewegung der' Schlitz oder die
Lochreihe in bestimmter Folge geöffnet und geschlossen werden.
4. Vergaser nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz oder die
Lochreihe fortschreitend durdh das Ventil bloßgelegt wird, und zwar derjenige Teil
des Schlitzes oder diejenigen Löcher'der Reihe zuerst, welche dem Drdamittelpunkt
der Scheibe (8) am nächsten liegen.
5. Vergaser nach Anspruchs und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselventil gleichzeitig mit der Regelung der Zuführung des Brennstoffgemisches den
Eintritt der Zusatzluft in" die Mischkammer regelt.
6. Vergaser nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennflüssigkeit
der Scheibe (8) in der Nähe des Drehmittelpunktes (7) zugeführt wird, so daß sie sich infolge der Zentrifugalwirkung gleichmäßig über die Scheibe verteilt.
7. Vergaser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitszuführung
nach der Drehscheibe (8) selbsttätig in Übereinstimmung mit dem Öffnungsgrad des Drosselventils durch -ein zwischen
die SpeisestelLe. und die Scheibenkammer
(2) 'eingeschaltetes Kontrollventil (61) geregelt wird.
8. Vergaser nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das die Flüssigkeitszuführung
nach der Drehscheibe (8) regelnde Kontrollventil (61) durch einen sich in Übereinstimmung mit dem Drosselventil
bewegenden Teil (69) automatisch gesteuert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1884315X | 1928-05-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE489498C true DE489498C (de) | 1930-01-20 |
Family
ID=10892758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES88234D Expired DE489498C (de) | 1928-05-01 | 1928-11-02 | Vergaser fuer Verbrennungskraftmaschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1884315A (de) |
| DE (1) | DE489498C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE818882C (de) * | 1949-03-16 | 1951-10-29 | Anton Rumpler | Vorrichtung zum Vergasen fluessiger Brennstoffe |
| DE758565C (de) * | 1940-07-07 | 1953-10-12 | Hermann Papst | Oberflaechenvergaser fuer fluessigen Brennstoff mit einer umlaufenden Scheibe |
-
1928
- 1928-11-02 DE DES88234D patent/DE489498C/de not_active Expired
- 1928-11-07 US US317723A patent/US1884315A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758565C (de) * | 1940-07-07 | 1953-10-12 | Hermann Papst | Oberflaechenvergaser fuer fluessigen Brennstoff mit einer umlaufenden Scheibe |
| DE818882C (de) * | 1949-03-16 | 1951-10-29 | Anton Rumpler | Vorrichtung zum Vergasen fluessiger Brennstoffe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1884315A (en) | 1932-10-25 |
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