DE489485C - Roestgasfuehrung in Roestoefen fuer Zinkblende und fuer andere schwefelhaltige Erze - Google Patents

Roestgasfuehrung in Roestoefen fuer Zinkblende und fuer andere schwefelhaltige Erze

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DE489485C
DE489485C DEE37954D DEE0037954D DE489485C DE 489485 C DE489485 C DE 489485C DE E37954 D DEE37954 D DE E37954D DE E0037954 D DEE0037954 D DE E0037954D DE 489485 C DE489485 C DE 489485C
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    • F27B3/04Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces of multiple-hearth type; of multiple-chamber type; Combinations of hearth-type furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description

  • Röstgasführung in Röstöfen für Zinkblende und für andere schwefelhaltige Erze Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Röstöfen für Zinkblende und andere schwefelhaltige Erze, bei welchen mehrere Röstkammern übereinander angeordnet sind, welche durch abwechselnd in der Mitte und an der äußeren Peripherie vorgesehene Durchfallöffnungen miteinander in Verbindung stehen. Die einzelnen Herdsohlen, welche gleichzeitig die Decke für die darunterliegende Röstkammer bilden, können hierbei feststehend oder aber nach dem Spirletsystem abwechselnd feststehend und beweglich angeordnet sein. Im ersteren Falle sind in den Röstkammern besondere Rührwerke angeordnet, welche das Erz während der Röstung durchwühlen und dasselbe gleichzeitig jeweils von der Einfallstelle der einzelnen Herdsohlen bis zu deren Ausfallöffnungen transportieren, im zweiten Falle, beim Spirletofen, befinden sich in dem Deckengewölbe jeder Herdsohle Rührzähne, welche gegenüber der darunter befindlichen Herdsohle eine Relativbewegung zur Erreichung- des Durchwühlens und des Weitertransports der Erze ausführen. Bekanntlich baut man aus Festigkeitsgründen die Herdsohlen nach Art einer Kugelkappe, gewölbt, wobei die entstehenden heißen Röstgase über der Erzschicht in jeder Röstkammer je nach der Lage der Einfallöffnungen entweder radial von innen nach außen oder von außen nach innen entlangstreichen. Befinden sich die Einfallöffnungen für das Erz in der Mitte der Röstkammerdecke, dann vollzieht sich der Abzug der Gase aus dieser Röstkammer verhältnismäßig einfach, da das erhitzte Gas, seinem natürlichen Auftrieb folgend, nach der höchsten Stelle des Deckengewölbes hinströmen kann. Anders aber liegt die Sache bei denjenigen Röstkammern, bei welchen das Gewölbe in der Mitte verschlossen ist und sich die Einfallöffnungen für das Röstgut an der äußeren Peripherie befinden. Hier sind die Röstgase gezwungen, entgegen ihrem natürlichen Auftrieb, am Deckengewölbe nach unten zu streichen, bis sie durch die Durchtrittsöffnungen nach der oberen Etage abziehen können. Bei vielen vieretagigen mechanischen Röstöfen, bei welchen bekanntlich die Hauptreaktion in der zweiten Röstkammer vor sich geht, gehört auch diese zweite Röstkammer zu den soeben gekennzeichneten Röstkammern, bei welchen die heiße Röstluft entgegen ihrem natürlichen Auftrieb an der Kuppelwölbung herunterstreichen muß, um zu den gewöhnlich an der äußeren Peripherie liegenden Einfallöffnungen für das Erz zu gelangen. Da in dieser Röstkammer jedoch infolge der hier stattfindenden Hauptreaktion die größten Wärmemengen entwickelt werden, ist auch hier der Auftrieb für die entstehenden Röstgase ein sehr erheblicher, und es hat sich gezeigt, daß durch zwangsweises Herunterdrücken der Röstgase aus dem Herdgewölbe zu den Durchtrittsöffnungen für das Erz der gesamte natürliche Auftrieb der Röstgase vernichtet wird. Durch die hier entstehenden Widerstände, die natürlich auch in anderen Herdetagen mit geschlossener Wölbung beobachtet werden, entstehen Gasstauungen, welche den Zug des Ofens, beeinträchtigen. Avßerdem wird infolge dieser Stauungen an der Röstkammerdecke der Röstluft die Möglichkeit gewährt, ihre Wärme vermehrt an das Röstkammergewölbe abzugeben und dadurch das Mauerwerk und den Ofeninhalt in schädlichem Sinne zu überhitzen.
  • Es ist Gegenstand der Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und den Weg zu-zeigen, wie die schädlichen Stauungen und damit gleichzeitig die Überhitzung des Röstkammerngewölbes vermieden werden können, wobei, wie bereits erwähnt, der Vorteil des besseren Zuges im Ofen entsteht. Erfindungsgemäß geschieht dies durch Anordnung von Abzugskanälen innerhalb der Deckengewölbe derjenigen-Röst= kammern, bei welchen sich die Eintrittsstellen für das Erz an der äußeren Peripherie befinden, bei welchen also das Gewölbe in der Mitte des Ofens geschlossen ist, so daß die heißen, hier entstehenden Röstgase gezwungen sind, entgegen ihrem natürlichen Auftriebe an der Deckenwölbung herunterzustreichen, um zu den Durchtrittsstellen nach der nächsthöheren Etage zu gelangen. Zweckmäßig bestehen die Abzugskanäle für die sich an der höchsten Stelle des Röstkammerngewölbes sammelnden Röstgase in säurefesten Eisenrohren, welche in das Deckengewölbe hinein derart verlegt werden, daß sie in die Durchfallöffnungen für das Erz einmünden. Ein den Querschnitten dieser Abzugskanäle entsprechender Teil der Röstluft wird dann, statt an der Röstkammerdecke zu den Einfallöffnungen herunterzustreichen, durch diese Kanäle unmittelbar in die Durchgangsöffnungen geleitet, w o er auf das durchfallende Erz von der Seite her auftrifft und dasselbe gut durchlüftet. Dadurch, da.ß dieser Teil der Röstgase, seinem natürlichen Auftrieb folgend, abgeführt wird, wirkt er in den Durchtrittsöffnungen für das Erz nach Art eines Exhaustors zugverbessernd, so daß der übrige Teil der Röstgase, welcher nach wie vor durch diese Öffnungen hindurchtreten muß, gewissermaßen aus der unteren Röstkammer abgesaugt wird. Durch die raschere Abfuhr der Röstgase werden diese zum Teil an der - Wärmeabgabe an das Röstkammerngewölbe gehindert. Die Abzugskanäle können, wie bereits erwähnt, nicht nur in der zweiten Röstkammer derartiger Öfen, in welchen erfahrungsgemäß die Hauptreaktion stattfindet, sondern in allen Röstkammern angebracht werden, bei welchen die Durchtrittsöffnungen für das Röstgut sich am äußeren Umfange befinden und die Mitte der Röstkammerdecke geschlossen ist. Statt in der Decke Rohre einzubauen, kann es auch genügen, nach unten geöffnete, rinnenförmige Vertiefungen an derselben anzuordnen, welche in derselben Weise wirken wie die eingelegten säurefesten Eisenrohre.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen Vertikalquerschnitt durch einen nach dem Spirletsystem gebauten Röstofen, Abb.2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Abb. i.
  • Wie ersichtlich, besteht der Röstofen im Ausführungsbeispiel aus vier Röstkammern i, welche durch abwechselnd am äußeren Umfange und in der Mitte angeordnete Durchfallöffnungen z miteinander in Verbindung stehen. Hierbei sind die Herdsohlen 3 beweglich, während die Herdsohlen q. feststehen. Die auf der Zeichnung der Deutlichkeit wegen nicht dargestellten Rührzähne sind-in bekannter-Ait an den Deckengewölben angebracht und transportieren das Erz unter stetem Durchwühlen desselben von der Eintrittsstelle der Röstkammer her zu den Austrittsöffnungen derselben. Die am Abtragschacht 5 - eintretende Röstluft hat hierbei den durch eine punktierte Linie, welche mit Pfeilen versehen ist, dargestellten Weg durch den Ofen zu nehmen, und man erkennt, daß die Strömungsrichtung dieser Röstluft abwechselnd von innen nach außen und von außen nach innen geht. Irrfolge: der Wölbung der Kammerngewölbe hat hierbei- die heiße Röstluft, je nach der Strömungsrichtung, eine aufsteigende oder eine absteigende Bewegung durchzuführen. Wenn sich die Durchfallöffnungen 2 in der-Mitte der Herdsohlen befinden, steigt die Röstluft, ihrem natürlichen Auftrieb folgend, unbehindert nach oben. Befinden sich jedoch die Durchtrittsstellen am äußeren Umfange, wie dies im Ausführungsbeispiel bei der zweiten und vierten Röstkammer der Fall ist, dann muß die heiße Röstluft entgegen ihrem natürlichen Auftrieb am Röstkammerngewölbe nach unten streichen, wodurch die bereits geschilderten Nachteile entstehen. Erfindungsgemäß werden daher, wie aus der Zeichnung ersichtlich, je nach Wunsch und Bedarf in die Deckengewölbe dieser Röstkammern Luftkanäle 6 eingebaut, welche einem Teil.der unter dem Röstkammerngewölbe sich ansammelnden Heißluft den ungehinderten Durchtritt nach den Durchfallöffnungen gestattet. Statt der Rohre oder Kanäle 6 können auch entsprechende Vertiefungen in der Röstkammerdecke angebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röstgasführung in Röstöfen für Zinkblende und für andere schwefelhaltige Erze mit mehreren- übereinanderliegenden Röstkammern, welche durch abwechselnd in der Mitte und am äußeren Umfange befindliche Durchfallöffnungen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß in denjenigen Röstkammern, in denen die Röstgase von der Mitte nach außen geführt werden, Kanäle oder Vertiefungen (6) so angebracht werden, daß die in der Mitte des Röstkammerngewölbes sich ansammelnden heißen Röstgase, ihrem natürlichen Auftrieb folgend, unmittelbar in die Eintrittsöffnungen (2) für das Röstgut geführt werden.
DEE37954D 1928-09-06 1928-09-06 Roestgasfuehrung in Roestoefen fuer Zinkblende und fuer andere schwefelhaltige Erze Expired DE489485C (de)

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