DE48908C - Abtritt mit getrennter Abführung der festen und flüssigen Abgangsstoffe - Google Patents

Abtritt mit getrennter Abführung der festen und flüssigen Abgangsstoffe

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DE48908C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48908D
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English (en)
Original Assignee
A. KERSTEN in Hannover
Publication of DE48908C publication Critical patent/DE48908C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03DWATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
    • E03D5/00Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system
    • E03D5/012Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system combined with movable closure elements in the bowl outlet
    • E03D5/014Special constructions of flushing devices, e.g. closed flushing system combined with movable closure elements in the bowl outlet with devices for separate removal of liquids and solids

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Refuse Receptacles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Um an dem mir unter No. 4603g patentirten Abtritt mit getrennter Abführung der festen und flüssigen Abgangsstoffe einen sicheren und leichten Gang zum Heben der Jalousie und des Sitzbrettes zu bewirken, sowie auch um das Quantum des jedesmalig zugeführten Torfmulles zu messen und ein Nachstreuen bewirken zu können, habe ich die in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Aenderungen getroffen.
Ferner habe ich, um das Closet billiger herstellen zu können, für Schulen, Kasernen und öffentliche Anstalten die aus den Fig. 5, 6 und 7 vorgeführten und erkenntlichen Vereinfachungen angeordnet.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt, der Abtritt offen und das Sitzbrett niedergeschlagen;
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt, die Jaulousie geschlossen, das Sitzbrett hochgezogen;
Fig. 3 ist theils Vorderansicht, theils Schnitt rechtwinklig zu Fig. 1, die Vorderwand hinweggedacht ;
Fig. 4 ist eine Ansicht von oben, theils mit hinweggedachtem Deckel;
Fig. 5 ist ein Verticalschnitt der vereinfachten Construction mit gehobenem Deckel;
Fig. 6 ist ein Verticalschnitt mit geschlossenem Deckel;
Fig. 7 ist theils Schnitt, theils Ansicht mit weggelassener Vorderwand, rechtwinklig zu Fig- 5-' ■ .
Um die Hebung der Jalousie und des Sitzbrettes sicherer und besser zu bewerkstelligen, ordne ich an Stelle des früher benutzten Hebelwerkes AiZ- auf der durchgehenden Achse e ein Kettenrad α an und ein gleiches Rad b oben, dessen Achse gleichzeitig die Drehungsachse für das Sitzbrett c giebt; eine um a und b gelegte Kette d bewirkt dann die Hebung des Sitzbrettes und der Jalousie, wenn die Achse e in entsprechende Drehung versetzt wird.
Diese Drehung bewirke ich wie folgt:
Auf der Achse e befestige ich ein Triebrädchen f, das in Eingriff steht mit einer Zahnstange g, welch letztere an dem Hebel h befestigt ist. Hebel h dreht sich in i und geht durch das Vorderbrett k hindurch und erweitert sich aufserhalb desselben zu dem Tritt /, woraus leicht hervorgeht, dafs durch Niedertreten des Trittes / aus Lage Fig. 2 in die der Fig. 1 der Quadrant g gehoben, Triebrädchen f und mit ihm die Kettenräder a und b von rechts nach links gedreht, also die Jalousie und das Sitzbrett gesenkt werden.
Der Hebel h ist nach hinten verlängert und trägt an seinem Ende das Gewicht m, das gleichen Zweck und Wirkung hat, wie das Gewicht N des Haupt-Patentes. Um nun die Aufgabe von Trockenmaterial selbstthätig zu reguliren und nach jedem Gebrauch ein be-
stimmt abgemessenes Quantum einzuschütten, sowie um eine Nachschüttung zu ermöglichen, um so noch rascher die Trocknung und Geruchlosmachung der Excremente zu erzielen, habe ich folgende Einrichtung getroffen:
Unter dem Müllkasten η lasse ich die Rohre ο und o' abgehen. Diese Rohre erweitern sich in die Behälter ρ und p' von trapezoidaler Gestalt, und darinnen sind die oben und unten offenen Rohrstücke r und r' drehbar angeordnet; sie bilden in gewisser Stellung die Fortsetzung der Rohre ο bezw. o'. Die Form der Behälter ρ und p' ist nun so gewählt, dafs die Rohrstücke darin um eine horizontale Achse so viel und derartig schwingen können, dafs, wenn das Sitzbrett hoch steht, das Rohrstück r oben sich an das Rohr ο anschliefst bezw. als die Fortsetzung desselben erscheint.
Das Rohrstück r' dagegen im Behälter p' nimmt in diesem Falle, eine solche Stellung ein,' dafs seine Verbindung mit dem Rohre o' geschlossen ist. Den Abschlufs bildet ein am Rohrstück r' angebrachtes Sperrblech 's', wie ein solches zu gleichem Zwecke auch am Rohrstück r angebracht ist. Die oberen Begrenzungen der Behälter ρ und p' sowie der Rohrstücke r und r' und die Sperrbleche s und s' sind nach dem Bogen gekrümmt, den die Enden der Rohrstücke bei ihrer Schwingung beschreiben.
Nach unten sind die Behälter ρ und ρ' so geformt, dafs sich die Rohre t und t' darin in solcher Weise anschliefsen , dafs die Rohrstücke r und r', wenn sie oben mit ο bezw. o' in Verbindung stehen, unten durch die Böden der Behälter ρ und p' abgeschlossen sind, dagegen in der anderen Stellung ihren Inhalt in die Rohre t und V entleeren können.
Das Rohr t mündet oberhalb des Fangbeckens F oder des Korbes in das Trichterrohr A, das Rohr V dagegen unterhalb derselben in das Rohr D. Ersteres soll seinen Inhalt in das Becken F entleeren, wenn es aufrecht steht, letzteres dagegen soll sich entleeren, nachdem das Becken gedreht und geleert worden ist.
Die Stellungen sind aus den Fig. ι und 2 erkenntlich.
Die Schwingungen der Rohrstücke r und r' bezw. ihre jeweilige richtige Stellung erhalten sie wie folgt:
Auf der Welle e ist ein kurzer Hebel u befestigt, der durch eine Stange ν mit dem gekröpften Hebelarm w in Verbindung steht, und letzterer wiederum sitzt auf der Schwingungsachse des Rohrstückes r, und ist nun leicht verständlich, wie die Lagen von r bestimmt werden. Eine ähnliche Hebelanordnung u' v' w' bestimmt die Lage von r'.
Man erkennt nun, wie auf diese Weise jedesmal nur ein Rohr r voll Torfstreu auf das Becken F gebracht wird und noch ein Rohr r' voll nachgeschüttet wird.
Zur. Verbindung des Sitzbrettes mit dem Trittbrett ist die Stange χ angebracht, welche statt des früheren Hebels L das Sitzbrett nur theilweise zur Regulirung der Schalen hebt.
Die durch Fig. 5, 6. und 7 dargestellte Con- . struction ist von der vorher beschriebenen und von der des Haupt-Patentes durch Vereinfachung der Einrichtung des Sitzbrettes und des Verschlufsdeckels verschieden.
Die Jalousie ist hierbei ganz weggelassen und an deren Stelle ein das Loch im Sitzbrett verdeckender Deckel 1 angeordnet, welcher von Hand gehoben werden kann, oder auch durch den oben beschriebenen Tritthebel, indem auf der Welle e ein Hebel 2 befestigt ist, der mittelst der über die Rollen 3 und 4 laufenden Schnur 5 mit der Vorderseite des Deckels verbunden ist und, wie die Fig. 3, 4 und 5 erkennen lassen, durch Drehung der Welle e gehoben wird.
Der Deckel liegt in gehobener Stellung gegen eine Feder 6 an, die an einem Bock 7 sich befindet, und ihn wieder niederschlägt, wenn der Druck oder Zug auf ihn nachläfst.
Die Stütze 8 hebt das Sitzbrett 9 bei Nichtgebrauch etwas in die Höhe, Fig. 6, und eine Leiste 10, die in einen im Vorderbrett befindlichen Falz eingreift, besorgt den Verschlufs.
Um, ohne das Sitzbrett zu belasten, also bei tief stehendem Gewicht und umgekehrtem Becken F, z. B. Töpfe u. dergl. in den Abtritt entleeren zu können und dabei doch die Trennung flüssiger und fester Excremente zu bewirken, bringe ich bei dieser Ausführung noch eine vorn durchlöcherte Schale 12 an, welche die eingeschütteten Stoffe auffängt, die festen zurückhält und die flüssigen vorn in das enge Rohr C fliefsen läfst.

Claims (2)

Patent- Ansprüche: An dem unter No. 46039 patentirten Abtritt:
1.· An Stelle des Hebelwerkes ML zum Heben des Sitzbrettes und der Jalousie und zum Drehen der Welle e und der an ihr befestigten Theile der Kettentrieb ab d und der Tritthebel I h mit der Zahnstange g und dem Getriebe f auf der Welle e.
2. Die Einrichtung zum Abgeben bestimmter Mengen Torfstreu nach jedesmaliger Benutzung, bestehend aus den Drehschiebern r r' in den Behältern pp', derartig, dafs erstere entsprechend der Stellung des Beckens F abwechselnd mit den Zuführungsrohren 0 0' und mit den Abführungsrohren 11' in Verbindung treten,
wobei die Drehung der Schieber r r' mittelst Hebelwerkes uv w von der Welle e aus bewirkt wird.
Behufs Hochhaltens . des Gewichtes m und Verhinderung der Drehung der Welle e beim Gebrauch des Abtrittes ohne directe Belastung des Tritthebels / durch Auftreten auf denselben die Anordnung der Stütze χ unter dem Sitzbrett c.
An Stelle des mit der Jalousie hochgehenden Sitzbrettes und an Stelle jener die Anordnung des sich nur wenig hebenden Sitzbrettes 9 mit dem von Hand oder durch Rollenzug 2, 3, 4 und 5 von der Welle e aus bethätigten Verschlufsdeckel 1 in Verbindung mit der Stütze 8, dem Tritt / h und der Schale 12 auf der Welle e.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48908D Abtritt mit getrennter Abführung der festen und flüssigen Abgangsstoffe Expired - Lifetime DE48908C (de)

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