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Schmierpumpe mit Stufenkolben Die Erfindung betrifft mechanisch angetriebene
Druckschmieräpparate mit einen Stufenkolben besitzenden Tauchkolbenpumpen, die in
einem Ölbehälter senkrecht eingebaut sind und unabhängig voneinander daraus entfernt
werden können. Die Stufenkolben setzen sich aus einem dünneren Führungsteil und
einem dickeren Förderteil. zusammen. Die Differenz der Durchmesser dieser beiden
Kolbenteile, also ein; Ringfläche, ist als wirksame Druckfläche für das Schmiermittel
zu betrachten.
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Die Erfindung sieht zunächst, um Ungenauigkeiten bei der Herstellung
der Pumpe auszugleichen, eine sich selbsttätig radial ausrichtende Führung für den
dünneren Führungsteil in Gestalt eines in den feststehenden Pumpenzylinder lose
radial verschiebbar eingesetzten Führungsmantels vor, zwischen dessen Außenseite
und der Innenseite des Pumpenzylinders das von der Pumpe geförderte Schmiermittel
dem Auslaßventil zuströmt.
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Gemäß der Erfindung ist ferner der Stufenkolben mit dem dünneren Führungsteil
nach oben zeigend angeordnet, und der darüber befindliche Hohlraum des Führungsmantels
steht durch Öffnungen mit einem beim Betriebe stets mit Öl gefüllten Ringraum des
Gehäuses in Verbindung. Der so bewirkte Flüssigkeitsabschluß verhindert den Zutritt
von Luft in die Pumpe. In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform
der Schmierpumpe gemäß der Erfindung im senkrechten Schnitt dargestellt. Im Deckel
des Ölbehälters sind mehrere voneinander unabhängige Pumpeneinheiten befestigt,
von denen nur eine dargestellt ist.
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Jede Pumpeneinheit setzt sich im wesentlichen aus einem feststehenden,
mit dem Behälterdeckel verbundenen Teil und einem beweglichen Teil zusammen, der
nach unten durch eine Feder io8, nach oben durch einen Schwinghebel6i bewegt wird.
Der feststehende Pumpenteil besteht aus einem Pumpenzylinder ioo, einem Auslaßventilgehäuse
8g, einer Düse 87 und einem Pum:-penkopfstück 8o, während der bewegliche Pumpenteil
einen Stufentauchkolben io3, einen mit letzterem verbundenen, den Pumpenzylinder
ioo umschließenden Abschlußkörper 107 und ein Einlaßventilgehäuse 10q. umfaßt.
Der Stufentauchkolben io3 besteht aus einem oberen dünneren Führungsteil io3', der
in einem besonderen Führungsmantel ioa gleitet, und einem unteren stärkeren Förderteil
103", der durch das untere abgesetzte Ende des Pumpenzylinders ioo geht. Der untere
Kolbenbeil io3" hat eine Bohrung E, die das Einlaßventilgehäuse 104 mit dem eigentlichen
PumpendruckraumF verbindet. Der Führungsmantel ioa ist in den oberen Teil des Pumpenzylinders
ioo
lose radial verschiebbar eingesetzt, so daß @er sich der Lage
des oberen Kolbenteiles .entsprechend radial einstellen kann. Der zwischen dem Führungsmantel
ioa und dem Pumpenzylinder i oo befindliche Raum B bildet die Auslaßleitung für
das Öl. Der Führungs; mantel ioa ruht mit seinem Kopfstück ioa' nur auf einer kreisförmigen
KanteX, die vom erweiterten oberen Ende ioo' des Pumpenzylinders gebildet wird.
Dieses erweiterte Ende des Pumpenzylinders ist mit seinem Außengewinde in den hohlen
Stützfuß S des Pumpenkopfstückes8o eingeschraubt. Der hohle Stützfuß, der durch
eine schräge Druckschraube 3o in einem entsprechenden Flansch des Behälterdeckels
festgehalten wird, schließt wiederum das Auslaßventilgehäuse 89 und eine auf diesem
ruhende Auslaßdüse 87 ein. Das Auslaßventilgehäuse 89 hat die Form eines kurzen
Hohlzylinders mit zwei übereinander angeordneten Kugelventilen 9i und 92 und ist
zwischen die Düse 87 und das Kopfstück i o 2' des Führungsmantels. i o2 eingesetzt.
Die Düse 87 steckt herausnehmbar in einer entsprechenden Bodenöffnung des Pumpienkopfstückes
8o und legt sich mit einem Flansch gegen die Innenseite des darunterliegenden Hohlraumes.
Wenn die Teile ioz, 89 und 87 in ihre Lage gebracht sind und der Pumpenzylinder
in den Stützfuß des Behälters 8o eingeschraubt ist, sind die genannten Teile fest
miteinander verbunden; ihre Berührungsflächen bilden öldichte Verbindungen, die
den Gebrauch von Packungen unnötig machen.
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Das Kopfstück io2' des Führungsmantels ioz besitzt außer einer Reihe
senkrechter Löcher A, die den Zwischenraum B mit dem Auslaßventilgehäuse 89 unterhalb
des unteren Kugelventils 92 verbinden, ein oder mehrere waagerechte Löcher Al, die
den inneren Raum C oberhalb des dünneren oberen Kolbenführungsteiles 103' mit einem
ringförmigen Hohlraum D verbinden. Der HohlraumD führt zur Außenluft, ist jedoch
mit Öl gefüllt und dabei genügend geräumig, um einen wirksamen Flüssigkeitsabschluß
für den oberen Kolbenteil bei jeder Kolbenstellung zu bilden. Auf diese Weise wird
das Eindringen von Luft in die Pumpe und dadurch das Abreißen der Ölsäule verhindert,.