DE487970C - Messgeraet mit Drehspule fuer Wechselstroeme hoher Stromstaerke - Google Patents

Messgeraet mit Drehspule fuer Wechselstroeme hoher Stromstaerke

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DE487970C
DE487970C DES74327D DES0074327D DE487970C DE 487970 C DE487970 C DE 487970C DE S74327 D DES74327 D DE S74327D DE S0074327 D DES0074327 D DE S0074327D DE 487970 C DE487970 C DE 487970C
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current
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R5/00Instruments for converting a single current or a single voltage into a mechanical displacement
    • G01R5/02Moving-coil instruments
    • G01R5/04Moving-coil instruments with magnet external to the coil

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Description

  • Meßgerät mit Drehspule für Wechselströme hoher Stromstärke Bei einem elektrischen Meßgerät ist die Drehspule, die hohe Stromstärken auszuhalten hat, auch großen Drehmomenten ausgesetzt. Die Drehmomente werden mitunter, z. B. bei Meßgeräten, die auch Kurzschlußströme aufzunehmen haben, so groß, daß die mechanische Festigkeit der bekannten Drehspulen ihnen nicht mehr gewachsen ist. Man kann nämlich diese Spulen nicht beliebig kräftig bauen, da sonst ihre mechanische Trägheit zu groß wird, daß das drehbare System sich bei kleinen Strömen zu langsam einstellt und bei großen Strömen zu schwer zu dämpfen ist. In manchen Fällen lassen sich derartige Probleme durch Verwendung einer Ferrarisscheibe lösen. Das hat aber wieder den Nachteil, daß die erzeugten Drehmomente einer exakten Berechnung schwer zugänglich sind und sich daher für genauere Messungen nicht an allen Stellen eignen.
  • Das Meßgerät gemäß der Erfindung besitzt die Vorteile der Ferrarisscheibe, vermeidet aber ihre Nachteile dadurch, daß sie ihre beiden Funktionen, einerseits als Transformator zu wirken, andererseits als Stromschleife im magnetischen Felde ein Drehmoment zu erzeugen, voneinander trennt.
  • Gemäß der Erfindung besteht die Drehspüle aus einer einzigen Stromschleife, welcher der Strom durch einen besonderen kleinen Stromwandler zugeführt wird. Der Wandler transformiert den Strom so weit hinauf, daß eine Stromschleife zur Erzeugung des notwendigen Drehmoments ausreicht. Besondere Bedeutung hat die Erfindung für Fehlerortrelais. Diese sind zuweilen sehr starken Kurzschlußströmen ausgesetzt und müssen sich gerade dann richtig und zuverlässig einstellen. Aber auch bei geringen Stromstärken müssen sie genau arbeiten. In allen Fällen muß sich das Anzeigegerät eines Fehlerortrelais so schnell einstellen, daß die Größe des Kurzschlußstromes, so wie sie unmittelbar nach Auftreten des Kurzschlusses besteht, angezeigt wird; denn die elektrischen Verhältnisse im Kurzschlußstromkreise ändern sich oft schon innerhalb weniger Sekunden wesentlich.
  • In der Abbildung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Anzeigegerät für ein Fehlerortrelais dargestellt. Der Zeiger 9 soll den Widerstand eines Kurzschlußkreises anzeigen. Er sitzt auf einer Welle 3, die außerdem die Drehspule 2 und die Ferraristrommeln 7 und 8 trägt. Die Drehspule 2 besteht aus einer und einer halben Windung aus Aluminium; der besseren Festigkeit wegen wird vorzugsweise Duraluminium verwendet. Sie dreht sich im Felde der Strommagneten i. Der Strom wird ihr durch Quecksilberkontakte ¢ zugeführt, jedoch nicht unmittelbar von dem Stromwandler 47, sondern über einen Transformator 52. Dieser transformiert den Strom so weit hinauf, daß er auch bei den vorkommenden kleinsten Werten ausreicht, um in der einen Stromschleife ein ausreichendes Drehmoment zu erzeugen. Die Ferraristrommel7 dreht sich im Felde der Strommagneten io, die Ferraristrommel 8 dagegen dreht sich in den Feldern zweier Magnetpaare, nämlich der Strommagneten ii und der Spannungsmagneten 12. Innerhalb der Ferraristrommel 7 und 8 sind feststehende Eisenkerne angeordnet, die in der Zeichnung nicht sichtbar sind; sie dienen dazu, den Widerstand der magnetischen Kraftlinienwege herabzusetzen. Die Stromschleife 2 erzeugt ein Drehmoment, das eine Funktion des Quadrates der Stromstärke ist, während die Ferraristrommel8 ein Drehmoment erzeugt, das eine Funktion des Produktes aus Spannung und Stromstärke ist. Es ist bekannt, daß infolgedessen der Zeiger 9 sich so einstellt, daß sein Ausschlagwinkel eine eindeutige Funktion des Quotienten aus, jenen beiden Größen, also eine Funktion des Widerstandes in der zu überwachenden Leitung ist. Vorzugsweise wird die Anordnung so getroffen, daß der Zeiger 9 den Blindwiderstand anzeigt. Die Ferraristrommel 7 erzeugt überhaupt kein Drehmoment, sondern hat nur den Zweck, die Bewegung. des ganzen drehbaren Systems zu dämpfen, und zwar mit einer Dämpfungskraft, die proportional mit der Stromstärke wächst.
  • Über dem Anzeigegerät des Zeigers 9 ist ein Fallbügel 21 angeordnet, der in Lagern 22 drehbar ist. Durch eine Feder a3 wird er in angehobener Lage festgehalten. Er kann jedoch durch eine Hilfskraft vermittels der Verbindungsstange 24 heruntergeklappt werden, sobald ein Fehler in der Leitung auftritt. Seine Stirnfläche hat drei verschieden breite Teile 2i', 2i", 2i"'. Infolgedessen macht er verschieden große Bewegungen, bis er auf den Zeiger auftrifft, den er dabei auf eine Unterlage 1q. festdrückt. Diese verschieden großen Bewegungen dienen dazu, die Ölschalter auszulösen, durch welche fehlerhafte Strecken abgetrennt werden. Der Zeiger muß seine .Gleichgewichtslage unbedingt eingenommen haben, bevor er von dem Fallbügel festgehalten wird. Das ist nur möglich, wenn das gesamte drehbare System leicht genug gebaut ist, obwohl es die nötige Widerstandskraft haben muß, um auch große Drehmomente zu ertragen. Aus diesem Grunde sind auch die Ferraristeile 7 und 8 nicht in der üblichen Weise als Scheiben, sondern als hohle Trommeln ausgebildet. Die Trommel hat vor der Scheibe den Vorzug, daß alle Kräfte entwickelnden Teile an demselben Hebelarm angreifen. Sie ist infolgedessen bei gleichem Drehmoment leichter. Denn bei der Scheibe trägt gerade der äußerste Rand zum Drehmoment nur wenig bei, vergrößert das Gewicht aber beträchtlich.
  • Um auch die Welle möglichstleicht ausführen zu können, liegt das dämpfende System 7 zwischen den beiden drehenden Systemen :z und B. Die Welle muß nämlich so bemessen werden, daß sie auch in dem Falle genügend widerstandsfähig ist, daß infolge umgekehrter Energierichtung die beiden Systeme i9 und 2o nach derselben Seite wirken. Ihr Drehmoment muß dann bis zur Erreichung der Ausschlagbegrenzung vom dämpfenden System 7 aufgenommen werden. Würde man dieses an einem Ende anordnen, so würde auf die Welle die Summe der Drehmomente wirken. Bei der hier dargestellten Einrichtung dagegen wird die Welle nur von den einzelnen Drehmomenten belastet.
  • In der Zeichnung ist eine einphasige Strecke mit Hinundrückleitung S und T angenommen. Sie kann durch den Ölschalter 64 abgeschaltet werden, sobald die Auslösespule 63 erregt wird. Der Stromwandler 47 speist den Stromwandler 52, die Stromspulen 51, 50 und 49. Ein Spannungswandler 56 speist über die Leitungen 57 und 58 die Spannungsspule 59.

Claims (3)

  1. PATE NTANSPRÜCI1C: i. Meßgerät mit Drehspule für Wechselströme mit hoher Stromstärke, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule aus einer einzigen vollständigen Stromschleife (2) besteht und daß ein besonderer kleiner Transformator (52) vorgesehen ist, durch den der der Stromschleife zugeführte Strom heraufgesetzt wird.
  2. 2. Meßgerät nach Anspruch i für Fehlerortrelais, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites auf dieselbe Welle (3) wirkendes drehbares System ein als Trommel (8) ausgebildetes Ferrarisglied ist.
  3. 3. Meßgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine ebenfalls eine Ferraristrommel (7) besitzende Dämpfungsvorrichtung vorgesehen ist, die an der Welle (3) zwischen beiden drehbaren Systemen (2 und 3) angreift.
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