<Desc/Clms Page number 1>
Selbsttätige Parallelschaltvorilchtung für Synchronmaschinen.
Vorrichtungen zur selbsttätigen Parallelschaltung von Synchronmaschinen untereinander oder mit Wechselstromnetzen sind wiederholt ausgeführt worden. Sie haben die bekannte Bedingung zu erfüllen, beide Stromquellen praktisch ohne störenden oder schädigenden Strom-und Leistungsausgleich miteinander zu verbinden, was nur möglich ist, wenn die Spannungsvektoren dieser Stromquellen gleiche oder nahezu gleiche Winkelgeschwindigkeit, gleiche Phasenlage und gleiche Grösse im Augenblick der Zusammenschaltung besitzen.
Die bisher bekanntgewordenen Einrichtungen für selbsttätige Parallelschaltung besitzen die gemeinsame Eigenschaft, dass sie den für die oben erwähnte stossfreie Zuschaltung erforderlichen Moment, in dem Frequenz, Phasenlage und Grösse der Spannung beider Stromquellen übereinstimmen, mit geringerer als der wünschenswerten Präzision erfassen. Sie bewirken die Zuschaltung teils nur bei annähernd gleicher Frequenz, teils lassen sie die Zuschaltung bei mehr oder weniger voneinander abweichenden Spannungen zu.
Der erstgenannte Mangel ist bei den meisten derselben die Folge der Velwendung eines Zeitrelais, das den Stromkreis des Schaltmagneten des Haupt (Öl) schalters erst dann sehliesst, wenn die zuzuschaltende Maschine während einer gewissen-wenn auch kurzen-Zeit bei gleicher Phasenlage gleiche Frequenz mit der bereits im Betrieb befindlichen Maschine oder dem Netz besitzt. Tritt innerhalb dieser kurzen Zeit eine plötzliche Frequenzänderung einer der beiden Stromquellen, also eine Frequenzdifferenz auf, so findet keine rechtzeitige Rückgängigmachung der eingeleiteten Sehaltbewegung des Zeitrelais statt und das Zuschalten erfolgt unter Strom- und Leistungsstoss.
Das Zeitrelais mit gewöhnlich mehreren Kontakten bedeutet aber an sich schon als ein zu den übrigen hinzukomarendes Element eine Komplikation der ganzen Einrichtung, seine Vermeidung erscheint daher erwünscht. Ausser den Kontakten des Zeitrelais sind nun aber im Stromkreis des Schaltmagneten gewöhnlich noch weitere Kontakte vorhanden, so dass dessen zuverlässige Betätigung vom einwandfreien Betriebszustand einer Mehrheit von Kontakten abhängig ist, was als ein Nachteil betrachtet werden muss, wenn in Betracht gezogen wird, dass einerseits in manchen Fällen das Bedürfnis einer rasch und sicher erfolgenden Zuschaltung einer Maschine zur andern bestellt,
anderseits ein Zuschalten unter andern als den oben genannten Bedingungen eine Gefährdung der Maschinen oder des äusseren Stromkreises derselben bedeuten kann.
Bei einzelnen Vorrichtungen wird auch im Interesse der Vereinfachung der Apparatur eine der drei Bedingungen, z. B. die Spannungsgleichheit zugunsten der andern beiden vernachlässigt, wodurch
EMI1.1
eine Ergänzung durch Synchronisir-Spannungsmesser oder -Lampen, also Einrichtungen, die beim Anschalten von Hand aus bereits allein genügen.
Die vorliegende Erfindung vermeidet nur diese Nachteile bei grösserer Einfachheit in der Ausführung und erhöhter Betriebssicherheit. Sie bewirkt die Zuschaltung unter Verwendung nur zweier Elemente mit beweglichen Teilen und unter Vermeidung eines Zeitrelais. Sie hat auch den Vorteil, dass sie sowohl vor dem Zuschalten, wie im Moment des Zuschaltens den Betriebszustand, soweit er für das Zuschalten in Betracht kommt, auf einen Blick erkennen lässt.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung besteht gemäss der Zeichnung aus dem gleichzeitig durch Frequenz-und Phasendifferenz beider Stromquellen beeinflussten Relais Ri und dem von der Differenz der Spannungen derselben betätigten Relais R2. Das nach dem bekannten Drehfeldprinzip ausgebildete Relais J ? i besitzt zwei um eine gemeinsame Achse unabhängig voneinander verdrehbar
<Desc/Clms Page number 2>
angeordnete Teile, von denen-der innere als Rotor, der äussere als Stator bezeichnet werden soll, obgleich diese letztere aus der Praxis der auf dem Drehfeldprinzip beruhenden Einrichtungen entnommene'Bezeichnung insofern im vorliegenden Fall nicht ganz zutreffend ist, als der Stator dieses Relais night im Raum feststeht, sondern um die Achse il je um den gleichen,
durch die Anschläge at und a2 gegebenen Winkel rechts und links von der Vertikalen verdrehbar ist.
EMI2.1
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist nun folgende : Ist der zum Generator I zuzuschaltende Generator 11 auf ungefähr gleiche Spannung und Frequenz wie Generator I gebracht, so drehen sich Stator und Rotor des Relais Rr unter dem Einfluss des entsprechend der Differenz der Frequenzen beider Maschinen in bekannter Weise entstehenden Drehfeldes in entgegengesetzter Richtung.
Die Bewegung des Stators ist durch die beiden Anschläge i bzw. beschränkt, der Rotor
EMI2.2
(das natürlich auch durch eineFecter ersetzt werden kann) in die neutrale Lage (Tiefstlage des Gewichtes ssj, der Rotor bleibt dagegen in einer Lage stehen, die der Richtung des nur noch durch die Differenz in der Phasenlage beider Generatoren bestimmten, räumlich feststehenden Feldes entspricht. Er dreht sich erst dann in die vertikale Lage, wobei seine Achse durch den Schwerpunkt des Gewichtes Gy geht, wenn die Phasenlage des Generators 11 in die des Generators I übergeht.
In diesem Moment wird der Kontaktstift K1 durch den Nocken K3 radial nach auswärts gedrückt und gleichzeitig der obere Kontakt von K (über'welchem sich der Stift ri infolge der neutralen Lage des
EMI2.3
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.