-
Umstellvorrichtung für Zifferblätter von Großuhren Die Erfindung-
betrifft eine Uhr für die Zeitangabe über 2¢ Stunden und bezieht sich auf die Anordnung
des Schaltwerkes für die springende Bewegung dieses Zifferblattes.
-
Um die Schaltbewegung für das Zifferblatt hervorzubringen, wird erfindungsgemäß
an das Stundenrad des Zeigerwerkes ein Schaltrad angeschlossen, das die halbe Umdrehungszahl
dies Stundenrades ausführt. Indem Schaltrad ist ein Fenster vorgehen, in das zwei
auf denn Schaltrad schleifende Schaltklinken einspringen und dabei das Zifferblatt
unter Vermittlung eines dreiarmigen Hebels wechselweise um 15 Winkelgrade
vorwärts oder rückwärts schieben. Die Schaltklinken sind diametral gegenüberliegend
zu dem Schaltrad angeordnet, so daß nach je 12 Stunden die eine oder die andere
Klinke in das Fenster des Schaltrades einspringt. Der dreiarmige Hebel ist in entsprechender
Lage zu den Schaltklinken angeordnet und dreht sich um die Achse des Schaltrades.
Auf zwei Hebelarme des dreiarmigen Hebels wirken die entsprechenden Schaltklinken
:ein, wähnend der dritte Hebelarm mit dem Zifferblatt gelenkig verbunden ist. Ein
Anschlag für den Hebel oder das Zifferblatt verhindert das Überspringen des Zifferblatts
bei der ruckweisen Vor- oder Rückbewegung. Um eine genaue Einstellung des Schalthebels
zu ermöglichen, wird näht die Schaltklinke selbst zum Übertragen der Schaltbewegung
herangezogen, sondern ein an dem Hebel befestigten Stift, der ebenfalls auf dem
Schaltrad schleift und die Schaltklinke genau im richtigen Augenblick freigibt.
Der Schaltstift dient außerdem dazu, die ruckweise Bewegung des Zifferblattes zu
bewirken, da, der Schalthebel selbst in einte flache Kurve ausläuft, zu denn Zweck,
ein allmähliches Spannen der Schaltklinke, möglicherweise im Laufe von i 2 Stunden
zu erreichen. Durch diese Ausbildung der Schaltklinke wird eiirr gleichmäßiger Gang
der Uhr gewährleistet, weil die zum Spannen der Schaltklinken aufzubringenden Kräfte
verteilt sind oder die Schaltklinken auf denn Klinkrad schleifen, sobald sie "gehaben
sind.
-
Auf 'der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Uhr nach der Erfindung
dargestellt.
-
Abb. i zeigt eine Ansucht von oben mit teilweise weggebrochen gewichneter
Fensterplatte; Abb. 2 zeigt das Schaltrad mit dem Schalthebel nach Einfallen der
Schaltklinke; die Abb.3 und q. geben im Schnitt nach den Linlen A-B und C-D der-
Abb. i und 2 die Stellung der Schaltklinke vor dem Einfallen und nach dem Einfallen
bei der Umstellung des Zifferblattes van 24 auf 12; Abb. 5 und 6 zeigen das Schaftrad
in den entsprechendem Stellungen vor dem Umschalten und :nach dem Umschalten von
i z auf 24.; Abb. 7 und 8 sind Schnitte nasch den Linien E'-F und G-H der Abb. 5
und 6 und zeigen
die entsprechenden Stellungen der anderen Schaltklinke;
Abb. 9 ist -ein Schnitt nach der Linie 1-K der Abb. i.
-
Mit i ist die obere Gesbellplatte der Uhr hezeichnet, auf der die
Fensterplatte 2 mit Fenstern 3 befestigt ist. Unter der Fensterplatte ist auf der
Nabe des Stundenzeigers das Zifferblatt q. frei drehbar gelagert und kann durch
einen Anschlag im seinen EndstellunZen festgelegt werden. Über der Fensterplatte
2 sind die Zeiger 5 angeordne7, die in Abb. i nur ,angedeutet sind, ohne sich in
der dem Schaltrad entsprechenden Stellung zu befinden, da sie gerade auf 12 bzw.
24 stehen müßten. An Federn 6 und 7 befinden sich die Schaltkurven 8 und 9 und die
Einstellstifte io und i i. Das Stundenrad 12 kämmt: mit dem Schaltrad 13, dessen
Umfang doppelt so. groß als der des Stundenrades 12 ist. In dem Schaltrad 13 sind
Fenster 1q. ausgespart, in die die Schaltkurven mit den Stellstiften io und i z
einspringen Auf der Achse des Schaltrades 13 ist ein dreiarmiger Hebel 15 frei drehbar
gelagert, dessen Arme 16 und 17 mit der Schaltkurve oder dem Einstellstift beim
Umschalten des Zifferblattes in Berührung kommen- Der dritte Arm i8 des Hebels 15
trägt an seinem Ende eine angelenkte Stange i9 mit einem Stift 20, der durch Schlitze
21, 22 in der Gestellplatte, i und dem Zifferblatt q. geführt ist. Die untere Gesfellplatte-23
trägt die Federn 6 und 7 für die Schaltkurven 8 und 9.-In Abb. i ist die Stellung
der beschriebenen Teile dargestellt, die vor dem Ums;:halten des Zifferblattes von
.24 auf 12 einge-' nommen wird. D:er zugehörige Schnitt der Abb. 3 zeigt den Arm
16 des dreiarmigen Hebels 15 vor dem Fenster in dem Schaltrad 13. Die Schaltkurve
8 ist bereits in das Fenster eingetreten, während der Stedlstüt ro noch nicht freigegeben.
ist. Der zu Abb. 2 gehörige Schnitt der Abb. q. zeigt die Schaltklinke in der eingerückten
Stellung, wobei der Arm 16 des dreiarmigen Hebels nach rechts unter dem Einfluß
des kurvenförmig gebogenen Steilstiftes io gerückt ist. Der zu Abb. 5 gehörige 'Schnitt
der Abb. 7 zeigt in gleicher Weise wie die vorhergehenden Ab-
bildungen die
Stellung der Schaltkurve in, gespanntem und Abb. 8 in eingerücktem Zustand. Die
Bewegung des Annes 17 tvv.rd hierbei durch die Schaltkurve selbst bewirkt, dadurch.,
daß sich die der Kurvenbahn. ernt-. gegengesetzte Kante gegen den Hehelarm legt
und diesen nach rechts drückt.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist damit ohne weiteres verständlich.
Wenn das Zifferblatt, wie in Abb. i dargestellt, unter den Fenstern die Ziffern
13 bis 24 zeigt und beide Zeiger auf der Ziffer 2¢ stehen, hat der Stift io an der
Schaltklinke die Kante des Fensters erreicht und springt in die Fensteröffnung ein.
Dabei wird der Arm 16 des dreiarmigen Hebels gedreht und so der Arm 18 mitgenommen:.
Das angelenkte Glied mit Arm i8 nimmt mit dem von ihm 'getragenen Stift 2o das Zifferblatt
in der gleichen Drehrichtung um den Betrag des Abstandes der Zahlen 2q. bis i2 im
umgekehrten Uhrzeigersinn mit. Gleichzeitig legt sich die Kune mit ihrem Ende an
die entgegengesetzte Kante der Fensteröffnung und wird bei weiterer Drehung des
Schaltrades 13 allmählich wieder in die Ausgangslage gebracht. Nach 12 Stunden tr5tt
der umgekehrte Vorgang beim Einfallen.der zweiten Schaltklinke 9 in das Fenster
ein., mit dem Unterschied, daß hierbei nicht der Steilstift i i, sondern die Schaltkurie
9 selbst die Verschiebung des Hebelarmes 17 übernimmt.