DE486325C - Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkoerpern, insbesondere Flugzeugen - Google Patents
Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkoerpern, insbesondere FlugzeugenInfo
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B35/00—Vessels or similar floating structures specially adapted for specific purposes and not otherwise provided for
- B63B35/50—Vessels or floating structures for aircraft
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Description
- Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkörpern, insbesondere Flugzeugen Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der Einrichtung nach Patent 477 942. Diese Einrichtung besteht aus einem Widerstandskörper und einer Bahn, die infolge der Gestaltung des ersteren überflutet wird. Will man die Überflutung der Bahn vermeiden, so muß das Ende der Bahn in den Widerstandskörper übergehen. Dadurch wird bei Fahrt unter der Bahn eine Wasserstauung und hinter der Bahn eine Absenkung des Wasserspiegels und zugleich ein Rückstrom des Wassers hervorgerufen, wodurch das Aufnehmen von Seeflugzeugen außerordentlich erleichtert wird. Zugleich gibt diese Anordnung die Möglichkeit, auch Landflugzeuge sicher an Bord zu nehmen.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. I ein Schiffsheck mit der Bahn, von der Seite gesehen, bei Aufnahme eines Seeflugzeuges, Abb. 2 eine ,ähnliche Ansicht bei Aufnahme eines Landflugzeuges, Abb.3 eine zugehörige Draufsicht.
- An Bord des Schiffes wird auf dem Deck 23 die Bahn 22 angeordnet, die beispielsweise mit Hilfe einer Rolle 29 aus und eingerollt werden kann. Am freien Ende der Bahn 22 ist der Widerstandskörper 21 befestigt, der im Ausführungsbeispiel durch einfaches Umbiegen der Bahn gebildet und durch Trossen 3o gehalten wird.
- Durch die Wirkung des Propellerstromes bildet sich unterhalb der Bahn 22 ein Wasserstau, der durch die Linie 25 wiedergegeben ist. Hinter dem Widerstandskörper 21 erfährt der Wasserspiegel 31 bei der in Abb. I gezeichneten Lage der Bahn und des Widerstandskörpers eine geringe Absenkung und bildet einen Rückstrom 32, der vollkommen ruhig und unabhängig von den Bewegungen des Seeganges und des Schiffes ist und daher ein sicheres Aufsetzen des Seeflugzeuges 28 ermöglicht. Dieser Rückstrom führt zugleich das Flugzeug mit Sicherheit an die Bahn heran, selbst dann, wenn es sich schräg zur Längsachse der Bahn auf das Wasser aufgesetzt hat.
- Will man ein Landflugzeug 28' an Bord nehmen, so wird zweckmäßig die Bahn 22 länger ausgelassen (Abb.2), um die Neigung der Bahn zu verringern. Ferner wird die Lage des Widerstandskörpers 21 in der Weisse gerändert, daß die Stauwelle 25 unterhalb der Bahn eine größere Längenausdehnung an= nimmt. Bei dieser Anordnung der Bahn bildet sich hinter dem Widerstandskörper 2 i eine Sogwelle 33, die als Ansteuermarke für das Landflugzeug dienen kann. Das Landflugzeug setzt auf den Stauhügel auf und wird elastisch aufgefangen. Seine Auslaufbewegung wird durch die Neigung der Bahn 22 abgebremst. Die weitere Bremsung des Flugzeuges kann unter Umständen durch zwei Logs 34 herbeigeführt werden, die am Ende der Bahn über Rollen laufen. Das Flugzeug hakt mit dem Sporn 3 5 in die Verbindungstrosse des Logs ein und zieht die Logs mit, wird dabei abgebremst und gleichzeitig nach der Mitte der Bahn 22 geführt. Diese Wirkung ist durch strichpunktierte Linien 36 in Abb.3 wiedergegeben.
- In der Regel wird es genügen, das Flugzeug, sei .es Seeflugzeug oder Landflugzeug, im unteren Bereich der Bahn festzulegen. Die Bahn 22 braucht nicht unbedingt bis an das Deck 23 zu reichen; sie kann beispielsweise im Bereich der Stauwelle 25 aufhören, wenn diese Bahnlänge für das Aufsetzen und Festlegen des Flugzeuges ausreicht.
- Will man ein Seeflugzeug auf Deck nehmen, so kann es mittels der Schiffswinde an Bord gezogen werden. Das Landflugzeug kann in gleicher Weise an Bord genommen werden oder durch eigene Kraft über die Bahn an Deck rollen.
- Will man ein Seeflugzeug von Bord absetzen, so wird es auf die Bahn gefiert und die Neigung der Bahn durch Nachlassen der Trosse 30 oder durch Verminderung der Fahrt bzw. der Propellerströmung so lange verändert, bis die Bahn sich senkt und das Flugzeug im Bereich des vom Seegang geschützten Propellerstromes zum Aüfschwimmen kommt. Die geänderte Lage der Bahn ist in Abb. i durch punktierte Linien 37 wiedergegeben.
- Beim Abfliegen eines Landflugzeuges dient das Deck 23 als Anlaufstrecke, Und die Bahn 22 verhindert das Absacken des Flugzeuges beim Starten. Die Neigung und Lage der Widerstandskörper zur Bahn und zur Strömung kann durch Änderung der Haltetrossen geregelt werden. Auf diese Weise gelingt es, die Zugkräfte an der Bahn den gewünschten Verhältnissen anzupassen. Dabei kann gleichzeitig auch eine Änderung der Neigung der Bahn erreicht werden. Unabhängig vom Widerstandskörper kann die Neigung der Bahn auch noch durch Wegfieren und Einholen der Bahn geändert werden.
- Man kann die Bahn oder einen Teil derselben auch als laufendes Band ausbilden, um,das Flugzeug nach dem Aufsetzen an Bord zu fördern.
- Die Einrichtung bremst die Stampfbewegungen des Schiffes im Seegang bedeutend ab und ermöglicht daher ein sicheres Landen oder Anbordnehmen der Flugzeuge.
- Es kann die Einrichtung als Notsteuer verwendet werden und auch zum Übernehmen von Schiffbrüchigen an Bord dienen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Aufnehmen von schwimmenden Körpern, insbesondere Flugzeugen, auf Plattformen, z. B. Schiffe oder Landungsstege, nach Patent 477 942, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Widerstandskörper unterhalb der Stoffbahn angeordnet sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, da-,durch gekennzeichnet, daß der Widerstandskörper gegenüber der Bahn in seiner Lage verändert werden kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn mit Vorrichtungen zum Abbremsen von Flugzeugen z. B. durch logartige Einrichtungen ausgestattet ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn selbst eine Fördervorrichtung zum Anbordnehmen von Flugzeugen trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK109924D DE486325C (de) | 1928-06-20 | 1928-06-20 | Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkoerpern, insbesondere Flugzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEK109924D DE486325C (de) | 1928-06-20 | 1928-06-20 | Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkoerpern, insbesondere Flugzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE486325C true DE486325C (de) | 1929-12-03 |
Family
ID=7241838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK109924D Expired DE486325C (de) | 1928-06-20 | 1928-06-20 | Einrichtung zum Aufnehmen von Schwimmkoerpern, insbesondere Flugzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE486325C (de) |
-
1928
- 1928-06-20 DE DEK109924D patent/DE486325C/de not_active Expired
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