DE688709C - Wasserruder, insbesondere an Schwimmkoerpern von Seeflugzeugen - Google Patents

Wasserruder, insbesondere an Schwimmkoerpern von Seeflugzeugen

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DE688709C
DE688709C DE1938F0085352 DEF0085352D DE688709C DE 688709 C DE688709 C DE 688709C DE 1938F0085352 DE1938F0085352 DE 1938F0085352 DE F0085352 D DEF0085352 D DE F0085352D DE 688709 C DE688709 C DE 688709C
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DE
Germany
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rudder
water
seaplanes
floats
rudders
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Expired
Application number
DE1938F0085352
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English (en)
Inventor
Erich Arbeitlang
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Focke Wulf Flugzeugbau GmbH
Original Assignee
Focke Wulf Flugzeugbau GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C35/00Flying-boats; Seaplanes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ■ eine Einrichtung zum Niederhalten hochholbarer Wasserruder, insbesondere für die Schwimmer von Seeflugzeugen.
Schnelle Motorflugzeuge mit verhältnismäßig geringem Tiefgang, die auf der Oberfläche des Wassers schwimmend gute Manövrierfähigkeit besitzen und die häufig im flachen Wasser an Land gebracht werden sollen, wurden bisher mit hochholbaren Ruderblättern versehen, die vorzugsweise durch ihr Eigengewicht bei Bewegung des Fahrzeuges in der Wirklage gehalten wurden. Zur Erleichterung des Hochholens wurden die Ruder um eine quer zur Bewegungsrichtung des Fahrzeuges verlaufende Achse verschwenkbar angeordnet. Bei Flugzeugen war man außerdem darauf bedacht, den Ruderkörpern ein möglichst geringes Eigengewicht zu geben. Dabei steigerten sich die Geschwindigkeiten bei- der Fortbewegung auf dem Wasser, wobei die Neigung zum Aufschwimmen des Ruders begünstigt wurde, und wodurch dann die Wirkung des Ruders infolge seiner geringeren Eintauchtiefe ganz. oder teilweise verlorenging.
Es sind zwar schon besondere Mittel zum Niederhalten des Ruders, z. B. Gegendruckfedern, vorgeschlagen worden. Man erzielte damit aber nicht den gedachten Erfolg. Es zeigten sich Nachteile, die darin bestanden, daß die Arbeit des Hochholens des Ruders sehr erschwert war, weil dabei jedesmal der volle Gegendruck der erwähnten Federn überwunden werden mußte.
Die Erfindung zeigt ein einfaches Mittel, mit dessen Hilfe es möglich ist, das Aufschwimmen von verhältnismäßig leichten hochholbaren Wasserrudern zu verhüten, ohne das Hochholen irgendwie zu erschweren und ohne komplizierte, eine Störanfälligkeit begünstigende Bauteile zu verwenden.
Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht darin, daß das Ruder durch eine nur willkürlich unwirksam machbare Versteifung niedergehalten, d. h. in seiner Wirklage ge-
halten wird. Diese Versteifung besteht in einer abgefederten Kniekstrebe, die sich zwischen einem in vertikaler Ebene nicht schwenkbaren Teil des Ruders und dem Ruderblatt abstützt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. ι ein Wasserruder am Heck eines Flugzeugschwimmers mit der erfindungsgemäßen Anordnung in Seitenansicht.
Abb. 2 zeigt dieselbe Anordnung jedoch mit eingeknickter Stützstrebe.
Das Ruderblatt ist an einer senkrechten Strebe 2, an.deren oberem Teil in an sich bekannter Weise die Ruderpinne 3 angreift, um einen Ouerbolzen 4 verschwenkbar, um bei Bewegungen des Flugzeuges in flachem Wasser und bei Gefahr des Aufsetzens des Ruders auf Steine, seine Beschädigung zu verhindern. In solchen Fällen wird das Ruder durch einen Seilzug 5 verschwenkt und hochgezogen.
Um nun das Ruder im eingetauchten Zustand, also in seiner Wirklage gegen Aufschwimmen zu sichern, ist eine zweiteilige Knickstrebe, bestehend aus dem Oberteil 6 und dem unteren Teil 7 vorgesehen worden, die sich in ihrer Wirklage auf der einen Seite gegen die Strebe 2 und auf der anderen Seite gegen das Ruderblatt 1 so abstützt, daß ein Dreiecksverband entsteht. Der Teil 7 der Kniekstrebe besitzt einen Winkelarm 8, an dessen Ende eine Zugfeder 9 angreift, die mit ihrem anderen Ende am Ruderblatt im Punkt 10 befestigt ist. Die Feder sucht die Knickstrebe ständig in ihrer Wirklage zu halten. Sie ist in ihrer Zugkraft so bemessen, daß sie in der Lage ist, die Kniekstrebe über den Totpunkt hinweg zu bringen. Beim Anziehen des Seiles 5, das über eine am Kopf der senkrechten Strebe vorgesehene Leitrolle 11 geführt ist, wird zunächst die Federkraft der Feder 9 überwunden, gleichzeitig wird der Arm 8 um seinen Anlenkpunkt 12 am Ruderblatt in der Zugrichtung verschwenkt und die Knickstrebe 6,7 eingeknickt. Beim weiteren Ziehen wird das Ruderblatt 1 ganz aus dem Wasser herausgeschwenkt. Der Bolzen 12 wird zweckmäßig in an sich bekannter Weise mit Sollbruchstellen versehen, um bei einem ungewollten Aufsetzen des Ruders auf im s» Wasser befindliche Hindernisse eine Verletzung des Ruderblattes oder einen Bruch der Kniekstrebe zu verhindern.
Die Erfindung ist in ihrer Anwendung nicht auf die Schwimmer von Seefiugzeugen beschränkt. Alle auf dem Wasser bewegten verhältnismäßig schnellen Fahrzeuge, z. B. motorisch bewegte Paddelboote können die Einrichtung mit Vorteil verwenden. Die Erfindung ist ferner nicht beschränkt auf die ßo Anwendung bei Heckrudern. Denn Einrichtungen nach der Erfindung sind anwendbar auch bei Seiten-und Bugrudern. Die Kniekstrebe kann auch durch andere in ihrer Wirkung gleichartige Abstützeinrichtungen ersetzt werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zum Niederhalten eines um eine Querachse in Unwirksamkeitslage schwenkbaren Wasserruders, insbesondere an Schwimmkörpern von Seeflugzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruder durch eine nur willkürlich unwirksam machbare Versteifung niedergehalten ist.
2. Wasserruder nach. Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine abgefederte Kniekstrebe (6, 7) zwischen einem in vertikaler Ebene nicht schwenkbaren Teil (2) des Ruders und dem Ruderblatt (1).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1938F0085352 1938-07-21 1938-07-21 Wasserruder, insbesondere an Schwimmkoerpern von Seeflugzeugen Expired DE688709C (de)

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