DE486153C - Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Flaschen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Flaschen

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DE486153C
DE486153C DEL72856D DEL0072856D DE486153C DE 486153 C DE486153 C DE 486153C DE L72856 D DEL72856 D DE L72856D DE L0072856 D DEL0072856 D DE L0072856D DE 486153 C DE486153 C DE 486153C
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cork
bottle
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bottles
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B1/00Closing bottles, jars or similar containers by applying stoppers
    • B67B1/04Closing bottles, jars or similar containers by applying stoppers by inserting threadless stoppers, e.g. corks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verschließen von Flaschen, das besonders für Wein, Schaumwein und Spirituosen bestimmt und geeignet ist, jedoch auch für beliebige andere Flüssigkeiten veT-wendet werden kann.
  • Der Erfinder geht von der Tatsache aus, daß besonders für wedle Weine der bisher übliche Korkenverschlul nicht alle bierechtigten Ansprüche befriedigt. Jedem Weintrinker ist es bekannt, daß selbst bei der sorgfältigsten Behandlung von Flaschenwein es nicht selten vorkommt, daß eine Flasche edlen Weines nach dem Korken schmeckt. Dies kommt daher, daß der Kork, wie er vom den Korkenfabrikanten geliefert wird, keine homogeiLe (lasse darstellt, sondern von undichten und stark durchlässigen Stellen durchzogen ist, die Anlaß zum Eindringen von Schimmelpatzen und ähnlichen Schädlingen geben, durch die der Wein den bekannten unangenehmen Geschmack erhält. Der hieraus erwachsene Schaden ist natürlich, besonders wenn es sich um teure Weinsorten handelt, außerordentlich empfindlich. Andererseits ist der Erfinder von der Erwägung ausgegangen, da.ß der Korkenverschluß, der sich durch Jahrhunderte in der Weinindustrie eingeführt hat, nicht ohne erheblichen Widerstand der einschlägigen Verkehrskreise ganz beseitigt werden kann; er hat sich also zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren zum Verschließen hauptsächlich von Weinflaschen zu schaffen, das die sämtlichen Übelstände des Korkenverschlusses beseitigt, jedoch dem üblichen Korkenverschluß nach Möglichkeit angepaßt ist, so daß äußerlich sehr geringe Unterschiede an der Flasche und an dem Korken zu bemerken sind. Die Flasche mußte daher in ihrer äußeren Erscheinung unverändert bleiben. Es mußte auch die Möglichkeit bestehen, daß die üblichen Kapselverschlüsse, die zur Zier und zur Kennzeichnung des Weines dienen, in der bisher üblichen Weise angebracht werden können. Selbstverständlich ist es auch zweckmäßig, von den günstigen Eigenschaften des - Korks als Verschlußstoff weiter Gebrauch zu machen, so von der erheblichen Elastizität und großen Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit dieses Werkstoffs.
  • Schließlich war es zweckmäßig, das Verfahren so durchzuführen, daß die bisher üblichen Einrichtungen zum Verschließen und zum öffnen der Flaschen, also Stöpselnaschinen und Flaschenaufziehmaschinen, ferner die Einrichtungen zum Verkapseln, zum Lagern und zum Reinigen der Flaschen weiter benutzt werden können.
  • Demgemäß besteht das Verfahren zum Verschließen von Flaschen, besonders von Weinflaschen, darin, daß in die gefüllte Flasche zunächst eine Dichtungsscheibe o. dgl. so eingelegt wird, daß sie unterhalb des Flüssigkeitsspiegels auf einen im Innern des Flaschenhalses vorstehenden Randwulst dichtpassend zu liegen kommt, worauf Bein Korkstöpsel in üblicher Weise eingetrieben, wird. Der flüssige Inhalt der Flasche wird hierdurch vor dem eigentlichen Verkorken luft-und flüssigkeitsdicht von dem über der Dichtungsscheibe befindlichen Teil des Flaschenhalses abgeschlossen. Der über der Dichtungsscheibe befindliche Teil der Flüssigkeit spritzt ebenso wie die aus 'dem Kork austretende Korkbrühe beim Eintreiben des Korken aus dem Flaschenhals hieraus und macht dem Kork Platz, der sich fest und dicht auf die Dichtungsscheibe legt, sich ihrer Forrn anpassend.
  • Wesentlich für die zweckmäßige Durchführung. des neuen Verfahrens ist also das weitere Merkmal, daß die Dichtungsscheibe, die aus Glas o. dgl. bestehen kann., auf dem Randwulst im Innern des Flaschenhalses aufgeschliffen ist.
  • An sich ist es besonders bei Konservengläsern .o. dgl. bekannt, Glasdeckel zum Zweck der Erzielung ,einer vollständigen Abdichtung auf den Rand des Gefäßes aufzuschleifen, wobei meist der nach dem Kochen des flüssigen Gefäßinhalts entstehende Unterdruck zum Festhalten des Deckels ausgenutzt wurde. Es ist aber auch an sich bekannt, bei Flaschen-und sonstigen Gefäßverschlüssen besondere Dichtungsscheiben einzusetzen, die auf einem hierzu in dem Flaschenhals angebrachten Wulst auflagen und auch häufig zum Zweck des Abdichtens darauf festgekittet wurden.
  • Es ist aber nicht bekannt geworden, derartige Dichtungsscheiben auf einem im Innern des Flaschenhalses vorstehenden Randwulst aufzuschleifen zu dem Zweck, das oben aufgezeigte Verfahren zum Verschliefen von Weinflaschen durchzuführen. Hierdurch wird gegenüber den bekannten Anordnungen ein Zusammenwirkung von wertvollen Eigenschaften erreicht wie folgt: r. Vollständige Abdichtung des Flascheninnenraumes gegenüber der Außenluft, z. Isolierung des Flascheninhalts von dem Kork und der Korkbrühe, 3. Beseitigung des Luftpuffers zwischen Flaschenverschluß und Flascheninhalt, ¢. Erhaltung der üblichen Außengestalt von Flasche und Kork und Ermöglichung der Anordnung der üblichen Flaschenaus)-stattung, 5. die Möglichkeit der Weiterverwendung der üblichen Einrichtungen zum Reinigen, Füllen, Verkorken, Verkapseln, Lagern und öffnen der Flaschen, 6. keine wesentliche Überschreitung der bisher üblichen Kosten der Flaschen und der unter 5. erwähnten Arbeiten, 7. Möglichkeit der Verwendung von Stöpseln aus geringwertigen Korksorgen oder auch Korkersatzmassen.
  • Um nun den neuen Verschluß wie bisher den Korkenverschluß mit ein-er einzigen Handhabung öffnen zu können, soll die Dichtungsscheibe auf ihrer Oberfläche einen kugeligen Ansatz und der Korkstöpsel in seinem unteren Stirnende eine Ausnehmung aufweisen, die den Ansatz umgreift und beim Herausziehen des Stöpsels das Glasplättchen mitnimmt.
  • Der kugelige Griff an der Dichtungsscheibe dient auch zum Festhalten dieser Scheibe beim Einschleifen auf den Randwulst im Flaschenhals.
  • Außer den bereits geltend gemachten Vorzügen besitzt die neue Verschlußvorrichtung noch den wesentlichen Vorteil, daß die Flasche ohne jede Schwierigkeit wie eine gewöhnliche Flasche gereinigt werden kann,, weil an ihr außer der kleinen Randwulst am Hals keinerlei Abweichungen von der normalen Flaschengestalt vorhanden, auch irgendwelche Verschlußbeile nicht befestigt oder angelenkt sind.
  • Für Edelweine stellt sich die neue Verschlußweise kaum wesentlich teurer als die übliche, weil für derartige Weine bisher die Korken sorgfältig und durch Handarbeit ausgesucht werden mußten und somit außerordentlich teuer waren.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigen Abb. t den Oberteil einer Flasche gemäß der Erfindung mit Verschluß, Abb. z den Korkstöpsel im Längsschnitt, Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Flaschenhals a -eine nach innen vorstehende Ringwulst b auf, die oben eine waagerechte Fläche zeigt. Auf diese waagerechte Fläche ist eine kleine DichtungsG-scheibe c aus Glas @o. dgl. aufgeschliffen. Da es sich hier um eine einfache ebene Fläche handelt, macht das Einschlefen weniger Schwierigkeiten, als beispielsweise bei den bekannten Glasstöpseln, die auch stets nur mit der zugehörigen Flasche geschliffen werden. Auch sind die Dichtungsscheiben auswechselbar, so daß sie immer wieder benutzt werden können. Das Glasplättchen besitzt auf der Mitte der .oberen Fläche einen kugeligen Vorsprungd, mittels dessen es beim Aufschleifen auf den Randwulst @erfaßt werden kann. Um die Scheibe flüssigkeitsdicht auf der Ringfläche zu halben, dient der darüber in die Flasche ,eingeführte Korkstöpsel e, der an sich vollkommen normal ausgebildet ist und jedenfalls Ja!m äußeren Umriß vollständig einem normalen Flaschenkorken gleicht. Dieser Kork weist in der unteren Stirnfläche eine mittlere Ausnehmung f auf, die den Kugelknopf d der Dichtungsscheibe c umschließen soll.
  • Das neue Verfahren wird in folgender Weise durchgeführt: Der in der geschilderten Weise vorbereitete Korkstöpsel. e wird, wie üblich, eingeweicht und mittels der bekannten Stöpselmaschinen verarbeitet. Nach dem Füllen der Flasche wird die eingeschliffene Dichtungsscheibe c auf die Ringwulst b aufgesetzt und hierauf der Stöpsel mittels der Maschine eingetrieben. Der aufgeweichte Korken paßt sich so der Oberflächenform der Scheibe vollständig an, wobei der Knopf td in die Ausnehmung f eindringt und auch von dieser elastisch aber fest umschlossen wird.
  • Das Öffnen der Flasche kann mit den üblichen Entkorkungsmaschinen erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCFIr: t. Verfahren zum Verschließen von Flaschen, dadurch gekennzeichnet, daß in die gefüllte Flasche zunächst eine Dichtungsscheibe o. dgl. so eingelegt wird, daß sie unterhalb des Flüssigkeitsspiegels auf einen im Innern des Flaschenhalses vorstehenden Randwulst dicht passend zu liegen kommt, worauf ein Korkstöpsel in üblicher Weise eingetrieben wird. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsscheibe (c), aus Glas üo. dgl. bestehend, auf den Randwulst (b) aufgeschliffen ist. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsplatte (c) auf ihrer Oberfläche einen z. B. kugeligen Ansatz (d) und der Korkstöpsel (e) in seinem unteren Stirnende eine Ausnehmung (f) aufweist, die den Ansatz umgreift. ¢. Einrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung des Korkstöpsels die Gestalt einer zylindrischen Bohrung besitzt.
DEL72856D 1928-09-14 1928-09-14 Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von Flaschen Expired DE486153C (de)

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