DE484766C - Schutzschaltung fuer Vierdrahtuebertragungssysteme mit Verstaerkern gegen aeussere induktive Beeinflussungen - Google Patents
Schutzschaltung fuer Vierdrahtuebertragungssysteme mit Verstaerkern gegen aeussere induktive BeeinflussungenInfo
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- DE484766C DE484766C DEST41637D DEST041637D DE484766C DE 484766 C DE484766 C DE 484766C DE ST41637 D DEST41637 D DE ST41637D DE ST041637 D DEST041637 D DE ST041637D DE 484766 C DE484766 C DE 484766C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B3/00—Line transmission systems
- H04B3/02—Details
- H04B3/30—Reducing interference caused by unbalanced currents in a normally balanced line
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Vierdrahtübertragungssysteme,
insbesondere solche, in denen die Leitungen zu Gruppen in Kabeln zusammengefaßt sind.
Infolge der engen Vereinigung und der zahlreichen Verdrillungen der Aderpaare und
Adervierer und infolge der Anwesenheit der Kabelbewehrung sind die als Nebensprachen
bezeichneten Influenz- und Induküonswirkungen innerhalb der Kabel gering. Jedoch werden
oft durch Einwirkung von außen längs den Leitungen Spannungen induziert, die Längsströme und Spamrungen zwischen den
verschiedenen Vierern, zwischen Vierem und Bewehrung und zwischen Vierern und Erde
an Punkten, wo die Anschlußgeräte verbunden sind, verursachen. Diese Längsströme
und Spannungen erzeugen zufolge der kleinen Unsymmetrien der Stromkreise Ge-
ao rausche in den Sprechverbindungen. Die Unsymmetrien
weisen zwei Hauptarten auf, jene, die durch Differenzen Reihenimpedanzen der beiden Zweige eines Stromkreises entstehen,
und jene, die durch Differenzen in den Nebenschlußableitungen nach anderen Leitern,
nach, der Bewehrung und nach Erde im Falle des Vorhandenseins eines Zentralamtes
entstehen. Die Erfindung gibt Einrichtungen an, die besonders in Vierdrahtverstärkerkreisen
das durch Unsymmetrie» hineingebrachte Geräusch zu vermindern geeignet
sind. Diese Verminderung des Geräusches wird durch eine neue Methode der Absaugung
bzw. Erdung erzielt, und zwar wird diese Erdung an solchen Punkten der Stromkreise
vorgenommen, wo das Pegel der Nachrichtenströme vergleichsweise hoch ist, so z. B. an den Ausgängen der Vierdrahtverstärker.
Die Erfindung sei im einzelnen wie folgt beschrieben:
In Fällen, in denen die Reihenunsymmetrien (Widerstandsabweichungen) klein sind
gegen die Nebenschlußunsymmetrien (Kapazitäts- und Ableitungsabweichungen), kann
die Verminderung der Geräusche durch eine besondere Erdung erfolgen. Hierunter ist
die Verbindung der Stromkreise mit Erde in der Weise zu verstehen, daß die mittlere
Spannung der beiden Zweige des Stromkreises gegen Erde stark vermindert wird, ohne daß die Betriebsströme wesentlich geschwächt
werden. Bei Fernsprechkreisen kann dies durch Verbindung der Erde mit dem Mittelpunkt einer gut abgeglichenen Ab-
leitungs- oder Viererspule ausgeführt werden, welche den Stromkreis abschließt. Wenn
dies an einer Viererspule geschieht, sind zugleich beide Stämme und der Viererkreis
des Vierers geerdet. Jedoch in Fällen, wo die Nebenschlußunsymmetrien unbeträchtlich,
aber die Rieihenunsymmetrien ziemlich groß sind, wird dieses Mittel ein Anwachsen der
Geräusche zur Folge haben. Das ist auf die ίο Tatsache zurückzuführen, daß durch die beiderseitige
Erdung die Größe der Störströme erhöht worden ist und nahe dem Erdungspunkt ein Maximum erreicht. Im allgemeinen
Fall, wo Unsymmetrien beider Arten vorhan-J5
den sind, wird durch derartige Erdungen nur ein geringer Erfolg in der einen oder andern
Hinsicht erreichbar sein, da die Verminderung der Wirkung der Nebenschlußungleichheiten
großenteils durch die gesteigerte Wirkung der Reihenungleichheiten ausgeglichen
wird.
Wenn aber Vierdrahtverstärkerkreise in Betracht kommen, ist es möglich, entsprechend
dem Verfahren nach der Erfindung Vorteile aus der einseitigen Sprechrichtung und dem
Wechsel in dem Pegelstand längs den Stromkreisen zu ziehen und eine zufriedenstellende
Wirkung der Erdung zu erhalten. In Vierdrahtverstärkerverbindungen ist zu bemerken,
daß nahe dem Verstärker der Pegelstand in dem Stromkreis für eine Richtung relativ
hoch und im Stromkreis für die entgegengesetzte Richtung am selben Punkt relativ niedrig
ist. Vorströme, die durch Erdung an einem Punkt erzeugt werden, wo der Pegelstand
der Nachrichtenströme hoch ist, werden eine kleine Vorwirkung auf den Stromkreis
im Vergleich zu denen ausüben, die an Stromkreisstellen mit niedrigem Pegelstand
erzeugt werden. Demzufolge wird erfindungsgemäß die Erfindung so hergestellt, daß man
an den Ausgangsseiten der Vierdrahtverstärker den Mittelpunkt der Viererspulen auf
der Leitungsseite erdet. Hierdurch kann das Geräusch, welches durch die Wirkung der
Nebenschlußunsymmetrien verursacht wird, beseitigt werden, und gleichzeitig wird das
Geräusch, das durch die Wirkung der Reihenunsymmetrie entsteht, niedrig gehalten.
Die Spannungen der für die entgegengesetzte Richtung dienenden, nicht geerdeten
Übertragungsstromkreise gegen Erde werden durch die Schirmwirkung der großen Zahl
der geerdeten Adern stark vermindert. Die Wirkung der Nebenschlußunsymmetrie gegen
Erde ist in diesen ungeerdeten Stromkreisen stark vermindert, ohne daß die durch Reihenunsymmetrien
erzeugten Wirkungen entsprechend vergrößert würden. Da der Pegelstand
dieser Kreise an Punkten, wo die Wirkungen der Nebenschlußunsymmetrien gegen
Erde vermindert sind, niedrig ist, wird eine beträchtliche Verminderung des Gesamtgeräusches
im Stromkreis erzielt.
Die Erfindung sei im folgenden an Hand der Schaltungsschemata in Abb. 1 bis 5 er-■
läutert. Die Abb. 1 zeigt schematisch einen Kabelstromkreis zwischen Verstärkerämtern.
Die Abb. 2 und 3 zeigen die Anordnungen der Vierer an verschiedenen Punkten des Kabels. Abb. 4 stellt ein Diagramm dar, welches
den Pegelstand an verschiedenen Punkj ten des Stromkreises zeigt, und in Abb:. 5
• ist das Schaltungsschema eines Vierdrahtj kreises mit der Anordnung der Erdungen gezeigt.
In Abb. ι verbindet ein Kabel C die Verstärkerämter
E und W. Das Kabel kann aus zwei Gruppen von Vierern zusammengesetzt sein, deren Leiter die je in einer Riehtung
wirksamen Stromkreise eines Vierdrahtsystems bilden. Diese Leiter sind gesondert
in Abb. S gezeigt, in der die Doppaladern
(Stämme) 10 und 11 je einen Stromweg vom
Verstärker E nach dem Verstärker W bilden. Ein Viererkreis 13 kann ebenfalls aus diesen
Stammkreisen gebildet werden. Die Doppeladern 8 und 9 sind je ein Stromweg vom Verstärker W zum Verstärker E. Auch hier
kann durch die beiden Stromkreise ein Viererkreis 12 gebildet werden. Die Übertrager,
durch welche diese Stromkreise mit den Ein- und Ausgängen der Verstärker verbunden
werden, können ungefähr an den in Abb. ι durch punktierte Linien A1 A und B, B
angedeuteten Orten, d.h. dicht bei den Verstärkern, angeordnet werden. Bekanntlich
haben die Zweige für je eine Übertragungsrichtung eines Vierdrahtverstärkersystems die
Eigenschaft, daß der Pegelstand von einem Punkt nahe dem Verstärkerausgang stark
nach einem anderen Punkt nahe dem darauffolgenden Verstärkereingang zu abfällt. Der
Energieabfall in den Stromkreisen 10, 11
und 13 zwischen den Punkten A, A und B, B ist in Abb. 4 durch die Linie E-W versinnbildlicht,
der der Stromkreise 8, 9 und 12 zwischen den Punkten B, B und A, A durch
die Linie W-E. Entsprechend dem an den Punkten A, A und B, B herrschenden hohen
Pegelstand sind die leitungsseitigen Wicklungen 4 und 6 der Viererkreisspulen des Verstärkerausganges
mittels der Erdverbindungen 15 und 7 geerdet. Diese Erdung beseitigt
das Geräusch, welches durch die Nebenschlußunsymmetrien hervorgerufen wird;
gleichzeitig wird nun dadurch ein Anwachsen des durch die Reihenungleichheiten erzeugten
Geräusches hervorgerufen., jedoch treten diese Vorströme an solchen ' Punkten bei
A, A und B, B ein, wo der Pegelstand verhältnismäßig
hoch ist, so daß sie hier be-
deutend weniger zur Wirkung kommen als an anderen Punkten. Außerdem ist zu bemerken,
daß die Erdverbindung zum MuS telpunkt der Viererspule dazu dient, beide
Stämme der Viererleitung und zugleich ihren Viererstromkreis zu erden. Des weiteren wird,
wenn eine größere Anzahl von Stromkreisen im Kabel entsprechend der Erfindung· geerdet
sind, die Spannung gegen Erde der anderen, nicht geerdeten Leiterpaare im Kabel ebenfalls vermindert. Demnach sind die Wirkungen
von Nebenschlußunsymmetrien auf diesen Leiterpaaren an Stellen, wo der Pegelstand
niedrig ist, vermindert, ohne daß eine Steigerung der Störwirkungen ihrer Reihenunsymmetrien
eintritt. Auf diese Weise wird eine beträchtliche Verminderung des Gesamtgeräusches
in diesen Stromkreisen erzielt. Die günstige Wirkung der Erdungsanora-
'.o nung gemäß der Erfindung tritt hauptsächlich
dann ein, wenn die Vierer des Kabels gemäß Abb. 2, 3 und 5 angeordnet werden. Wie
dort gezeigt ist, sind die Vierer für Vierdlrahtverstärkerübertragung
in bekannter Weise zu einer inneren und äußeren Gruppe zusammengefaßt; je eine Gruppe dient für die Übertragung
in einer Richtung. An einem Punkt, wie z. B. in Punkt 3 der Abb. 5, also in der Mitte zwischen den Verstärkern, sind die
3» beiden Vierergruppen vertauscht, und es werden
die Verbindungen an den Enden in der Weise hergestellt, daß die Verstärkerausgänge
stets an den Viererleitungen der äußeren Gruppe und die Verstärkereingänge an
denjenigen der inneren Gruppe liegen. In den Abb. 2 und 3 sind Kabelquerschnitte
gezeigt, die diese Anordnung veranschaulichen.
Claims (3)
1. Schutzschaltung für Vierdrahtübertragungssysteme
mit Verstärkern gegen äußere induktive Beeinflussungen mit Erdung von Symmetriepunkten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitungen beider Vierdrahtzweige nur in Symmetriepunkten hohen Pegelständes geerdet sind.
2. Schutzschaltung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
von Viererstromkreisen die Symmetriepunkte der leitungsseitigen Wicklungen der Viererabzweigspulen am Verstärkerausgang
geerdet sind.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß. die
für beide Verkehrsrichtungen in bekannter Weise zu einer inneren und äußeren
Gruppe zusammengefaßten Leitungsvierer
(z. B. in der Mitte zwischen den Verstärkern) so vertauscht sind, daß die äußeren
Leitungen an den Verstärkerausgängen, die inneren an den Verstärkereingängen
liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US61101A US1586633A (en) | 1925-10-07 | 1925-10-07 | Drainage method for four-wire-cable systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE484766C true DE484766C (de) | 1929-10-22 |
Family
ID=22033591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST41637D Expired DE484766C (de) | 1925-10-07 | 1926-10-06 | Schutzschaltung fuer Vierdrahtuebertragungssysteme mit Verstaerkern gegen aeussere induktive Beeinflussungen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1586633A (de) |
| BE (1) | BE336761A (de) |
| DE (1) | DE484766C (de) |
| FR (1) | FR619976A (de) |
| GB (1) | GB259546A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107569229B (zh) * | 2017-09-04 | 2021-02-02 | 歌尔科技有限公司 | 一种生物阻抗测量方法、装置及电子设备 |
-
0
- BE BE336761D patent/BE336761A/xx unknown
-
1925
- 1925-10-07 US US61101A patent/US1586633A/en not_active Expired - Lifetime
-
1926
- 1926-08-06 FR FR619976D patent/FR619976A/fr not_active Expired
- 1926-08-18 GB GB20406/26A patent/GB259546A/en not_active Expired
- 1926-10-06 DE DEST41637D patent/DE484766C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR619976A (fr) | 1927-04-13 |
| GB259546A (en) | 1927-05-12 |
| US1586633A (en) | 1926-06-01 |
| BE336761A (de) |
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