DE484203C - Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen - Google Patents
Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende NutzpflanzenInfo
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- DE484203C DE484203C DER75184D DER0075184D DE484203C DE 484203 C DE484203 C DE 484203C DE R75184 D DER75184 D DE R75184D DE R0075184 D DER0075184 D DE R0075184D DE 484203 C DE484203 C DE 484203C
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche dazu dienen soll, Pflanzen und
deren Früchte vor Tieren, insbesondere Vögeln, zu schützen und ihnen gleichzeitig
Gelegenheit zum Anranken zu geben, und die sich insbesondere für Erbsenpflanzen als vorzüglich
geeignet erwiesen hat.
Das für das Anranken solcher Pflanzen bisher meist benutzte Reisig hat den Nachteil,
daß es in geeigneter Form nicht immer leicht zu beschaffen ist, daß ferner beim Einstecken
in den Boden die Wurzeln der Pflanzen leicht beschädigt werden, und daß es den Pflanzen keinen genügenden Schutz gegenüber
Vögeln und sonstigen Tieren gewährt.
Man hat zum Schütze der Pflanzen gegen
Vögel bereits vorgeschlagen, in gewissen Abständen nach unten offene, U-förmige
Drahtbügel in den Boden zu stecken und über diese vermittels einer besonderen Vorrichtung
in der Längsrichtung des Beetes eine Reihe paralleler Fäden zu spannen, wobei diese Fäden durch an den Bügeln in entsprechenden
Abständen angebrachte Drahtschleifen hindurchgezogen werden. Diese Einrichtung hat, abgesehen von der umständlichen
Art der Bespannung, den Nachteil, daß die einzelnen frei gespannten Fäden kein
gutes Anranken ermöglichen, leicht in Verwirrung geraten, daß sie an beiden Enden der
Vorrichtung an in den Boden gesteckten Pflöcken befestigt werden müssen, wodurch
Raum verloren wird, daß sie ferner erst nach dem Säen gespannt werden können, wobei
ein Zertreten des Bodens zwischen den Bügeln kaum zu vermeiden ist, und daß sie nur auf die ganze Länge des Beetes angebracht
oder entfernt werden können, wodurch z.B. ein späteres Auflockern des Bodens zwischen den Bügeln sowie eine Entfernung
der Bespannung zwischen einzelnen Bügeln unmöglich gemacht wird.
Durch die Vorrichtung nach der Erfindung, welche in der Zeichnung in einer beispielsweisen
Ausführungsform, und zwar in Abb. ι in ihren einzelnen Teilen (jedoch ohne
die Bespannung·) und in Abb. 2 im ganzen perspektivisch dargestellt ist, werden alle
diese Nachteile vermieden.
α sind z. B. aus starkem Draht angefertigte Bügel, im oberen Teil trapezförmig mit nach
oben divergierenden Seiten, unten offen und zunächst beiderseitig nach außen um ein
Stück m horizontal verlängert und dann rechtwinklig nach unten umgebogen. Mit
diesen vorteilhaft an den unteren Enden zugespitzten vertikalen Endstücken η werden
die Bügel in den Boden eingesetzt, wobei durch die Vergrößerung des Abstandes der
Einsatzenden durch die horizontalen Stücke m eine gute Stabilität des Bügels gesichert
wird. Die Einsatzenden werden dabei vorteilhaft so weit in den Boden eingetrieben, daß
die horizontalen Stücke m den Boden fast oder ganz berühren.
Kurz oberhalb der Ansatzstücke der hori-
zontalen Stücke m ist an jedem Bügel beiderseits
ein vorteilhaft aus dem Bügeldraht selbst gebogenes, nach außen gerichtetes Ansatzstück
b in Form eines Ohres mit horizontaler Fläche angebracht. Ähnliche, jedoch
in Form eines umgekehrten U senkrecht oder schräg nach oben gerichtete Ansätze c sind
an den oberen Ecken des Trapezes vorgesehen· Die Abmessungen der Vorrichtung ίο richten sich in jedem Fall nach der Art der
Pflanze, für welche sie zur Verwendung kommen soll. Für Erbsen kann die Höhe des
trapezförmigen Teiles der Bügel etwa ioo bis 120 cm betragen bei einer oberen Breite des
Trapezes von ungefähr 25 bis 30 cm, während sich die Breite der unteren, offenen
Seite des Trapezes danach richtet, ob eine oder zwei Reihen von Erbsen durch die Vor-'
richtung überdeckt werden sollen, und im übrigen durch Biegen der fertigen Bügel
leicht verändert werden kann.
Nachdem zwei oder mehr solcher Bügel in geeigneten Abständen, z. B. von 1 m oder
mehr, parallel zueinander und senkrecht zur Reihe oder zu den Reihen der Pflanzen in
das Beet eingesteckt worden sind, wird jeder Bügel mit dem nächstgelegenen auf jeder
Seite oben durch je zwei an den Enden mit z. B. runden Ohren e versehene, vorteilhaft
ebenfalls aus Draht gefertigte Stangen d dadurch verbunden, daß diese mit ihren Ohren
über die Ansätze c des Bügels geschoben werden, Diese Teile sind, ebenso wie die
weiter beschriebenen, in Abb. 1 in einer kleinen Entfernung von dem Bügel dargestellt,
in der Lage, in der sie sich unmittelbar vor dem Auflegen auf diesen befinden.
Sodann werden die Bügel α auch unten
durch zwei weitere, beiderseits mit Ohren g versehene Stangen/ durch Überschieben der
Ohren über die Ansätze b verbunden. Diese Stangen sind durch ein vorzugsweise nicht
zu engmaschiges Netz 0 (siehe Abb. 2) verbunden, welches somit die oben und seitlich
von den Bügeln und den Verbindungsstangen umschlossenen Flächen ausfüllt und so (abgesehen
von den zwisch'en den Stangen f und dem Boden verbleibenden, verhältnismäßig
schmalen, offenen Streifen.) einen Imnenräuin
umschließt, in dem die Pflanzen vor dem Angriff von Vögeln wirksam geschützt sind,
während sie an den Maschen des Netzes ausgezeichnete Gelegenheit zum Anranken haben.
Um ein Abgleiten der Ohreng der Verbindungsstange/
von den Ohren der Bügel α zu verhindern und gleichzeitig dem Netz auch an seinen Seitenkanten" eine feste Begrenzung
zu geben, sind Stangen h vorgesehen, die nur an einem Ende mit einem Ohr i versehen sind und von oben durch die
Ohren e der bereits mit den Bügeln in Verbindung gebrachten Stangen d und durch die
horizontalen Ohren b des Bügels durchgesteckt und dabei gleichzeitig durch die in
der gleichen Linie liegenden seitlichen Endmaschen des Netzes hindurchgeschoben werden.
Weitere, ebenfalls nur auf einer Seite mit einem hauptsächlich als Griff oder Anschlag
dienenden Ohr I versehene Stangen k können benutzt werden, um die Kante des Netzes in
der Linie c-c festzulegen, indem man diese Stangen horizontal durch die Ohren e oder i
der oberen Enden des Bügels schiebt und dazwischen durch die entsprechenden Maschen des Netzes" hindurchführt.
Durch Verwendung beliebig vieler Bügel kann man so die Einrichtung entsprechend
der Länge des Beetes beliebig verlängern, wie aus Abb. 2 ersichtlich ist, in welcher die in
den Boden eingesenkten unteren Endstücke der Bügel punktiert gezeichnet und die an
der Rückseite zwischen den Bügeln angebrachten Verbindungsstangen/ der größeren Deutlichkeit halber weggelassen sind, ebenso
wie der rückseitige Teil des Netzes-
Verwendet man die Vorrichtung für nur eine Reihe von Pflanzen, so kann in der
Regel der Abstand der Bügeldrähte an der unteren offenen Seite des Trapezes ziemlich
gering, z. B. ungefähr 6 cm sein, wobei man die Bügel so einsetzt, · daß die Pflanzenreihe
durch die Mitte der Bügelöffnungen läuft. In diesem Falle können sich die Pflanzen an
beiden Seiten des Netzes beliebig anranken. Hat man zwei Reihen von Pflanzen, so macht
man die untere öffnung der Bügel entsprechend weiter, so daß sich jede Reihe von
Pflanzen an der ihr zugekehrten Seite des Netzes hochranken kann.
Die Maschen des Netzes wird man vorzugsweise so weit nehmen, daß man, um die
Schoten abzuernten, ohne das Netz zu diesem Zweck entfernen zu müssen, bequem mit den
Fingern oder gegebenenfalls auch mit der ganzen Hand hindurchfahren kann, wobei auch bei größerer Maschenweite kein Vogel
wagen würde, etwa durch die Maschen hindurchzuschlüpfen. Jedoch kann man auch engere Maschen anwenden, z. B. wenn es sich
um den Schutz der Pflanzen gegen andere Schädlinge handelt. Ebenso wird man sich
bezüglich des Abstandes der Verbindungsstangen / vom Boden bzw. der ihre Lage
bestimmenden Ohren b von den horizontalen Stücken« des Bügels von Fall zu Fall nach
der Art der vorliegenden Pflanzen richten und gegebenenfalls, falls diese von unten
durch den zwischen der Stange/ und dem Boden verbleibenden Spalt nicht zugänglich
zu bleiben brauchen, auch auf einen solchen
Zwischenraum ganz verzichten und die Ohren b unmittelbar über der Abzweigstelle
der Stuckern anordnen.
Nach stattgehabter Ernte kann man nach Abheben der Vorrichtung vom Boden zwecks
Neubestellung des Beetes leicht die vertrockneten Pflanzenüberreste von den Maschen
des Netzes ablösen.
Für die Herstellung der festen Teile der
ίο Vorrichtung, insbesondere der Bügel selbst,
hat sich im allgemeinen Draht von passender Stärke, z. B. von 5 mm Durchmesser, als
geeignet erwiesen, was gleichzeitig den Vorteil bietet, daß jeder Bügel samt seinen
oberen und unteren Ansätzen aus einem einzigen Stück gebogen werden kann. Jedoch
können alle oder einzelne Teile der Vorrichtung auch aus anderem geeigneten Material,
z. B. Holz, Rohr 0. dgl., hergestellt werden.
Für die Netze verwendet man zweckmäßig Hanf o. dgl., der z. B. zur Erhöhung der
Haltbarkeit mit geeigneten Stoffen, wie z. B. Leinöl, getränkt sein kann, gegebenenfalls
auch Draht, Drahtseil o. dgl.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schutzvorrichtung, insbesondere für rankende Nutzpflanzen, wie z. B. Erbsen, bei welcher aus Draht hergestellte, unten offene Bügel mit den unteren Enden in die Erde gesteckt und an den herausstehenden Seiten durch Bespannung verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel die Form eines mit der kleineren Seite nach unten liegenden Trapezes haben, von dessen unteren Ecken wagerecht nach außen verlaufende, die Einsteckspitzen tragende Schenkel abzweigen, und diese Bügel (a) oben und unten durch abnehmbare Stangen bzw. Drähte (d und /) miteinander verbunden und über diese Verbindungsstangen quer zur Längsrichtung Netzbahnen von der Breite der Bügelabstände gespannt sind, die -an den unteren Verbindungsstangen befestigt sind und mit diesen abgenommen werden können.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung der Längsverbindungsdrähte ■ (d, f) an den Bügeln (a) geeignete Ansatzstücke aus den Bügeldrähten herausgearbeitet sind, z. B- oben bei (c) in Form eines umgekehrten U und unten in Form horizontaler Ohren (b), über welche ohrförmige Ansätze (e, g) der Verbindungsdrähte (d, f) übergeschoben werden können.
- 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Längsverbindungsdrähte miteinander und mit den unteren Verbindungsdrähten noch mittels durch die Endmaschen der Netzbahnen hindurchgesteckter Stangen bzw. Drähte zur seitliehen Befestigung des Netzes verbunden sind, die vorteilhaft an einem Ende mit ohrförmigen Ansätzen versehen sind, mit denen sie z. B. über die Ansätze (c) der Bügel (a) übergeschoben werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER75184D DE484203C (de) | 1928-07-18 | 1928-07-18 | Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DER75184D DE484203C (de) | 1928-07-18 | 1928-07-18 | Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE484203C true DE484203C (de) | 1929-10-12 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER75184D Expired DE484203C (de) | 1928-07-18 | 1928-07-18 | Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE484203C (de) |
-
1928
- 1928-07-18 DE DER75184D patent/DE484203C/de not_active Expired
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