DE484203C - Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen - Google Patents

Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen

Info

Publication number
DE484203C
DE484203C DER75184D DER0075184D DE484203C DE 484203 C DE484203 C DE 484203C DE R75184 D DER75184 D DE R75184D DE R0075184 D DER0075184 D DE R0075184D DE 484203 C DE484203 C DE 484203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bracket
wires
rods
net
connecting wires
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER75184D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL ROSENBACH
Original Assignee
KARL ROSENBACH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL ROSENBACH filed Critical KARL ROSENBACH
Priority to DER75184D priority Critical patent/DE484203C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE484203C publication Critical patent/DE484203C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G13/00Protection of plants
    • A01G13/10Devices for affording protection against animals, birds or other pests

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Supports For Plants (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche dazu dienen soll, Pflanzen und deren Früchte vor Tieren, insbesondere Vögeln, zu schützen und ihnen gleichzeitig Gelegenheit zum Anranken zu geben, und die sich insbesondere für Erbsenpflanzen als vorzüglich geeignet erwiesen hat.
Das für das Anranken solcher Pflanzen bisher meist benutzte Reisig hat den Nachteil, daß es in geeigneter Form nicht immer leicht zu beschaffen ist, daß ferner beim Einstecken in den Boden die Wurzeln der Pflanzen leicht beschädigt werden, und daß es den Pflanzen keinen genügenden Schutz gegenüber Vögeln und sonstigen Tieren gewährt.
Man hat zum Schütze der Pflanzen gegen
Vögel bereits vorgeschlagen, in gewissen Abständen nach unten offene, U-förmige Drahtbügel in den Boden zu stecken und über diese vermittels einer besonderen Vorrichtung in der Längsrichtung des Beetes eine Reihe paralleler Fäden zu spannen, wobei diese Fäden durch an den Bügeln in entsprechenden Abständen angebrachte Drahtschleifen hindurchgezogen werden. Diese Einrichtung hat, abgesehen von der umständlichen Art der Bespannung, den Nachteil, daß die einzelnen frei gespannten Fäden kein gutes Anranken ermöglichen, leicht in Verwirrung geraten, daß sie an beiden Enden der Vorrichtung an in den Boden gesteckten Pflöcken befestigt werden müssen, wodurch Raum verloren wird, daß sie ferner erst nach dem Säen gespannt werden können, wobei ein Zertreten des Bodens zwischen den Bügeln kaum zu vermeiden ist, und daß sie nur auf die ganze Länge des Beetes angebracht oder entfernt werden können, wodurch z.B. ein späteres Auflockern des Bodens zwischen den Bügeln sowie eine Entfernung der Bespannung zwischen einzelnen Bügeln unmöglich gemacht wird.
Durch die Vorrichtung nach der Erfindung, welche in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform, und zwar in Abb. ι in ihren einzelnen Teilen (jedoch ohne die Bespannung·) und in Abb. 2 im ganzen perspektivisch dargestellt ist, werden alle diese Nachteile vermieden.
α sind z. B. aus starkem Draht angefertigte Bügel, im oberen Teil trapezförmig mit nach oben divergierenden Seiten, unten offen und zunächst beiderseitig nach außen um ein Stück m horizontal verlängert und dann rechtwinklig nach unten umgebogen. Mit diesen vorteilhaft an den unteren Enden zugespitzten vertikalen Endstücken η werden die Bügel in den Boden eingesetzt, wobei durch die Vergrößerung des Abstandes der Einsatzenden durch die horizontalen Stücke m eine gute Stabilität des Bügels gesichert wird. Die Einsatzenden werden dabei vorteilhaft so weit in den Boden eingetrieben, daß die horizontalen Stücke m den Boden fast oder ganz berühren.
Kurz oberhalb der Ansatzstücke der hori-
zontalen Stücke m ist an jedem Bügel beiderseits ein vorteilhaft aus dem Bügeldraht selbst gebogenes, nach außen gerichtetes Ansatzstück b in Form eines Ohres mit horizontaler Fläche angebracht. Ähnliche, jedoch in Form eines umgekehrten U senkrecht oder schräg nach oben gerichtete Ansätze c sind an den oberen Ecken des Trapezes vorgesehen· Die Abmessungen der Vorrichtung ίο richten sich in jedem Fall nach der Art der Pflanze, für welche sie zur Verwendung kommen soll. Für Erbsen kann die Höhe des trapezförmigen Teiles der Bügel etwa ioo bis 120 cm betragen bei einer oberen Breite des Trapezes von ungefähr 25 bis 30 cm, während sich die Breite der unteren, offenen Seite des Trapezes danach richtet, ob eine oder zwei Reihen von Erbsen durch die Vor-' richtung überdeckt werden sollen, und im übrigen durch Biegen der fertigen Bügel leicht verändert werden kann.
Nachdem zwei oder mehr solcher Bügel in geeigneten Abständen, z. B. von 1 m oder mehr, parallel zueinander und senkrecht zur Reihe oder zu den Reihen der Pflanzen in das Beet eingesteckt worden sind, wird jeder Bügel mit dem nächstgelegenen auf jeder Seite oben durch je zwei an den Enden mit z. B. runden Ohren e versehene, vorteilhaft ebenfalls aus Draht gefertigte Stangen d dadurch verbunden, daß diese mit ihren Ohren über die Ansätze c des Bügels geschoben werden, Diese Teile sind, ebenso wie die weiter beschriebenen, in Abb. 1 in einer kleinen Entfernung von dem Bügel dargestellt, in der Lage, in der sie sich unmittelbar vor dem Auflegen auf diesen befinden.
Sodann werden die Bügel α auch unten durch zwei weitere, beiderseits mit Ohren g versehene Stangen/ durch Überschieben der Ohren über die Ansätze b verbunden. Diese Stangen sind durch ein vorzugsweise nicht zu engmaschiges Netz 0 (siehe Abb. 2) verbunden, welches somit die oben und seitlich von den Bügeln und den Verbindungsstangen umschlossenen Flächen ausfüllt und so (abgesehen von den zwisch'en den Stangen f und dem Boden verbleibenden, verhältnismäßig schmalen, offenen Streifen.) einen Imnenräuin umschließt, in dem die Pflanzen vor dem Angriff von Vögeln wirksam geschützt sind, während sie an den Maschen des Netzes ausgezeichnete Gelegenheit zum Anranken haben.
Um ein Abgleiten der Ohreng der Verbindungsstange/ von den Ohren der Bügel α zu verhindern und gleichzeitig dem Netz auch an seinen Seitenkanten" eine feste Begrenzung zu geben, sind Stangen h vorgesehen, die nur an einem Ende mit einem Ohr i versehen sind und von oben durch die Ohren e der bereits mit den Bügeln in Verbindung gebrachten Stangen d und durch die horizontalen Ohren b des Bügels durchgesteckt und dabei gleichzeitig durch die in der gleichen Linie liegenden seitlichen Endmaschen des Netzes hindurchgeschoben werden.
Weitere, ebenfalls nur auf einer Seite mit einem hauptsächlich als Griff oder Anschlag dienenden Ohr I versehene Stangen k können benutzt werden, um die Kante des Netzes in der Linie c-c festzulegen, indem man diese Stangen horizontal durch die Ohren e oder i der oberen Enden des Bügels schiebt und dazwischen durch die entsprechenden Maschen des Netzes" hindurchführt.
Durch Verwendung beliebig vieler Bügel kann man so die Einrichtung entsprechend der Länge des Beetes beliebig verlängern, wie aus Abb. 2 ersichtlich ist, in welcher die in den Boden eingesenkten unteren Endstücke der Bügel punktiert gezeichnet und die an der Rückseite zwischen den Bügeln angebrachten Verbindungsstangen/ der größeren Deutlichkeit halber weggelassen sind, ebenso wie der rückseitige Teil des Netzes-
Verwendet man die Vorrichtung für nur eine Reihe von Pflanzen, so kann in der Regel der Abstand der Bügeldrähte an der unteren offenen Seite des Trapezes ziemlich gering, z. B. ungefähr 6 cm sein, wobei man die Bügel so einsetzt, · daß die Pflanzenreihe durch die Mitte der Bügelöffnungen läuft. In diesem Falle können sich die Pflanzen an beiden Seiten des Netzes beliebig anranken. Hat man zwei Reihen von Pflanzen, so macht man die untere öffnung der Bügel entsprechend weiter, so daß sich jede Reihe von Pflanzen an der ihr zugekehrten Seite des Netzes hochranken kann.
Die Maschen des Netzes wird man vorzugsweise so weit nehmen, daß man, um die Schoten abzuernten, ohne das Netz zu diesem Zweck entfernen zu müssen, bequem mit den Fingern oder gegebenenfalls auch mit der ganzen Hand hindurchfahren kann, wobei auch bei größerer Maschenweite kein Vogel wagen würde, etwa durch die Maschen hindurchzuschlüpfen. Jedoch kann man auch engere Maschen anwenden, z. B. wenn es sich um den Schutz der Pflanzen gegen andere Schädlinge handelt. Ebenso wird man sich bezüglich des Abstandes der Verbindungsstangen / vom Boden bzw. der ihre Lage bestimmenden Ohren b von den horizontalen Stücken« des Bügels von Fall zu Fall nach der Art der vorliegenden Pflanzen richten und gegebenenfalls, falls diese von unten durch den zwischen der Stange/ und dem Boden verbleibenden Spalt nicht zugänglich zu bleiben brauchen, auch auf einen solchen
Zwischenraum ganz verzichten und die Ohren b unmittelbar über der Abzweigstelle der Stuckern anordnen.
Nach stattgehabter Ernte kann man nach Abheben der Vorrichtung vom Boden zwecks Neubestellung des Beetes leicht die vertrockneten Pflanzenüberreste von den Maschen des Netzes ablösen.
Für die Herstellung der festen Teile der
ίο Vorrichtung, insbesondere der Bügel selbst, hat sich im allgemeinen Draht von passender Stärke, z. B. von 5 mm Durchmesser, als geeignet erwiesen, was gleichzeitig den Vorteil bietet, daß jeder Bügel samt seinen oberen und unteren Ansätzen aus einem einzigen Stück gebogen werden kann. Jedoch können alle oder einzelne Teile der Vorrichtung auch aus anderem geeigneten Material, z. B. Holz, Rohr 0. dgl., hergestellt werden.
Für die Netze verwendet man zweckmäßig Hanf o. dgl., der z. B. zur Erhöhung der Haltbarkeit mit geeigneten Stoffen, wie z. B. Leinöl, getränkt sein kann, gegebenenfalls auch Draht, Drahtseil o. dgl.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Schutzvorrichtung, insbesondere für rankende Nutzpflanzen, wie z. B. Erbsen, bei welcher aus Draht hergestellte, unten offene Bügel mit den unteren Enden in die Erde gesteckt und an den herausstehenden Seiten durch Bespannung verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel die Form eines mit der kleineren Seite nach unten liegenden Trapezes haben, von dessen unteren Ecken wagerecht nach außen verlaufende, die Einsteckspitzen tragende Schenkel abzweigen, und diese Bügel (a) oben und unten durch abnehmbare Stangen bzw. Drähte (d und /) miteinander verbunden und über diese Verbindungsstangen quer zur Längsrichtung Netzbahnen von der Breite der Bügelabstände gespannt sind, die -an den unteren Verbindungsstangen befestigt sind und mit diesen abgenommen werden können.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung der Längsverbindungsdrähte ■ (d, f) an den Bügeln (a) geeignete Ansatzstücke aus den Bügeldrähten herausgearbeitet sind, z. B- oben bei (c) in Form eines umgekehrten U und unten in Form horizontaler Ohren (b), über welche ohrförmige Ansätze (e, g) der Verbindungsdrähte (d, f) übergeschoben werden können.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Längsverbindungsdrähte miteinander und mit den unteren Verbindungsdrähten noch mittels durch die Endmaschen der Netzbahnen hindurchgesteckter Stangen bzw. Drähte zur seitliehen Befestigung des Netzes verbunden sind, die vorteilhaft an einem Ende mit ohrförmigen Ansätzen versehen sind, mit denen sie z. B. über die Ansätze (c) der Bügel (a) übergeschoben werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DER75184D 1928-07-18 1928-07-18 Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen Expired DE484203C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER75184D DE484203C (de) 1928-07-18 1928-07-18 Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER75184D DE484203C (de) 1928-07-18 1928-07-18 Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE484203C true DE484203C (de) 1929-10-12

Family

ID=7415012

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER75184D Expired DE484203C (de) 1928-07-18 1928-07-18 Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE484203C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2235724B2 (de) Käfig zum wahlweisen Aufnehmen von sehr jungen oder voll ausgewachsenem Geflügel
DE2165672B2 (de) Staenderkopf fuer papageienstaender
DE484203C (de) Schutzvorrichtung, insbesondere fuer rankende Nutzpflanzen
DE202015102950U1 (de) Vorrichtung zum Anbau von Pflanzen und Kräutern
DE2643254A1 (de) Schutzvorrichtung, insbesondere fuer pflanzen
EP3616500A1 (de) Verfahren zur herstellung eines präformierten jungbaums, für äpfel und birnen, ein verfahren zur erstellung von obstplantagen, umfassend einen solchen jungbaum mit verbesserten merkmalen für die automatisierte mechanische ernte
DE202022100808U1 (de) Wuchshülle
DE102010011641B3 (de) Vorrichtung zum Stützen und Halten von Pflanzen
DE202022001284U1 (de) Pflanzenschutz, insbesondere für junge Bäume und Sträucher insbesondere Forstpflanzen
DE202012003153U1 (de) Vorrichtung zur Stabilisierung von Pflanzen mit insbesondere schweren Fruchtständen
DE805575C (de) Verfahren zur Herstellung einer lebenden Umzaeunung von Gaerten, Feldern u. dgl.
EP0173046B1 (de) Forstpflanzenschutzvorrichtung
DE592028C (de) UEber dem Futtertrog schwenkbar aufgehaengte Futterraufe
DE10025679A1 (de) Verbissschutz
DE102019004364B3 (de) Rankhilfe für Pflanzen , insbesondere in sattelförmigen Pflanzgefäßen
DE2104236C3 (de) Geflügelaufzuchtbatterie
DE818137C (de) Stuetzstab fuer Pflanzen
DE872411C (de) Verfahren zur Erziehung von Pflanzen, insbesondere Reben
CH601973A5 (en) Tree-shaping tool with support on trunk
DE738757C (de) Rankgestell fuer Erbsen u. dgl.
EP3222141B1 (de) Vorrichtung zur wachstumshilfe und zum schutz einzelner triebe an bäumen
DE102016120404B4 (de) Schutzvorrichtung für junge Pflanzen, insbesondere junge Forstpflanzen
EP4388866A1 (de) Vorrichtung zum schutz einer pflanze, insbesondere vorrichtung zum schutz eines baumes
DE202025103503U1 (de) Ummantelung für Kratzbäume
DE839426C (de) Anlage zum Hochziehen von Rankgewaechsen, insbesondere von Bohnen und Hopfen im Feldanbau