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Sortiervorrichtung für Karten Die Erfiadung betrifft eine als Kasten
ausgebildete Sorfiervorrichtumg für Karten, in welchen zur Bezeichnung des sie bietreffanden
Falles Kennziffern durch Äus.sehnitte, Lochungen usw. markiert sind. Die- Ordnung
der Karten erfolgt bei diesen Kästen entweder vollmechanisch, wie etwa bei dem Hollerith-System,
oder halbmechanisch. In letzterem Falle werden die Kennzigem durch streifenförmige,
verschieden lange Kerbren bestimmt und die so gekerbten Karten in einten mit verstellbaren
Querwäanden, Drähten oder Rebeln versehenen Kasten gefüllt, so. daß die Karten,
je nach der Länge der Kerbung, verschieden tief versinken oder aber herausgehoben
werden. Die herausgehobenem. Karten müssen dann von Hand: gesammelt werden, was
viel Zeit erfordert.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die Ordnung der Karten dadurch
zu vereinfachen, daß alle Karten der gleichem. Kerbenlänge in einem einzigen Vorgang
mechanisch aus dem ungeordneten Stoß ausgesondert werden.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Vorder- und
Rückseite des Ordnerkastens je einen zweckmäßig abdeckbarem. Fensterausschnitt haben,
durch welche beim Kippen des Ordnerkastens alle jene Karten fallen und damit gleichzeitig
aus dem Stapel ausgeschieden werden, deren Ecken infolge ihrer passenden Kerbtnlänge
an deti Kanten der Fenster vorbeischwngen können, während die anderem. Karten von
diesen Kanten zurückgehalten werden.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in. einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt. Abb. z zeigt eine der zu ordnenden Karten, und Abb.
z zeigt schaubildlich das Schema des O_ rdnerkastens.
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Die Karten ,a haben z. B. drei mit A, B, C
bezeichnete Kerben
b, b1, b2 an der einen Schmalseite, wobei die Kerbienlänge durch besondere Ziffern,
z. B. durch-die Zifhernreihen t bis 5, gekennzeichnet sind, so daß sich 125 verschiedene
Sarterfälle ermöglichen- lassen. Die wirksamen Ecken der Karten sind mit und cl
bezeichnet.
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Der oben offne Ordnerkastend (Abt. z) hat eine innere -lichte Tiefe
e gleich der Breite f der Karten .a, eine Höhe g vorn mehr als die doppelte Kartenlänge
lt und eine Breite i, die zur Aüfnahme genügend vieler Karten (etwa zooo Stück)
ausreicht. Die Vorderwajnd und die Rückwand des Ordnerkastens haben je eine
öffnung k, L, die zweckmäßig durch Scheiben abdeckbar sind. Die lichte Höhe
m des vorderen Fensters k ist gleich der Summe aus der Kartenlänge
h und Kartenbreite f ; die lichte Höhen des rückwärtigen Fensters L ist gleich der
Summe der Kartenbreite f und der Länge der Ziffernreihen
i bis
5. Die senkrechte Entfernung der Oberkatnte o- des -vorderen Fensters k von der
unteren Kante p des hinteren Fensters L
ist genau. -gleich der Kartenlänge
h. . Quer durch den Ordnerkasten d ist ein zu den Xensterkanten o, p paralleler,
etwas schwächer :als die Kerbenbreite gehaltener Draht Y gespannt, der im Ordnerkasten
in verschiedenen Höhen und Breiten einstellbar ist. Dieser kann hierzu z. B. in
seinen Seitenwänden Lochungen s besitzen, die mit den Ziffernreihen i bis 5 der
Kerbenmarken A, B, C übereinstimmen, so daß jedem Punkt der Ziffernreihen,einegenau
gleiche Lage des Drahtes r entspricht in der Weise, daß dieser im Verhältnis zu
den Fensterkanten o, p stets eine solche Lage hat, daß seine wirksame obere
Seite von den Kanten o, p dieselben Abstände hat wie die wirksamen Auflagerseiten
der Kartenkerben b, b1, b2 von ihren wirksamen Ecken c, cl.
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Beim Einschleben der gekerbten Karten in den Ordnerkasten (wobei zweckmäßig
zur besseren Führung der Karten die Fenster k, L
geschlossen werden), sinkt
jede Karte so tief am Draht r ein, als es die betreffende Kerbte gestattet. Ist
z. B. der Draht r an den Punktgestellt, welcher der Marke A3 entspricht, so werden.
alle Karten, die auf der Skala A mit i ;oder 2 gekerbt sind, weniger tief, alle
Karten aber, die mit q. oder 5 gekerbt sind, tiefer -sinken, als die mit 3 gekerbten
Karten-Wird nun der Kasten d mit offenen Fenstern etwa um die Voolerkante t nach
vorn gekippt, so drehen sich die- mit A3 gekerbten Karten um den Drahtr und fallen
in einen untergehaltenen Sammelbehälter= die Karten, die auf der Skala A mit i oder
2 gekerbt sind, werden durch die Kante o, die mit q. oder 5 gekerbteun Karten .durch
die Kante p zurückgehalten.
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Auf diese Weise werden aus den ungeordnetem Kartenstößen alle Karten
mixt der Marke A3 ausgeschieden. Nun kann auf diese Weise hinsichtlich der Marken
B oder C verfahren: werden, indem man den Draht r auf die gewünschte Ziier der Ziffernreihen
zu- B oder C :einstellt und die Kartenwiedereinlegt.
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Haben die Karten beispielsweise sechs Skalen mit je zehn Ziffern,`
so ist es möglich, mittels sechs Kippengen die Karten. mit deiner bestimmten Zahl
bis zu i ooo ooo herauszufinden.
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Die Karte ä ist derart bemessen, daß ihr Schwerpunkt stets auf derselben
Seite und. sä weit entfernt von jedem Skalenpunkt liegt, daß beim Kippen die nicht
gehemmten Karten unter Überwindung der Reibung verläßlich herabfallen. Die Ecken
c, cl der Karten, sui welchen diese von den Kanten o, p gehemmt werden, sollen abgerundet
sein, damit die Karte genügend Festigkeit behält. Es empfiehlt sich deshalb für
die Karten zur Materialersparung und um ein hemmungsloses Herabgleiten zu sichern,
ein Parallelogrammumril3.
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'Der Ordnerkasten kann auch, in der Weise hergestellt werden, daß
für jede Marke A, B, C
ein besonderer Kasten verwendet wird; der Draht Y jedes
Kastens ist in der der betreffenden Marke entsprechenden Entfernung von der Rückwand
gespannt; zur Einstellung auf eine bestimmte Zahl ist entweder der Draht parallel
zur Rückwand verschiebbar, oder es sind .die Kanten o und p gegen den ortsfestenn
Draht dadurch verstellbar, @daß in dem Kasten ein Gestell mit dem gegeneinander
festen Kanten.o,>p verschüebbar angeordnet ist. Zur Verfei(nerung der Einstellung
kann die Verschiebung durch Schrauben oder Zahngetriebe neingerichtet sein.