-
Kalander mit durch Elektromagnete einstellbaren Abstreichmessern Die
Erfindung betrifft Kalander mit durch Elektromagnete einstellbaren Abstreichmessern.
Von Hand aus betätigte Vorrichtungen, um jedes Messer einzeln in oder außer Eingriff
mit seiner Kalanderwalze zu bringen, sind bekannt, ebenso elektromagnetIsch betätigte
Vorrichtungen, durch die nur die beiden Gruppen der Messer zu beiden Seiten der
Walzen gruppenweise außer oder in Eingriff gebracht werden können.
-
Die Erfindung bezweckt die leichtere Bedienung der Maschine von einer
Zentralstelle aus durch einzeln durch Elektromagnete einstellbare Abstreichmesser,
wobei jedes Messer außerdem zwecks Reinigung vollkommen von der Walze abschwingbar
ist, ob es sich in Arbeitsstellung befindet oder nicht.
-
Gemäß der Erfindung ist für jedes Abstreichmesser ein besonderer,
als Solenoid ausgebildeter Elektromagnet vorgesehen, dessen Kern durch ein Zwischenglied
mit einem auf der Welle des Abstreichmessers drehbar gelagerten einarmigen Hebel
verbunden ist, der seinerseits mittels eines Klinkenhebels lösbar mit einem auf
der Abstreichmesserwelle festen Handgriffhebel gekuppelt ist, so daß durch Lösen
der Klinke die Verbindung des Elektromagneten mit dem Abstreichmesser unterbrochen
und dieses mittels des Handgriffhebels in eine Lage geschwungen werden kann, in
der es leicht zu reinigen ist. Das Messer kann durch Erregen des Elektromagneten
gegen die Walze gedrückt werden, wobei der Anlagedruck durch einen im Stromkreis
jedes Magneten eingeschalteten, Widerstand durch Änderung der Stromstärke einstellbar
ist. Es kann auch das Andrucken des Abstreichmessers an die Kalanderwalze durch
eine Zugfeder erfolgen, die an den mit dem Handgriffhebel kuppelbaren Hebel angreift,
während das Abheben des- Abstreichmessers mit Hilfe des Elektromagneten erfolgt,
bei dessen Erregung ein von ihm bewegter zweiarmiger Zwischenhebel in einem der
Federspannung entgegenwirkenden Sinne auf den mit dem Handgriff kuppelbaren Hebel
einwirkt. Die Stromkreise der einzelnen Elektromagnete sind zweckmäßig durch Schalter
so mit dem Hauptstromkreis verbunden, daß die Elektromagnete einzeln, in
Gruppen oder alle zusammen ein- und ausschaltbar sind.
-
In den Zeichnungen stellen dar: Abb. r eine Endansicht -eines Kalanders
mit übereinanderliegenden Walen, Abb. z eine vergrößerte Seitenansicht der Anordnung
des Abstreichmessers, Abb. 3 eine Draufsicht der Abb. a,
Abb.4 ehe
der Abb.2 ähnliche Ansicht mit von Hand in unwirksame Lage geschwungenem Abstreichmesser,
Abb.5 eine der Abb.2 ähnliche Ansicht einer etwas anderen Ausführungsform und Abb.6
ein Leitungsschema.
-
Der Rahmen io des Kalanders unterstützt in üblicher Weise eine Anzahl
Rollen i i. Der Werkstoff läuft durch den Kalander in üblicher Weise, und benachbarte
Rollen drehen sich in entgegengesetzter Richtung. Deswegen greifen die Abstreichmesser
abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten der Walzen an.
-
Die Abstreichmesser sitzen fest auf Wellen 14, die durch Handgriffhebel
15 gedreht werden können, um sie in die normale, in Abb. 2 gezeigte Stellung oder
in: die in Abb. .4 gezeigte ausgeschwungene Lage zu bringen. Von jeder Welle 14
wird drehbar ein Hebel 16 mit einer Klinke 17 getragen, die über einen Stift 18
des betreffenden Handgriffhebels 15 greift. Federn i9 halten die Klinken in Arbeitsstellung,
so daß die Hebel 15, 16 gewöhnlich miteinander verbunden sind.
-
In der in. Abb. i und :z gezeigten Ausführungsform ist der Hebel durch
ein Glied 20 mit dem Kern 21 eines Solenoids 22 verbunden. Die übliche Lage der
Teile ist in Abb.2 gezeigt. Wenn Strom durch das Solenoid 22 geleitet wird, wird
der Kern nach unten gezogen, und die Teile 13, 15, 16 werden um die Welle 14 in
die in Abb. i gezeigte Lage ausgeschwungen, in der die Abstreichmesser 13 in Berührung
mit den Walzen i i stehen. Wenn wünschenswert, kann die Klinke 17 durch den Daumen
nach rechts gedrückt und der Handgriffhebel 15
nach oben ausgeschwungen werden,
um das Abstreichmesser in die in Abb.4 -gezeigte Lage zubringen. Wird der Handgriffhebel
15 wieder zurückbewegt, so tritt die Klinke 17 selbsttätig mit ihm in. Eingriff.
-
Diese Teile werden von Konsolen 23 getragen, die einstellbar auf senkrechten
Stangen 24 sitzen.
-
Ein passendes elektrisches Leitungsschema ist in Abb.6 gezeigt. Dort
sind Hauptleitungen 25 durch eine Anzahl Leitungen 26 mit den Solenoiden 22 verbunden,
die mit i b;s iobiezericbn@et sind. Sämtliche Stromkreise 26 können durch einen
Druckknopf 27 mit der Hauptleitung 25 verbunden werden. Wenn nur eine Gruppe der
Magnete gesteuert werden soll, werden die Schalter oder Druckknöpfe 28 oder 29 bedient.
Diese Gruppen können, w'-e gezeigt, an jeder Seite der Maschine vorgesehen sein
oder in anderer passender Weise. Auch können zwei oder mehrere Gruppen vorhanden
sein. Weiterhin kann jeder Stromkreis 26 durch einen Druckknopf 31 mit dem Hauptstromkreis
verbunden werden, so daß irgendeiner der Magnete einzeln gesteuert werden kann,
und die Druckknöpfe 31 säad ebienfalls.mit i bis io bezeichnet und entsprechen den
so bezeichneten Magneten.
-
In jedem Stromkreis 26 liegt ein Widerstand 32, durch den die Stromstärke
des nach dem Elektromagneten 22 führenden Stromes geregelt werden. kann, wodurch
der Druck der Abstreichmesser gegen die Walzen geändert werden kann.
-
In der in Abb. i und 2 gezeigten A113-füh.rungsform drücken die Abstreichmesser
gegen die Walzen, wenn die Solenoide erregt. sind. Eine andere Ausführungsform ist
in Abb.5 gezeigt. Hier ist die Anordnung im allgemeinen dieselbe, jedoch ist der
Kernei des Solenoids 22 mit einem Hebe134 verbunden, der am gegenüberliegenden Ende
mit einer Rolle 35 gegen den Hebel i6 anliegt, so daß das Abstreichmess,er von der
Walze i i abgeschwungen wind, wenn Strom durch den Solenoid geleitet wird. Eine
Feder 36, die an der Konsole 23 und am Hebel 16 befestigt ist, zieht den Hebel 16
nach unten und hält das Abstreichmesser gewöhnlich in Arbeitslage.