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Adressendruck- oder ähnliche Druckmaschine Gegenstand der Erfindung
ist eine Weiteraus'bil.dun,g der Adressendruck- oder ähnlichen Druckmaschine nach
Zusatzpatent 481 532 mit einem auf- und abwärts schwingend Druckarm. in dem ein
revolv:erkopfartig ausgebildeter Druckkopf mit mehreren Druckkissen drehbar gelagert
ist, die durch Drehen des Druckkopfes von Hand nach Bedarf in die Drucklage gelangen.
Die Eigenart der vorliegenden Zusatzerfindung liegt in der besonders einfachen Ausbildung
der Vorrichtung- zum absatzweisen Drehen des Druckkopfes. Das Wesen der Erfindung
besteht darin, daß der Druckkopf nur mit zwei in einem Winkel von etwa 9o° zueinander
stehenden Druckkissen ausgerüstet ist, die durch Hinundherdrehen einer auf der Welle
des Druckkopfes lose sitzenden Antriiebsscheibe abwechselnd in die Arbeitsstellung
gelangen; die Antriebsscheibe überträgt dabei ihre Bewegung unter Zwischenschaltung
eines totem Ganges auf eine fest auf der Welle des Druckkopfes sitzende Sperrscheibe;
sie ist ferner als Zahnradsegment ausgebildet, mit dem ein in dem Druckarm hin und
her schwenkbares, mit einem Handgriff versehenes -Zahnradsegment kämmt.
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Die Antriebsscheibe für den Druckkopf ist bei einer zweckmäßigen Ausführungsform
mit einem Querstift verstehen, der in eine konzentrisch zur Drehwelle des Druckkopfes
verlaufende langlochartige Aussparung einer starr auf der Drehwelle des Druckkopfes
sitzenden Sperrscheibe eingreift. Mit dieser Sperrscheibe arbeitet ein in Rasten
der Sperrscheibe eingreifender Sperrhaken zusammen, der bei Beginn der Drehung der
Antriebsscheibe durch einen mit dieser starr verbundenen Nocken o. dgl. aus einer
der zwei Rasten der Sperrscheibe herausgehoben wird.
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Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Adressendruckmaschine
entsprechend der Zusatzerfindung, soweit dies für das Verständnis der Erfindung
nötig ist, veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. i den Oberteil einer derartigen
Adressendruckmaschine in schaubildlicher Ansicht, Abb.2 eine Seitenansicht auf den
Oberteil bei Ruhestellung der Teste, Abb.3 einen Grundri:ß zu Abb.2 und Abb. 4 und
5 Seitenansichten der Vorrichtung zum Drehen des Druckkopfes in verschiedenen Arbeitsstellungen.
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Der Tisch i der Adressendruckmaschine trägt den Druckplattenbehälter
2. Die Druckplatten 3 werden von dem Vorratsbehälter 2 aus längs einer Führungsbahn
4 entlang geschoben und fallen nach dem Durchginge durch die Maschine in den nicht
mitgeze_ichneten Sammel-behälter. Das Farbband, das
über die an
der Druckstelle befindhche Druckplatte hinweggeht, ist mit 6 bezeichnet. Der Druckarm
7 der Maschine ist bei 8 drehbar gelagert und wird in bekannter Weise auf- und abwärts
geschwungen. Das vordere Ende des Druckarmes 7 ist gabelförmig gestaltet und dient
zur Lagerung einer Achse 9, auf der der revolverkopfartige Druckkopf io mit einer
Hohlwelle oder Hülse 9' drehbar gelagert ist. Der Druckkop: io ist mit zwei in einem
Winkel von etwa 9o° stehenden Drucklassen i i und i2 ausgerüstet, die in bekannter
Weise in gewissen Grenzen radial. verschiebbar in dem Druckkopf io gelagert sein
können.
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Auf der Hohlwelle 9' des Druckkopfes io sitzt außerhalb .des Armes
7' des gabelförmigen Teiles des Druckarmes 7 fest eine Sperrscheibe 1 4. mit zwei
Rasten 15,15' an ihrem Umfang. Neben der Sperrscheibe 14 sitzt lose auf der Hohlwelle
9' ein Zahnradsegment 16 von der aus den Abbildungen ersichtlichen Gestalt, mit
dem ein Zahnradsegment 17 kämmt, das im Druckraum 7 drehbar gelagert ist und mit
einem Handgriff 18 ausgerüstet ist. Auf der Achse i9 des Zahnradsegmentes 17 sitzt
neben dem Zahnradsegment ein Sperrhaken 2o, der durch eine Feder 21 dauernd gegen
die Umfangsfläche der Sperr-Scheibe 14 angedrückt wird. Wenn eines der Druckkissen
i i oder 12 in der Druckstellung ist, so greift der Sperrhaken 2o in eine der Rasten
15 oder 15' ein (Abb. 2).
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Das Zahnradsegment 16 hat eine arm-; förmige Verlängerung 16', in
der ein Querstift 22 befestigt ist, der in eine langlochartige Aussparung 23 der
Sperrscheibe 14 eingreift.
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Auf der Nabe des Zahnradsegmentes 16 sitzt fest ein nockenartiger
Flügel 24, der bei der Stellung der Teile nach Abb.2 gerade beginnt, unter die Spitze
des Sperrhakens 2o zu greifen, die seitlich über die Sperrscheibe 14 hinausragt
(Abb. 2 und 3).
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Zur Begrenzung der Lage des Zahnradsegmentes 17 im Druckarm 7 bei
einer Stellung der Teile nach Abb.2 dient eine in dem Druckarm mehr oder weniger
weit einzuschraubende Schraube 25.
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Bei der in Abb. 2 und 3 dargestellten Stellung der Teile der Vorrichtung
zum Drehen des Druckkopfes io nimmt das Druckkissen i i seine Drucklage ein, d.
h. das Druckkissen i i wird beim Abwärtsgang des Druckarmes 7 gegen das oberhalb
des Farbbandes 6 befindliche Papier gedrückt und -erzeugt so einen Abdruck der an
der Druckstelle befindlichen Adressendruckplatte 3.
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Soll nunmehr beim nächsten Abdruck der an der Druckstelle in bekannter
Weise verbleibenden Druckplatte 3 das Druckkissen 12 gegen die Druckplatte geführt
werden, so ist es hierzu notwendig, den Handgriff 18 in Richtung des Pfeiles 26
(Abb. 2) zu schwenken, was beim Stillstand der Maschine, aber auch während der Auf-
und Abwärtsbewegung des Druckarmes 7 ,erfolgen kann. Beim Schwenken des Handgriffes
18 in Richtung des Pfeiles 26 findet eine Mitnahme des Zahnradsegmentes 17 statt;
hierdurch wird das Zahnradsegment 16 in Richtung des Pfeiles 27 gedreht. Während
des Bersten Teiles der Drehung des Zahnradsegmentes 16 in Richtung des Pfeiles 27
verschiebt sich der Stift 22 am Zahnradsegment 16 innerhalb der langlochförmigen
Aussparung 23 der Sperrscheibe 14, ohne daß auf diesem Web die Sperrscheibe 14 mitgenommen
wird. Sofort nach Beginn des Drehens des Zahnradsegmentes 17 läuft aber der mit
dem Zahnradsegment 16 einen Teil bildende flügelartige Nocken 24 gegen den Sperrhaken
2o und hebt diesen aus der Rast 15 der Sperrscheibe 14 heraus (Abb.4). Infolgedessen
ist die Sperrscheibe 14 entsichert; beim Weiterdrehen des Zahnradsegmentes 16 wird
nunmehr durch den Querstift 22, der hierbei die aus Abb. 4 ersichtliche Lage in
der Aussparung 23 der Sperrs:cheib e 14 einnimmt, die Sperrscheibe 1 4. in Richtung
des Pfeiles 27 mitgenommen, und zwar so weit, bis der Sperrhaken 2o in die Rast
15' der Sperrscheibe 14 unter der Wirkung der Feder 2 1 einschnappt, woran @er auch
durch den inzwischen an dem Haken 20 vorbeigegangenen Nocken 24 nicht gehindert
wird. Beim Drehen der Sperrscheibe 14 wird, da diese fest auf der Hohlwelle 9' des
Druckkopfesio sitzt, auch der Druckkopf io mitgedreht, und zwar um etwa 9o°, so
daß nach dem Einschnappen des Sperrhakens 20 -in die Rast 15' der Sperrscheibe 14
nunmehr das Druckkissen 12 in der Drucklage ist. (Abb. 5).
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Soll wieder das Druckkissen i i in die Drucklage gebracht werden,
so muß der Handgriff 18 aus der Stellung nach Abb. 5 in entgegengesetzter Richtung
wie vorher, also in Richtung des Pfeiles 28 (Abb. 5), in die Stellung nach Abb.2
zurückgeschwenkt werden, hierdurch werden auch die Zahnradsegmente 17 und 16 in
entgegengesetzter Richtung wie vorher in die Anfangslage zurückgedreht, wobei nach
Entsicherung des Sperrhakens 2o durch den Nocken 24 die Sperrscheibe 14 durch den
Stift 22 des Zahnradsegmentes 16 und somit auch der Druckkopf io mit dem Druckkissen
11 in Richtung des Pfeiles 29 in die Anfangsstellung nach Abb. 2 zurückgedreht werden.
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Es genügt also jeweils ein Schwenken des Handhebelsi$ nach der einen
oder anderen Richtung, um je nach Wünsch entweder das
Druckkissen
ii oder das Druckkissen z2 in die Drucklage zuführen.