DE480480C - Verfahren zum Reinigen von Phosphatiden - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Phosphatiden

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DE480480C DEB122173D DEB0122173D DE480480C DE 480480 C DE480480 C DE 480480C DE B122173 D DEB122173 D DE B122173D DE B0122173 D DEB0122173 D DE B0122173D DE 480480 C DE480480 C DE 480480C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure

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Description

  • Verfahren zum Reinigen von Phosphatiden Es bereitet erhebliche Schwierigkeiten, aus den aus pflanzlichen Stoffen, z. B. aus Ölsaaten, wie Sojabohnen oder. anderen Hülsenfrüchten, durch Auslaugen mit einem Gemisch voi Alkohol und Benzol gewonnenen, durch Einleiten von Wasserdampf von der Hauptmenge des Öles befreiten Phosphatiden die mit diesen ausgelösten Bitterstoffe und sonstigen unerwünschten Geschmackstoffe zu entfernen. Bisher geschah dies durch Behandeln der Phosphatide mit geeigneten Lösungsmitteln, insbesondereAceton und Alkohol. Die Entfernung der Lösungsmittel aus den behandelten Stoffen bereitet jedoch beträchtliche Schwierigkeiten; auch ist der Verlust an Lösungsmittel hierbei erheblich, da die erforderlichen Arbeitsvorgänge bei Unterdruck durchgeführt werden müssen.
  • Es ist nun gefunden worden, daß sich die Reinigung der aus den Gesamtphosphatiden, Neutralöl, freier Fettsäure, Bitterstoffen und sonstigen unerwünschten Geschmackstoffen sowie Wasser bestehenden Emulsion ohne Anwendung von organischen Lösungsmitteln vollkommen erzielen läßt, wenn man das durch Abschleudern von der Hauptmenge des Öles befreite Gemisch unter vermindertem Luftdruck destilliert. Hierbei geht das in den Phosphatiden enthaltene Wasser und mit diesem die Bitterstoffe und sonstige, den Geschmack ungünstig beeinflussende Anteile, wie z. B. freie Fettsäure, über, ohne daß eine Zersetzung der Phosphatide-befürchtet zu werden braucht.
  • Ist jedoch der Feuchtigkeitsgehalt des zu behandelnden Gemisches nicht genügend groß, um ein restloses Abdestil.lieren der unerwünschten Geschmackstoffe zu erreichen, so wird zu ihm vor der Destillation das fehlende Wasser zugesetzt oder während der Destillation Wasserdampf eingeblasen.
  • Für Zwecke, bei welchen der noch vorhandene Ölgehalt nichts ausmacht, beispielsweise als Zusatz zur Margarine, können die so gereinigten Phosphatide ohne weitere Entölung verwendet werden.
  • Will man die so gewonnenen Gesamtphosphatide in ihre verschiedenen Arten zerlegen, so löst man sie in starkem Alkohol, der auf etwa 6o° C erwärmt wird, auf, scheidet die ungelöst gebliebenen Bestandteile ab und trennt sie durch fraktionierte Abkühlung.
  • Beispiel Die aus Sojabohnen gewonnenen Phosphatide mit ihren Beimischungen, welche zu 25 °/o der Gesamtmenge aus Wasser bestehen, werden im Vakuumapparat auf 6o° C erwärmt. Hierbei destillieren die Bitterstoffe, freien Fettsäuren und sonstiger, den Geschmack ungünstig beeinflussenden Stoffe mit dem Wasserdampf über. Ist der Wassergehalt des Ausgangsstoffes zu gering, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, so wird vor der Destillation Wasser zugesetzt oder während des Destillierens Wasserdampf eingeblasen.
  • Der gewonnene Stoff hät einen reinen Geschmack und kann in dieser Form bei der Margarineherstellung verwendet werden.
  • Will man die von den ungünstigen- Geschmackstoffen befreiten Phosphätide in ihre Arten zerlegen, so werden -beispielsweise ioo Teile der Gesamtphosphatide in 40o Gewichtsteilen Alkohol von g 6 Volunip.rozent etwä io Minuten lang auf 6o° C erwärmt. Hierbei bleiben 48,3 "1" der Phosphatide ungelöst. Kühlt man dann die Lösung bis auf 4o°'C ab, so fallen 9 °/o und bei weiterem Abkühlen auf 2o° C noch i2,6 °/o der Phosphatide.aus, die jeweils abgetrennt werden. Die nunmehr verbliebene Lösung ergibt nach Verdampfen -des Lösungsmittels unter vermindertem Luftdruck einen 30 °/a der angewandten Menge betragenden Rückstand, der aus reinem Lecithin besteht.
  • Um ein Aufhellen der verschiedenen Fraktionen zu erreichen, kann man die heiße alkoholische Lösung vor dem Abkühlen mit Tierkohle oder einem anderen Entfärbungspulver 11

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHP,: i. Verfahren zum Reinigen von Phosphatiden, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus den Gesamtphosphatiden, Öl, ungünstigen Geschmackstoffen und Wasser bestehende Emulsion, nach der Entfernung der Hauptmenge des Öles, durch Destillation unter vermindertem Luftdruck von dem Wasser und diesen Geschmäckstoffen -befreit.
  2. 2. Verfahren zum Reinigen von Phospnatiden nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die gereinigten Gesamtphosphatide derart in ihre verschiederien Arten zerlegt, daß man sie in -starkem Alkohol unter Erwärmen auflöst, von dem Ungelösten abtrennt, die noch heiße alkoholische Lösung gegebenenfalls mif- Tierkohle oder einem anderen Entfärbungspulver behandelt und alsdann die Lösung fraktioniert abkühlt, wobei die einzelnen- Fraktionen von .den Ausscheidungen allfiltriert werden,-. während die schließlich- verbleibende Lösung durch Destillieren unter vermindertem Luft-`druck von: .dem Alkohol .befreit wird.
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