DE48031C - Neuerung an Repetirgewehren mit Kolbenverschlufs - Google Patents
Neuerung an Repetirgewehren mit KolbenverschlufsInfo
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- F41A9/40—Ramming arrangements the breech-block itself being the rammer
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- F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an Repetirgewehren mit Kolbenverschlufs und
bezweckt, die Festigkeit des Verschlufskolbens zu vergröfsern, eine vereinfachte Führung für
die Patronen aus dem Magazin in den Laderaum herzustellen und ferner ein vollkommenes
Zerlegen des Gewehres ohne Hülfswerkzeug zu ermöglichen.
In beiliegender Zeichnung zeigt:
Fig. ι ein der Erfindung gemäfs eingerichtetes
Gewehr in Seitenansicht und theilweise im Schnitt, bei geschlossenem Verschlufs und
angehängtem Magazin,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie x-x,
Fig· h
Fig. 3 einen Querschnitt nach der LmIeX1-X1,
Fig· ι,
■ Fig. 4 eine Seitenansicht und theilweise einen
Längenschnitt des Gewehres bei geöffnetem Verschlufs,
Fig. 5 eine Oberansicht bei geschlossenem Verschlufs,
Fig. 6 eine Oberansicht des Verschlufscylinders,
Fig. 7 einen Längenschnitt durch den Verschlufscylinder bei gespanntem Schlofs,
Fig. 8 ein Detail des Schlagbolzens;
Fig. 9 versinnlicht das Auswerfen der Patronenhülse ;
Fig. 10 zeigt die Einrichtung zum Sperren
des Verschlufskolbens bei leerem Magazin;
Fig. 11 ist eine Oberansicht des Magazins;
Fig. 12 zeigt ein zum Verschlufsgehäuse gehöriges Detail.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Repetirgewehr sind zur besseren Orientirung
mit Bezug auf das Haupt-Patent No. 43875 alle Theile mit denselben Buchstaben bezeichnet
wie im Haupt-Patent.
Der Geradezug Aa a1 und b ist unverändert
geblieben, nur ist das polygonalschraubenförmige Verschlufscylinderende b durch ein cylindrisches
ersetzt.
Um dem Verschlufskolben B für den sicheren Verschlufs gröfsere Festigkeit zu geben, trägt
derselbe am vorderen Ende (s. Fig. 6) zwei Verschlufsleisten b2, und infolge Hinweglassung
des Auswerferstiftes im Gehäuse entfällt die hierfür im Verschlufskolben nöthige Längsnuth.
Als Auswerfer fungirt ein am Abzugsstollen g angesetzter Arm g·4, Fig. 7, welcher
in dem für den Stollen g bestimmten Längsschlitz b3 steht und bei geöffnetem Verschlufs
durch eine schmale Fortsetzung des Längsschlitzes b3 so weit über das vordere Ende
desselben vorsteht, dafs die vom Patronenzieher f gehaltene extrahirte Patronenhülse in-
folge ihres Anschlagens an den Arm g-4 herausgeschleudert
werden mufs.
Damit die oberste Patrone im Magazin vom Verschlufskolben sicher erfafst werde, besitzt
derselbe einen Ansatz £4, Fig. ι o, welcher zwischen
die federnden Lappen Zi1Zz1 des Magazins
hineinreicht.
Infolge der Verlegung der Verschlufsleisten gegen das vordere Ende des Verschlufskolbens
und der den Gegenstand eines besonderen Patentes bildenden Art des Füllens des am
Gewehr befestigten Magazins werden am Verschlufsgehä'use E gewisse Formveränderungen
nöthig, wie aus Fig. 5 am besten ersichtlich ist. Der Lappen c3 an der Verschlufskolbenschraube
C ist vergröfsert und das hintere abgeschlossene Ende der Schraube C dient dem
Schlagbolzen D noch als Führung.
Um eine bessere Auflage für die Patronen beim Einzelnladen und eine bessere Führung
für dieselben beim Einschieben in den Laderaum ZU: gewinnen, reichen die federnden
Klappen JJ, Fig. 12, über die ganze Länge
der unteren Gehäuseöffnung. Diese Klappen sind aus einem Stück mit der Federj erzeugt;
letztere bildet eine geneigte Uebergangsfläche, auf welcher die Patronen durch den Verschlufscylinder
vom Magazin bezw. der Patroneneinlage in den Laderaum eingeschoben werden, wobei die Feder j vom vorderen Ende des
Verschlufscylinders etwas niedergedrückt wird, sobald man den Verschlufs schliefst.
Der unter der Feder j befindliche leere Raum im Gehäuse dient als Ablagerungsstätte
für das beim Laden abgeschabte Fett, mit welchem die Geschosse bekanntlich durch Eintauchen
in geschmolzenes Fett überzogen werden.
Die federnden Klappen J werden durch Stifte J1J2jB, Fig. 12 (j1 nicht ersichtlich), im
Gehäuse gehalten. Drückt man die federnden Klappen J zusammen, so treten die seitlichen
Stifte J1J* aus den correspondirenden Vertiefungen der Gehäusewände heraus und die
federnden Klappen können aus dem Gehäuse gezogen werden.
Um ein schnelles Zerlegen des Gewehres ohne Benutzung eines Werkzeuges zu ermöglichen,
sind folgende Einrichtungen getroffen: Die Kreuzschraube q, Fig. 1 und 5, ist mit
einem als Handhabe dienenden beweglichen Bügel q1 versehen, welcher nach dem Einschrauben
der Schraube gegen das Gehäuse zu umgelegt wird. Nach Entfernung der Kreuzschraube,
welche zugleich den federnden Griffbügel / festhält, kann letzterer sammt der
Feder g1 durch ein Drehen nach vorn gegen
die Gehäuseöffnung zu ausgehakt und der Kolben abgenommen werden. Beim Entfernen
eines Magazins wird die hierzu nöthige Verschiebung des Vorderendes dieses federnden
Griff bügeis / nach vorn durch einen Stift i\
Fig. i, und nach rückwärts durch das Verschlufsgehäuse begrenzt.
Zum Entfernen des Abzugs G wird derselbe etwas nach rückwärts gezogen und dann
nach unten und vorn geschwenkt, wobei der Drehzapfen des Abzugs und des Abzugsstollens g aus den Schlitzen g"2 ga herausgleiten;
der Abzügsstollen g läfst sich dann nach unten herausziehen.
Zum Zerlegen des Schlagstiftenschlosses schraubt man die Verschlufskolbenschraube C
(nachdem der Verschlufskolben aus dem Gehäuse gezogen und die Griff hülse α bis an das
Ende des Schlitzes b1 geschoben worden) heraus, worauf sich Griff hülse a, Feder d\
Schlagbolzen D und Schiene F vom Verschlufskolben entfernen lassen.
Ferner ist die Einrichtung getroffen, dafs, wenn man den Abzug G auch so weit zurückdrückt,
dafs derselbe an den Griff bügel /-anstöfst, der Abzugsstollen g noch nicht so tief
gesenkt ist, dafs der Verschlufskolben aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann, sondern
dies erst dann möglich wird, wenn nach erfolgtem Lüften der Kreuzschraube q der Griffbügel
sich so weit senkt, dafs hierdurch ein weiteres Zurückdrücken des Abzugs behufs
Herausziehens des Abzugsstollens aus dem Längsschlitz b3 des Verschlufscylinders möglich
wird.
Das Magazin H ist im vorliegenden Falle für die Aufnahme von 20 Stück Patronen
kleinen Kalibers bestimmt und am hinteren. Rande mit einer Scala versehen, an welcher
durch die jeweilige Stellung des Patronenträgers Zi5 angezeigt wird, wie viel Patronen sich
im Magazin befinden.
Claims (3)
- Pa tent-Ansprüche:ι . In Verbindung mit einem Magazin, welches' nach Anspruch 2. des Haupt - Patentes' No. 43875 mittelst einer Nase /ζ4 seiner Rückwand an das freie Vorderende des federnden Griffbügels I angehakt wird, federnde Backen J J, welche sich innen längs der Seitenwände der unteren Verschlufsgehäuseöffnung erstrecken, so dafs sie beim Zurückdrücken des Griffbügels / das Magazin auswerfen und die besagte Oeffnung schliefsen, wobei die Backen JJ an ihrem Vorderende durch einen gebogenen, federnden Lappen j verbunden sind, auf welchem die Patronen in den Laderaum gleiten, so dafs die Theile JJj ein aushebbares Ganzes bilden.
- 2. Bei dem im Anspruch 1. des Haupt-Patentes No. 43875 angegebenen, durch die Verschlufsgriffhülse α zu spannenden Schlag-stiftenschlofs ein Abzugsstollen g, dessen nach vorn gerichteter, bei geöffnetem Verschlufs durch einen Schlitz an der Vorderfläche des Verschlufscylinders austretender Ansatz g* als Patronenauswerfer wirkt.
- 3. Die Befestigung des im Anspruch 2. des Haupt - Patentes No. 43875 angegebenen Griff bügeis / mittelst der Kreuzschraube q, welche einen umlegbaren Griffring q1 besitzt, wobei gleichzeitig der Abzug G mittelst offener Schlitze g2 g* an seine Drehachse gehängt ist, so dafs das Gewehr ohne Beihülfe von Werkzeugen zerlegt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE48031T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48031C true DE48031C (de) |
Family
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DENDAT48031D Expired - Lifetime DE48031C (de) | Neuerung an Repetirgewehren mit Kolbenverschlufs |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43875D Expired - Lifetime DE43875C (de) | Neuerung an Repetirgewehren mit Kolben-Verschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (2) | DE48031C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0044164A1 (de) * | 1980-07-14 | 1982-01-20 | The Secretary of State for Defence in Her Britannic Majesty's Government of the United Kingdom of Great Britain and | Feuerwaffen mit einem wiederladbaren Magazin |
-
0
- DE DENDAT43875D patent/DE43875C/de not_active Expired - Lifetime
- DE DENDAT48031D patent/DE48031C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0044164A1 (de) * | 1980-07-14 | 1982-01-20 | The Secretary of State for Defence in Her Britannic Majesty's Government of the United Kingdom of Great Britain and | Feuerwaffen mit einem wiederladbaren Magazin |
| WO1982000346A1 (en) * | 1980-07-14 | 1982-02-04 | Brint N | Firearms with rechargeable magazine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE43875C (de) |
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