DE43875C - Neuerung an Repetirgewehren mit Kolben-Verschlufs - Google Patents
Neuerung an Repetirgewehren mit Kolben-VerschlufsInfo
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- F41A9/38—Loading arrangements, i.e. for bringing the ammunition into the firing position
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- F41A9/41—Ramming arrangements the breech-block itself being the rammer pushing unbelted ammunition from a box magazine on the gun frame into the cartridge chamber
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Böhmen).
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Einrichtungen an Repetirgewehren mit
Kolbenverschlufs betreffen theils die Construction des Verschlusses, theils die Einrichtung
des Schlagbolzenschlosses, theils das Magazin und die Mittel zur Verbindung des Magazins
mit dem Gewehre.
Was die Neuerungen am Verschlüsse anbelangt, so bestehen sie darin, dafs eine am
Hinterende des Verschlufscylinders bewegliche gerade geführte Hülse einen nach innen vorspringenden
Stift besitzt, welcher in einen schraubenlinienförmig verlaufenden Schlitz der Verschlufscylinderwand eingreift. Der in Rede
stehende Stift reicht durch den Schlitz im Verschlufscylinder hindurch vor einen Absatz
des Schlagbolzens, so dafs das Schlofs während des Auslösens der Verschlufsleiste durch die
anfängliche Verschiebung der besagten Hülse gespannt wird.
Die lichte Weite des unterhalb des Verschlufsgehäuses angehängten Lee-Magazins ist etwas
kleiner als der doppelte Patronenwulstdurchmesser, so dafs bei den zwei neben einander
liegenden Reihen Patronen, welche das Magazin enthält, der Wulst jeder Patrone tangirend
zwischen zwei Patronen der anderen Reihe eindringt. Beide Patronenreihen werden durch
eine gemeinschaftliche Schraubenfeder emporgedrückt, und bei wiederholtem Oeffnen und
Schliefsen des Verschlusses tritt abwechselnd eine Patrone der einen und dann wieder eine
Patrone der anderen Reihe in die Bahn des Verschlufscylinders.
Der auf der Feder des Magazins angebrachte Patronenlöffel besitzt an seinem Hinterende
j einen nach oben gerichteten Ansatz, welcher beim Oeffnen des Verschlusses nach dem Verschiefsen
der letzten Patrone in die Bahn des Verschlufscylinders tritt und dadurch das Schliefsen des Verschlusses hindert. Auf diese
Weise wird der Schütze vom Leersein des Magazins unterrichtet.
Zum Einhängen der an der Hinterwand des Magazins angebrachten Haken dient das Vorderende
des federnden, nur am hinteren Ende festgeschraubten Griff bügels. Zum Verschliefsen
des Schlitzes im Verschlufsgehäuse bei entferntem Magazin ist ein Schieber vorhanden,
welcher auf den Vorderschaft geschoben werden kann.
Beiliegende Zeichnung stellt ein mit den angegebenen Einrichtungen ausgestattetes Gewehr
wie folgt dar:
Fig. ι ist ein Längenschnitt des Gewehres bei geschlossenem Verschlüsse,
Fig. 2 eine Oberansicht desselben,
Fig. 3 ein Längenschnitt bei geöffnetem Verschlüsse.
Fig. 4 zeigt das Schlagbolzenschlofs in gespanntem Zustande bei geschlossenem Verschlüsse
im Verticallängenschnitt.
Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt des zurückgezogenen
Verschlufscylinders, das Schlagbolzenschlofs in gespanntem Zustande zeigend,
Fig. 6' ist eins Seitenansicht des Verschlufscylinders
und -
"Fig. 7 eine hintere Endansicht desselben.
Fig. 8 ist ein Langenschnitt des hinteren Verschlufscylinderendes, die Verschlufscylinderschraube
in Ansicht zeigend.
Fig. 9 ist ein Querschnitt nach der Linie x-x,
Fig. 8.
Fig. io ist gleichfalls ein Längenschnitt des hinteren Verschlufsstückendes, die Verschlufsstückschraube
gleichfalls im Schnitte zeigend.
Fig. 11 ist ein Querschnitt nach der Liniey-y,
Fig. io,
Fig. ι 2 eine Seitenansicht des Schlagbolzens,
Fig. 13 eine hintere Ansicht der Verschlufsgriffhülse
sammt Verschlufsgriff, Fig. 14 eine Oberansicht des Magazins,
Fig. 15 eine Seitenansicht desselben, Fig. 16 ein Horizontalschnitt des Magazins,
Fig. 17 eine Vorderansicht des durch den Schieber geschlossenen Verschlufsgehäuses ohne
Magazin,
Fig. 18 ein Querschnitt des Verschlufsgehäuses j
sammt Magazin.
Fig. ι 9 zeigt den Verschlufsschieber des Verschlufsgehäuses
in Ober-, Seiten- und Endansicht.
Fig. 20 ist eine Hinteransicht des Verschlufsgehäuses ohne Magazin mit aufgeschobenem
Verschlufsschieber.
Fig. 2 ι zeigt einen Querschnitt des zum Aufschieben
des Verschlufsschiebers eingerichteten Mittelschaftes.
Fig. 22 ist ein Querschnitt des Verschlufsgehäuses ohne Magazin, die federnden Backen
zeigend, welche bei Verwendung des Gewehres als Einzellader die eingelegte Patrone stützen.
Fig. 23 ist eine Seitenansicht des hinteren Endes des Verschlufsgehäuses mit aufgeschobenem
Verschlufsschieber.
Fig. 24 ist eine geschnittene hintere Endansicht zu Fig. 23.
Fig. 25 ist eine Seitenansicht des Verschlufsgehäuses, die Einrichtung des federnden Griffbügels
zum Festhalten des Magazins und der federnden Backen zum Sperren der Patronenaustrittsöflnungen
des Magazins zeigend,
Fig. 26 ist eine obere Ansicht der in Fig. 22 sichtbaren federnden Backen, mit welchen die
Feder zum Heben des Klötzchens hinter dem Laderäume verbunden ist.
Fig. 27 und 28 zeigen in schematischen Längenschnitten die Anordnung und Wirkungsweise
des hinteren Ansatzes am Patronenlöffel.
Wie aus Fig. 4 und 1 3 ersichtlich, ist in die den Verschlufsgriff A tragende Hülse α ein Stift Ci1
eingesetzt. Dieser Stift ax ragt durch einen schraubengangförmigen Schlitz bs in dem als
polygonale Schraubenspindel hergestellten Hinterende b des Verschlufscylinders B und einen
analog geformten Schlitz c der Verschlufscylinderschraube C bis in einen Ausschnitt d
am hinteren Ende des Schlagbolzens D hinein. Infolge dieser Anordnung mufs während des
Zurückbewegens der Verschlufsgriffhülse α auf dem schraubenförmigen Ende b des Verschlufscylinders
B, welche Bewegung bekanntlich das Auslösen der Verschlufsleiste b., aus dem correspondirenden
Ausschnitte e des Verschlufsgehäuses E bewirkt, der Schlagbolzen D durch
den in den Ausschnitt d eingreifenden Stift ax
mitgenommen, werden. Auf diese Weise wird die Schlagfeder rf, gespannt, welche sich einerseits
auf die Verschlufscylinderschraube C und andererseits auf einen ausgehöhlten Führungsbund d.} des Schlagbolzens D stützt. Sobald
der Verschlufscylinder B dann zurückgezogen wird, tritt das federnde hintere Ende der mit dem
Patronenziehery verbundenen, in eine Längsnuth des Verschlufscylinders eingelegten Schiene F
aus der Nuth heraus und legt sich vor die Verschlufsgriffhülse α, so dafs diese nicht bewegt
werden kann und folglich die Schlagfeder dx gespannt bleiben mufs. Wenn der
Verschlufscylinder B wieder vorgeschoben wird, legt sich der. Abzugsstollen g, welcher in
einen correspondirenden Längsschlitz b.d des Verschlufscylinders hineinreicht, vor den Führungsbund
d2 des Schlagbolzens D und übernimmt
das Gespannthalten der Schlagfeder dl in dem Momente, wo die Verschlufsgriffhülse a
sich wieder auf dem polygonal schraubenförmigen Ende b des Verschlufscylinders vorzubewegen
beginnt, um die Verschlufsleiste b2 einzudrehen.
Der Schlagbolzen D besitzt an seinem Hinterende in bekannter Weise eine winkelförmige
Nuth rf.,, in welche ein auf der Verschlufscylinderschraube C angebrachter Stift C1
hineinreicht. Diese Anordnung hat den Zweck, das Abziehen des gespannten Schlosses verhindern
zu können, wozu man die Verschlufscylinderschraube C so dreht, dafs Stift C1 in
den quer gestellten Theil der Nuth d3 eintritt.
Um dieses Verstellen der Schraube C trotz des in sie eindringenden Stiftes ax zu ermöglichen,
besitzt die für diesen Stift vorhandene Nuth c gleichfalls eine Querabzweigung C2.
Der Lappen C3, an welchem man die Schraube C erfafst, um sie zu verstellen, ist bis über die
Mitte der Schraube gebogen, so dafs er gleichzeitig einen Schirm für den Schutz des Schützen
gegen die Gase bildet, welche bei Beschädigung der Zündhütchen der Patronenhülsen
längs des Schlagbolzens ausströmen. Zufälliges Verdrehen des Schlagbolzens D wird dadurch
verhindert, dafs die ebene Endfläche des Stiftes a{ beständig an die ebene Fläche des
Ausschnittes d anliegt.
Wie aus Fig. ι, 2 und 3 ersichtlich, ist der Verschlufsgriff A, statt, wie sonst üblich, seitlich
herauszustehen, nach abwärts gebogen, was die Handhabung desselben bei Schnellfeuer
im fortgesetzten Anschlage erleichtert. Um das Gewicht des Griffes zu verringern, ist derselbe
glockenförmig ausgehöhlt.
Es ist begreiflich, dafs Stift Ct1 im Verein
mit den Schlitzen b, und c einen Geradezug-Cylinderverschlufs
bilden, so dafs beim Vorhandensein dieser Theile eigentlich die Herstellung des Verschlufscylinderendes b als
Schraubenspindel und jene der Verschlufsgriffhülse α als Mutter überflüssig ist; natürlich
müfste dabei Stift αλ entsprechend stark gemacht
werden.
Ist bei einem Schlagbolzenschlosse der beschriebenen Einrichtung die Verschlufsleiste b2
nicht vollständig eingedreht, so kann nicht abgefeuert werden, da nach dem Auslösen des
Abzugstollens g der durch die Feder <i, nach
vorn gedrückte Schlagbolzen D auch den Stift <jj mitnehmen mufs, sich also, wenn überhaupt,
nur langsam nach vorn bewegen kann.
Das Magazin H ist ein Blechkästchen, dessen Wände mehrfach durchbrochen sind und dessen
Breite etwas geringer ist als der doppelte Patronendurchmesser, so dafs zwei Reihen Patronen
in diesem Magazine nur in der Weise Platz finden können, dafs jede Patrone tangirend
zwischen zwei Patronen der anderen Reihe eindringt.
Unter beiden Patronenreihen liegt eine gemeinschaftliche Schraubenfeder h, deren Druck
die Patronenreihen gegen die von federnden Lappen Zi1 /?, begrenzte obere Oeffnung des
Magazins drückt. So oft der vorgeschobene Verschlufscylinder die in seine Bahn hineinragende
oberste Patrone mitnimmt und in den Laderaum einschiebt, tritt eine Patrone der anderen Reihe an deren Stelle. Zur Versteifung
der Magazinwände ist auf den Steg zwischen den Durchlochungen eine nach aufsen convexe Rippe h.2 aufgeprefst; aufserdem ist in
den Vorder- und Hinterrand jeder Magazinseitenwand eine nach innen convexe Rippe hs
derartig eingeprefst, dafs diese zwei Rippen h3
die einzigen Auflagestellen für die Patronen bilden, also die Reibung auf ein geringes
Mafs reducirt ist, umsomebr, als an Stelle der gleitenden Reibung rollende Reibung tritt.
Aus Fig. 27 und 28 ist ersichtlich, dafs am hinteren Ende der obersten Windung der
Feder h, welche die Patronen empordrückt, oder am hinteren Ende des Löffels Zi5, welcher
an der Feder h befestigt sein kann und dann die Patronen unmittelbar stützt, ein nach
oben gerichteter Ansatz Ij6 angebracht wird.
Wenn nach dem Verschiefsen j
trone aus dem Magazin d
Verschlufscylinder wieder zurückzieht, tritt Ansatz ha in die Bahn des Verschlufscylinders und verhindert das Vorschieben desselben, so dafs der Schütze durch die Unmöglichkeit, den Verschlufs zu schliefsen, auf die Entleerung des Magazins aufmerksam gemacht wird.
trone aus dem Magazin d
Verschlufscylinder wieder zurückzieht, tritt Ansatz ha in die Bahn des Verschlufscylinders und verhindert das Vorschieben desselben, so dafs der Schütze durch die Unmöglichkeit, den Verschlufs zu schliefsen, auf die Entleerung des Magazins aufmerksam gemacht wird.
Zum Anhaken der an der Magazinhinterwand angebrachten, mit zwei Rasten versehenen
Nase /;4 dient das lose Vorderende des federnden
Griffbügels /. Das hintere Ende des Griffbügels trägt auch die auf den Abzughebel
G drückende Feder gx. Will man das Magazin senken, um das Gewehr als Einzellader
zu verwenden, oder ein leeres Magazin auswerfen, so drückt man einfach den Vordertheil
des Griffbügels mit der Hand mehr oder weniger stark zurück.
Dabei schliefsen sich die federnden Klappen JJ, welche bei der Verwendung des Gewehres
als Einzellader der eingelegten Patrone als Unterlage dienen (s. Fig. 22). Diese Klappen
bilden ein Stück mit der Feder j, welche das Klötzchen K stützt; letzteres bildet die Unterlage,
auf welcher die Patronen in den Laderaum gleiten, und wird durch den Verschlufscylinder
B niedergedrückt, sobald man den Verschlufs schliefst.
Um bei entferntem Magazine das Verschlufsgehäuse E unten schliefsen zu können, ist
ein Schieber M vorhanden, welcher auf den Vorderschaft N geschoben wird, wenn er aufser
Verwendung ist. Wie aus Fig. ig bis 23 ersichtlich, besteht Schieber M aus einer Blechplatte
mit eingebogenen Längenrändern m. Diesen eingebogenen Rändern entsprechen vorspringende
Leisten ex am unteren Rande des Verschlufsgehäuses E und in den Mittelschaft
beiderseits eingelassene Schienen n, Fig. 21.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:Ein Repetirgewehr, gekennzeichnet durch folgende Einrichtugen in Verbindung mit einander :i. Ein Geradezug-Cylinderverschlufs, bei welchem ein auf der Verschlufsgriffhülse α angebrachter Stift α, durch schraubenförmige Schlitze O1 und c des Verschlufscylinders B und der Verschlufscylinderschraube C in einen Ausschnitt d des Schlagbolzens D hineinreicht, so dafs bei der das Auslösen der Verschlufsleiste veranlassenden Bewegung der Verschlufsgriffhülse α auf dem Verschlufscylinder B der Schlagbolzen D zurückgezogen und so das Schlofs gespannt wird.
- 2. Ein federnder Griff bügel /, an dessen loses Vorderende die an der Rückwand des Magazins H angebrachte Nase hi angehakt wird.
- 3. Ein nach oben gerichteter Ansatz am hinteren Ende der obersten Windung der die Patronen tragenden Feder des Magazins oder des die Patronen im Magazin tragenden Patronenlöffels, welcher Ansatz nach dem Ausschiefsen der letzten Patrone aus dem Magazin in die Bahn des Verschlufscylinders vorspringt und dadurch das Schliefsen des Verschlusses bei leerem Magazin hindert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (2)
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Family Applications Before (1)
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Families Citing this family (1)
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- DE DENDAT48031D patent/DE48031C/de not_active Expired - Lifetime
- DE DENDAT43875D patent/DE43875C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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