DE479795C - Kunstfaden, bestehend aus einem um eine Faserstoffseele gewickelten Streifen aus duenner, glasklarer Cellulosehaut - Google Patents
Kunstfaden, bestehend aus einem um eine Faserstoffseele gewickelten Streifen aus duenner, glasklarer CellulosehautInfo
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Description
- Kunstfaden, bestehend aus einem um eine Faserstoffseele gewickelten Streifen aus dünner,-glasklarer Cellulosehaut Die Erfindung betrifft einen zur Herstellung von sogenanntem Japangold besonders geeigneten Kunstfaden, der aus einer Faserstoffseele mit einem um diese gewickelten Streifen aus dünner, glasklarer Cellulosehaut besteht. Dieser Umwickelungsstreifen ist nach der Erfindung mit einer im Gespinstfaden nach innen zu liegenden Metallschicht versehen. Durch den Gespinstfaden gemäß der Erfindung wird das japangoldgespinst in bezug auf Aussehen, Haltbarkeit und Zugfestigkeit verbessert.
- Das unter dem Namen »Japangold« bekannte Gespinst besteht aus' einer Garnseele, um die ein Papierstreifen gewickelt ist, dessen Außenseite mit einer Goldschicht versehen ist. Aus einem solchen Gespinstfaden hergestellte Gebilde, z. B. Geflechte, Quasten u. dgl., verlieren sehr bald ihr schönes und glänzendes Aussehen, da die Goldschicht sich abscheuert und durch Feuchtigkeit zerstört wird. Außerdem hat der Papierstreifen naturgemäß nur eine geringe Zugfestigkeit und reißt beim Umwickeln leicht ab. Um diese Mängel zu beheben, wird ari Stelle des Papierstreifens ein besonderer Cellulosestreifen verwendet und dieser in bezug auf die Garnseele und die Außenluft besonders angeordnet. Der Cellulosestreifen besteht aus einer sehr dünnen und glasklaren Cellulosehaut, die gleichzeitig den Träger für eine sehr dünne Metallschicht bildet.
- Durchsichtige, aus Cellulose u. dgl. Stoffen bestehende Bänder und Streifen als Träger für Blattmetallschichten sind für verschiedene Zwecke bereits benutzt worden. Es sind z. B. Blattmetallfolien für Prägedruck bekannt, die als Doppelfolien ausgebildet sind, deren aus dünnem, spiegelblankem Stoff bestehende Deckfolie nach der Prägung leicht ablösbar ist. Ferner sind blechartige Folien bekannt, die aus Blattmetall bestehen, das durch eine dicke -Schicht von Gelatine oder einem anderen durchsichtigen Stoff derart verstärkt ist, daß es selbständig mechanisch verarbeitet, z. B. gepreßt und gestanzt werden kann. Je nach Art des Verwendungszwecks sind Schichtträger und Blattmetall lösbar oder nichtlösbar miteinander verbunden. Bei dem Gespinstfaden nach der Erfindung handelt es sich um eine nichtlösbare Verbindung des aus einem dünnen und durchsichtigen Cellulosestreifen bestehenden Schichtträgers mit dem Blattgold und um dessen Verwendung zur Herstellung eines Kunstfadens, die dadurch erfolgt, daß der Cellulosemetallstreifen schraubenförmig um die Faserstoffseele gewickelt wird. Das Umwickeln von Seelen mit durchsichtigen Cellulosestreifen ist zwar ebenfalls nicht mehr neu, doch ist bisher noch nicht vorgeschlagen worden, einen Cellulosemetallstreifen derart aufzuwickeln, daß die Metallschicht an der Garnseele liegt, also mit der Außenluft nicht in Berührung kommt. Da eine glasklare und sehr dünne Cellulosehaut verwendet wird, scheint die Metallschicht durch, und diese erhält - durch die darüberliegende glänzende Haut eine erhöhte Reflexwirkung. Die innenliegende Metallschicht kann durch die Atmosphäre nicht ungünstig beeinflußt werden. Bei außenliegender Metallschicht tritt, wie die Erfahrung lehrt, "sehr -bald eine Oxydation ein, wenn nicht echtes Gold verwendet wird. Die Besonderheit des Cellulosemetallstreifens in seiner Ausbildung und in seiner Lagenan-`' ordnung zur Außenluft ermöglicht also die Verwendung unedler Metalle, wodurch eine erhebliche Verbilligung in der Herstellung des Fadens eintritt. Er weist demnach eine Reihe von Vorzügen auf, die die bekannten Gespinstfäden nicht haben: er ist dauerhaft in bezug auf das glänzende Aussehen, besitzt eine große Zugfestigkeit und ist leichter im Gewicht.
- Die Herstellung des Kunstfadens geschieht in folgender Weise: Zunächst werden breite Bänder von glasklarer, dünner Cellulosehaut mit einem Klebstoff überzogen und mit einer Blattgoldschicht oder einer Schicht aus irgendeiner Metallegierung verbunden. Das so erzeugte breite Goldband wird durch Schneidvorrichtungen in ganz schmale Streifen zerschnitten, die zu Spulen oder Knäuel aufgewickelt werden. Die so hergestellten Cellulosemetallstreifen werden dann derart auf die Faserstoffseele aufgewickelt, daß die Metallschicht nach innen zu liegen kommt. Natürlich kann der Cellulosemetallstreifen auch selbst als Faden zur Herstellung von Geflechten, Geweben und Gewirken dienen, und schließlich ist er auch für Näherei- oder Stickereizwecke geeignet. Ein z. B. mit diesen Metallcellulosestreifgn - oder einem daraus hergestellten Kunstfaden erzeugtes Gewebe oder eine mit diesen Streifen oder Fäden besetztes Nähstück läßt sich auch in kochendem Wasser waschen und ist in allen klimatischen Verhältnissen unveränderlich. Diese Vorteile weisen die mit vergoldetem Papier überzogenen Gespinste, das sogenannte Japangold, nicht auf, da sich die Metallschichten dieser Gespinste abwaschen lassen.
- Der Cellulosestreifen kann auch auf beiden Seiten, gegebenenfalls mit verschiedenfarbigen Metallschichten versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kunstfaden, bestehend aus einem um eine Faserstoffseele gewickelten Streifen au's dünner, glasklarer Cellulosehaut, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen mit einer Metallschicht versehen ist, die im Faden nach innen zu liegt.
Priority Applications (1)
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| DE479795C true DE479795C (de) | 1929-07-23 |
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| DESCH82073D Expired DE479795C (de) | 1927-03-17 | 1927-03-17 | Kunstfaden, bestehend aus einem um eine Faserstoffseele gewickelten Streifen aus duenner, glasklarer Cellulosehaut |
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