DE478948C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen

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DE478948C DEG66674D DEG0066674D DE478948C DE 478948 C DE478948 C DE 478948C DE G66674 D DEG66674 D DE G66674D DE G0066674 D DEG0066674 D DE G0066674D DE 478948 C DE478948 C DE 478948C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen, welche z. B. mit Vorteil als Vulkanisierungsbeschleuniger für Kautschuk benutzt werden können.
  • Es ist gefunden worden, daß Amine und Aldehyde so aufeinander einzuwirken vermögen, daß ein Molekül des Amins sich unmittelbar mit zwei oder mehr Molekülen des Aldehyds unter Abspaltung von Wasser umsetzt, wobei neue und wertvolle Kondensationsprodukte gebildet werden. Der chemische Charakter dieser Kondensationsreaktion sowie auch die chemische Zusammensetzung und die Struktur der Kondensationsprodukte sind noch nicht völlig klargestellt. - Die Reaktion ist wahrscheinlich keine einfache Molekularreaktion, da die physikalischen Eigenschaften der Kondensationsprodukte sich ändern, wenn die Arbeitsmethode bei - ihrer Herstellung geändert wird, z. B. wenn man das Verhältnis zwischen der Menge des benutzten Amins und Aldehyds ändert. Es ist wahrscheinlich, daß das Reaktionsprodukt eines Aldehyds und eines Amins mehrere verschiedene Umsetzungsprodukte enthält, die vielleicht so entstanden zu denken sind, daß zunächst ein oder mehrere Anfangskondensationsprodukte gebildet werden, welche dann ihrerseits ganz oder teilweise sich mit weiteren und vielleicht verschiedenenMengenAldehydumsetzen. Durch geeignete Überwachung der Reaktionsbedingungen können die Art und das Mengenverhältnis der verschiedenen Umsetzungsprodukte überwacht werden.
  • Die Produkte schwanken in ihrer Konsistenz zwischen mehr oder minder weitgehender Dünnflüssigkeit und zwischen Zähflüssigkeit und stellen in manchen Fällen bei Zimmertemperatur amorphe Feststoffe dar. Die physikalische Beschaffenheit der Kondensationsprodukte hängt natürlich ab sowohl vom im besonderen benutzten Amin und Aldehyd sowie von dem Mischungsverhältnis als auch von den Bedingungen, unter welchen die Kondensation durchgeführt wird, z. B. von dem besonderen Katalysator, falls ein solcher benutzt wird, und von dessen Menge, wie später noch näher erläuterL' werden wird.
  • Die Kondensationsprodukte sind in Wasser unlöslich, dagegen leicht löslich in organischen Lösungsmitteln. Sie sind dabei gewöhnlich hochgradig ungesättigten Charakters, und einige von ihnen vermögen sogar Sauerstoff aus der Luft zu absorbieren.
  • Die verschiedenen Kondensationsprodukte sind in ihrem chemischen Verhalten ganz ähnlich und zeigen nur gewisse graduelle Verschiedenheiten, je nach dem Mengenverhältnis der zu ihrer Bildung benutzten Stoffe und je nach der Natur des Katalysators oder der Reaktionsbedingungen.
  • Die chemische Zusammensetzung der Kohlenwasserstoffradikale, welche an den Stickstoff der bei den Kondensationsreaktionen benutzten Amine gebunden sind, scheint unwesentlich zu sein, soweit die Kondensation des Aminmoleküls mit einer Mehrzahl von Aldehydniolekülen in Frage kommt, aber diese Kohlenwasserstoffradikale haben Einfluß auf die physikalischen Besonderheiten und auf andere Eigentümlichkeiten der Kondensationsprodukte.
  • Dementsprechend verlaufen auch die Reaktionen bei gewissen, den Aminen in ihrer Konstitution nahestehenden Kohlensäureamiden und -imiden, bei denen außer den Hydroxylgruppen auch der Carbonylsauerstoff durch Amido- bzw. Imidogruppen ersetzt ist. Als Vertreter solcher Verbindungen seien Diarylbiguanide und Guanidin genannt. Brauchbare Kondensationsprodukte liefern z. B. Anihn, n-Butylamin,Äthylamin, o-Tolylbiguanid,Äthylanilin, Äthylendiamin, o-Toluidin, Methylamin, Diäthylamin usw.
  • Obgleich sekundäre Amine in ähnlicher Weise reagieren wie primäre, werden die von den primären Aminen sich ableitenden Kondensationsprodukte für gewisseVerwendungszwecke, besonders als Vulkanisierungsbeschlenniger, vorgezogen.
  • Von geeigneten Aldehyden seien erwähnt: Acetaldehyd, Propylaldehyd, n-Butyraldehyd, Heptaldehyd, Crotonaldehyd, Citral, Acetaldol und Zimtaldehyd. Für gewisse Zwecke, z. B. für die Vulkanisierung von Kautschukprodukten, verdienen die aus aliphatischen Aldehyden mit mehr als zwei Kohlenstoffatomen und einfacher Bindung des a# und 8-Kohlenstoffatoms gewönnenen Kondensationsprodukte den Vorzug. Behufs bequemerer Ausdrucksweise sollen im nachstehenden derartige Aldehyde als a-, pgesättigte Aldehyde bezeichnet werden. Ungesättigte Aldehyde mit doppelter Bindung zwischen dem a- und dem ß-Kohlenstoffatom sind für die Vulkänisierungsbeschleunigung gemäß den Ergebnissen der Experimentaluntersuchung nicht gut geeignet.
  • Polymerisierte Aldehyde, wie z. B. Paraaldehyd und Metaldehyd, die beim Erhitzen oder unter Einwirkung von Katalysatoren zu den monomeren Aldehyden depolymerisiert werden, sind als Äquivalente der letzten im Sinne des Verfahrens aufzufassen.
  • Als Katalysatoren eignen sich Säuren und in wässriger Lösung sauer reagierende Stoffe, wie Essigsäure, Propionsäure, n-Buttersäure, Stearinsäure, Ölsäure, Salizylsäure, Pikrinsäure, Salzsäure, Phosphorsäure und Schwefelsäure, ferner Zinkchlorid.
  • Außerdem können auch Aminsalze benutzt werden. Diese können dazu dienen, sowohl den sauren Katalysator als auch einen Teil des für die Kondensation erforderlichen Amins zu liefern. FürdieHerstellungvonVulkanisierungsbeschleunigern eignen sich besonders organische Säuren als Katalysatoren. Die Menge der Katalysatoren hängt sowohl von deren Natur selbst als auch von dem Aldehyd und dem Amin ab, aber sie soll stets geringer sein als dem molekularen Äquivalent des Amins entspricht, und hält sich im allgemeinen innerhalb der Grenzen von 0,05 bis o,3 und vorzugsweise um o,2 des molekularen Äquivalents des Amins.
  • Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, mit Wasser Säuren bildende Stoffe, wie z. B. Säureanhydride oder Säurehalogenide als Katalysatoren zu verwenden.
  • Wie oben erwähnt, sind die Kondensationsprodukte nicht homogen, sondern enthalten verschiedene Bestandteile, welche verschiedene Eigenschaften besitzen. Die Mengenverhältnisse dieser Bestandteile sind im allgemeinen verschieden, je nachdem ein saures Kondensationsreagens benutzt wird oder ohne ein solches gearbeitet wird, In vielen Fällen ist gefunden worden, daß gewisse Bestandteile, welche für die Vulkanisationsbeschleunigung weniger wertvoll sind, Pikrate bilden. Dieser Umstand ermöglicht das Mengenverhältnis der Bestandteile zu bestimmen, welche in den Kondensationsprodukten vorhanden sind. Die in Gegenwart eines sauren Katalysators gewonnenen Kondensationsprodukte enthalten in vielen Fällen weniger Pikrat bildende Bestandteile und haben eine geringere Neigung, Sauerstoff aus der Luft zu absorbieren, als die ohne Anwendung eines Katalysators erhältlichen Produkte.
  • Die Kondensation kann auch in Abwesenheit eines Katalysators durchgeführt werden, aber die Reaktionsgeschwindigkeit wird durch die Anwesenheit einer Säure oder eines in wässriger Lösung sauer reagierenden Stoffes erheblich gesteigert. Produkte eines gewünschten gegebenen Verhältnisses zwischen Aldehyd und Amin können erhalten werden, indem man Aldehyd und Amin in dem betreffenden Mengenverhältnis zur Reaktion miteinander bringt, aber in manchen Fällen ist es wünschenswert, ein Gemisch, welches einen Überschuß an Alde-hyd enthält, zur Reaktion zu bringen und dann den Überschuß an Aldehyd zu entfernen. Beispielsweise ist ein Kondensationsprodukt im Verhältnis von i Mol. Anflin zu 3,5 MOI-n-Butyraldehyd, das in Gegenwart eines sauren Katalysators gewonnen' wurde, ein guter Vulkanisierungsbeschleuniger; verwendet man dagegen ein Gemisch aus i Mol. Anilin und 5 Mol. n-Butyraldehyd und erhitzt es in Gegenwart eines sauren Katalysators, bis 3,5 MOI-des n-Butyraldehyds verbraucht sind, und destilliert dann die übrigbleibenden 1,5 Mol. des n-Butyraldehyds aus dem Reaktionsgemisch ab, so besitzt das so gewonnene Kondensationsprodukt erheblich bessere Beschleunigungseigenschaften.
  • Die Reaktion kann auch in Gegenwart oder in Abwesenheit von indifferenten, aus dem Kondensationsprodukt entfernbaren Lösungsmitteln durchgeführt werden. Kondensationswasser kann durch geeignete Entwässerungsmittel entfernt werden. Das Verfahren ist ferner nicht beschränkt hinsichtlich der Art oder der Reihenfolge der Mischung der einzelnen Komponenten. Z. B. können die Katalysatoren dem fertigen Gemisch von Aldehyd und Amin oder auch dem Aldehyd oder dem Amin vor ihrer Mischung zugesetzt werden, oder es kann auch ein Aminsalz mit einem Aldehyd behandelt werden usw. Der Katalysator kann im Kondensationsprodukt belassen oder auf geeignete Weise daraus entfernt werden, je nachdem es der besondere Verwendungszweck, für den das Produkt bestimmt ist, erfordert.
  • Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt auch von der Temperatur ab, welche während der Kondensation aufrecht erhalten wurde, die in der Regel beim Siedepunkt des Reaktionsgemisches unter gewöhnlichem Druck erfolgt, obwohl ersichtlichder Siedep#nktdesGenüsches auchdurch Anwendung von Uberdruck gesteigert werden kann. In den meisten Fällen verläuft die Reaktion in hohem Grade exotherm, und in manchen Fällen kann eine befriedigende Kondensation ohne äußere Wärmezufuhr erreicht werden.
  • Die neuen Kondensationsprodukte haben im Vergleich zu den bekannten, unter Anwendung äquimolekülarer Mengen von Aldehyd und Amin erhältlichen Kondensationsprodukten und anderen bekannten Aldehyd-Amin-Kondensationsprodukten wesentlich bessere Eigenschaften als Vulkanisationsbeschleuniger.
  • Da den neuen Aldehyd-Amin-Kondensationsprodukten einfache chemische Bezeichnungen nicht beigelegt werden können, so soll zur weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung folgende Namengebung Anwendung finden.
  • Das Produkt, welches gewonnen wird, wenn man ein Amin derart zur Reaktion mit einem Aldehyd bringt, daß im Umsetzungsprodukt auf ein Mol. Amin eine Mehrzahl von Aldehydmolekülen kommt, soll als Aldehyd-Amin (n:i) -bezeichnet werden. Z. B. soll das Kondensationsprodukt, welches gewonnen wird, wenn man Butylamin mit Heptaldehyd im Verhältnis von i: Mol. des ersteren auf 5 Mol. des letzteren zur Reaktion bringt, als Heptaldehyd-Butylamin (5:1) bezeichnet werden. Kondensationsprodukte, die unter Verwendung eines sauren Katalysators gewonnen wurden, sollen als Aldehyd-Amin Ac (n: i) bezeichnet werden, z. B. das Kondensationsprodukt von Anilin mit n-Butyraldehyd im Verhältnis von i Mol. des ersteren zu 5 Mol. -des letzteren in Gegenwart von Buttersäure als n-Butyraldehyd-Anilin Ac (5: 1) - Als Beispiel eines ohne Verwendung eines sauren Katalysators erhältlichen, besonders geeigneten Kondensationsproduktes sei dasjenige von Heptaldehyd mit n-Butylamin ervvähnt. Dieses wird leicht erhalten, indem man den Aldehyd zum Amin im gewünschten Molekülverhältnis fügt und behufs Herbeiführung der Kondensation und der Austreibung des Wassers erhitzt, bis der gewünschte Kondensationsgrad erreicht ist. Das entstehende Produkt kann unmittelbar oder nach Entfernung der letzten Spur von Wasser aus ihm unter Anwendung bekannter Hilfsmittel Verwendung finden. Von den unter Anwendung eines sauren Katalysators erhältlichen Kondensationsprodukten ist dasjenige aus n-Butyraldehyd und Anflin besonders wertvoll. Dieses erhält man durch Zugabe des Amins zu dem den sauren Katalysator enthaltenden Aldehyd im gewünschten Molekülverhältnis und Durchführen der Kondensation unter Austreiben des Wassers. Bei Vermehrung der Katalysatormenge wird die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Das Verhältnis zwischen Amin und Aldehyd kann auch, wie oben angegeben, geändert werden, ohne daß man gleichzeitig eine Änderung in der Menge des zugesetzten sauren Katalysators eintreten läßt.
  • Beispiel 1- 45,6 Teile Heptaldehyd werden zu 14,6 Teilen n-Butylamin hinzugesetzt, d. h. im Verhältnis von ? Mol. Heptaldehyd zu i Mol. n-Butylan-iin. Es setzt eine heftige Reaktion ein unter Entwicklung beträchtlicher Wärme und Bildung von Wasser, welches sich vom Reaktionsprodukt scheidet. Sobald die Reaktion weniger stürmisch wird, wird das Gemisch am Rückflußkühler erhitzt. Nach 4stündigem Erhitzen findet keine merkliche Erhöhung der gebildeten Wassermenge mehr statt. Das Reaktionsgemisch wird dann abgekühlt, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann dekantiert. Das entstandene Kondensationsprodukt ist eine hellrötlichbraune, ziemlich leichtflüssige Flüssigkeit von eigentümlichem, aber nicht unangenehmem Geruch. Es ist unlöslich in Wasser, aber leicht löslich in Alkohol, Benzin oder anderen organischen Lösungsmitteln.
  • Da das Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten anderer Aldehyde und Amine in verschiedenen Mischungsverhältnissen im wesentlichen das gleiche ist, wie im vorstehenden Beispiel angegeben, so kann die Bildung anderer Kondensationsprodukte wie folgt in Tabellenforra gegeben werden:
    Aldehyd Amin Verhältnis Stunden Temperatur Produkt Bemerkungen
    Hept- n-Butyl- 3: 1 515 170, C rötlichbraune stand über Nacht vor
    aldehyd amin Flüssigkeit der Erhitzung
    Hept- n-Butyl- 5 :1 7,0 i:6o' C rötlichbraune stand über Nacht vor
    aldehyd amin. Flüssigkeit der Erhitzung
    Hept- n-Butyl- 7: 1 2,0 170' C gelbe
    aldehyd amin Flüssigkeit
    Hept- n-Butyl- to : 1 2,5 170, C rötlichbraune stand -über Nacht
    -aldehyd amin Flüssigkeit nach i:-1/,stündiger
    Erhitzung
    Hept- n-Butyl- 15: 1 515 180, C rötlichbraune
    aldehyd amin Flüssigkeit
    n-Butyr- Anilin 2.: 1 1'25 149' C . gelbe
    aldehyd Flüssigkeit
    n-Butyr- Anilin 3: 1 2,3 130' C rötlichgelbe stand über Nacht
    aldehyd Flüssigkeit nach 1,3stündiger
    Erbitzung
    n-ButyF- Anilin 5 :1 11,0 14O'C rötlichbraune stand über Nacht
    aldehyd Flüssigkeit nach5stündigerEr-
    hitzung
    n-Butyr- Anilin 7::1 i#,8 150 0 C rötlichbraune stand über Nacht
    aldehyd Flüssigkeit nach 4,3 stündiger
    Erhitzung
    n-Butyr- Anilin io: 1 12,0 150, C rötlichbraune stand -über Nacht
    aldehyd Flüssigkeit nach 5,5 stündiger
    Erhitzung
    n-Butyr- Anilin 15: 1 22,0 155' C rötlichbraune stand über Nacht vor
    aldehyd Flüssigkeit der Erhitzung
    n-Butyr- o-Tolyl- Z: 1 0,75 140' C rötlichgelber trocknete 1/, Stunde
    aldehyd biguanid fester Körper bei 140' C
    Schmelz-
    punkt go' C
    n-Butyr- o-Tolyl- 5 : 1 1,5 140' C bernsteinfar- trocknete il/, Stun-
    aldehyd biguanid biger halb- den bei 140' C
    fester Körper
    n-Butyr- o-Tolyl- 7: 1 0175 am Rück- trocknete auf einer
    aldehyd biguanid flußkühler heißen Platte
    erhitzt
    n-Butyr- o-Tolyl- io: 1 2,0 14O'C rötlichbrauner trocknete bei 140' C
    aldehyd biguanid halbfester
    Körper
    n-Butyr- o-Tolyl- 15: 1 4,0 140' C rötlichbrauner trocknete bei 140' C
    aldehyd biguanid halbfester
    Körper
    n-Butyr- n-Butyl- 5: 1 3,5 140' C rötlichbraune stand über Nacht vor
    aldehyd amin Flüssigkeit der Erhitzung
    n-Butyr- n-Butyl- io: 1 10,0 140'C rötlichbraune stand über Nacht vor
    aldehyd amin Flüssigkeit der Erhitzung
    n-Butyr- n-Butyl- 15: 1 IZ,0 140' C rötlichbraune stand über Nacht vor i
    aldehyd amin Flüssigkeit der Erhitzung
    Aldehyd Amin Verhältnis Stunden Temperatur Produkt Bemerkungen
    n-Propion- - Anilin 5 1 14,0 150, C rötlichbraune stand über Nacht
    aldehyd Flüssigkeit nach den ersten 6
    Stunden der Er-
    hitzung
    Croton- Äthyl- 5 1 8,o 140' C rötlichbraune stand über Nacht
    aldehyd amin bröcklige nach 5 stündiger
    Masse Erhitzung, trock-
    nete bei 140' C.
    Die folgenden weiteren Produkte sind auf ähnliche Weise wie im Beispiel i angegeben und wie die in der vorstehenden Tabelle angegebenen Produkte erzeugt worden: Acetaldehyd-Anilin (5: 1) (eine dunkle, rötlichbraune, bröcklige, nichtkristallinische, feste Masse); n-Butyraldehyd-Guanidin (5 - i) (eine viskose, orangefarbene Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Methylamin (5:1) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Äthylamin (5 - I) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Diäthylamin (5: 1) (eine leichte, rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Äthylanüin (5: 1) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Methylamin (io: i) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Äthylendiamin (io:i) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); n-Butyraldehyd-Äthylamin (15:1) (eine rätlichbraune Flüssigkeit); Heptaldehyd-Äthylamin (5:1) (eine rötlichbraune Flüssigkeit); Heptaldehyd-o-Tolylbigaanid (5:1) (eine leichte rötlichgelbe, sehr viskose und sehr zähe Flüssigkeit, welche eine grünlichgelbe Fluoreszenz zeigt) -Acetaldoi-Ätylamin (5: 1) (eine rötlichbraune, halbfeste Masse, welche in ihrem Aussehen dem Äthvliden-Anilin sehr ähnlich ist): Kcetaldol-n-Butylamin (5: 1) (eine rötlichbraune halbfeste Masse, die im Aussehen dem Äthyliden-Anilin sehr ähnlich ist) -, Acetaldol-o-Tolylbiguanid (5 - 1) (eine rötlichgelbe, bröcklige, nichtkristallinische, festeMasse); - Crotonaldehyd-Anüin (5: 1) (eine dunkle, rötlichbra.une, bröcklige, nichtkristallinische, feste Masse); Citral-o-Tolvlbiguanid (5: 1) (eine rötlichgelbe, sehr viskose #nd sehr zähe Flüssigkeit, welche eine grünlichgelbe Fluoreszenz zeigt).
  • Bei Verwendung sekundärer Amine verläuft die Reaktion langsamer.
  • Beispiel 2: 36 Teile n-Butyraldehyd und 0,44 Teile n-Buttersäure wurden zu 9,o3 Teilen Anilin zugesetzt, d. h. auf 5 Mol. n-Butvraldehyd und o,o5 Mol. n-Buttersäure kam i Mol. Anilin. Es setzt eine heftige Reaktion unter beträchtlicher Wärmeentwicklung und Abspaltung von Wasser, das sich aus dem Reaktionsgemisch abscheidet, ein. Das Gemisch wird sofort am Rückflußkühler erhitzt. Der Rückflußkühler ist so angeordnet, daß er die Abscheidung des Wassers gestattet, so daß nur n-Butyraldehyd und andere vom Wasser verschiedene Produkte zumReal,tionsgefäßzurückfließenkönnen. Nach im ganzen 6,25stündigem Erhitzen des Gemisches ist keine Vermehrung der Wassermenge mehr bemerkbar, und das Reaktionsprodukt zeigt dann eine Temperatur von 16o' C. Das Endprodukt besteht aus einer leichten, rötlichbraunen, ziemlich beweglichen Flüssigkeit von eigentümlichem Geruch. Sie ist unlöslich in Wasser, aber leicht löslich in Alkohol, Benzin und anderen organischen Lösungsmitteln.
  • Die folgende Tabelle erläutert die Wirkung wechselnder Mengen von bei der Kondensation benutztem saurem Katalysator. Dabei wird Anilin mit n-Butyraldehyd kondensiert, und zwar derart, daJ3 auf i Mol. Anilin 5 Mol. n-Butyraldehyd kommen und die Mengen von gleichzeitig anwesender n-Buttersäure verändert werden unter im übrigen gleichen Reaktionsbedingungen:
    Dauer der zur Erreichte
    Moleküle Kondensation Schluß-
    Säure erforderlichen Er-
    hitzung in Stunden temperatur
    0,0 24,25 165 " C
    0,05 6,25 16o' C
    0,075 4,33 16z' C
    0,15 3,5 16?' C.
    Bei Anwendung von 0,5 Mol. Schwefelsäure bei der Kondensation von Anilin in Form von Anilinsulfat mit n-Butyraldehyd im Verhältnis von 5 Mol. n-Butyraldehyd auf i Mol. Anilin erhält. man beim Erhitzen des Gemisches während dreier Stunden bei einer Schlußtemperatur von io?,' C ein Produkt von tief kirschroter Farbe, das erwärmt aus einer viskosen Flüssigkeit besteht und kalt eine halbfeste Masse bildet. Die Anwendung von i Mol. Stearinsäure bei der Kondensation von 5 Mol. Butyraldehyd und i Mol. Anilin führt nach einer Erhitzungsdauer von l,17 Stunden unter Erreichung einer Endtemperatur von 165 ' C zu einem breiigen, halbflüssigen, orangeroten Produkt.
  • 5 Mol. n-ButyraJdehyd, i Mol. Anilin und 0,15 Mol. n-Buttersäure gaben bei 45 Minuten langem Erhitzen unter Erreichung einer Endtemperatur von i2o' C eine leichte orangefarbene Flüssigkeit.
  • 3 MOI. Heptaldehyd, i Mol. n-Butylamin und o,i5 Mol. n-Valeriansäure geben nach 35 Minuten langem Erhitzen bei einer Endtemperatur von i7o' C eine rötlichbraune, leichte, viskose Flüssigkeit.
  • Beispiel 3. i8o Teile n-Butyraldehyd und 3,49 Teile n-Buttersäure werden zu 46,5 Teilen Anilin zugesetzt. Diese Mischung entspricht einem Verhältnis von 5 Mol. n-Butyraldehyd, 0,15 Mol. n-Buttersäure und i Mol. Anilin. Das Gemisch wird mechanisch gerührt und am Rückflußkühler erhitzt. Der Rückflußkühler ist so angeordnet, daß das Wasser abgeschieden und die übrigen Bestandteile der Mischung in das Reaktionsgefäß zurückgeleitet werden. Nach 36 Minuten hat das Gemisch eine Temperatur von go' C erreicht. Das nichtkondensierte Aldehyd ist dann abdestilliert. Diese Destillation erfordert 18 Minuten, und es werden 53,9 Teile (etwa 1,5 Mol. n-Butyraldehyd) wiedergewonnen. Das Gemisch wird dann 2o Minuten lang auf i2o' C gehalten. Die ganze zur Kondensation erforderte Zeit beträgt 74 Minuten. Das gebildete Produkt besteht aus einer leichten, orangeroten, ziemlich beweglichen Flüssigkeit von eigenartigem Geruch. Das Produkt ist unlöslich in Wasser, aber löslich in Alkohol, Benzin und anderen organischen Lösungsmitteln.
  • Weitere Beispiele sind in folgender Tabelle zusammengestellt:
    saures Molekular- herausdestillierte
    Aldehyd Amin Kondensations- verhältnis Moleküle Aldehyd
    1 reagens
    n-Butyr- Anilin Essigsäure 5: 1: 0,13 443
    aldehyd
    n-Butyr- o-Toluidin n-Butter- 5: 1: 0,15 1,80
    aldehyd säure
    n-Butyr- Anilin n-Butter 3: 1 : 0,15 kleine Menge
    aldehyd säure

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen, darin bestehend, daß man auf ein Molekül eines primären oder sekundären Amins zwei oder mehr, vorteilhaft dreibis sieben Moleküle eines gesättigten oder ungesättigten Aldehyds bei Gegenwart von Säuren, von mit Wasser Säuren bildenden oder in wäßriger Lösung sauer reagierenden Stoffen, oder ohne diese Katalysatoren, unter Erwärmung oder ohne äußere Wärmezufuhr einwirken läßt.
DEG66674D 1925-03-13 1926-03-08 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Aminen Expired DE478948C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0004714A1 (de) * 1978-03-13 1979-10-17 National Chemical Products Limited Harzartige polymere Stoffe, ihre Herstellung aus einer Carbonylverbindung und einem Amin bzw. Ammon und ihre Verwendung im Schaumflotationsverfahren

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0004714A1 (de) * 1978-03-13 1979-10-17 National Chemical Products Limited Harzartige polymere Stoffe, ihre Herstellung aus einer Carbonylverbindung und einem Amin bzw. Ammon und ihre Verwendung im Schaumflotationsverfahren
US4330667A (en) 1978-03-13 1982-05-18 National Chemical Products Limited Resinous polymeric substances

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